Korrekte Vorgehensweise um Druck auf Ausdehungsgefäß zu bringen

Diskutiere Korrekte Vorgehensweise um Druck auf Ausdehungsgefäß zu bringen im Viessmann Forum im Bereich Heizungshersteller; Hallo, das ist zwar keine Viessmann-spezifische Frage, aber ich hab' nun mal eine Viessmann-Heizung und habe bisher immer in diesem Bereich...

Evel Knievel

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Hallo,

das ist zwar keine Viessmann-spezifische Frage, aber ich hab' nun mal eine Viessmann-Heizung und habe bisher immer in diesem Bereich gepostet.

Am Wochenende habe ich einen zusätzichen Heizkörper in Betrieb genommen (Rohrsystem entleert, neue Rohre verlegt, usw.). Dabei war ich irgendwie geistig umnachtet und habe beim Ausgleichsgefäß über das Ventil den Druck abgelassen. Als ich später meinen Fehler bemerkt habe, habe ich in Ermangelung von Zeit und Manometer einfach ein bisschen Druck draufgemacht. Nun will ich das in Ordnung bringen, nur bin ich nicht ganz sicher ob meine Vorgenensweise richtig ist.

1. Heizung ausschalten
2. Rohrsystem/ Heizkörper entleeren
3. Druck auf Ausgleichsgefäß geben
4. wieder befüllen & Heizung einschalten

Ist diese Vorgehensweise korrekt? Und wieviel Druck muss ich auf das Ausgleichsgefäß geben? Genausoviel wie ich Wasserdruck auf die Heizung gebe? Wir wohnen in einem EFH mit einer Ebene. Die Heizung steht im Keller, Kellerhöhe ist 2,40m. Momentan betrieben wir die Heizung mit 1,8 - 2,0 bar.

Danke für die Antworten.
 
Hausdoc

Hausdoc

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Die vorgehensweise ist richtig.
Korrekter Vordruck: Statische Höhe ermitteln ( Vom Ausdehnungsgefäß bis OK oberster Heizkörper) . Jeder m entspricht 0,1 bar Vordruck. Hat man diese Höhe ermittelt, kommt noch zusätzlich 0,3-0,5 bar rein.

Beispiel : Statische Höhe 7 m. Dann wär der richtige Vordruck 1,0-1,3 bar.

Der Anlagendruck liegt dann min 0,3 bar über Vordruck, jedoch 0,5 Bar unter Ansprechdruck Sicherheitsventil.
 

Evel Knievel

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Danke für die schnelle Antwort. Soweit ist mir das klar, allerdings wurde die Anlage danach immer mit deutlich zu viel Druck betrieben. Als ich das Haus vor zweieinhalb Jahren gekauft habe, habe ich eine Wartung machen lassen und der Monteur befüllte die Anlage mit 1,8bar mit der Begündung, dass der entfernteste Heizkörper ca. 18 -20 m (Rohrlänge) entfernt hängt.

Nach Deinen Ausführungen muss ich die Anlage mit deutlich weniger Druck betreiben, denn:

Das Ausdehnungsgeäß hängt Unterkante 0,6m unter der Kellerdecke, weitere 0,3m darüber ist das Fussbodenniveau des EG (= höchste Ebene). Die Heizkörper hängen Oberkante 0,85m. Demnach ist der Vordruck:

0,6m + 0,3m + 0,85m = 1,75m * 0,1 = 0,175bar, also rund 0,2bar + 0,3/0,5bar = 0,5bar/0,7bar

und der Anlagendruck 1,0 - 1,2 bar.

Diese Werte erscheinen mir ein bisschen gering. Bitte um Bestätigung.

Danke
 
Hausdoc

Hausdoc

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Wenn du tatsächlich nur EG hast stimmt der Vordruck mit 0,7 bar und einem Anlagendruck zwischen 1,2 und 2 bar (wenn das Sicherheitsventil einen Ansprechdruck von 2,5 bar hat)

Mit Rohrlänge hat das nichts zu tun.
Die "ursprünglichen" 1,8 bar sind aber durchaus ok.
 

Evel Knievel

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ja, das Haus ist das, was man heute Bungalowbaustil nennt - also alle Räume auf einer Ebene.

Auf dem Sicherheitsventil steht irgendwas von 2.5, daher wird es wohl 2,5bar Ansprechdruck haben.

Eine letzte Frage geht mir noch durch den Kopf: Wird der Vordruck auch über das Manometer, das den Anlagendruck anzeigt, gemessen oder direkt am Ausdehungsgefäß. Ich glaube mich zu erinnern, dass der Monteur seinerzeit bei der Wartung an dem Fussventil des Ausdehnungsgefäßes gemessen hat. Oder ist es egal wo man den Vordruck misst?
 
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