Heizung länger ausschalten um zu sparen?

Diskutiere Heizung länger ausschalten um zu sparen? im Sonstiges / News Forum im Bereich Allgemein; Am 08.10.18 hatte ich eine Stromabschaltung von 8-14 Uhr wegen Arbeiten am zuständigen Transformator. Das bedeutet, das meine Heizung in diesem...
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Am 08.10.18 hatte ich eine Stromabschaltung von 8-14 Uhr wegen Arbeiten am zuständigen Transformator.

Das bedeutet, das meine Heizung in diesem Zeitraum von 6h auch völlig aus war. Was ist heizungstechnisch dabei rausgekommen. Viele Nutzer sind ja der festen Meinung damit kann Energie gespart werden.

Die Außentemperatur ist seit 8 Tagen gleich und beträgt 12 Grad im Mittel. Also eine gute Voraussetzung um zu vergleichen.

Der Tagesverbrauch lag täglich bei ca. 3,2m³ am Tag.

Am Tag der Abschaltung der Heizung habe ich dann 5,7m³ Gas verbraucht. Eine deutliche Steigerung von fast 20%! Die auf keine weiteren Ursachen zurückzuführen sind.
 
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alleseasy

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Wolfhaus schrieb:
Das bedeutet, das meine Heizung in diesem Zeitraum von 6h auch völlig aus war.
Um wieviel Grad ist denn in den 6 Stunden die Raumtemperatur gesunken?
 
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alleseasy schrieb:
Raumtemperatur gesunken?
Ca. 0,5 Grad, von 20,0 auf 19,5 Grad. Die Solltemperatur beträgt 21,0 Grad+ ( bedeutet Heizung schaltet bei 21 Grad ein und bei 21,5 aus)
Um 8 Uhr war demzufolge der Sollwert noch nicht erreicht. Die Nachtabsenkung beträgt 19,5 Grad und wird um 7 Uhr beendet. Bei dem jetzigen Wetter läuft die Heizung von 7 Uhr bis 11, 11,30 Uhr, dann kommen Pausen und Heizen so bis 17 Uhr um dann bis 21 Uhr durch zu laufen.
Wäre die Stromabschaltung am Nachmittag erfolgt, hätte das vermutlich weniger Auswirkungen gehabt.
Ich habe das aber schon vor langer Zeit getestet und nie dadurch Einsparungen erreicht.
Selbst die Nachtabsenkung bei mir unter 19,5 Grad richtet Schaden an, selbst bei 19,5 Grad ist der mögliche Spareffekt bescheiden.
Was ich noch getestet habe ist, im Urlaub das 24h im Nachtbetrieb zu betreiben. Noch bei 4 Tagen Abwesenheit ist dann der Spareffekt =+-0, also lohnt sich das erst ab 5 Tagen Urlaub. Selbst bei mehreren Tagen Urlaub unterlasse ich das jetzt und senke dafür nur den Vorgabewert Tag auf 20 Grad Max.
 

alleseasy

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Ok, und ab wann waren dann die 21° wieder erreicht und ab wann wären sie ohne Abschaltung erreicht worden?

Und was meinst Du mit:
Wolfhaus schrieb:
Die Solltemperatur beträgt 21,0 Grad+ ( bedeutet Heizung schaltet bei 21 Grad ein und bei 21,5 aus)
Das klingt ja nach einer raumtemperaturgeführten Regelung.
 
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alleseasy schrieb:
dann die 21° wieder erreicht
8:15 8;20 schlecht zu sagen aber nicht länger, hätte ich vor 8 Uhr ablesen müssen was erreicht war, habe ich aber nicht und nach 8 Uhr kein Strom und damit auch nichts abzulesen. Kurz nach 14 Uhr waren es dann 19,5 Grad. Hätte ich vor 8 Uhr ablesen sollen, hätte ein besseres Bild ergeben. Nach dem Start aus der Nachtabsenkung um 7 Uhr hat die Heizung 7:30 Uhr ca. 20 Grad Raumaufheizung erreicht.

Ich kann das ja Morgen machen wenn du daran Interesse hast.
 
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alleseasy schrieb:
Das klingt ja nach einer raumtemperaturgeführten Regelung.
Ja und Außensensor. Es sind 2 Raumcontroller für jeden Heizkreis, oben unten, vorhanden. Unten Fußbodenheizung + Mischer und Heizkörper, Der Fußboden wird auf 19,5 Grad gehalten und die Heizkörper ergänzen auf Raumsolltemperatur. Oben regelt ein weiterer Controller als Sklave im HK II. Hat den Vorteil das ich bei Bedarf unten schneller gewünschte Abweichungen realisieren kann. Eine Fußbodenheizung ist zu träge und ich vertrage auch keine zu hohen Temperaturen an den Füßen. Ist alles recht Aufwendig aber ein Heizungsbauer darf sich so etwas gönnen. Du spürst weder was Kaltes noch fällt dir Wärme auf, es ist angenehm alles gleichmäßig warm.
 
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alleseasy schrieb:
Ok, und ab wann waren dann die 21° wieder erreicht
Das kann ich dir von heute nun auch mitteilen.

7:00 Uhr = 19,5 Grad Raumtemperatur
7:30 Uhr = 21,1 Grad Raumtemperatur
7;45 Uhr = 21,2 Grad Raumtemperatur
8:00 Uhr = 21,5 Grad und damit den Sollwert erreicht. Brenner hat abgeschaltet. Kann also nicht weiter runter modulieren.
Taktsperre sind 10 Min. mal sehen was sie dann um 8:10 macht. Sollte eigentlich erneut starten.
Ist um 8:10 gestartet und hält die Vorlauftemperatur auf 38 Grad.
8:15 VL- T = 36 Grad und läuft. Raumtemperatur =21,2 Grad.
8:20 VL- T = 37 Grad Raumtemperatur =21,3 Grad
Jetzt gelingt es der Heizung die erzeugte Wärme und den Wärmebedarf im Gleichgewicht zu halten. Mal sehen wie lange das so geht.
Werde aber nicht den Vormittag vor der Heizung verbringen. Denn merken kann man an der Raumtemperatur nichts. Um 8:00 Uhr bei 21,5 hat man das leicht gemerkt.
So es ist jetzt 8:30 und sie läuft Raumtemperatur = 21,3 Grad, das wird die Heizung jetzt wohl beibehalten.
In den 1,5 h hat sie 3,3 kWh benötigt, das ist in der Stunde 2,2 kWh Unter 2 kWh kann sie nicht runter modulieren.
Da sie an den jetzigen Tagen ca. 36 kWh am Tag benötigt sind das 1,5 kWh in der Stunde. Also muß sie auch Pausen machen.
 

alleseasy

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alleseasy schrieb:
ab wann waren dann die 21° wieder erreicht
Hallo Wolfhaus,

da hast Du mich falsch verstanden. Ich habe gemeint, wann die 21° nach Ende der Stromabschaltung wieder erreicht waren.

Bisher ergibt sich für mich folgendes Bild für den Tag der Abschaltung:

7:00 Uhr = 19,5 Grad Raumtemperatur (Ende der Nachtabsenkung)
7:30 Uhr ca. 20 Grad
14:00 Uhr = ebenfalls 19,5 Grad Raumtemperatur

Wann hatte es wieder 21°?
 
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alleseasy schrieb:
Wann hatte es wieder 21°?
Habe ich nicht beobachtet, vermute so in ca. 30 Min. Das die Heizung kräftig geheizt hat habe ich mitbekommen. Auf jeden fall kann ich dir die VL- T sagen, 50 Grad und das merkst du dann auch an den Heizkörpern. Die strahlen dann merklich Wärme ab, was du sonst nicht merkst. Höher als 50 Grad VL kann sie nicht da sie auf VL 50 Grad begrenzt ist. (40 +10= 50 ) Normalerweise geht sie nicht über VL 40 Grad.
 
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Seit 10:55 hat sie jetzt vollständig abgeschaltet.
Raumtemperatur jetzt 11:40 = 21,2 Grad Außentemperatur 15 Grad Sonne.
Warte mal wenn sie einschaltet und was sie dann macht.
 

alleseasy

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Ok,
Wolfhaus schrieb:
Habe ich nicht beobachtet, vermute so in ca. 30 Min.
Ok, das scheint plausibel.

Aber dass bedeutet doch, dass der Mehrverbrauch nur in dieser Zeit stattgefunden haben kann, oder? Denn sobald die Solltemperatur von 21° erreicht wurde, war ja wieder alles so wie sonst.

7 bis 8 Uhr: Verbrauch wie immer
8 bis 14 Uhr: kein Verbrauch
14 bis ca. 14:30 oder auch 15 Uhr: Mehrverbrauch wegen Wiederaufheizen
danach wieder Verbrauch wie immer

Oder übersehe ich da etwas?
 
Wolfhaus

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alleseasy schrieb:
Denn sobald die Solltemperatur von 21° erreicht wurde, war ja wieder alles so wie sonst.
Jein, zwar die Raumtemperatur aber nicht die Aufheizung der Wände und des Fußbodens, Möbel, Die haben doch in der Zeit der Abschaltung die Wärme abgegeben und so die Raumtemperatur aufrecht erhalten, Und genau das muß ja da wieder zugeführt werden.

Heizung ist noch immer aus, 12:21 Raumt. 21,1 Grad, bei 21,0 sollte sie dann eigentlich angehen. mal sehen. Außen jetzt 17,9 Grad.
 
Wolfhaus

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13:30 Heizung gestartet, Raumt. 21,0 Grad, Außen 20,7 Grad, Beide Heizkreise Heizkörper aus, es wird nur der Fußbodenheizung zugeführt.
 

alleseasy

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Wolfhaus schrieb:
zwar die Raumtemperatur aber nicht die Aufheizung der Wände und des Fußbodens, Möbel,
Aber davon weiß ja die Heizung nicht. Du hast doch selbst geschrieben, dass die Heizung bei 21,5° abschaltet.

Worauf ich hinauswill:

Der von Dir beobachte Mehrverbrauch von 2,5m3 beträgt nicht
Wolfhaus schrieb:
sondern fast 80% (2,5 : 3,2 x 100)

Und 2,5m3 Gas sind etwas 250 kWh (Bullshit, hab mich vertan. Siehe nächster Post). Und diese 250 kWh wurden ab 14 Uhr bis zur nächsten Ableseung zusätzlich verbraucht. Bei einer angenommen Ablesung um 8 Uhr wären dass durchschnittlich 15,6 kW Mehrverbrauch pro Stunde.

Wenn ich jetzt von den zuvor immer 320 kWh pro Tag ausgehe, sind das im Mittel 13,3 kW pro Stunde. Zusammen mit den 15,6 kWh Mehrverbrauch wären dass 28,9 kW pro Stunde. Und das durchschnittlich, wohl gemerkt. Zu Beginn der Wiederaufheizung muss der Verbrauch ja am höchsten gewesen sein und bestimmt über 30 kW pro Stunde.

Sofern meine Rechnung, die für Dich als studierten Ingenieur sich nachvollziehbar ist, keinen Fehler enthält, stellen sich mir zwei Fragen:

1. Hat Deine Heizung eine maximale Wärmeleistung von mindestens 30 kW?

und falls ja

2. Benötigt Deine Heizung diese Leistung für 50° VL?
 
Wolfhaus

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13.50 Mischer Fußboden macht zu und HK I, unten wird geöffnet. Heizkörper werden warm VL- T 37 Grad.
13:57 HK I schaltet um auf HK II, kurz danach geht der Brenner aus, Restwärme durch Pumpennachlauf in HK II 14:00 Pumpe aus, Heizung aus.. Raumt. 21,5 Grad.

So jetzt ist genug damit, macht genau das was sie soll, Hauptsache es stört keiner!

Verbrauch von 8 bis 14 Uhr 8,9 kWh.

Jetzt kann man mutig sagen, ca. diese 9 kWh haben dann von 8-14 Uhr gefehlt und dafür hat sie dann 18 kWh benötigt um das auszugleichen. Wie und was genau auch immer, aber ausschalten um zu sparen ist einfach nur Unwissen und bringt genau das Gegenteil von sparsam Heizen.
Überlegenswert wäre eine Absenkung wenn man zu diesem Zeitraum nicht zu Hause ist um 1-2 Grad (1 Grad 6% Einsparung) wovon dann real 3% übrigbleiben. Das soll testen wer will, ich verzichte auf die Einsparung von ca. 20 € Jahreskosten wenn die überhaupt möglich sind.
 

alleseasy

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Shit, Rechenfehler. Ich werde meinen vorigen Beitrag aber nicht löschen bzw. korrigieren, sondern das in diesem neuen Post machen, damit Wolfhaus, der das schon gelesen hat, mit seiner Antwort nicht ins Leere läuft.

Ich habe mich um den Faktor 10 verhaut. 2,5m3 Gas sind etwa 25 kWh und nicht 250 kWh. Kam mir schon komisch vor, wie man bei dieser milden Jahreszeit 320 kWh am Tag durchkriegt. Aber sind ja nur 32 kWh. Dann haut das zumindest mit der Wärmeleistung wieder hin.

Nichtsdestotrotz kommen mir 80% Mehrvebrauch unwahrscheinlich vor. Ich persönlich zähle zu denen, die ja an gar keinen Mehrverbrauch durch Absenkung glauben. Vielleicht hängt das wirklich vom Objekt ab, denn sowohl bei einem freistehenden Einfamilienhaus als auch einer Stadtwohnung in einem Mehrfamilienhaus konnten wir duch die Absenkung keinen Mehrverbrauch feststellen. Im Gegenteil, es ist sogar eine Einsparung möglich. Dabei räume ich aber ein, dass eine nennenswerte Einsparung nur dann erzielt werden kann, wenn man bereit ist, dafür auch beim Komfort Einbußen hinzunehmen.
 
Wolfhaus

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alleseasy schrieb:
Aber davon weiß ja die Heizung nicht. Du hast doch selbst geschrieben, dass die Heizung bei 21,5° abschaltet.
Doch das merkt sie an dem Temperaturanstieg in der Zeit x.
alleseasy schrieb:
1. Hat Deine Heizung eine maximale Wärmeleistung von mindestens 30 kW?

und falls ja

2. Benötigt Deine Heizung diese Leistung für 50° VL?
2 x eindeutig nein.
alleseasy schrieb:
Und 2,5m3 Gas sind etwas 250 kWh
2,5 x 11,2 = 28 kWh ! nix mit 250! nun denke noch mal nach.

alleseasy schrieb:
Sofern meine Rechnung, die für Dich als studierten Ingenieur sich nachvollziehbar
Lieber "alleseasy" leider schlecht.
alleseasy schrieb:
Und diese 250 kWh wurden ab 14 Uhr bis zur nächsten Ableseung zusätzlich verbrauch
jetzt haste dich völlig verrannt, es bleiben nur 28 kWh oder 2,5m³ Gas, höherer Tages Gesamtverbrauch.

"wären dass durchschnittlich 15,6 kW Mehrverbrauch pro Stunde." Meine Heizung schafft keine 15 kW in der Stunde und schon gar keinen "Mehrverbrauch" .

Versuche es erneut, wer aufgibt hat schon verloren.

Mit deiner Rechenmethode fallen in den USA die Flieger vom Himmel. Die verrechnen sich da auch bei der Umrechnung von Gallonen in Liter. So haben die dann 100Liter getankt und nach Gallonen hin und her werden daraus 1000Liter. Das Ende kommt dann schneller als gedacht, was ich dir natürlich nicht wünsche. :D

Ich danke dir, das du dir darüber den Kopf anstrengst!
 

alleseasy

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Wolfhaus schrieb:
jetzt haste dich völlig verrannt ... Versuche es erneut
Ich hab doch schon in meinem Beitrag zuvor geschrieben, dass ich mich um den Faktor 10 vertan habe und die ganze Rechnung somit hinfällig ist. Ich habe es wenigstens selbst gemerkt. Daher erübrigt sich ein erneuter Versuch.

Das Thema taucht ja immer wieder mal auf. Manche glauben an einen Mehrverbrauch durch Absenkung, andere nicht. Da hat wohl jeder, der das mal ausprobiert und dabei Verbrauchswerte protokolliert hat, andere Erfahrungen gemacht. Mit Fussbodenheizungen habe ich keine Erfahrung. Vielleicht ist das wirklich ein Fall, in dem eine zu lange und zu starke Absenkung zu einem Mehrverbrauch führt. Bei Heizkörpern sind wir immer zu einer Einsparung gekommen. Zugegebenermaßen aber auch zu Einbußen beim Komfort.
 
Wolfhaus

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Ich gebe ja zu das es in der Praxis schwer zu ermitteln ist.
Grundvoraussetzung dafür ist ja das die Außenbedingungen der Witterung gleich sind, das geht schon mal nicht weil das Wetter ja nicht jeden Tag völlig gleich ist.
Schon geringe Schwankungen können da ihre Auswirkung auf den Verbrauch haben. Dann kommen noch die Bedingungen im Haus dazu....

Rechnerisch ergibt das dann einen Mehrverbrauch von 56,1% der mir selbst zu hoch vorkam und ich demzufolge nur 20% vermutet hatte, was aber bei einem Jahresverbrauch wenn das als Sparmaßnahme praktiziert wird nicht unbedeutend wäre.

Da kann man dann diskutieren wie man will, der Verbrauch mit 5,7 m³ am Tag gegenüber 3,2 m³, ist schon auffällig und beträgt +2,5m³ die ich nicht vollständig anderen Gegebenheiten zuordnen kann. Wenn ich in meine Datenbank sehe entsprechen 5,7m³ so um die 0 Grad Außentemperatur. Wir hatten an diesem Tag aber noch Nacht 4 Grad Tag 8,4 Grad als Tagesmittel. Selbst den Warmwasserverbrauch kann ich ausschließen, da ich den ja auch erfasse und keine Abweichungen feststelle.

Ich könnte technisch die Fußbodenheizung abschalten was keine Probleme machen würde, aber das müßte ich dann über mehrere Tage machen bis da dann die Restwärme raus ist. Dann könnte ich das als Versuch laufen lassen mit dem gleichen Zeitraum der Totalabschaltung um dann zu sehen was dabei rauskommt. Alles in der Hoffnung das sich das Wetter nicht verändert.
Dann hätten wir die Bedingungen nur Heizkörper. Der Aufwand ist mir zu hoch und ich kann jetzt schon sagen das die Generation Smartphone- Abschalter das sowieso nicht glauben würden.

Also soll jeder machen was er will und damit selig werden.
 
gesbb

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Wolfhaus schrieb:
Das bedeutet, das meine Heizung in diesem Zeitraum von 6h auch völlig aus war. Was ist heizungstechnisch dabei rausgekommen. Viele Nutzer sind ja der festen Meinung damit kann Energie gespart werden.
Bei weniger gut gedämmten Gebäuden kann der Heizbetrieb "ad libitum" durchaus Sinn machen. Bei gut bis sehr gut gedämmten Gebäuden sieht das deutlich anders aus. Hängt also vom Wärmespeichervermögen des Gebäudes sowie dessen Wärmedämmung ab.
Wolfhaus schrieb:
Die Außentemperatur ist seit 8 Tagen gleich und beträgt 12 Grad im Mittel. Also eine gute Voraussetzung um zu vergleichen.
Die AT unterliegt einem tageszeitlichem Verlauf. Die mittlere AT ist daher kein sinnvolles Vergleichskriterium. Die AT Stundenwerte sind ausschlaggebend (geometrisches Mittel), nicht das arithmetische Mittel der AT.
Wolfhaus schrieb:
Am Tag der Abschaltung der Heizung habe ich dann 5,7m³ Gas verbraucht. Eine deutliche Steigerung von fast 20%! Die auf keine weiteren Ursachen zurückzuführen sind.
Logisch, die AW und ggf. die Innenräume sind ausgekühlt. Die thermische "Aufladung" dieser muß nachgeholt werden.
Abschaltung und/oder Absenkung müssen mit Bedacht vorgenommen werden. Hierfür gibt es keinerlei, allgemeingültiges Patentrezept, bestenfalls ca. Tendenzen.
Du erscheinst sehr ambitioniert. Wie effektiv ist Deine Anlage tatsächlich (Anlagenaufwandszahl)?
Bei den von mir geplanten/dimensionierten Anlagen sehe ich stets WMZ vor, völlig unabhängig von der Art der Wärmeerzeugung. Damit können meine AG im praktischen Betrieb selbst und leicht überprüfen, wie sinnvoll die fachgerechte Anlagendimensionierung, für die sie bezahlt hatten, tatsächlich ist (Transparenz).

Bei fachgerecht dimensionierten GBW Anlagen sind ohne Unterstützung weiterer Wärmeerzeuger z.B. STA (WW und/oder HU) Anlagenaufwandszahlen 1,07...1,1 realisierbar.
Mittels Auswertung der Ergebnisse der WMZ lassen sich auch Optimierungen der Anlagen (Regelungseinstellungen, Nutzerverhalten (Abschaltbetrieb, Absenkung) etc. leicht und belastbar überprüfen.
 
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