Logamax GB152-16 Fußbodenheizung Taktet

Diskutiere Logamax GB152-16 Fußbodenheizung Taktet im Buderus Forum im Bereich Heizungshersteller; Hallo @Jiballa läuft Deine neue Pumpe noch? Wir haben die baugleiche Heizung GB152/16 in unserem Haus mit knapp 200m² beheizter Fläche...

burky

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Hallo @Jiballa

läuft Deine neue Pumpe noch?

Wir haben die baugleiche Heizung GB152/16 in unserem Haus mit knapp 200m² beheizter Fläche (ausschließlich Fußbodenheizung) mit praktisch gleicher Ausgangssituation wie in Deinem Eingangspost beschrieben. Die Heizung ist ebenfalls seit 2006 installiert und seit nunmehr 17 Jahren bekomme ich es nicht hin, die Heizkurve so anzupassen, dass wir bei der außentemperaturgeführten Regelung eine halbwegs gleichbleibende Temperatur im Haus haben.

Wir haben noch die ursprüngliche modulierende Pumpe Uper 15-60 seit Erstinstallation verbaut. Die Heizleistung der Anlage (bis 16 kW) wurde vom Installateur auf 65% begrenzt, was einer max. Leistung von 10,4 kW entsprechen soll.

Bei einer eingestellten Raumtemperatur von z.B. 21 Grad und um die 0 Grad Außentemperatur ist es angenehm, bei +10 Grad wird es etwas zu kühl im Haus und bei -10 Grad wird es zu warm. Ich müsste also die Heizkurve irgendwie noch so anpassen, dass die VL bei +10 Grad etwas höher ist und bei -10 Grad entsprechend niedriger wird. Die angezeigte Heizkennlinie im Gerät (bei +10/0/-10) besagt aktuell 31/37/43 Grad. Die min. Außentemperatur habe ich schon auf -18 Grad stehen, obwohl es in unserer Region eigentlich um die -12 Grad sein sollte, damit die eingestellte Auslegungstemperatur von 45 Grad eben erst bei -18 und nicht schon bei -12 erreicht wird.

Ich bekomme es einfach mit den gegebenen Einstellmöglichkeiten nicht hin, die VL-Temperaturen der Heizkennlinie bei +10 Grad z.B. um 2-3 Grad anzuheben und gleichzeitig die VL bei -10 Grad um 2-3 Grad zu reduzieren.

Falls Du da noch einen Tipp für mich hast, mit welchen Parametern Du aktuell Deine Heizung eingestellt hast, könnte das evtl. sehr hilfreich für mich sein.

Besten Dank
Burky
 

Jiballa

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Hallo,

das ist ja lustig, dass sich auf den Post nochmal einer meldet. Ich tüftle immer noch mit der Heizung und teile gerne meine Erfahrungen. Ja die Pumpte hat gehalten auch ohne Magnitidabscheider. Ich habe das Takten auch nicht wegbekommen, gerade in der Übergangszeit. Die minimale Leistung 37% von 16kw scheint teilweise zu hoch zu sein. Wenn die Außentemperatur aber kälter wird, läuft die Heizung auf kleiner Flamme auch mal eine oder zwei Stunden. Länger gehts auch nicht. Ich hatte aber oft das Problem, dass manche Räume zu warm und andere noch zu kalt wurden. Das lag dann hauptsächlich daran, dass nie ein ordentliche hydraulischer Abgleich gemacht wurde. Habe selber an den Rückläufen die Durchflussmenge geregelt, aber ohne eine ordentliche Berechnung schier unmöglich. Daher habe ich diesen Herbst aufgerüstet und habe mir die Einzelraumsteuerung von Homematic IP zugelegt. Zusammen mit den Stellantrieben und dem Aktor, Hier wird der Durchfluss je nach Temperaturanforderung permanent nachgestellt. Zwar kein hydraulischer Abgleich, aber ein thermischer. Und was soll ich sagen , es läuft super. Nachdem der Sollwert im Raum erreicht ist gehts mit der Nachwärme nochmals um max. 0,5 Grad nach oben. Natürlich ist das nochmal ein bisschen ausprobieren, wann die Nachtabsenkung beginnt und wann die Heizzeit.
Bei dieser Regelung kannst du die Vorlauftemperatur auch leicht höher einstellen, als es gebraucht wird, so dass alle Räume die gewünschte Temperatur erreichen, denn wenn die Soll-Temperatur im Raum erreicht wird, dann geht das Ventil ja zu.

Zu meinen Einstellungen: bei der Installation ist die Fussbodenheizung auf HK 1 codiert worden. Hier hat man keine WahlMöglichkeit für die Art Fußbodenheizung, daher muss alles manuell angepasst werden. Min außen -10 Grad; Gebäudeart: mittel; Auslegungstemperatur 45 Grad, max Vorlauf 50 Grad;heißt übersetzt: 10 Grad außen 31 Grad Vorlauftemp. Bei 0 Grad sind wir bei 39 Grad und bei -10 sind es 46 GRad, alles bei gewünschter Raumtemperatur von 21 Grad.

Um dein Problem zu lösen, müsste man die Heizkurve krümmen, das geht glaube ich aber nicht mit der Steuerung. Du kriegst das meines Erachten nur hin, indem du die Heizgerade parallel nach oben schiebst und Räume und über Raumthermostate abriegelst.

Ich hoffe das hilft dir etwas weiter.

VG und schöne Feiertage
Rene
 

burky

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Hallo Rene,

danke für Deine schnelle Rückmeldung.

Unsere Räume sind bereits mit Thermostaten und elektrischen Stellern auf den Ventilen ausgestattet. Zusätzlich habe ich noch andere Heizkreisverteiler mit verstellbaren Durchflussmengenbegrenzern installieren lassen und darüber mal einen simplen überschlägigen hydraulischen Abgleich gemacht. Das funktioniert auch soweit ganz gut.

Wie Du schon schreibst, eine Krümmung der Heizkurve bekommt man mit den Einstellmöglichkeiten des GB152 nicht hin. Eine Drehung um den 0°-Punkt auch nicht. Und das ist bei der Anlage genau mein Problem.

Im Moment behelfe ich mich damit, wenn es zu warm wird die gewünschte Raumtemperatur um 0,5 bis 1° am Gerät zu senken und wenn es zu kalt wird die Temperatur wieder um 0,5 bis 1° anzuheben, damit wir eine halbwegs gleichbleibende Wohlführtemperatur im Haus in allen Räumen haben. Dieses manuelle hin- und hergedrehe je nach Außentemperatur geht mir nach 17 Jahren aber schon sowas von auf den Keks, dass ich gehofft hatte, Du hast vielleicht die ultimative Lösung für mich parat. 😄

Die Idee, die Heizkurve generell etwas parallel anzuheben und dann über die Raumthermostate zu begrenzen, hatte ich auch schonmal ausprobiert. Das Problem dabei ist die Trägheit der Fußbodenheizung. Die zuvor eingebrachte höhere Wärme in die Leitungen wird dann bei geschlossenem Ventil umso länger im Raum gehalten und es wurde dadurch noch wärmer. Hatte also eher den gegenteiligen Effekt gebracht.

Mir ist aufgefallen, wenn ich die minimale Außentemperatur immer weiter senke von ursprünglich -12 auf jetzt -18, dann wird die Heizkurve tatsächlich flacher, je mehr ich die Gradzahl reduziere, senkt sich aber auch insgesamt etwas ab. Mit eine Erhöhung der Raumtemperatur am Gerät könnte ich dann theoretisch diese flachere Kurve wieder parallel etwas anheben. Ich habe aber immer noch nicht die ideale Einstellung gefunden.

Interessant ist auch, wie auch von Dir zuvor beschrieben, dass auf Heizkreis 1 die Auswahl für eine Fußbodenheizung nicht möglich ist. Das geht nur für Heizkreis 2 im Mischbetrieb in den Menüeinstellungen, aber wir haben keinen Heizkreis 2 bei uns und den kann man auch Systemseitig nicht einfach aktivieren (Anlage geht sonst auf Störung). Also muss man die Heizkurve für HK 1 die eigentlich eher für eine normale Heizkörper-Heizung ausgelegt ist, dann so "manipulieren", bis eine brauchbare Heizkurve für eine Fußbodenheizung dabei heraus kommt. Das ist echt nervig und ich habe es wie erwähnt in den letzten 17 Jahren zwar nach und nach ein wenig optimiert, aber nie ordentlich hinbekommen.

Die Installateure rollen auch jedes Mal mit den Augen, wenn sie vor der GB152 stehen. Das Teil scheint im allgemeinen kein besonderes Meisterstück von Buderus zu sein, sondern wurde damals wohl eher als günstiges Massenprodukt auf den Markt gedrückt.

Nun ja, dann drehe ich eben weiter am Rad (im wahrsten Sinne des Wortes), bis wir uns irgendwann mal eine neue Heizung installieren lassen. Vermutlich dann keine von Buderus. :confused:

Beste Grüße und schöne Feiertage schonmal
Burky
 

Rennpappe 16v

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Hallo. Ich bin neu hier und lese mich schon eine ganze Weile durchs weite Internet. Ich habe ebenfalls eine GB 152. Das zu beheizende Haus is eine Doppelhaushälfte aus 1923. Fenster wurden alle gegen zwei und dreifach verglaste getauscht. Die oberste Geschossdecke wurde gedämmt, ebenso der Fußboden im EG zum Keller. Im Haus selbst wurde überall eine FBH verbaut, mit Thermostaten in allen Räumen. Gesamtwohnfläche ca. 160m2. Mein Problem ist immernoch, dass die Therme bei Temperaturen um 10 Grad Plus zu oft taktet ( bis zu 70 mal am Tag) . Mit sinkender Temperatur wird es besser. Auslegung ist auf -10/38 Grad und Vorlauf max. auf 35 Grad eingestellt. Gebäudeart Mittel. Ich hatte mal probeweise alle Thermostate geöffnet und die Vorlauftemperatur reduziert. Bei ca. 7 Grad Außentemperatur hatte ich dann nur noch 12 Starts am Tag, bei jedoch höherem Gasverbrauch. Würde mich freuen, wenn mir jemand sagen könnte, was ich gegen das Takten machen könnte, bzw. ob es im Altbau sinnvoll ist ohne ERR zu arbeiten ? Vielleicht sind meine Grundeinstellungen auch falsch? Ein hydraulischer Abgleich wurde damals auch nicht wirklich gemacht. Der am weitesten entfernt Heizkreis ist am maximal geöffnet , alle anderen dementsprechend weniger. Die Therme ist schon auf 37 % gedrosselt, ist eine 16KW Therme.
Ich sag schon mal Danke.
Olaf
 

TobiH

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Heizkurve senken
Volumenstrom erhöhen
 

Rennpappe 16v

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Den Volumenstrom erhöhen könnte ich nur durch Öffnen der Thermostate darstellen. Oder gibts andere Möglichkeiten? Die Pumpe müsste bei Baujahr 06 oder 07 selbstmodulierend sein. Danke
 

Heizi54

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Ich sehe gerade, der Thread ist seit gut einer Woche zu einem Heizkennlinien-Thread geworden.

Zitat burky: "Bei einer eingestellten Raumtemperatur von z.B. 21 Grad und um die 0 Grad Außentemperatur ist es angenehm, bei +10 Grad wird es etwas zu kühl im Haus und bei -10 Grad wird es zu warm. "

Da ist die Diagnose bei einer witterungsgeführten Vorlauftemperaturregelung aber relativ einfach: Raumtemperatur (=Parallelverschiebung) etwas anheben und Auslegungstemperatur (=Steilheit) etwas absenken.

Wie die weitere Optimierung der Heizkennlinie anhand eines iterativen Prozesses über der Heizperiode voruzunehmen ist, steht in jeder Bedienungsanleitung.
 
Zuletzt bearbeitet von einem Moderator:

Rennpappe 16v

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Das heißt ich sollte die Anlage ohne die ERR betreiben, und mir den Selbstregeleffekt zu Nutze machen?Aktuell werden alle Räume über Thermostate gesteuert.
 
cephalopod

cephalopod

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Das heißt ich sollte die Anlage ohne die ERR betreiben, und mir den Selbstregeleffekt zu Nutze machen?
Es gibt keinen "Selbstregeleffekt".
Den Abgleich der Räume untereinander sowie die Einstellung der Heizkurve musst du schon machen.
 

Rennpappe 16v

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Meine Ursprungsfrage war ja, ob ich ev. erstmal grundlegend von den Einstellungen her falsch liege.Wie gesagt wurden die Kreise meiner Meinung nach nur so eingestellt, der der am weitesten vom Verteiler entfern ist, bekommt die meiste Menge an Wasser, sprich maximaler Durchfluss.
 
cephalopod

cephalopod

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Die Einstellungen sollten sich nach der gewünschten Raumtemperatur richten.
Ist es zu kalt, dann etwas aufdrehen, zu warm, andersherum.

Die Heizkurve so weit senken, dass der kälteste Raum gerade noch warm genug wird.
 

Rennpappe 16v

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Das heißt, dass die Raumthermostate trotzdem weiterhin aktiv bleiben. ?
 

Rennpappe 16v

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Dann regel ich aber die einzelnen Räume über den Rücklauf runter um alle Räume temperaturtechnisch anzugleichen ? Ein Raum ist dann sozusagen der Referenzraum . . ?
 

burky

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War jetzt länger nicht hier, wollte aber mal berichten.

Habe mit den Einstellwerten einige Zeit herumgespielt und dabei auch die Auslegungstemperatur reduziert und damit die Heizkurve auch etwas flacher bekommen. Das hat schonmal etwas gebracht.

Im letzten Raum im Obergeschoss wurde es unabhängig davon nie richtig warm. Nachdem dann die Umwälzpumpe auch noch komplett den Dienst quittiert hatte, habe ich eine neue Uper 15-60 eingebaut und siehe da, auch im letzten Raum kommt wieder Wärme an. Vermutlich hatte die alte Pumpe schon die letzten Jahre nicht mehr genug Volumen gefördert.

Dann habe ich noch die Armaturen (Wärmemengenzähler und Warmwasserzähler) mit diesen vorgefertigten Styroporteilen gedämmt.

Zu guter Letzt habe ich noch eine Heizlastberechnung über einen Internetanbieter gemacht und dazu auch die Werte für den hydraulischen Abgleich erhalten und an den Ventilen entsprechend eingestellt. Meine zuvor selber überschlägig berechneten Werte waren allerdings für die meisten Räume schon recht nah dran.

Weitere Erkenntnisse gewinne ich dann wieder ab Herbst diesen Jahres. Bin sehr gespannt.
 
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