Kaufempfehlung für Gas-Brennwerttherme

Diskutiere Kaufempfehlung für Gas-Brennwerttherme im Allgemeine Fragen Forum im Bereich Heizungshersteller; Hallo liebes Forum, bin seit kurzem Hausbesitzer einer zweieinhalbgeschossigen DHH (135m², Bj. 2002, Energiebedarf 105 kWh/(m²a)). Leider scheint...

Mayak

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Hallo liebes Forum,

bin seit kurzem Hausbesitzer einer zweieinhalbgeschossigen DHH (135m², Bj. 2002, Energiebedarf 105 kWh/(m²a)). Leider scheint die alte Heizung nicht mehr zu retten zu sein bzw. wurde mir vom Vorbesitzer schon vor Kauf ein Neukauf empfohlen.

Das Haus verfügt über keinen Keller und mangels Platz ist die Heizung unterm Dach eingebaut (Heizungsraum entspricht einer größeren Abstellkammer mit Dachschräge, also viel Platz ist da nicht). Aufgrund des Platzmangels und baulicher Vorgaben würde auch der elektrische Durchlauferhitzer erhalten bleiben.

Nun liegen mir zwei Angebote von jeweils verschiedenen Firmen vor:
  1. Vaillant ecoTec Plus VC 20 CS/1-5, VRC 710
  2. Vissman Vitodens 200-W Typ B2HF 19KW
Ich geh mal davon aus, dass es sich in beiden Fällen um das jeweils günstigste Modell des jeweiligen Herstellers handelt. Die Vaillant wäre 200€ günstiger also preislich kein großer Unterschied.

Welches Modell wäre für mich die bessere Wahl? Ich möchte jetzt auch nicht am falschen Ende sparen und mich die nächsten 20 Jahren mit hohen Reparaturkosten rumärgern. Würde es in den Zusammenhang sogar Sinn auf höherpreisige Modelle auszuweichen?

Bin für jede Meinung dankbar :)
 
tricotrac

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Ich möchte jetzt auch nicht am falschen Ende sparen und mich die nächsten 20 Jahren mit hohen Reparaturkosten rumärgern.
Vielleicht nicht mit hohen Reparaturkosten, sondern überhaupt mit der Belieferung von Erdgas. Den das wird in Zukunft eben, politisch so gewollt, immer teurer werden. Auch an die ständig steigende CO²-Abgabe denken. Wirtschaftsvernichtungs- und Klimaschutzminister Habeck hat sich ja auch schon zum Rückbau der Erdgasversorgung in Deutschland bemerkbar gemacht.
Mache das Haus besser mal Wärmepumpentauglich. Das ist langfristig gesehen die bessere Option.
 
Dr Schorni

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Mayak

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Danke für die Antworten. Wenn ich es richtig verstehe, wäre die beste Brennwertherme jene mit der niedrigsten Nennwärmeleistung?
Das wären bei:
  1. Vaillant ecoTec Plus VC 20 CS/1-5, VRC 710: 2,5KW -> Würde hier nicht die VC 10 Variante locker reichen? Allerdings unterscheidet sich die bei der Minimalleistung auch nicht.
  2. Vissman Vitodens 200-W Typ B2HF 19KW: 3KW -> Die Vitodens 300-W hat die geringste Nenn-Wärmeleistung von 1,9 KW, wäre die nicht die beste Option für dieses Haus?
Gas Alternativen
Nahwärme

Was Gas-Alternativen angeht muss ich noch hinzufügen, dass der Gemeinde wohl in den nächsten Jahren in Aussicht gestellt wird, an ein Nahwärmenetz angeschlossen zu werden, sofern der Bau eines Solarparks in der Nähe zugestimmt wird. Das gilt wohl derzeit als nicht unwahrscheinlich. Der Betreiber will die Gemeinde mit 12,3 cent/kwh brutto auf 10 Jahre fest und gratis Vollanschluss für die Übergabestation an Privatkunden ködern.
Das bringt mir allerdings jetzt gar nichts, da ich diesen Winter schon eine Heizung brauch 🥶.

Luftpumpe /Wasserpumpe
Da hab ich bislang folgende Bedenken. Die meisten Angebote die ich hierzu finde liegen preislich auf einen doppelt so hohen Niveau und als frischer Hausbesitzer bin derzeit nicht ganz so liquide. Man sagt ja immer Pumpen lohnen ohne Photovoltaik nicht und kann gut sein, dass der Strompreis noch schneller steigt als der Gaspreis. Auch wär der Einbau einer Fußbodenheizung auch etwas schwierig, da der Estrich hierfür nicht wirklich ausgelegt ist, was wiederum mehr ins Geld geht. Letztendlich muss sich das ganze am Ende alles zusammen amortisieren.

Ich hatte erst gehofft, dass die derzeitige Gasheizung noch 2-3 Jahre halten würde (war bereits 20 Jahre alt) aber dass sie bereits kurz vor Einzug den Geist auf gibt, war ein bisschen blöd vom Zeitpunkt her.

Vlt. wäre der nachträgliche Einbau einer Luft-Luft Pumpe mit Aussenaufstellung als Hybridlösung (hab ja kein Keller oder Hauswirtschaftsraum) eine Option. Bin mir aber nicht sicher ob man sowas ohne weiters kombinieren kann. Hab mir sagen lassen, dass Luft-Luft Pumpe in Frühling und Herbst günstiger sind und Gas im Winter. Allerdings sind die derzeit wieder von der Förderliste gestrichen und entsprechend teuer?

Insgesamt hätte ich kein Problem in Zukunft nach und nach etwas aufzurüsten, wenn es hierfür Optionen gäbe die sich amortisieren. Da ich derzeit fast all meine Erspartes in das Eigenkapital für das Haus gesteckt habe, will ich jetzt erstmal keine mittleren fünf stelligen Beträge tätigen, da die Kreditzinsen derzeit so hoch sind.
 
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Heizungsdoc

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Die VC 15 wäre die richtige und ab Baujahr 24 auch komplett auf 100% Wasserstoff umbaubar falls das mal notwendig ist/ wird. Das kann die Viessmann nicht.
 
Austro-Diesel

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Man sagt ja immer Pumpen lohnen ohne Photovoltaik nicht und kann gut sein, dass der Strompreis noch schneller steigt als der Gaspreis.
Man sagt viel und nicht alles stimmt. Zu der Zeit, wo der Wärmebedarf hoch ist, ist die Sonneneinstrahlung und damit der PV-Ertrag extrem gering, die hellen Tage sind kurz. Gerade mal in der Übergangszeit gibt es ein besseres Verhältnis, da sind die Temperaturen schon wieder milder.

Eine PV-Anlage ist eine prima Sache, sich davon aber günstiges Heizen zu erhoffen ist ein Irrweg.

Auf jeden Fall braucht man ein Scheunendach und nicht das beschränkte Dach einer Doppelhaushälfte, um im Dezember und Jänner überhaupt nennenswerte PV-Überschüsse zu generieren.

Auch Wärmepumpen sind eine gute Technologie, wenn alles soweit passt, dass eine gute Jahresarbeitszahl (ab 3,5 aufwärts) erreicht wird. Bei den von dir genannten 105 kWh/m2a und Heizkörpern statt Flächenheizung zweifle ich das ein wenig an. Nicht zuletzt hängt die Effizienz auch von der tatsächlichen Raumtemperatur ab, nicht jede(r) findet die so oft kolportierten 20° C Raumtemperatur lebenswert.

Je nach Raumaufteilung, Nutzung und Toleranz gegenüber Betriebsgeräuschen kann eine (Multisplit-)Luft-Luft-Wärmepumpe in Verbindung mit einer PV-Anlage zum Heizen in der übergangszeit und mit dem angenehmen Nebennutzen des Kühlens im Sommer (fast gratis mit Überschuss-Strom) ein interessanter Aspekt sein. Die Probleme dabei sind die Wärmeverteilung in die Nebenräume und die eher ungleichmäßige Wärmeverteilung.
 
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cephalopod

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Vissman Vitodens 200-W Typ B2HF 19KW: 3KW -> Die Vitodens 300-W hat die geringste Nenn-Wärmeleistung von 1,9 KW, wäre die nicht die beste Option für dieses Haus?
Für eine Gastherme unbedingt :thumbup:

3 kW geht gar nicht :thumbdown:
 
Dr Schorni

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Lies doch bitte mal an der jetzigen Therme (Modell?) die Heizkurve aus, das hilft uns schonmal ein klein bißchen.
Wo sitzt denn der E-DLE fürs Warmwasser? Wenn man den durch ein Gas-Kombi-Gerät (ohne Speicher) ersetzen würde wäre das auch vorteilhaft. Die Gas-kWh kostet so um die 10 Cent , Strom kostet um die xx Cent. Und das Viessmann-Kombi-Gerät geht auch bis 1,9 kW runter.
 

Mayak

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Lies doch bitte mal an der jetzigen Therme (Modell?) die Heizkurve aus, das hilft uns schonmal ein klein bißchen.
Wo sitzt denn der E-DLE fürs Warmwasser? Wenn man den durch ein Gas-Kombi-Gerät (ohne Speicher) ersetzen würde wäre das auch vorteilhaft. Die Gas-kWh kostet so um die 10 Cent , Strom kostet um die xx Cent. Und das Viessmann-Kombi-Gerät geht auch bis 1,9 kW runter.
Ich kann leider gerade noch nicht in das Haus, da ich noch nicht eingezogen bin.
Welches Kombi-Gerät meinst du? Die 222-W? Die geht nur bis 2,5KW runter. Ein anderes Gerät würde von der Größe her nicht rein passen. Die Therme selbst sitzt oben unterm Dach in einer Art Abstellkammer. Der DLE ist ein Stockwerk darunter im Bad.

Wie lange würden 46 Liter reichen zum warmduschen? Kann es aufgrund der Warmwasseraufbereitung zu einer erhöhten Luftfeuchtigkeit im Dachraum kommen?
 
Dr Schorni

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Welches Kombi-Gerät meinst du?
Ein reines kompaktes Durchlauferhitzergerät ohne jeglichen Zwischenspeicher 200 W Viessmann Vitodens 200-W Brennwert-Kombitherme, 25 kW mit Außentemperatursensor - Heizung und Solar zu Discountpreisen
Funktioniert wie der E-DLE: WW-Hahn öffnen > Gerät springt an und erzeugt direkt WW
Wie lange würden 46 Liter reichen zum warmduschen?
Die 222 hat den Schnell-Schichtlade-Kleinspeicher dazwischen, der dient an sich mehr dem Komfort: schneller und mehr warmes Wasser als beim Direktzapfen aus dem Kombigerät. Mit 46 l bei 60 Grad bekommt man genügend Mischwassermenge fürs Duschen - natürlich keinen Duschtempel etc.
Daher muss man prüfen:
wieviel Leistung hat der E-DLE?
hat das bisher immer gereicht?
Badewanne vorhanden?
Normal oder extra groß?
Oft benutzt?
Kann es aufgrund der Warmwasseraufbereitung zu einer erhöhten Luftfeuchtigkeit im Dachraum kommen?
Nein
 

willi-heinrich

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Wir lassen uns jetzt auch die 222-W einbauen. Auf Anraten des HB die 25kW Variante, damit wir bzgl. WW auf der sicheren Seite sind. Ich hatte die 19kW Version vorgeschlagen, würde vermutlich auch reichen, da wir nur 2 sind. Aber wenn mal Besuch da ist und gleichzeitig duscht, könnte es knapp werden.
Die untere Modulationsgrenze ist bei uns nicht ganz so relevant, da wir in einem 60er Haus mit 3000l Heizöl p.a. wohnen.
leider gibt es noch keine Praxiserfahrung, nächstes Jahr weiss ich mehr…
 
cephalopod

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willi-heinrich

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Die ist doch nur für das WW. Mit einem 18kW Durchlauferhitzer bist du auch eher auf der knappen Seite.
heizen tut das Ding mit viel weniger
Du gehst immer von deiner tollen BWWP aus. Ich wollte aber explizit keinen Grossspeicher und keine Zirkulation.
da braucht es dann gelegentlich mal eine Leistungsspitze…
 
tricotrac

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Auf Anraten des HB die 25kW Variante, damit wir bzgl. WW auf der sicheren Seite sind.
Weder bei einem Rohrwendel- oder Schichtladespeicher braucht man 25 KW für eine Warmwasserbereitung.

Beispiel : 100 Warmwasserspeicher ; Kaltwassereintrittstemperatur +10°C. Zieltemperatur : 60°C ; Ladezeit : 30 Minuten. Dafür wird eine Mindestleistung von 13 KW gebraucht.
Bei einer Mischwassertemperatur von 45°C ergibt das eine Mischwassermenge von 143 Liter. Absolut ausreichend für ein Duschbad von 10 Liter/min Schüttleistung in 14 Minuten.
 

willi-heinrich

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Der Kleinspeicher der 222-W hat nur 42l. Beim Duschen ok, beim Baden wird das nicht reichen, da muss dann die Therme liefern.
ich werde auch keine 60 Grad Wassertemperatur fahren, sondern eher 45. Der Kleinspeicher wird täglich 2x umgewälzt, da kann nix gammeln.
 
tricotrac

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Der Kleinspeicher der 222-W hat nur 42l.
Kannst du ja jetzt erahnen, was das beheizbare Partyfässchen kann. :kopfnuss: Derartige Warmwasserbereitung ist was für Geizhälse, aber nicht für Warmduscher geeignet. :eek: Gut, das unsere Geschäftsleitung solche Trümmer ihren Kunden erst gar nicht anbietet. :)
 

willi-heinrich

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Beim Baden reichen unsere 120 l mit 41 °C auch nicht.
Daher wird kurz vorher das Legionellenprogramm einmalig aktiviert und schon ist genügend WW für die Wanne vorhanden
Ist so ähnlich wie früher mit den Kohleöfen im Bad, die Freitags angeheizt wurden und dann musste jeder in die Wanne. Wobei man damals ja noch das Badewasser vom Vorgänger mitbenutzt hat.
 
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