Heizung mit 80°C gesucht

Diskutiere Heizung mit 80°C gesucht im Bieten/Kaufen/Suchen Forum im Bereich Off Topic; Guten Tag zusammen, bin auf der Suche nach einer neuen Heizungsanlage, benötige aber eine, die den Trinkwasserkessel dauerhaft auf 80°C halten...

Pe-te

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Guten Tag zusammen,

bin auf der Suche nach einer neuen Heizungsanlage, benötige aber eine, die den Trinkwasserkessel dauerhaft auf 80°C halten kann.

Allein schon wegen dem Bakterienfilm, der sich bei 50-60°C bildet, aber auch wegen so tollen Features wie Legionellenschaltung, wo man wöchentlich 3 min alle Hähne im Haus aufdrehen muss, usw.

Gibt es solche Anlagen noch? Wenn ja, von welchen Herstellern? Welche Modelle? Der Heizungsinstallateur meinte das wär alles Quatsch und hat uns ein überteuertes Abgebot "mit Touchscreen und App!" gemacht, was wir gar nicht wollten oder brauchen.

Tipps, auf was man achten sollte sind auch herzlich willkommen. Auch bezüglich der Dimensionierung, wir sind 2 Parteien mit je 4 Personen.

Super wären natürlich Modelle, die direkt so zugelassen sind, aber falls es von einem Hersteller ein Modell gibt, das man so umprogrammieren kann, ist das auch interessant. Vielleicht kriegt man die ja trotzdem abgenommen, nur mit anderen Auflagen, k.A. Rechtliche Tips sind also auch willkommen. ;)

Zirkulationspumpe braucht man dann auch, damit das Wasser nicht in den Leitungen auf 50°C abkühlt und wieder gammelt, oder?

Dann war noch von Alu-Heizstäben die Rede, das muss auch nicht sein.


Danke schon mal für die Möglichkeit, hier um Rat zu fragen!
Peter
 
tricotrac

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Warum muss das Trinkwasser auf dauernd 80°C gehalten werden ? Etwa wegen der Legionellen, es reichen 60°C ! Wie groß ist das Speichervolumen und das Haus wo der drin steht ? Ein Neubau oder zu sanierender Altbau ? Der kritische Temperaturbereich liegt bei 25 bis 55 °C (Selbst die Expertenmeinungen gehen da noch auseinander !). In der Regel sehe ich die Problematik weniger beim Speicher wie beim Leitungsnetz innerhalb des Gebäudes. Weit verzweigte und wenig bis gar nicht benutzte Stichleitungen zu den einzelnen Sanitärobjekten sind da eher kritisch zu betrachten. Bei einer zentralen Warmwasserversorgung ist eine ständig laufende Zirkulationspumpe Pflicht, ebenso wie die korrekte Ausführung der Isolierung der wärmeführenden Leitungen.
 
Hausdoc

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Trinkwasser auf 80° ist eigentlich unsinnig. Außer es handelt sich um Anwendung im Lebensmittelgewerbe.

Legionellen entstehen in erster Linie durch Stagnation. Auch bei einem 80° Boiler kann es bei einer nicht benutzen Dusche zu Legionellen kommen.
Über 60° gibts aber das gravierende Problem des Kalkausfalls
 

Pe-te

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Hi, danke schon mal für's Antworten!

Ja, es geht hauptsächlich um die Legionellen, 50-60°C sind einfach Quatsch und gibt wohl Studien, dass die und andere Vieher erst bei über 80°C wirklich abgetötet werden. Ist ja eigentlich auch egal warum, wollen wir eben haben.

Der Nachbar fährt nen GT3, was das Sprit kostet und ein Satz Reifen mehr als mein Auto, usw. Ist halt eben Luxus, wenn man sein Warmwasser auch warm haben möchte.

Aktuell zeigt der Kessel 80°C an, das Wasser kommt oben mit über 60°C an und alle sind happy. Kalk ist bisher kein Problem und wenn, dann wird es eben ein finanzielles, s. oben zum ThemaLuxus.

Problem ist jetzt nur, dass das Ding irgendwann nicht mehr funktioniert und getauscht werden soll, und laut unserem Touchscreen-Internet-Heizungsbauer kriegt man die Anlagen nicht mehr mit den gleichen Parametern.

Zirkulation fand er völligen Schwachsinn und das Haus wollt er auch kurz und klein schlagen, damit sein Internetkessel reinpasst. Wir sind also mit Expertenmeinungen bedient und suchenjetzt nach einer richtigen Lösung.
 
tricotrac

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[#post102071']Ja, es geht hauptsächlich um die Legionellen, 50-60°C sind einfach Quatsch und gibt wohl Studien, dass die und andere Vieher erst bei über 80°C wirklich abgetötet werden. Ist ja eigentlich auch egal warum, wollen wir eben haben.[/quote]

H A L L O ! Habe Mitleid mit deinen Kindern und denen deiner Mitbewohner ! Schon mal etwas von Verbrühung gehört ? Hier kommt dann fahrlässige oder gar vorsätzliche Körperverletzung ins Spiel und dann erkläre mal bitte dem ermittelnden Staatsanwalt die exorbitant hohe Wassertemperatur ! Ich hoffe nicht, das dieser Fall bei dir eintrifft !
 

Pe-te

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Das Wasser im Kochtopf ist heißer und die aktuelle Anlage läuft genauso, 80°C Kessel -> 60°C Wasserhahn. Bevor die Ökofritzen ankam hat sich auch nicht in ganz Deutschland permanent jeder die Griffel verbrannt. ?(

Also bitte beim Thema bleiben: Wie erhalte ich den Status Quo, welche Anlage packt so exorbitant hohe Temperaturen ohne zu verglühen?
 
tricotrac

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#post102073']Das Wasser im Kochtopf ist heißer und die aktuelle Anlage läuft genauso, 80°C Kessel -> 60°C Wasserhahn. Bevor die Ökofritzen ankam hat sich auch nicht in ganz Deutschland permanent jeder die Griffel verbrannt.[/quote]

Da wurde das warme Wasser auch nicht so hoch temperiert, manche eingestellte Speichertemperatur lag bei 38 bis 42°C. Körperwarm mir geringer Kaltwassermenge beigemischt und noch Energie dabei eingespart. Und meine Warnung solltest du ruhig ernst nehmen !
 
Hausdoc

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Pe-te schrieb:
Wie erhalte ich den Status Quo, welche Anlage packt so exorbitant hohe Temperaturen ohne zu verglühen?
Jede! Zumindest fast. Wobei ich mich wiederholen muss. Eine so hohe Temperatur im Speicher ist vollkommen unsinnig.

Pe-te schrieb:
Allein schon wegen dem Bakterienfilm, der sich bei 50-60°C bildet
Da bist du leider fehlinformiert.
Ein Biofilm entsteht nicht (!) durch eine etwas geringere Temperatur. Er entsteht fast ausschließlich durch Stagnation plus geeigneter Nährboden. Hier als kritisch herausgestellt haben sich verschiedene Kunststoffrohre ( Sanipex z.b.) sowie vor allem flexible Anschlussschläuche von Armaturen.

Eine hygienisch einwandfreie Lösung errechst du auf jeden Falll mi einer Anlage, bei der die Brauchwasserbereitung als Speicherladesystem ausgeführt ist sowie eine ständig durchströmte Zirkulation.
In dem Fall gibts auch unter 50 ° keinerlei Keimprobleme.
Möchtest du noch zusätzlich automatisiert dafür sorgen, daß es keine Verkeimung durch Stagnation gibt, musst du an den Strangenden (oder Zapfstellen die nur sehr sporadisch genutzt werden) eine automatische Hygienespülung einbauen . Geberit z.b. bietet sowas an.

Könntest du ein paar Daten liefern? Wieviel Wohnfläche? Wieviele Personen. usw.
 

Pe-te

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Hi, ich verstehe eure Bedenken, aber ich hätte gerne ne Anlage, die 80°C packt und die ich dann auf z.B. 70°C betreiben kann.

Ich glaube da eher den Mikrobiologen, die sagen, dass man das Zeug ordentlich hochheizen muss als "Experten", die behaupten alles wär kein Problem.
Wenn in 10-20 Jahren klar wird, dass die aktuellen Vorschriften Blödsinn sind, habe ich mir nen Haufen Probleme erspart, wenn sich rausstellt dass es okay ist, habe ich halt etwas mehr ausgegeben, kann man Risikominimierung oder Luxus bezeichnen, ich nenne es "will ich halt". :p

Okay, hier ein paar Daten:

Der Kessel steht im Keller, wird mit Gas betrieben. Alle Wasserleitungen verlaufen in der selben Wand und versorgen auf 2 Stockwerken (EG und 1. Stock) jeweils Küche und Bad. Pro Stockwerk jeweils 4 Personen, alle alt genug, sich nicht zu verbrühen. Wohnfläche por Stockwerk jeweils 120 qm, mit den großen Standard-Heizkörpern an der Wand.

Oh jeh, da fällt mir ein, die Heizungen sollten im Winter auch heizen können, d.h. bis 24°C Zimmertemperatur. Bringt echt nix wenn das Ding 5 Euro im Monat einsparet und wir uns dann aber krank schreiben lassen müssen, nur weil jemand entschieden hat, dass 18°C völlig ausreichend sind. Wir sind aus der letzten Wohnung raus, nachdem dort modernisiert wurde und der Heizungsbauer die Anlage danach nicht mehr richtig einstellen konnte, weder das Warmwasser, noch die Heizkörper, wurde alles "automatisch" vom Gerät entschieden.
 
Hausdoc

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Pe-te schrieb:
Ich glaube da eher den Mikrobiologen, die sagen, dass man das Zeug ordentlich hochheizen muss
Ich würd diesen Mikrobiologen raten, etwas weniger von dem Zeug zu nehmen, das sie nehmen - oder mehr......

Nochmal zu Erinnerung: Eine sehr hohe Speichertemperatur schützt nicht vor Keimen!

Weitere Wiederholung: Eigentlich erfüllt dir jede (!) auf dem Markt erhältliche Heizung deinen Wunsch - mit Ausnahme von Wärmepumpen.

Da deine Wünsche eher sehr konservativ sind, würde ich zusehen, daß du noch einen atmosphärischen Heizwertkessel ( z.B. Vitogas 200 mit 29 KW ) bekommst. Ab September ist Schluß damit - dann gibts diese Geräte nicht mehr .

Dazu einen ca 300 l Trinkwasserspeicher mit vernünftigen unterem Mannloch - zum regelmäßigen Entkalken.

Letztlich also eine Anlage wie man sie vor 50 Jahren zusammengestellt hat. ;)
 

Pe-te

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Super, werde ich mal schlau machen!

Stehendes Wasser vermeiden klingt sinnvoll, d.h. das Wasser wird im Kessel umgewälzt oder durch die Zirkulationspumpe im ganzen Haus?
 
Hausdoc

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Pe-te schrieb:
oder durch die Zirkulationspumpe im ganzen Haus?
... das hier...

Also alle Zapfstellen, die nicht oder kaum genutzt werden alle paar Tage ( Die Trinkwasserverordnung sieht hier 4 age vor) ein paar Minuten laufen lassen.
 

Pe-te

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Ach so, ich hoffe doch mal dass alle im Haus regelmäßig duschen. :D Danke für die Hilfe!
 
mad-mike

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Pe-te schrieb:
Aktuell zeigt der Kessel 80°C an, das Wasser kommt oben mit über 60°C an und alle sind happy
Das wieder spricht sich irgendwie. Sicher das der Speicher 80. Grad hat?
 
tricotrac

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Ich glaube, hier rutschen gerade einige Fachausdrücke aneinander vorbei ! Ein Kessel ist im SHK-Jargon ein Wärmeerzeuger; ein Speicher oder Boiler hingegen ein Vorratsbehälter für das warme Wasser ! Rein wegen des Verständnis.
 
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