Heizung jetzt schon tauschen?

Diskutiere Heizung jetzt schon tauschen? im Allgemeine Fragen Forum im Bereich Heizungshersteller; Ausreichend kalt gewesen ist es ja noch nicht, aber ich habe die Vorlauftemperaturen in der letzten Zeit etwas intensiver beobachtet. Dass 40 Grad...
Sesamtiffi

Sesamtiffi

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Für eine WP sollten halt günstige Bedingungen herrschen bzw vorher getestet werden:
- Heizkurve so weit absenken und Heizkreispumpe so stark aufdrehen dass auch bei größter Kälte so möglichst 40 Grad Vorlauf ausreichen
Ausreichend kalt gewesen ist es ja noch nicht, aber ich habe die Vorlauftemperaturen in der letzten Zeit etwas intensiver beobachtet.
Dass 40 Grad für meinen Mischerkreis ausreichen werden, dürfte gesichert sein, da FBH.
Der Kesselkreis versorgt die Heizkörper in den Keller- Nutzflächenräumen. Ich gehe auch hier davon aus, dass 40 grad reichen werden, da ich in diesen Räumen keine Wohntemperatur benötige. Wirklich testen kann ich es aber nicht: Selbst wenn ich die Heizkurve so einstelle, dass bei der derzeitigen Außentemperatur 30 Grad Vorlauf in den Kesselkreis fließen soll, fließt viel heißeres Wasser hinein. Ich erkläre mir das mit meiner laienhaften Vorstellung so, dass der Kessel zwecks Warmwasserbereitung über 60 Grad macht und überschüssige Wärme dann einfach in den Kesselkreis abfließt. Stimmt das so? Irgendwie ärgerlich, ich hätte das mehr an Wärme lieber im Wohnbereich als im Keller. Ich werde den Heizungsinstallateur demnächst mal darauf ansprechen, aber wahrscheinlich lässt sich nichts daran machen oder?

- dazu muss man dann die Nachtabsenkung rausnehmen und durchheizen
Warum eigentlich?
 

Klack

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Zur Wärmepumpe:
Am besten weder sicht- noch hörbar für den Nachbarn, WICHTIG!
Kann es sein, dass das durch fortschreitende Entwicklung mal besser wird ? Wenn wegen der Energiewende alle weg von Öl- und Gas sollen, dann sollten hier doch auch richtige Mengen ausgeliefert werden und damit auch etwas Cash-flow für R&D zur Verfügung stehen.

Gerne Infos zu interessanten Threads aus diesem Bereich....
 
Dr Schorni

Dr Schorni

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Selbst wenn ich die Heizkurve so einstelle, dass bei der derzeitigen Außentemperatur 30 Grad Vorlauf in den Kesselkreis fließen soll, fließt viel heißeres Wasser hinein. Ich erkläre mir das mit meiner laienhaften Vorstellung so, dass der Kessel zwecks Warmwasserbereitung über 60 Grad macht und überschüssige Wärme dann einfach in den Kesselkreis abfließ
Ja, das ist so, leider. Dazu bräuchte man einen zweiten Mischer - aber jetzt nimmer.
Warum eigentlich?
Eine exakt passenden Heizkurve ist im Prinzip so ähnlich wie "mit Minimalgas/ Tempomat 100 auf der Autobahn in der höchsten Gangstufe"...beschleunigen/Überholen geht damit nicht mehr....braucht man aber auch weniger weil eh alles gedämpfter verläuft und somit unterm Strich effizienter arbeitet. Und eine WP kannst Du Dir dabei noch wie ein Auto mit 20PS vorstellen...da geht nichts mehr, die MUSS durchlaufen.
ann es sein, dass das durch fortschreitende Entwicklung mal besser wird ?
Denkbar, momentan verkaufen die sich aber auch so schon wie "warme Semmeln" und als Universal-Lösung und "Hochtemperatur-WP", da besteht von DEM her kein dringender Entwicklungabedarf, leider.
Für MICH persönlich ist nicht nachvollziehbar, warum man nicht alles nur erdenkliche daran setzt die Dinger in allererster Linie LEISEEER zu machen. KEIN Mensch braucht da ein paar Prozent Effizienzgewinn WIRKLICH, die WP SELBST braucht nahezu unhörbare Modelle! DAMIT knackt sie den Markt absolut auf. Denn am LÄRM scheitern die meisten und das halt erst wenn bereits alles fix fertig ist und "die Nachbarin dann dreimal klingelt...".
 
Sesamtiffi

Sesamtiffi

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Danke nochmals, Dr Schorni. Alles gut nachvollziehbar.
Wie gesagt, gehe ich davon aus, dass mein Haus sich aus technischer Sicht für eine WP eignet. Als Standort schwebt mir der Vorgarten vor; sicher müsste ich vorab einmal mit den Nachbarn in Klärung gehen und mich mit Lärmgrenzwerten beschäftigen. Aber nehmen wir einmal an, auch das wäre machbar. Meine Gedankliche Vor- und Nachteilliste sieht aktuell so aus:

  • + Zunehmend ökologischer als Gas.
  • + Politisch gewollt, weshalb ich davon ausgehe, dass Ungewissheiten bei der Preisentwicklung der Energieträger Gas zu einer höheren Wahrscheinlichkeit nachteiliger dastehen lassen als Strom.
  • + Sollte ich einmal eine Photovoltaik-Anlage betreiben, wäre der eigen genutzte Anteil an Strom durch die Wärmepumpe höher.
  • - Der Vorgarten wird ein wenig verschandelt und sie macht Lärm.
  • - Mir ist noch nicht klar, inwiefern Umbauarbeiten nötig werden bzw. welche Teile meines Equipments (Warmwasserspeicher? Leitungen? Pumpen? Elektroinstallation?) mit einer Gasbrennwertterme weitergenutzt werden könnten, mit einer WP aber nicht. Allerings spiegelt sich dieser Punkt am Ende ja im Rentabilitätsvergleich wieder.
  • - Die Warmwasserbereitung würde man mit einem elektrischen Heizstab bewerkstelligen? Für sich genommen sicher weniger effizient als Gas aber unterm Strich fließt ja auch das in die Gesamtberechnung ein.
  • - Man ließt wiedersprüchliche Aussagen über die Lebensdauer einer WP im Vergleich zu einer Gasbrennwertterme. Dr Schorni, deine Einschätzung ist wohl, dass es stark auf die Art und Weise des Betriebs ankommt (richtige Dimensionierung, möglicht seltene Taktung). Hat man das vollkommen in der Hand? Bei einem Rentabilitätsvergleich ist die Lebensdauer ein eine sehr wichtige Größe. Ich weiß nicht ganz wie ich da heran gehen soll.
  • - Nicht mehr alle Kältemittel sind zulässig. Was bedeutet das? Eine ab jetzt erworbene WP erreicht niedrigere Jahresarbeitszahlen als in der Vergangenheit? Muss das Kältemittel im Laufe der Zeit ausgetauscht werden und kann es passieren, dass dann zulässige Kältemittel noch schlechter sind?
Es würde mich freuen, eure Einschätzungen zu den letzten vier Punkten zu hören.
 
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KarlZei

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- Die Warmwasserbereitung würde man mit einem elektrischen Heizstab bewerkstelligen?
Nein. Das kann die WP in der Regel ohne.
Hat man das vollkommen in der Hand? Bei einem Rentabilitätsvergleich ist die Lebensdauer ein eine sehr wichtige Größe. Ich weiß nicht ganz wie ich da heran gehen soll.
Es gibt keine belastbaren Statistiken. Aber praktisch alle Quellen reden bei LWWP von einer Lebensdauer von 15+/- Jahre. Das deckt sich dann mit verfügbaren Daten zur Auslegung von Verdichtern (Laufzeit, Schaltzyklen). Unstrittig ist aber, dass Dimensionierung, Installation und Betriebsweise erheblichen Einfluss auf die Lebensdauer haben.
Für einige Hersteller gibt es mittlerweile Vollversicherungen bis 15 Jahre.
- Nicht mehr alle Kältemittel sind zulässig. Was bedeutet das? Eine ab jetzt erworbene WP erreicht niedrigere Jahresarbeitszahlen als in der Vergangenheit?
Nein, eher bessere bzw. höhere Temperaturen; siehe Propan (R290).
 
Dr Schorni

Dr Schorni

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sicher müsste ich vorab einmal mit den Nachbarn in Klärung gehen und
Bei aller "guten Nachbarschaft", aber DAS würde ICH auf keinen Fall machen. Sonst ist man absolut von deren Wohlwollen abhängig, das ist meist rational nicht greifbar. Sorry, NEIN, die haben da KEIN Stimmrecht.
Mach alles dass die Lärm-Vorgaben ÜBERerfüllt sind und stell die WP "unsichtbar" auf. Es soll schon Fälle gegeben haben, da haben sich Nachbarn über den WP-Lärm beschwert, dabei war diese nichtmal in Betrieb.
Tipp: such mal bei Tag ein Neubaugebiet auf mit WP und spaziere die dann mal in der Nachtruhe ab - das ist durchaus "beeindruckend"....
 
Wolfhaus

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Verbrauch ca. 32000 kWh/Jahr
Das sind dann 183 kWh im Jahr pro m², was heftig ist und für eine WP nicht geeignet ist. Der Baukörper weist erst mal auch nicht darauf hin.
Was läuft hier falsch?
Hier sollte erst mal geklärt werden warum der Verbrauch so hoch ist. Das von einer WP übernehmen zu lassen endet böse.
 
Wolfhaus

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dem Süden von Berlin
Du hast praktisch ein kfW- Haus 183!!!

  • KfW-Effizienzhaus 40 plus
  • KfW-Effizienzhaus 40
  • Effizienzhaus 40 Erneuerbare-Energien-Klasse WP
  • KfW-Effizienzhaus 55
  • Effizienzhaus 55 Erneuerbare-Energien-Klasse
  • KfW-Effizienzhaus 70
  • Effizienzhaus 70 Erneuerbare-Energien-Klasse
  • KfW-Effizienzhaus 85
  • Effizienzhaus 85 Erneuerbare-Energien-Klasse
  • KfW-Effizienzhaus 100
  • Effizienzhaus 100 Erneuerbare-Energien-Klasse
  • KfW-Effizienzhaus Denkmal
Eine WP ist <70 kWh/m²a praktisch möglich und wirtschaftlich <60!
 
Sesamtiffi

Sesamtiffi

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Nein. Das kann die WP in der Regel ohne.
Das würde dann aber die hier als Maßstab angesetzte Vorlauftemperatur von 40 Grad deutlich übersteigen. Aktuell habe ich 50 Grad Warmwassertemperatur eingestellt (meine Heizung heizt dann auf 55 Grad). Diese 55 Grad müsste die Wärmepumpe dann ja machen. Und über Legionellenschutz haben wir da noch gar nicht gesprochen.
Bei dem Thema fällt mir ein: Der "Energiesparkommissar" auf Youtube (ohne jetzt zu wissen, was ihr von dem haltet), spricht von einem wirtschaftlichen Betrieb einer WP bei bis zu 55 Grad Vorlauf (Link zu Youtube). Wie kommt es, dass diese Empfehlung so weit von den 40 Grad hier im Forum entfernt ist? Will der Kommissar einfach Allen WPs schmackhaft machen, rechnet er anders oder verstehe ich etwas falsch?

Aber praktisch alle Quellen reden bei LWWP von einer Lebensdauer von 15+/- Jahre.
Und was sagen diese Quellen über die Lebensdauer moderner Gasbrennwerttherme? Die 30 Jahre meiner bisherigen Heizung werden die wohl kaum erreichen oder?

Bei aller "guten Nachbarschaft", aber DAS würde ICH auf keinen Fall machen.
Habe mir das nochmal durch den Kopf gehen lassen... deine Argumente überzeugen mich, werde deinen Ratschlag beherzigen:thumbsup:

Das sind dann 183 kWh im Jahr pro m²,
Danke für die Einordnung, dabei hast du aber die Nutzfläche komplett außer Acht gelassen. Mit 100% darf man sie sicher nicht bewerten (dann käme ich auf unter 120 kWh/m² im Jahr). Die Wahrheit liegt sicher irgendwo dazwischen. Allerdings muss man auch berücksichtigen, das durch den fehlenden Mischer am Kesselkreis (s.o.) viel Energie verpufft und meine Anlage außerdem 30 Jahre alt ist. Ändert das qualitativ etwas an deiner Einschätzung?
 

KarlZei

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Das würde dann aber die hier als Maßstab angesetzte Vorlauftemperatur von 40 Grad deutlich übersteigen.
Ja, aber das ist nun mal so, wenn man warmes Wasser haben will ;-)
Aber ernsthaft, die WP (insbesondere HT-WP) kann für Warmwasser auch höhere Vorlauftemperaturen und läuft mit denen dann natürlich weniger effizient. Aber das trifft genauso auf meine Brennwert-Gastherme zu. Zum Optimieren der Anlage gehört deswegen auch der Teil Warmwasser. Und das mit dem Heizstab würde ich auch nicht überbewerten wollen. Wenn der mal für Warmwasser eine halbe Stunde zusätzlich laufen muss, fällt das über den ganzen Tag betrachtet nur wenig ins Gewicht.
Und über Legionellenschutz haben wir da noch gar nicht gesprochen.
Sollten wir auch nicht. Bezogen auf den Speicher spielt ein regelmäßiger Austausch des Wassers eine wesentlich größere Rolle als die Temperatur. Und Legionellen-Programme bringen in der Regel nichts, bzw. sind sogar kontraproduktiv.
Wie kommt es, dass diese Empfehlung so weit von den 40 Grad hier im Forum entfernt ist? Will der Kommissar einfach Allen WPs schmackhaft machen, rechnet er anders oder verstehe ich etwas falsch?
Solche pauschalen Aussagen, die im Übrigen auch hier im Forum nicht jeder vertritt, sind eigentlich grundsätzlich falsch. Man muss auch immer die weiteren Rahmenbedingungen und hier insbesondere die Temperaturdifferenz zwischen Senke und Quelle berücksichtigen. Ganz banales Beispiel: eine WP liefe bei mir mit 50°C Vorlauf deutlich effizienter als bei einem Anlagenbetreiber im Allgäu mit 40-45°C. Der kämpft nämlich mit deutlich niedrigeren Außentemperaturen.
Man muss einfach sehen, welche Werte die WP unter den gegebenen Umständen erreichen kann (JAZ = Effizienz), und dann abwägen, ob das wirtschaftlich (genug) ist. Und man sollte dabei auch noch die Nebenkosten im Vergleich zu anderen Energieträgern betrachten. Gasanschluss, gasspezifische Wartungen, Schornsteinfeger z.B. gibt es nicht umsonst.
Und was sagen diese Quellen über die Lebensdauer moderner Gasbrennwerttherme?
15 bis 20 Jahre, also eher länger als bei einer LWWP. Aber auch hier spielen Dimensionierung, Installation und Betrieb ein große Rolle. Die typische Auslegungslebensdauer wichtiger Komponenten der Therme liegt nach Meinung der Hersteller übrigens bei nur 10 Jahren; siehe Afecor.org.
(dann käme ich auf unter 120 kWh/m² im Jahr)
Und mit einem effizienteren Wärmeerzeuger auf noch weniger.
Aber dieses Festmachen am Energiebedarf halte ich eh für falsch. Das ist eher etwas für die Dimensionierung des Wärmeerzeugers, hat aber weniger Einfluss auf dessen Effizienz und damit die Wirtschaftlichkeit.
Wozu dieses kWh/(m²a)-Jonglieren führt, sehe ich doch bei meinem Nachbar. Nach den o.a. Werten wäre sein Haus besser WP-geeignet als mein vermeintlich nicht geeignetes Haus. Er könnte eine WP angeblich wirtschaftlich betreiben, ich dagegen nicht. Aber das ist Unsinn, weil er mit deutlich höheren Vorlauftemperaturen heizen muss als ich. Er hat eine reine HK-Anlage, ich eine Anlage mit FBH und HK, die mit FBH-Vorlauftemperaturen laufen.
Auch hier gilt also: alles betrachten und nicht nur stumpf einen Wert.
 
Sesamtiffi

Sesamtiffi

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Und das mit dem Heizstab würde ich auch nicht überbewerten wollen. Wenn der mal für Warmwasser eine halbe Stunde zusätzlich laufen muss
Dann hat man typischerweise also einen Heizstab, der die letzten paar Grad elektrisch aufheizt. So habe ich meine ursprüngliche Frage auch gemeint (nicht überbewertend sondern nur zum Verständnis).

die WP (insbesondere HT-WP) kann für Warmwasser auch höhere Vorlauftemperaturen und läuft mit denen dann natürlich weniger effizient.
Ich dachte nicht, dass wir von HT-WP sprechen. Tun wir das? Dann bräuchte man sicher keinen Heizstab, aber ich dachte HT-WP haben sicher andere Nachteile (Effizienz, Kosten), die ich mir im Raum Köln nicht einhandeln muss.
Da fällt mir ein: Welche Quelle ist verlässlich für die Normaußentemperatur? Irgendwo habe ich für Köln etwas von - 10 Grad gelesen. Bei waermepumpe.de bekomme ich folgendes Ergebnis, das ich aber nicht ganz zu interpretieren weiß:
Screenshot_20220116-200725~2.png
 

KarlZei

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Dann hat man typischerweise also einen Heizstab, der die letzten paar Grad elektrisch aufheizt.
Nein, nicht zwangsläufig. 55°C ohne Heizstab sollten bei normalen Außentemperaturen kein Thema sein, einige 'normale' WP schaffen auch 60°C. Wenn die Außentemperatur aber unter der Betriebsgrenze liegt (z.B. -15°C), muss der Heizstab natürlich aushelfen. In Deinem Fall (Köln) wird das praktisch nie so sein.
Irgendwo habe ich für Köln etwas von - 10 Grad gelesen.
Ist gemäß Klimakarte von warmepumpe.de deutlich höher; eher um -8°C. Dort oben auf der Seite nicht die Jahresmitteltemperatur wählen, sondern Normaußentemperatur.
 

KarlZei

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Postleitzahl eingeben und die Karte sollte auf das PLZ-Gebiet zentrieren und dieses blau markieren. Dann mit der Maus drauf, um das Info-Fenster zu öffnen:

wp_plz.png
 
Sesamtiffi

Sesamtiffi

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Danke, es lag daran, dass ich es unter Android probiert habe. Da funktioniert das mit der Maus nicht 😌. Jetzt kennen wir wenigstens meine Normaußentemperatur. Die Webseitennachhilfe können wir damit abhaken. Zurück zum Thema.

- Mir ist noch nicht klar, inwiefern Umbauarbeiten nötig werden bzw. welche Teile meines Equipments (Warmwasserspeicher? Leitungen? Pumpen? Elektroinstallation?) mit einer Gasbrennwertterme weitergenutzt werden könnten, mit einer WP aber nicht.
Kann dazu jemand was sagen?
 
Defrost

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Das würde dann aber die hier als Maßstab angesetzte Vorlauftemperatur von 40 Grad deutlich übersteigen. Aktuell habe ich 50 Grad Warmwassertemperatur eingestellt (meine Heizung heizt dann auf 55 Grad). Diese 55 Grad müsste die Wärmepumpe dann ja machen. Und über Legionellenschutz haben wir da noch gar nicht gesprochen.
Bei dem Thema fällt mir ein: Der "Energiesparkommissar" auf Youtube (ohne jetzt zu wissen, was ihr von dem haltet), spricht von einem wirtschaftlichen Betrieb einer WP bei bis zu 55 Grad Vorlauf (Link zu Youtube). Wie kommt es, dass diese Empfehlung so weit von den 40 Grad hier im Forum entfernt ist? Will der Kommissar einfach Allen WPs schmackhaft machen, rechnet er anders oder verstehe ich etwas falsch?


Und was sagen diese Quellen über die Lebensdauer moderner Gasbrennwerttherme? Die 30 Jahre meiner bisherigen Heizung werden die wohl kaum erreichen oder?


Habe mir das nochmal durch den Kopf gehen lassen... deine Argumente überzeugen mich, werde deinen Ratschlag beherzigen:thumbsup:


Danke für die Einordnung, dabei hast du aber die Nutzfläche komplett außer Acht gelassen. Mit 100% darf man sie sicher nicht bewerten (dann käme ich auf unter 120 kWh/m² im Jahr). Die Wahrheit liegt sicher irgendwo dazwischen. Allerdings muss man auch berücksichtigen, das durch den fehlenden Mischer am Kesselkreis (s.o.) viel Energie verpufft und meine Anlage außerdem 30 Jahre alt ist. Ändert das qualitativ etwas an deiner Einschätzung?
Eine Wärmepumpe läuft halt bis 45°C noch im Bereich wo sie nicht gequält weden und dann länger als 7 Jahre halten.
.
 
Dr Schorni

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Mir ist noch nicht klar, inwiefern Umbauarbeiten nötig werden bzw. welche Teile meines Equipments (Warmwasserspeicher? Leitungen? Pumpen? Elektroinstallation?) mit einer Gasbrennwertterme weitergenutzt werden könnten, mit einer WP aber nicht
Das schenkt sich nicht viel, auch bei Gasbrennwert muss der WWS erneuert werden, die Leitungen und E-Installationen im Nahbereich angepasst, Pumpe ist IM Brennwertgerät drin.
 

KarlZei

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Kann dazu jemand was sagen?
Das meiste muss raus und neu gemacht werden. Das ist aber bei einem neuen Heizgerät eh meist nötig / sinnvoll. Die Weiternutzung des alten WW-Speichers empfiehlt sich bei einer WP auch technisch wohl eher nicht, weil er vermutlich nur einen kleinen Wärmetauscher hat. Alles Weitere wird dann von der gewählten WP bestimmt, für die es ja Vorgaben zur Installationen geben wird.

Ich würde mich aber erstmal auf den Heizkörperkreis konzentrieren. Schließlich legt der die Vorlauftemperaturen Deines Wärmeerzeugers fest; der FBH-Kreis wird nur runtergemischt. Es wäre also gut, wenn die HK bei Deinem Nutzungsverhalten mit den FBH-Temperaturen klar kämen. Spart dann ggf. etwas Hardware und verbessert die Effizienz des Wärmeerzeugers. Wenn das nicht funktioniert, kann auch ein Tausch gegen leistungsfähigere HK in Erwägung gezogen werden. Der wird mit der WP gefördert und sollte sich über die verbesserte Effizienz der WP auch in überschaubarer Zeit amortisieren.
Steht Deine jetzige Heizung im Keller?
 
Sesamtiffi

Sesamtiffi

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Es wäre also gut, wenn die HK bei Deinem Nutzungsverhalten mit den FBH-Temperaturen klar kämen.
Davon gehe ich aus, weil ich in den entsprechenden Räumen keine Wohntemperatur brauche. Wenn es zur Berechnung einer Lösung kommt, werde ich aber auf jeden Fall darauf achten, danke. Müssen die Energieberatung und die Umsetzung eigentlich im gleichen Jahr stattfinden, um die volle Förderung zu erhalten? Bzw. welcher zeitliche Abstand darf bestehen?

Steht Deine jetzige Heizung im Keller?
Ja und im ganzen Haus hörbar. Lärmtechnisch wird selbst eine Wärmepumpe bestimmt leiser (im Haus 😎).
 
Sesamtiffi

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Das sind dann 183 kWh im Jahr pro m², was heftig ist und für eine WP nicht geeignet ist. Der Baukörper weist erst mal auch nicht darauf hin.
Was läuft hier falsch?
Da fällt mir ein: Ich finde, die aktuelle Gasheizung taktet relativ häufig. Ich weiß nicht wie oft, da sie keinen Zähler, aber mehrere Male die Stunde ganz sicher. Gibt es hier einen Daumenwert, was normal/oft ist für so eine alte Heizung?
 
Thema:

Heizung jetzt schon tauschen?

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