Ich versteh das System nicht. Bitte um Hilfe

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Anita

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Hallo
Ich hoffe das Ihr mir helfen könnt.

Wir wohnen seid letzen Jahr in einem Haus zur Miete.
Letzen Winter haben wir so gekämpft, dass es wenigstens ein wenig warm ist und die Gasnachzahlung war echt heftig.
3 Etagen, Fussbodenheizung (Gas), ca. 220m², 1Heizkreis.
Wir bekommen es einfach nicht warm.
Ich muss die Heizung auf Manuell stellen, damit sich wenigstens irgendetwas tut.
Nur leider geht dann der Brenner wohl gar nicht aus und der Gasverbrauch steigt ins unermessliche.

Die Temparaturanzeige an den Rohren bewegt sich nur um die 20-22 Grad.
Bei den Rücklaufrohren meistens immer unter 20 Grad.
Es ist keine Fernbedienung angeschlossen.
Wenn die Kesseltemparatur bei 45 Grad ist schaltet der Brenner ab.
Zwischendrin beträgt diese nur 25-27 Grad.
Raumteparatur ist bei 23 Grad eingestellt.
Es tut sich einfach nichts. Es bleibt kalt.
Welche Einstellungen kann ich Prüfen oder ändern?
Bitte um Ratschläge. Denn ich verstehe auch den Aufbau dieser Verteilung, mit den Reglern darunter nicht.
Vielen Lieben Dank
 

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Hausdoc

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Der Gasverbrauch richtet sich nach den Wärmeverlusten des Gebäudes und teilweise dem Nutzerverhalten ( gekippte Fenster....)

Wenn ich mir jedoch das Bild mit den Pumpen und 4-Wege Mischern so anseh, nehm ich an daß es sich um ein älteres, ungedämmtes Gebäude handelt.

Nachdem ich alle Regelungseinstellungen nicht kenne, kann ich dir keinen genauen Tipp geben, warum es kalt bleibt.

Es ist aber bei den derzeitigen Außentemperaturen so, daß eine vernünftig eingestellte Regelung hier noch nicht heizt.

Sollten bei dieser Regelung die Werkseinstellungen bestehen, würde die Heizung erst bei gedämpft unter 17° Außentemperatur anspringen.

Bitte doch den Vermieter, er möge den Heizraum mit einem Fachmann begutachten.
Zumindest die 4-Wege Mischer ohne Ansteuerung würden dann verschwinden.
 

Anita

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Vielen Dank für die schnelle Antwort.
Im letzten Winter (Außentemparatur z.B. -10Grad) hat es die Heizung meist nur auf 18Grad geschafft.
In dem Haus wohnen 2 Kinder und für die ist es am schlimmsten.
Dass die Dämmung eine wichtige Rolle spielt, ist mir klar.
Wir sind auch schon dabei und haben z.B in der Dachwohnung nachgearbeitet. Jedoch werden die Zimmer, die wir schon gedämmt haben auch nicht warm.
Ich musste immer den Kippschalter auf manuell stellen, damit sich an diesen Thermometern irgendetwas getan hat.
Nach meinem Verständnis, muss doch die Heizung das Wasser mehr erhitzen, als die gewünschte Raumtemparatur, damit es auch warm werden könnte.
Warum zeigen dann die Thermometer fast immer nur 20 Grad an?
Wenn das Wasser in der Fussbodenheizung, laut Anzeige zum um die 20-22 Grad hat, kann es vielleicht auch nicht wärmer werden?
Bei welcher Kesseltemparatur müsste die Heizung wieder anspringen?

Der Heizungsbauer, war um die 6 mal letzen Winter da.
Er sagte nur, dass es zwar ein altes System ist aber das es funktionieren müsste.
Und der Vermieter, scheut kosten und will nichts machen lassen.
Ich habe schon die Bedienungsanleitung gelesen, aber aus der werd ich einfach nicht schlau.
Wenn ich in das Installationsmenü gehen, was sollte dort ungefähr eingstellt sein?
 
Hausdoc

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Wenn die Anlage im Kaminkehrerbetrieb warm wird, im Regelbetrieb jedoch nicht, ist als erstes der Heizungsbauer zu tauschen.

Nachträgliches Nachdämmen von innen führt fast immer zu Schimmel ( Der Taupunktbereich rückt dann nämlich noch weiter in den Wohnraum)

Wenn dann muss von außen gedämmt werden.

Wieviele Wohnungen werden mit der Heizung versorgt?
 

Anita

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Das weiß ich nicht, ob die Anlage im Kaminkehrerbetrieb warm wird. Er macht zwar den Abgastest, aber in wie weit die warm wird kann ich nicht sagen.

Mit nachdämmen meinte ich, das wir in der Dachwohnung die Zwischendecke zwischen Zimmer und Dachboden gedämmt haben (mit Dampfsperre, denn selbst so etwas war nicht vorhanden), da dort keinerlei Dämmung vorhanden war.
In die Fensterrahmen haben wir schon Tesa-Moll geklebt.

Es sind Zwei Wohnungen.
In der ersten Etage heizen wir schon hauptsächlich mit den Kachelofen, nur das die Wärme nicht ins Kinderzimmer und ins Bad ankommen.
Die Kellerräume haben wir eh schon ziemlich abgedreht, in der Hoffnung, das wenigstens die beiden Wohnungen mehr Wärme abbekommen.
 
Hausdoc

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Das weiß ich nicht, ob die Anlage im Kaminkehrerbetrieb warm wird. Er
macht zwar den Abgastest, aber in wie weit die warm wird kann ich nicht
sagen.
Der Kippschalter den du beschrieben hast schaltet den Kaminkehrerbetrieb ein.
 

Anita

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Okay, danke für die Erklärung.
Da ich nicht weiß, was der Vormieter an der Heizung rum gestellt hat, hät ich halt gerne gewusst, welche Einstellungen eingestellt sein sollten.
Oder hilft es vielleicht, wenn ich die Anlage auf Werkseinstellung zurücksetze?
 
Hausdoc

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Werkseinstellung past bei dieser Regelung fast nie.

Ändere einfach die Solltagtemperatur z.B. auf 28°( Sonnensymbol gedrückt halten und am Drehknopf bis zur gewünschen Einstellung drehen) . Die Sollnachtpemperatur stellst du maximal 3 ° niedriger ein- also z.B. 25°( Mondsymbol gedrückt halten und am Drehknopf bis zur gewünschen Einstellung drehen)
 

Anita

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Okay, das werd ich mal ausprobieren.
Auf dem ersten Foto sind so Kegelförmige Hähne, kann mir jemand sagen, was das sein soll?
 
Hausdoc

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Diese Dinger sind Mischer.

Nur der Mischer für die Fußbodenheizung dürfte ca in der Mitte stehen. Alle anderen Mischer sind voll zu öffnen!


Für einen Fußbodenheizkreis müsste am Mischer auch ein Mischermotor montiert sein.

Die Regelung würde die mittels Modulerweiterung unterstützen.

Allein wenn ich mir das schon anseh, kann ich getrost behaupten, daß der bisherige Heizungsbauer nicht so der große Fachmann ist.
 

Anita

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Mischer? Aber was sollen die denn beim Rücklaufroh mischen?

Entschuldigung aber ich bin mit der Heizungstechnik leider nicht so bewandelt.

Das würde aber heißen, das ich alle drei Mischer halb zu drehen muss, da nur die Fussbodenheizung da ist und diese Verteilung für jede Etage ist?

Ich weiß das früher, an diesen Verteilersystem eine Ölheizung war. (Der Öltank ist auch noch vorhanden)
Der Heizungsbauer hat mir erzählt, das er mit der neuen Gasheizung dieses Verteilersystem auch wechseln wollte.
Jedoch war wohl der Vermieter dagegen (zu teuer).
 
Hausdoc

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Wenn nur ausschließlich Fußbodenheizung da ist, werden diese Mischer in etwa in Mttlelstellung gedreht -bzw so, daß bei goßer Kälte bis 45° anliegen.

Wenns nur Fußbodenheizung ist, ist die rechte Pumpe schon mal falsch eingestellt.

Bitte den Vermieter, er möge einen richtigen Heizungsbauer vorbeischicken, der die Anlage so einstellt, daß ihr die Bude auch warm bekommt.

Hier sind Fehler dabei die jeder Lehrling finden würde.





Wurden die Fußbodenkreise die letzten 3 Jahre schon mal gespült?
 

Anita

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Warum ist die rechte Pumpe falsch eingestellt?
"bei großer Kälte 45° anliegen" ??

Wir haben heute den Test gemacht und die unteren Regler voll aufgedreht und die Umwälzpumpen auf niedrigste Stufe gestellt.
Und es wurde tatsächlich warm.
Vielleicht sogar zu warm.
Woher weiß eigentlich die Heizung, dass die Solltagtemparatur erreicht ist, wenn keine Fernbedienung angeschlossen ist?
Müssen die Regler nun immer voll aufgedreht bleiben oder was stell ich damit ein?

Der Heizungsbauer hat im letzten Winter die komplette Fussbodenheizung gespült.
 
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Die Pumpen müssen im Fall einer Bodenheizung auf höchster Stufe laufen.

Die rechte Pumpe ist eine elektronische pumpe die nach Proportionaldruckkennlinie fährt - absolut ungeeignet für Bodenheizung.
Hier muss eine Konstantdrehzahl oder Konstantdruck eingestellt sein.

Das sind aber alles Dinge die der Heizungsbauer wissen müsste und um es entsprechend einzustellen.
 

Anita

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Das heißt also ich kann gar nicht machen?

Ist es nun sinnvoll, wenn ich die unteren Regler komplett aufdreh?

LG
 
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Wenn du kompett aufdrehst, besteht die Gefahr, daß die Bodenheizung mit bis zu 80° betrieben wir. Ein Bodenbelag und der Estrich kann hier Schaden nehmen.

Daher nur soweit aufdrehen, bis auf dem Thermometer über der Pumpe Maximal 45° angezeigt werden. Jetzt in der Übergangszeit sollte dieser Vorlauf ca 25-30° warm sein. Bei Berühren der Leitung also "handwarm"

Eigentlich musst du während einer Heizperiode mindestens 10 x in den Heizraum gehn und hier etwas nachverstellen.
Aus dem Grund sind an diesen Mischern auch normalerweise Motoren verbaut, die diese Aufgabe automatisch abnimmt.


Ich darf hier auch nochmal an die Kompetenz des Heizungsbauers erinnern.
 

Anita

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Den Heizungsbauer werde ich sicherlich mal wieder kontaktieren. Der wird sich freun :)

Aber ich frag mich immer noch, wie die Heizung merkt oder weiß, dass die Solltagtemparatur erreicht ist?

Zur Zeit habe ich, die Regler unter den Pumpen voll aufgedreht und die soll-Temparatur auf 20° und es ist zur Zeit ganz angenehm.
Denn ich denke, das wenn ich mit den Reglern den Durchfluss regel, greif ich ja in das System der Heizung ein oder?
 
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Das mit der Solltagtemperatur ist eine virituelle Geschichte

Wenn man z.B. beispielsweise 20° Sollraumtemperatur einstellt , beträgt die Kesseltemperatur bei z.b. 0° Außentemperatur 60°

Stellt man nun die Sollraumtemperatur auf 22° wird der Kessel auf 66° aufgeheizt ( jedes ° Sollraumtemperatur bewirkt eine Erhöhung der Kesseltemperatur um ca 3°)

Auf diese Weise hat man Einfluss auf die hinterlegte Heizkennlinie und kann dem persönlichen Wunsch nach Behaglichkeit einfach nachkommen.

Den Endkunden/Benutzer ist nicht zu vermitteln was Einstellungen der Kennlinie, Dämpfungswerte, Niveauanhebung...... bewirken.
Daher haben fast alle Regelungshersteller die logische einstellung der Wunschraumtemperatur eingeführt. Auch wennn das manchmal etwas "hinkt".
 

Anita

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Vielen Dank für die Hilfe.

Ich hätte noch eine andere Frage.
Wie haben noch einen Warmwasserspeicher mit Wärmepumpe (wenn das so heißt) Bloomberg 300E.
Das Gerät ist um die 30 Jahre alt.
Wenn einer eine Badewanne füllt ist das warme Wasser leer.
Kann es sein, das das warme Wasser bei einen 300L Boiler nur für eine Badewanne reicht?
Ist es möglich, dass das Gerät ein reiner Stromfresser ist?
Sind die neuen Geräte dieser Art wirklich Stromsparer?
 
Hausdoc

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Das Gerät solte nach 30 Jahren getauscht werden.

Normalerweise sind diese Geräte durchaus wirtschaftlich. Bei einem 30 Jahre altem Gerät darf das aber angezweifelt werden.
I
 
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