Heizöltank (Erdtank) überprüfen

Diskutiere Heizöltank (Erdtank) überprüfen im Allgemeine Fragen Forum im Bereich Heizungshersteller; Hallo, ich habe ein Haus geerbt mit einer Ölheizung und einem Erdtank mit 7000 l. Das Haus liegt nicht in einem Wasserschutzgebiet. Meine Frage...

Sanmau

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Hallo, ich habe ein Haus geerbt mit einer Ölheizung und einem Erdtank mit 7000 l. Das Haus liegt nicht in einem Wasserschutzgebiet.

Meine Frage: Wie oft muss der Tank geprüft werden? Ich werde nicht so ganz schlau aus den Angaben, die ich gefunden habe.

Folgendes habe ich gefunden:

Bundesweit einheitliche Regelung

Sämtliche Prüfpflichten für Heizöltanks sind seit dem letzten August bundeseinheitlich in der AwSV geregelt. Es gilt demnach eine wiederkehrende Prüfpflicht für alle unterirdischen Tanks, für oberirdische Anlagen in Schutzgebieten, die mehr als 1.000 Liter fassen sowie für alle Tanks mit mehr als 10.000 Litern Volumen. Heizöltanks mit einem Volumen über 1.000 Liter dürfen nur von zertifizierten Fachbetrieben geprüft werden. Hauseigentümer sind für den ordnungsgemäßen Zustand ihrer Heizöltanks verantwortlich.
Einheitliche Vorgaben für Ölheizungen und Heizöltanks

Ist das so zu verstehen, dass ALLE unterirdischen Tanks, egal mit welcher Füllmenge, alle fünf Jahre geprüft werden müssen oder gilt das nur für Tanks mit mehr als 10 000 Litern?

Wenn mir einer weiterhelfen könnte würde ich mich freuen!

Gruß San
 
tricotrac

tricotrac

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Wenn mir einer weiterhelfen könnte würde ich mich freuen
Das geht natürlich. Es gilt für alle unterirdischen Lagerstätten (außerhalb von Schutzgebieten) mit einem Volumen größer 1000 Liter eine wiederkehrenden Prüfzeitpunkt von fünf Jahren. Für unterirdische Lagerstätten ( in Schutzgebieten) ohne Volumenbeschränkung grundsätzlich eine wiederkehrende Prüfzeit von
2,5 Jahren.
Ob diese Lagerstätte innerhalb oder außerhalb eines Schutzgebietes liegt, kann man bei der örtlichen unteren Wasserbehörde erfragen.
 

Sanmau

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Danke! Das heisst also, ich muss demnächst, wenn die Heizsaison vorbei ist, den Öltank kontrollieren lassen. Wie teuer kommt denn so etwas bei einem 7000 l Tank? Und gibt es oft Schäden oder ist das eher die Ausnahme?
Wir liegen nicht im Wasserschutzgebiet, soviel weiss ich schon mal ;)
 
tricotrac

tricotrac

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Wie teuer kommt denn so etwas bei einem 7000 l Tank?
Das ist regional sehr unterschiedlich. Es gibt auch freie Sachverständige nach WHG für die Prüfung von Heizölverbraucheranlagen.

Und gibt es oft Schäden oder ist das eher die Ausnahme?
Ein Schaden kann existenzbedrohend werden falls die Versicherung des Tanks nicht passt und die Heizöllagerstätte nicht dem gültigen Stand der Technik entspricht. Der Anlagenbetreiber ist alleine dafür verantwortlich !
Bei festgestellten Mängeln diese umgehend von einem zertifizierten Tankfachbetrieb instand setzen lassen.
 

Sanmau

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Das ist regional sehr unterschiedlich. Es gibt auch freie Sachverständige nach WHG für die Prüfung von Heizölverbraucheranlagen.


Das heisst, ich lasse erst einmal einen Sachverständigen kommen? Wo finde ich den? Bzw. unter welchem Begriff muss ich suchen?


Ein Schaden kann existenzbedrohend werden falls die Versicherung des Tanks nicht passt und die Heizöllagerstätte nicht dem gültigen Stand der Technik entspricht. Der Anlagenbetreiber ist alleine dafür verantwortlich !
Laut Versicherung sind Schäden gedeckt. Vorausgesetzt natürlich, ich lasse regelmäßig kontrollieren. Was ich jetzt tun werde.

Was heisst "nicht dem gültigen Stand der Technik". Es handelt sich um einen Erdtank im Garten, aus dem 60er Jahren.

Bei festgestellten Mängeln diese umgehend von einem zertifizierten Tankfachbetrieb instand setzen lassen.
Mit welchen Summen kann man bei einem 7000l Tank etwa rechnen? Der Tank muss ja leergepumpt werden und wird dann über den Domschacht untersucht, wenn ich das richtig verstanden habe? Wenn Schäden festgestellt werden und der Tank muss neu ausgekleidet werden, wie lange fällt dann die Heizung aus?

Sorry für die vielleicht naiven Fragen, ich kenne mich als Frau nicht so damit aus und bin zum ersten Mal damit konfrontiert ...
 
Hausdoc

Hausdoc

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Das heisst, ich lasse erst einmal einen Sachverständigen kommen? Wo finde ich den? Bzw. unter welchem Begriff muss ich suchen?
Entweder die üblichen Prüforganisationen wie TÜV oder DEKRA oder regionale Sachverständige aus dem Telefonbuch

Mit welchen Summen kann man bei einem 7000l Tank etwa rechnen?
Wenn der Sachverständige vor Ort nicht lang durch vorbereitende Arbeiten aufgehalten ist so ab ca 300€. Steht der Sachverständige 1/2 Tag rum gehts Richtung 700€

wie lange fällt dann die Heizung aus?
Ggf gar nicht.
Während der Prüfung bleibt - wie auch beim Tanken - die Anlage 1/2 Tag aus.

Muss was am Tank erledigt werden, kann man die Anlage auch übergangsweise aus Kanistern bedienen.
 

Sanmau

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Entweder die üblichen Prüforganisationen wie TÜV oder DEKRA oder regionale Sachverständige aus dem Telefonbuch

.
Ich habe mir jetzt mal die Seite von TÜV Rheinland gespeichert und werde die morgen kontaktieren.

Wenn der Sachverständige vor Ort nicht lang durch vorbereitende Arbeiten aufgehalten ist so ab ca 300€. Steht der Sachverständige 1/2 Tag rum gehts Richtung 700€
Der braucht eigentlich nur den Deckel von dem Domschacht hochzuheben.

Danke für die Infos, das hilft mir schon mal weiter.

Noch zwei Fragen:

- wie zuverlässig sind denn diese Leckanzeigegeräte?

- und wenn so ein Leckanzeigegerät nicht mehr funktionieren würde, würde man dann überhaupt je ein Leck bemerken?


Ein wenig beruhigt mich schon diese Aussagen aus dem Netz:

Der größte Feind eines Stahltankes ist Außenkorossion. Deshalb ist er perfekt dagegen geschützt.
Wenn dabei und beim Einbau des Tanks keine Fehler gemacht wurden, hält er (von außen) über 100 Jahre.
Wenn dabei grobe Fehler gemacht wurden, ist er in wenigen Jahren durchkorrodiert.
Wenn er bereits 50 Jahre auf dem Buckel hat, ist die Wahrscheinlichkeit sehr groß, dass er weitere 50 Jahre hält (von außen).
Trotzdem kann ein kleiner Anfangsfehler auch erst nach 50 Jahren final wirksam werden.
Mit keiner TÜFF-Prüfung und keiner Innenprüfung ist das feststellbar.
Bislang ist die Anzahl von Schäden durch das Auftreten von Heizöl aus Verbraucheranlagen (bei ca. 5,6 Millionen Anlagen) vergleichsweise gering.

Die häufigste Schadensursache ist heute noch das Überlaufen bei der Befüllung von Tanks. Hier spielen gleichermaßen menschliches Versagen oder das Versagen von Sicherheitseinrichtungen die wichtigste Rolle.
 

Sanmau

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Inzwischen war jemand vom TÜV/SGS da und hat alles geprüft. Beanstandet wurde nur, dass der Domschacht nicht mit der entsprechenden Farbe gestrichen war und dass kein Antiheberventil installiert war. Ansonsten war alles in Ordnung, das habe ich mittlerweile auch schriftlich ;-) Die Mängel habe ich beseitigen lassen.

Bei der ganzen Geschichte stellte sich heraus, dass der Tank schon eine neue Innenhülle hatte, von 2002, also vor 17 Jahren. Wie lange halten diese Hüllen denn im Schnitt?
 
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