Längerer Stromausfall - Überraschungen sind vorprogrammiert!

Diskutiere Längerer Stromausfall - Überraschungen sind vorprogrammiert! im Allgemeine Fragen Forum im Bereich Heizungshersteller; Mit solchen Stromausfällen ist vermehrt zu rechnen. Das Problem ist nicht das Frieren - wie überall in den Foren diskutiert wird - da gibt es ja...

Robinson

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Mit solchen Stromausfällen ist vermehrt zu rechnen. Das Problem ist nicht das Frieren - wie überall in den Foren diskutiert wird - da gibt es ja Pullover und Schlafsäcke. Nein, das eigentliche Problem sind Heiz-Leitungen in Aussenmauern oder eingemauert ganz nahe bei Beton-Balkonböden, also bei Kühlrippen. Auch wenn man nun mit z. B. einem Kaminofen das Haus temperieren kann, ein Problem bleibt:
Die Umwälzpumpe - das 'Herz' der Heizanlage steht still und Teile der Leitungen können so 'in Ruhe' einfrieren. 'Früher' hatte man bekanntlich noch währschafte Steigleitungen im Haus, was ein Pumpe erübrigte, dann kamen erste Umwälzpumpen, die man zur Not mit einer Handbohrmaschine (mit entsprechendem Einsatz) von Zeit zu Zeit drehen konnte und damit das Leitungswasser verschieben. Bei modernen 'Elektronik-Pumpen' (z. B. Grundfos UPM3 Hybrid) ist das nicht mehr möglich. Man könnte auf ein Benzin-Aggregat für den Pumpenstrom ausweichen, aber auch hier können sich die modernen Pumpen querlegen, auf Grund ihrer Elektronik, welche wohl sauberen Sinus mit recht genau 50 Hz bei 230 Volt verlangen, was von einem üblichen (bezahlbaren) Aggregat aber nicht abgegeben wird. Grundfos war in einer ersten Anfrage meinerseits nicht in der Lage, zu diesem letzten Problem Stellung zu nehmen :-(

Und dies ist nun meine Frage: Hat jemand Erfahrungen mit diesem Problemkreis?
 
Hausdoc

Hausdoc

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Grundfos war in einer ersten Anfrage meinerseits nicht in der Lage, zu diesem letzten Problem Stellung zu nehmen :-(

Wozu auch????:unsure:

Bis in einem Haus Leitungen einfrieren vergehen mehrere Tage.


Stromausfälle dauern Sekunden bis Minuten.

Von daher verstehe ich das Problem nicht.
 

Robinson

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@Hausdoc
1. Grundfos sollte in der Lage sein, für seine Pumpen die Stromaufnahme-Toleranzen zu beantworten.
2. Ich spreche deutlich von längeren Stromausfällen, nicht von Mikroausfällen, also 1 bis 2 Wochen und natürlich in einer Kälteperiode.
 
Hausdoc

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1. Grundfos sollte in der Lage sein, für seine Pumpen die Stromaufnahme-Toleranzen zu beantworten.
Dazu gibts Datenblätter.......
Die Zeiten, in denen man qualifizierte Auskünfte von Herstellern bekam sind längst vorbei.;):unsure:


also 1 bis 2 Wochen und natürlich in einer Kälteperiode.
Wir sprechen von Deutschland? Oder kasachische Steppe? Oder ist deine Nickname irgend ein Hinweis?

Den letzten längeren Stromaufall in einer Kälteperiode an den ich mich erinnern kann war vor ca 30 Jahren im bayerischen Wald. Nach 5-6 Stunden wurds da aber schon wieder hell.


Gabs in Deutschland seit 1945 überhaupt mal einen Stromausfall über 1 Woche?????


Dieses Thema kommt aber jedes Jahr auf......... und jedes Jahr wollen die Leute Bastelanleitungen wie man den 100€ Baumarkt Stromerzeuger in die heimische Elektroanlage integriert......
 
Zuletzt bearbeitet:

Robinson

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>>Dazu gibts Datenblätter.......
Stünde dies dort drin, wäre ich nicht hier.

>>Die Zeiten, in denen man qualifizierte Auskünfte von Herstellern bekam sind längst vorbei.
Offenbar gilt dies auch für Foren-Moderatoren.

>>Gabs in Deutschland seit 1945 überhaupt mal einen Stromausfall über 1 Woche?????
Deutschland ist nicht die Welt und die Vergangenheit beschreibt nicht die Zukunft.

>>Dieses Thema kommt aber jedes Jahr auf......... und jedes Jahr wollen die Leute Bastelanleitungen wie man den 100€ Baumarkt Stromerzeuger in die heimische Elektroanlage integriert......
Und genau dies habe ich gar nicht gefragt, weil es nicht darum geht. :kopfnuss:
 
Wolfhaus

Wolfhaus

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Wenn du da bedenken hast auf Grund deiner Bedingungen, würde ein Stromerzeuger aus dem Baumarkt hinsichtlich der Sinusform und der Frequenz ausreichen. Leistung min 500W, 50Hz, 230V sollten die Angaben Dauerlast, für das Gerät lauten. Die Sinuskurve ist bei Transvertern (Geräte die z.B. aus 12V = eine Wechselspannung 230V 50 Hz xxxWat, erzeugen) eine teure Geschichte. Bei den Generatoren ist das mit den 50Hz so eine Sache, weil solchen einfachen Geräte kein Frequenzanzeige haben. Du kannst dann aber davon ausgehen, wenn die 230V abgegeben werden auch die Frequen 50Hz beträgt.
Da die Heizungen heutzutage alle Schaltnetzteile haben kann die Frequenz von 40-60 Hz schwanken ohne das was zu befürchten ist. Bei den Pumpen wird das auch in diesem Rahmen ausgeglichen wenn es die elektronisch geregelte Drehzahl gibt. Bei den älteren Pumpen ändert sich halt die Drehzal im vertretbaren Rahmen.
Ich hätte also keine Bedenken, aber es würde nicht den Bedingungen des Heizungsherstellers entsprechen, da hier von einer Netzspannung gesprochen wird.
In der Praxis haben wir Tankstellen über Tage mit einem Generator versorgt + Der Heizungs und Klimaanlage. Der Netzbetreiber hat die Tankstelle mit einem Stromversorgungscontainer versorgt und wir habend folgend die Heizung dazu geschaltet.
Die Gefahr bleibt dabei immer bei dir, "grünes Licht" wirst du dafür von keinem erhalten.
 
Wolfhaus

Wolfhaus

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Gabs in Deutschland seit 1945 überhaupt mal einen Stromausfall über 1 Woche
Reichlich in Berlin West auch über die Blokadezeit (mit 1h Strom am Tag) hinaus! Erst mit der Gas Pipeline aus Russland (ab 1973) und den Gaskraftwerken kam da Sicherheit rein. Vorher kam Kohle über Flüsse die nicht immer offen waren, da wurden Reserven knapp und der Strom zeitweilig abgeschaltet. Ab 1980 (Gegenmaßnahme zum Kältewinter in der DDR 1978/79, baute die DDR zur stabilen Stromversorgung in Zossen Nunsdorf, vor Berlin, ein Gasturbinenkraftwerk zur Notstromversorgung von Berlin. Damit hatte ab 1980, Berlin eine sichere Stromversorgung. VEAG Kraftwerk Schwarze Pumpe GmbH ist der heutige Betreiber von Nunsdorf.
Am 20.02.2019 verursachte eine Tiefbaufirma in Berlin einen Kabelschaden der zu einem Stromausfall führte. Betroffen über 31.000 Stromanschlüsse, ca. 100.000 Bewohner, mehrere Stadteile. Nach 31h konnten dann 20.000 Anschlüsse zugeschaltet werden, der Rest kam Schrittweise im laufe 1 Woche. Die Temperatur lag bei -1,3 Grad, was vieles verhinderte.
 

Stone

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Der letzte größere Stromausfall war in Deutschland in diesem Jahrtausend.
Da hat Eisregen sämtliche Strommasten zerstört.
Richtig dies war nördlich von uns glaube in Gegenden von NRW.
Heißt örtlich kann es durchaus zu längeren Stromausfällen führen.
 
Rainer4x4

Rainer4x4

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Wenn du da bedenken hast auf Grund deiner Bedingungen, würde ein Stromerzeuger aus dem Baumarkt hinsichtlich der Sinusform und der Frequenz ausreichen.
Da die Heizungen heutzutage alle Schaltnetzteile haben kann die Frequenz von 40-60 Hz schwanken ohne das was zu befürchten ist.
Richtig, die meisten elektronischen Baugruppen arbeiten so. Am Eingang ein Netzfilter um Störspannungen aus dem Gerät zurück aufs Netz zu unterbinden, dann ein Gleichrichter und ein Ladekondensator, danach die (Leistungs-)Elektronik.
Dem Gleichrichter ist die Kurvenform und Frequenz sowas von egal. Hauptsache der Wert der resultierenden Gleichspannung stimmt, alles andere ist Nebensache.

Die letzten größeren und längeren Stromausfälle des vorigen Jahrhunderts betrafen nahezu den gesamten Norden, das war der Katastrophenwinter 78/79 und der Eiswinter 86/87. In diesem Jahrhundert war Cyrill ausschlaggebend, die Schneekatastrophe 25.11.2005, und die schneereichen Winter 2009 und 2010.
Ich hab etwa 40 Jahre im Bereich Rundfunkversorgung als Servicetechniker gearbeitet, und habe immer hautnah miterlebt wann, weshalb und wie lange die Dieselgeneratoren an den Stationen gelaufen sind.

Wer denkt, er könne mit einem kleinen Stromaggregat glücklich werden, der vergisst das auch dieTankstellen keinen Sprit mehr abgeben können!
Viel wichtiger ist der regelmäßige Austausch der Stützbatterien für die Erhaltung des Speicherinhaltes der Elektroniken. Ansonsten ist die Programmierung weg!
 

Robinson

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@ Wolfhaus
@Stone
Ganz herzlichen Dank für eure sachlichen und interessanten Beiträge! Das hilft mir weiter. Das Thema ist also doch nicht so abwegig. :thumbup:
 

Robinson

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@rainer 4x4
Auch vielen Dank!

Wer denkt, er könne mit einem kleinen Stromaggregat glücklich werden, der vergisst, dass auch dieTankstellen keinen Sprit mehr abgeben können!
Ja, das ist natürlich richtig, darum will ich auch nur meine Umwälzpumpe (ca 20 Watt) von Zeit zu Zeit betreiben können, um das Wasser sporadisch weiter zu schieben. Die Hauswärme selber wird in solchen Fällen durch einen Holzkaminofen stromunabhängig und ohne Elektronik besorgt.
 
Wolfhaus

Wolfhaus

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Bitte beachte das solche Generatoren 10% Grundlast benötigen, also eine 40 Watt Glühlampe dazu und gut ist es. Ohmsche Last ist wichtig.
Das mit dem Sprit ist natürlich so eine Sache. Meistens sind das 2- Takter, also Gemischmotoren und wenn das lange gestanden hat.......
 
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