Gasverbrauch für Warmwasserbereitung zu hoch

Diskutiere Gasverbrauch für Warmwasserbereitung zu hoch im Viessmann Forum im Bereich Heizungshersteller; Hallo, ich habe die letzten Wochen mal meinen Energieverbrauch für die Warmwasserbereitung beobachtet: Wir sind ein 2 Personenhaushalt mit 1...

BigBen4711

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Hallo,

ich habe die letzten Wochen mal meinen Energieverbrauch für die Warmwasserbereitung beobachtet:

Wir sind ein 2 Personenhaushalt mit 1 Kleinkind und verbrauchen im Schnitt am Tag 2m3 Gas für die Warmwasserbereitung. Geduscht wird täglich.
Umgerechnet sind das im Jahr mal eben knapp 8000kwh. Das erscheint mir deutlich zu hoch, da man ja eigentlich von 1000kwh pro Person im Jahr ausgeht.

Zu meiner Anlage:

Rexola Bifferal mit einer Trimatik-MC-Steuerung. Daneben steht ein Verticell-HG mit 200L.
Die Trimatik ist so eingestellt, dass nur bei Anwesenheit auch Warmwasser erzeugt wird (vornehmlich Abends).

Habt Ihr eine Idee warum der Verbrauch so hoch ist? Oder sind die Werte, die man so im Internet findet einfach nur utopisch?

cu,
Ben
 
Hausdoc

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Hallo,

Brauchwasserladezeiten zu begrenzen ist unsinnig. Energetisch gesehen spart man dadurch gar nichts. Es leidet nur der Komfort bzw die Wasserhygiene.

Gib also Warmwasserbereitung 24 h frei. Du kannst aber selbstverständlich die Warmwasserzirkulationspumpe in der Laufzeit begrenzen. Also nur zu den Kernnutzungszeituen einige Minuten.

Hier geht vermutlich bei dir die ganze Warmwasserenergie verloren.

Wenn nur geduscht wird brauchst du täglich ca 100l Warmwasser. Dies zu erwärmen erfordert ca 6-8 KWH/Tag.
Entweder brauchst du also doppelt so viel Wasser (was ich für am Warscheinlichsten halte) oder der Kessel hat einen groben (!) Fehler. So einen Fall hab ich bereits erlebt. Da stand der Brennkammereinsatz in der Ecke des Heizraums.
 

BigBen4711

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Danke für die schnelle Antwort.

Hausdoc schrieb:
Hallo,

Gib also Warmwasserbereitung 24 h frei. Du kannst aber selbstverständlich die Warmwasserzirkulationspumpe in der Laufzeit begrenzen. Also nur zu den Kernnutzungszeituen einige Minuten.

Hier geht vermutlich bei dir die ganze Warmwasserenergie verloren.
Eine Zirkulationspumpe habe ich gar nicht. Es dauert also immer etwas, bis das warme Wasser ansteht.

Wenn nur geduscht wird brauchst du täglich ca 100l Warmwasser. Dies zu erwärmen erfordert ca 6-8 KWH/Tag.
Demnach sind die Angaben, die man so im Internet findet (max 1000kwh/a pro Person / Jahr), ja Milchmädchenrechnungen. Mit Deinen Angaben sind es ja schon locker 2000kwh im Jahr.
Wenn 3 Personen täglich duschen gehen, sind 300L futsch, macht im günstigsten Fall 18kwh am Tag. Da bin ich mit meinen 20kwh ja nicht so weit weg.
Mit den Angaben im Internet dürfte eine Person ja max. 2.7kwh am Tag verbrauchen bzw. nur alle 2 Tage duschen gehen... Sonst kommt man ja nie auf die 1000kwh im Jahr.

Entweder brauchst du also doppelt so viel Wasser (was ich für am Warscheinlichsten halte) oder der Kessel hat einen groben (!) Fehler. So einen Fall hab ich bereits erlebt. Da stand der Brennkammereinsatz in der Ecke des Heizraums.
Hmm, evt. sollte ich mal meinen Duschkopf tauschen, da kommt schon ein guter Schwall Wasser raus (ist bestimmt schon 10 Jahre alt das Teil)
 

BigBen4711

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Ich habe mir gerade nochmal meinen Verticell angeschaut:

Offensichtlich habe ich doch eine Zirkulationsleitung (Haus ist BJ 1980); zumindest kommt ein dünnes Kuperrohr am Zirkulationsanschluss des Verticells an.

Fakt ist aber: Ich habe keine Zirkulationspumpe und es dauert am Waschbecken im Badezimmer der ersten Etage gut 30sec bis warmes Wasser ankommt.
Seltsamerweise geht es an der Dusche/Wanne deutlich schneller...

Gibt es da evt. einen Zusammenhang? Zirkuliert das Warmwasser evt. ständig, auch wenn die Warmwasserbereitung eigentlich aus ist?

So langsam wird mir meine Anlage unheimlich....
 
Hausdoc

Hausdoc

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Ja - es gibt Zirkulationsleitungen die über Schwerkraft ohne Pumpe funktionieren.


Hier kann man leider nichts abschalten.
 

BigBen4711

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Hallo,

in der Zirkulationsleitung ist ein Absperrhahn drin, den werde ich mal abdrehen und schauen was passiert.
Ich habe zudem gesehen, dass die Zirkulationsleitung nicht genau bis zum Verbraucher geht, sondern der Verbraucher an einer Stichleitung (2-3m) angebunden ist. Ist das normal? Da rauscht dann dennoch ein halber Liter durch, bevor es warm wird.

Nur nochmal zum Verständnis:

Es ist energetisch effizienter, die Warmwasserbereitung 24h laufen zu lassen anstatt diese nur zu den Bedarfszeiten zu aktivieren?
Demnach verbraucht die Kompensation des Wärmeverlustes durch den "standby" mehr Energie als die ständige Aufrechterhaltung der Soll-Temperatur?


cu & danke,
Ben
 

BigBen4711

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So,

neue Erkenntnisse:

Die Biferal hat bei einem Brennerstart knap 1m3 Gas verbraucht. Also gut 10kwh. Der Brenner lief geschätzte 5-10min. Es ging um die reine Warmwasserbereitung.

Das Thermometer am Verticell Speicher hat vor, während und nach der Brennerphase konstant 50 Grad angezeigt. Da stimmt doch was nicht?

Der Verticell (200 Liter) müsste ja komplett ausgekühlt sein, damit 10kwh Heizleistung verbraten werden ??!

Was könnte das noch sein? Evt. ein Temp.-Fühler defekt?

Den ganzen Nachmittag über gab es keinen Brennerstart (Kesseltemp. um die 30). Jetzt nach einem Duschvorgang ist der Brenner dann angesprungen.

Ich bitte um Hilfe.

cu & danke
Ben
 
Hausdoc

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Welche Leistung hat der Kessel???
 

diplo

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20 Jahre alt...rechne lieber aus wieviel du mit einer neuen Anlage sparen könntest...



..nicht für ungut!
 

BigBen4711

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Auf dem Typschild steht:

Wärmeleistungsbereich: 24-19kW

Wärmebelastungsbereich: 26,6-21,3kW
 

BigBen4711

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diplo schrieb:
20 Jahre alt...rechne lieber aus wieviel du mit einer neuen Anlage sparen könntest...



..nicht für ungut!
Und genau das ist die Frage, wo einem jeder was anderes erzählt. Der Schorni misst jedes Jahr einen Wirkungsgrad von 96%. Da wird es die Brennwerttechnik auch nicht rausreißen (zumal ich hier ein Einrohrsystem habe, was ja für Brennwert nicht zuträglich sein soll).

Was sind denn realistische Werte in Prozent?

cu,
ben
 

diplo

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der schorny ist auch der einzige der an einer neuen anlage verliert...schliesslich darf er nur alle zwei jahre kommen...bei Brennwert und wenn selbst kalibrieren nur noch alle 5 Jahre messen...

vergleich mal einen 20 Jahre alten Golf mit einem neuen...

einen Richtigen Wert wird wohl niemand erreichen...wer hat schon Prüfstandbedingungen zuhause...
 

BigBen4711

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diplo schrieb:
der schorny ist auch der einzige der an einer neuen anlage verliert...schliesslich darf er nur alle zwei jahre kommen...bei Brennwert und wenn selbst kalibrieren nur noch alle 5 Jahre messen...
Ist jetzt aber auch keine Antwort auf meine Frage. Aktuell (bzw. mein Vorgänger) habe ich 30000kwh im Jahr inkl. Warmwasser (120qm, BJ 80). Was hole ich denn da jetzt mit einem Brennwertgerät raus? 10% im Idealfall?
Sind 3000kwh im Jahr. 150 Eu im Jahr.... Nun ja.

Oder reden wir über 20-30% ? Wenn ja, wie kommen die Zustande?

cu,
Ben
 

BigBen4711

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Aber zurück zum Thema:

10kwh bzw. 1m3 Gas für die einmalige Warmwasserbereitung.... Die Temperaturanzeige am Verticell habe ich eben kontrolliert. Der stimmt. Wieso läuft der Brenner so ca. 10min, obwohl der Warmwasserspeicher noch 50 Grad (50 Grad ist auch die Soll-Temp) hat?

cu,
Ben
 

diplo

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Brennwert spart kein 10% ein

sondern minestens 20-50 % wenn man die anlage richtig einstellt.

hatte noch keinen Kunden bei dem die Einsparung unter 30% lag
bezogen auf brennwert Technik.
ich habs mal aus einem anderen Forum zitiert. ich habs nie genau hochgerechnet...das machen die Kunden ja selber...aber beschwert hat sich bei mir auch noch keiner!!!
um dir Brennwert zu eklären, benutze lieber Google, dort ist es schrifflich besser beschrieben wie ich es je könnte...

fakt ist nur dein Gerät ist aus den 90er...ein Dinosaurier...
 

BigBen4711

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Hi,

ich wollte nur mal kurz über meinen Fortschritt berichten:

Ausgangspunkt: 21kwh (2.1m3 Gas) am Tag für die Warmwasserbereitung.

Stand jetzt: 11kwh (1.1m3 Gas) am Tag

Das ist zwar immer noch nicht wenig, aber schon mal deutlich besser.

Was habe ich gemacht:

1. Zirkulationsleitung abgeklemmt. Final kommt die Woche eine Pumpe rein, welche thermisch und zeitlich gesteuert wird.
2. Neuen Sparduschkopf angeschraubt.

Mit einem Brennwertgerät müsste ich demnach bei ca. 8kwh rauskommen, wenn 25% Ersparnis drin sind.

cu,
Ben
 
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Bei Brennwerttechnik sparst du nur wenn das Gerät auch im Warmwasserbetrieb kondensieren kann.
Das ist längst nicht üblich. Nur Anlagen mit Schichtladespeicher können das.

Analog dazu verhält es sich im Heizbetrieb.
Eine einsparung ist nur möglich wenn das Gerät im Heizbetrieb kondensieren kann. Dies geht mit Bodenheizung oder großzügig dimensionierten Heizkörpern. Wichtig ist eben eine niedrige Rücklauftemperatur.
 

BigBen4711

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Hi,

ich werde die Tage ein Logging einbauen, mit der ich Vorlauf, Rücklauf, Kesseltemperatur und Zirkulationstemperatur messen kann.
Evt. gibt es dann weitere Erkenntnisse. Insbesondere die Rücklauftemperatur macht mir bei meinem Einrohrsystem sorgen...

Jedenfalls zeigt sich wieder, dass die Meinung bez. Ersparnis in Verbindung mit Brennwert weit auseinander gehen.

"diplo" geht von min. 30% aus, andere von wenigen Prozent, so dass sich die Investition nie armotisiert.

cu,
Ben
 
Hausdoc

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na 30 % Einsparung wär schon ein Maximum.
Ich würde diese Zahl niemals vor Kunden nennen.
Man spart definitiv- wieviel es ist stellt sich ja dann raus.

Auch ein Einrohrsystem ist eigentlich kein Problem.
Im schlimmsten Fall muss man die Hahnblöcke etwas nachkorrigieren.

Aber Vorsicht!: Das rumschrauben an einer Einrohrheizung durch den Laien geht zu 100% in die Hose. Das dann wieder "geradebiegen" kostet richtig viel Geld ( weil Zeitaufwendig)
 
Thema:

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