Heizkörper Dimensionierung Altbau

Diskutiere Heizkörper Dimensionierung Altbau im Allgemeine Fragen Forum im Bereich Heizungshersteller; Hallo, für meine Altbauwohnung 1897 Ziegel ohne Dämmung mit undichten Fenstern habe ich folgendes berechnet: Wohn 24m2 x140=3360 2x typ22...

Sashke

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Hallo,
für meine Altbauwohnung 1897 Ziegel ohne Dämmung mit undichten Fenstern habe ich folgendes berechnet:
Wohn 24m2 x140=3360
2x typ22 60x120 2100Watt

Küche 14m2 x140=2009
1x typ22 60x120=1750watt


denkt ihr ich komme mit der Berechnung hin, oder liege ich völlig daneben ?
 
Andreas1956

Andreas1956

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Du mußt auch berücksichtigen, mit welcher Systemtemperatur der Wärmeerzeuger arbeitet. Bei einer Brennwertheizung braucht man größere Heizflächen als bei einer Heizwertheizung, da die Wattzahl die ein Heizkörper abgibt von der Temperatur des Heizmediums abhängig ist. Zusätzlich muß der Standort des Objekts berücksichtigt werden, genauer die Normaußentemperatur an diesem Ort.
 

Sashke

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bitte entschuldige die ungenauen Angaben Die Normaußentemperatur bin ich an der grenze zwischen 14 u 16 grad Minus,
Heizung wird eine Gas Brennwert Vitocrossal 300
 
Dr Schorni

Dr Schorni

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immer ganz tief drin
a) Die Raumheizlast wird NICHT anhand W/m² bestimmt, das ist lediglich ein Referenzwert aber hierfür UNSINN. Denn es können zwei Räume dieselbe Grundfläche haben, aber unterschiedliche Abkühlflächen, Außenwandanzahl, Fensterfläche etc und somit unterschiedliche RHL. Du musst also erstmal alle "Abkühl"flächen einzeln erfassen, dann sehen wir weiter.
b) Deine genaue aktuelle NAT findest Du mit Deiner PLZ HIER
 

porks

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hi
mache daraus keine Wissenschaft es ist ein altes Haus Ungedämmt usw und es sind nur 2 Räume

Nehme einfach die grobe Richtlinie 150Watt pro m² für so einen Raum das passt dann schon . Ich habe damals es noch so gelernt was unter das Fenster passt macht den Raum warm.
Klar geht so was nicht bei Neubauten usw.
 
Dr Schorni

Dr Schorni

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immer ganz tief drin
Ja un? Und GRAD bei so urur-Altbauten mit großen Unterschieden in der Heizlast soll nu ausgerechnet eine FALSCHE Berechnung zielführend sein? :kopfnuss:
Das "Gelernte" ist reines Geschwätz und pure DUMMHEIT, denn auch die Fenstergröße hat NICHTS mit der RHL zu tun. Es ist keine "Wissenschaft" wenn man RICHTIGE Vorgänge benutzt, das ist einfach nur NORMAL wenn einer bißchen Verstand hat. Solche Dummheiten führen dann nämlich zwangsläufig zu der ebenso dummen Ausrede "ja ich hab halt nen Altbau da geht dies-und-das-nicht". Eben WEIL man immer Potential verschenkt anstatt mal was RICHTIG und effizient zu machen, wenn man schon die uralte Gammelbude immernochnicht gedämmt hat!
Es muss ja ohnehin mit dem neuen Kessel ein hydraulischer Abgleich gemacht werden, auch DA müssen die neuen Heizkörper "reinpassen" - wie oben schon von Andreas beschrieben richtet sich die tatsächliche Heizleistung des Heizkörpers nach der TATSÄCHLICHEN Heizkreistemperatur. Und diese muss ja niedrigstmöglichst sein, damit der Brennwertkessel auch brennwertet.
Edit: Du brauchst vor Ort nur die Fakten ermitteln, dann mach ich Dir das innerhalb von 10 Minuten fix fertig, transparent und nachvollziehbar.
 
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socko

socko

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Altbauwohnung 1897 Ziegel ohne Dämmung mit undichten Fenstern
Naja, ist auch sehr von den Wandstärken abhängig. Allerdings würde ich die 140W/m² als zu niedrig ansehen, eher 180W
Außerdem willst du mit dem Gasbrennwertsystem arbeiten, um auf entsprechende Wassertemperaturen zu kommen müsstest du die Heizkörper DANN leistungsmäßig fast DOPPELT so stark ausführen. Annahmen 4320W (180W/m²) Raumheizlast => 8640W Normleistung der Heizkörper.

Sein wir mal nett und sagen nur 1,5-fache Normleistungsstärke dann wären es im WZ immer noch 6480W die die HK haben müssen, also 2x 3240W !
Das sind dann für den Brennwert schon ganz schöne Brecher. Dann sind das zwei 600er als 33er mit 1600er Länge. In der Küche analog auch ein 33er.

Davon ab, mit solchen Schätzwerten arbeitet man nicht. Sinnvollerweise muss da etwas mehr an Daten vorliegen. Gab es da mal so was wie Verbrauchswerte???

P.S. wenn die Wände kalt bleiben weil die Heizkörper fast nur die Luft erwärmen und die Feuchte dort kondensiert würde ICH in dem Fall die Heizungsverrohrung, offen an den Außenwänden führen. Jaja, wie sieht das denn aus? (Wäre mir egal, Hauptsache kein Schimmel)
 
Defrost

Defrost

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Gibt es eigentlich Tabellen wo steht das Heizkörper X bei einer Y Mediumtemperatur welche Wattzahl hat?
 

Sashke

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Korrigiere mich gerne:
Ich hatte es so verstanden, dass bei Brennwertgeräten nicht die Vorlauftemperatur, sondern vor allem die Spreizung zwischen dieser und der Rücklauftemperatur entscheidend ist.
 

Lp3g

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Naja, ist auch sehr von den Wandstärken abhängig. Allerdings würde ich die 140W/m² als zu niedrig ansehen, eher 180W
Außerdem willst du mit dem Gasbrennwertsystem arbeiten, um auf entsprechende Wassertemperaturen zu kommen müsstest du die Heizkörper DANN leistungsmäßig fast DOPPELT so stark ausführen. Annahmen 4320W (180W/m²) Raumheizlast => 8640W Normleistung der Heizkörper.

Sein wir mal nett und sagen nur 1,5-fache Normleistungsstärke dann wären es im WZ immer noch 6480W die die HK haben müssen, also 2x 3240W !
Das sind dann für den Brennwert schon ganz schöne Brecher. Dann sind das zwei 600er als 33er mit 1600er Länge. In der Küche analog auch ein 33er.

Davon ab, mit solchen Schätzwerten arbeitet man nicht. Sinnvollerweise muss da etwas mehr an Daten vorliegen. Gab es da mal so was wie Verbrauchswerte???

P.S. wenn die Wände kalt bleiben weil die Heizkörper fast nur die Luft erwärmen und die Feuchte dort kondensiert würde ICH in dem Fall die Heizungsverrohrung, offen an den Außenwänden führen. Jaja, wie sieht das denn aus? (Wäre mir egal, Hauptsache kein Schimmel)
Wie kommst du auf fast 9kw für den Raum?

Wenn du 4400 Watt brauchst, so muss du keine 8800Watt HK im Raum verbauen, bei einer Brennwert.

Es bleiben immer noch 4400 Watt. Nur muss du schauen welcher Heizkörper das bei z.B. 55/45/20 liefert. Von 75/65/20 auf 55/4/20 werden die HK fast doppelt so groß.
 

KarlZei

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Ich hatte es so verstanden, dass bei Brennwertgeräten nicht die Vorlauftemperatur, sondern vor allem die Spreizung zwischen dieser und der Rücklauftemperatur entscheidend ist.
Das ist irgendwie auch richtig, aber etwas komplizierter und hängt auch vom verbauten Wärmetauscher ab. Trotzdem sollte immer auf eine möglichst niedrige Vorlauftemperatur geachtet werden, weil die auch noch weitere Verluste bestimmt.

Besteht die Wohnung tatsächlich nur aus 2 Räumen? Gibt es noch mehr Wohnungen und wie werden die versorgt? Es soll ja gemäß Deiner Aussage ein großer Brennwert-Kessel verbaut werden?!? Letztendlich sollten Deine Heizkörper dann zum Gesamtkonzept der Heizung passen. Es macht keinen Sinn, die HK für eine Wohnung viel zu groß zu wählen, wenn der Kessel wegen anderer Wohnungen sowieso mit höheren Temperaturen läuft als Deine Heizkörper bräuchten.
 
Andreas1956

Andreas1956

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Wenn du 4400 Watt brauchst, so muss du keine 8800Watt HK im Raum verbauen, bei einer Brennwert.
Da liegst Du falsch. Ein Heizkörper einer bestimmten Abmessung stellt seine Heizleistung in Watt abhängig von der Temperatur des Heizwasser bereit. Ein heißerer Heizkörper gibt mehr Wärme ab, als ein kälterer. Bei einer Brennwertheizung wird (zur Erreichung des Brennwertnutzens) eine möglichst niedrige Systemtemperatur benötigt, damit gelangt dann aber weniger warmes Wasser in den Heizkörper, es hat z. B. dann nur 35 bis 40°C, statt 55 bis 70°C. Das muß man durch eine deutliche Vergrößerung der Heizfläche kompensieren, anderenfalls würde das Zimmer nicht warm.

Eine Heizfläche die bei den Temperaturen einer Heizwertheizung gerade paßt, ist bei den mit einer Brennwertheizung anzustrebenden Vorlauftemperaturen zu klein. Du kannst natürlich den Wärmeerzeuger dann höher heizen lassen, aber dann mutiert er zu einer Heizwertheizung.
 

Lp3g

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Da liegst Du falsch. Ein Heizkörper einer bestimmten Abmessung stellt seine Heizleistung in Watt abhängig von der Temperatur des Heizwasser bereit. Ein heißerer Heizkörper gibt mehr Wärme ab, als ein kälterer. Bei einer Brennwertheizung wird (zur Erreichung des Brennwertnutzens) eine möglichst niedrige Systemtemperatur benötigt, damit gelangt dann aber weniger warmes Wasser in den Heizkörper, es hat z. B. dann nur 35 bis 40°C, statt 55 bis 70°C. Das muß man durch eine deutliche Vergrößerung der Heizfläche kompensieren, anderenfalls würde das Zimmer nicht warm.

Eine Heizfläche die bei den Temperaturen einer Heizwertheizung gerade paßt, ist bei den mit einer Brennwertheizung anzustrebenden Vorlauftemperaturen zu klein. Du kannst natürlich den Wärmeerzeuger dann höher heizen lassen, aber dann mutiert er zu einer Heizwertheizung.
Richtig, nur wenn ich 4,4kw für den Raum brauche. Wieso soll ich bei Brennwert 8,8kw HK verbauen.

Ich brauche eben HK die 4,4kw bei xy VLT abgeben. Für die Heizlast des Raums ist es egal welcher Kessel verbaut ist.

Vom Prinzip lieber etwas mehr HK Leistung als zu wenig. Ich hab den Mist erst durch. Meine HK waren für ca. 85/75°c ausgelegt. Leider kann man die HK nicht einfach vergrößern. Der Leitungsstrang muss auch passen.
 
Andreas1956

Andreas1956

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nur wenn ich 4,4kw für den Raum brauche. Wieso soll ich bei Brennwert 8,8kw HK verbauen.
Ich dachte, das hätte ich vorhin bereits erklärt. Die Heizkörper bringen ihre Maximalleistung nur bei hoher Vorlauftemperatur, ist diese wie bei Brennwertsystemen geringer, ist auch die Heizleistung des Heizkörpers geringer (als angegeben).

Um mal bei den hier verwendeten Zahlen zu bleiben, der Raum braucht eine Heizleistung von 4,4kW, die Heizkörper liefern auch 4,4kW, aber nur bei 70°C Vorlauftemperatur. Nun nutzen wir aber eine Brennwerttherme, diese erzeugt 35 oder 40°C Vorlauftemperatur, nicht 70°C. Die Leistung der Heizkörper halbiert sich dadurch ungefähr gegenüber einer Vorlauftemperatur von 70°C. Du mußt daher größere Heizflächen haben, die 4,4kW nicht bei 70°C liefern, sondern bei 35 bis 40°C. Somit müssen sie etwa doppelt so groß ausgelegt werden. Verstehste?
 

amaier

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Es ist immer das gleiche Problem. Leute sparen sich ein paar Stunden Mathematik und verbingen dann lieber mehr Stunden in der Praxis.

Ich habe bspw. eine fehlgeplante Heizung, die überhaupt nicht funktionieren kann.
 

amaier

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Du hattest Dich für Mathematik oder Praxis entschieden? xD
Die Wohnung gehört mir nicht und wurde vor 10-15 Jahren saniert.
Der Heizkrauslauf hat viel zu viel Widerstand um selbst die Minimalleistung der Therme anzunehmen.
Werde jetzt mal das Überströmventil austauschen. Leider sieht man dem Überströmventil von Außen nicht an ob es schon die 350mBar version ist.

Es ist zum Mäusemelken. 8-24kw therme in 92qm Dachwohnung noch Dazu Einrohrheizung...
 
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Heizkörper Dimensionierung Altbau

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