Justus Island Aqua bei verbleibenden 13.000 kWh Gas sinnvoll ??

Diskutiere Justus Island Aqua bei verbleibenden 13.000 kWh Gas sinnvoll ?? im Holz, Pellets, Biomasse Forum im Bereich Regelungstechnik / Erneuerbare Energien; Hallo Leute, ich habe schon so einige Beiträge zum Thema wasserführende Kaminöfen gelesen und komme zur Erkenntnis, dass es auf den jeweiligen...

tim99

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Hallo Leute,

ich habe schon so einige Beiträge zum Thema wasserführende Kaminöfen gelesen und komme zur Erkenntnis, dass es auf den jeweiligen Einzelfall ankommt. Daher schreibe ich hier nun (etwas ausführlicher) unserer Situation:

Ich denke gerade über den Justus Island Aqua 10 kW (Wasser ca. 6 kW; Luft ca. 4 kW) incl. 500 Liter Pufferspeicher nach.

Unser älteres Einfamilienhaus hat 145m2. Da wir uns grundsätzlich entschieden haben zusätzlich mit Holz zu heizen, haben wir Spalter, Forstwinde und 2 Sägen angeschafft.

Zu den Verbrauchsdaten:

Früher 33.000 kWh Gas
Heute 13.000 kWh Gas + ca. 10Rm Holz (Justus 6,5kW Ofen)

Da unser Ofen aktuell ca. 12-14 Stunden pro Tag läuft und wir jetzt schon 2/3 des Heizbedarfs über Holz decken, wäre evtl. der Island Aqua interessant. Wir haben aktuell in 4 Räumen dank Kaminofen keine Heizung mehr an. Im EG werden 3 Räume über Gas voll beheizt. Im DG (die Wärme zieht ja hoch) wird nur unterstützend mit Gas geheizt.

Zusätzliche Kosten wären:

50 Euro/Jahr Stromkosten für die Umwälzpumpe
70 Euro für ca. 2 Rm mehr Holz als bisher (Gesamt dann ca. 12 Rm)

Die Frage ist halt, was wir einsparen könnte von den aktuell noch 13.000kWh Gas?
Würde man ca. 8.000 kWh einsparen, wären es abzüglich o. g. Kosten für Strom+Holzmehrbedarf ein Einsparung von ca. 385 Euro/Jahr.

Demgegenüber stehen Investitionskosten von geschätzten:

Ofen 2000 Euro
500l Pufferspeicher und Installationsmaterial 2.000 Euro
Arbeitskosten 800 Euro
Gesamtkosten: 4.800 Euro


Macht es nun Sinn, nachdem wir den Gasverbrauch ja durch den normalen Holzofen schon von 33.000kWh auf 13.000 kWh reduziert haben, noch mal knapp 5.000 Euro zu investieren??

Die Frage ist halt, was man durch den wassergeführten Kaminofen an den 13.000 kWh noch einsparen kann. Es müssten dann wohl schon mind. 8.000 kWh sein. Ist das realistisch??

Die zweite Frage wäre dann, ob die Abstrahlungswärme noch ausreicht um (wie bisher) Küche und Wohnzimmer zu beheizen??
 
Hausdoc

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Würde es denn keinen Sinn machen, mal über eine energetische Sanierung des Gebäudes nachzudenken?


Erst wenn das abgeschlossen ist, würde ich mir Gedanken bezüglich (teilweiser) Heizungserneuerung machen.




Wie alt sind den Fenster und Dach?
 

tim99

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Das hast Du schon recht!!!

Fenster sind aus den 80er und 90er Jahren (Weru).
Ein großes aus 1977 haben wir letztes Jahr für 1500Euro austauschen lassen.

Am Dach bin ich paralell auch dran. Die Schrägen sind fast alle gedämmt, der Spitzboden soll noch drankommen.
Fassade ist wohl zu teuer.

Grosses Problem ist der kalte alte Gewölbekeller!
Die Kälte kommt teilweise von unten und da kann man leider nicht dämmen. Die Wände sind im Keller auch teilweise über 1m dick (Granitsteine). Die Kellerdecke von oben im EG dämmen, dann müssten alle Türen erhöht werden. Also auch nix…

Dann wurde am Haus einiges Angebaut incl. Flachdach. Das ist auch schwierig zu dämmen…
Naja, so eine alte „Hütte“ ist halt eine Baustelle (Beschäftigung) fürs Leben!

Daher haben wir halt erstmal auf den Holzofen im Wohnzimmer/Küche umgestellt. Der macht richtig schön warm und ob wir da 2-3 Rm mehr Holz brauchen ist auch nicht tragisch. Da wir in Geräte (Forstseilwinde, Spalter, 2 Motorsägen usw.) investiert haben und ich mit der Familie das Holz selbst im Wald aufarbeite. Da kostet der Rm 25 Euro, das ist ok. Und bissel eigenen Wald haben wir auch noch. Aber nicht viel..

Und so hocke ich halt oftmals Abends vor dem Holzofen und mach mir so meine Gedanken, was man bei ca. 10 Rm Holz pro Jahr doch noch alles rausholen könnte. Wird ja doch einiges durch den Kamin rausgeblasen. Ist ja nix akutes, wir haben die Heizkosten ja um einiges reduziert (ca. 1250 Euro). Wenn ich so meine Nachbarn höre, was die so zahlen mit Elektroheizung oder Öl. Da geht locker das doppelte über die Ladentheke…
 
Hausdoc

Hausdoc

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Die Kälte kommt teilweise von unten
Na, na,,,,,, wieder die Physik überlistet? ;)

Von unten kommt die große Kälte sicher nicht.

Am Dach bin ich paralell auch dran. Die Schrägen sind fast alle gedämmt, der Spitzboden soll noch drankommen.

Fassade ist wohl zu teuer.
Wie genau gedämmt? Wer hat die Dämmung berechnet? Warum soll Fassade zu teuer sein?

Dann wurde am Haus einiges Angebaut incl. Flachdach. Das ist auch schwierig zu dämmen…
Nö!

Sparren/Dachkostruktion "aufdoppeln" und dämmen.


Ich denk schon, daß hier Dämmbedarf besteht.

Beispiel: Wir haben auch eine alte Hütte - allerdings energetisch saniert. Bei 25 m² weniger als bei dir verbrauchen wir exakt die halbe Menge Brennstoff. (5 RM Holz + 400 l Flüssiggas)
 

tim99

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Ich habe die Sparren erhöht, dass wenigstens 12cm Dämmung reingepasst hat.
Darauf dann ein Dampfbremse. In den seitlichen unbeheizten Kämmerchen im DG sind es nun zwischen 12-16 Grad. Vorher waren es da drin auch schon mal knapp 0 Grad.

Ich hatte mal eine Firma wegen Angebot „Wärmedämmung“ hier und dem war das wohl zu viel Arbeit. Das Flachdach am Anbau müsste man von oben dämmen, dann bräuchten wir aber ein neues Geländer (wegen der Höhe) da das Flachdach auch als Terrasse genutzt wird.
Und das muss dann ja auch wieder richtig dicht sein gegen Feuchtigkeit.

Das Dach würde er erst grundsätzlich erneuern bevor er dämmt, weil Sparren schon 100 Jahre alt und die Ziegel auch ca. 40 Jahre. Daher hab ich erstmal selbst „günstig“ gedämmt. Er meinte ich solle für Fassade und Dach mal so 40.000 Euro einplanen. Das war dann eine Hausnummer!!!

Da wir u.a. bereits komplett Elektro, Badezimmer und Wasserleitungen erneuert haben, sind die finanziellen Mittel natürlich auch irgendwann erschöpft. Zur Hausfinanzierung dann noch mal 40.000 Euro für neues Dach + Dämmung.

Und selbst wenn ich dann nur noch die Hälfte der derzeitigen Heizkosten hätte wäre das eine jährliche Ersparnis von ca. 600 Euro.

Vielleicht erbe ich ja mal irgendwann ein kleines Vermögen einer Verwandten aus Amerika. Naja wohl eher unwahrscheinlich. Achja, die Bundesregierung will ja auch ein Sanierungsprogramm für Altbauten auflegen. Dann geht’s bergauf!
 

tim99

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Meine Frau meinte gestern Abend, ich solle mit dem Wassergeführten Zeug´s aufhören. Ist ihr zu viel Technik wo dann am ende entweder nicht richtig funktioniert und/oder sich nicht wirklich lohnt.

Ich hatte ja beispielsweise auch an den Walltherm gedacht, da liest man aber auch viel Negatives drüber.

http://www.wallnoefer.it/cgi/sdcgi.exe?USERID=269601330682488535099B178&SID=D&action=mtemplate&fname=&ebene=005002&mkrecno=23&iklasse=1

Meine Frau meinte nun, 1.500 Euro für einen Außenkamin auf der anderen Seite des Hauses wo noch kein Holzofen steht und 1.000 Euro für einen neuen Ofen + Abnahme und Kleinkram hätten wir für 3.000 Euro eine zweite Feuerungsmöglichkeit die bezahlbar wäre, sich evtl. schneller rechnet und auch bei Stromausfall funktioniert. Das war ihr größtes Problem! Sie will auch heizen können wenn kein Strom da ist.

Bei der Haussanierung hatten wir ja an den alten Kaminen (jetzt mit Edelstahlrohr saniert) gesehe, wie viel Ofenöffungen die früher hatten. In jedem Zimmer stand ein Ofen und wenn er mal umgestellt wurde, waren in einem Zimmer auch mal zwei Öffnungen. Oder noch eine vom Nachbarraum. Die waren früher ja wohl recht schmerzfrei, wenn man heute so mitbekommt wie streng der Schornsteinfeger ist!! Aber die Leute früher hatten wohl auch keine andere Wahl… waren andere Zeiten!

Aber noch mal zum zweiten Ofen…
Dafür hat man dann halt die doppelten Kaminkehrungskosten und muss doppelt anfeuern und doppelt Holz holen. Usw. usw.

Das ist wohl auch nicht das Gelbe vom Ei.
 
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