Gasheizung optimieren und Brennerstarts

Diskutiere Gasheizung optimieren und Brennerstarts im Buderus Forum im Bereich Heizungshersteller; Liebes Forum, wir haben vor einem Jahr ein Haus, BJ 1982, inkl. Heizung übernommen. Nun möchte ich die Heizung gerne ein wenig "optimieren". Ja...

razer

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Liebes Forum,

wir haben vor einem Jahr ein Haus, BJ 1982, inkl. Heizung übernommen. Nun möchte ich die Heizung gerne ein wenig "optimieren". Ja, immer wieder das gleiche Thema, aber wichtig ist es. Deshalb vl am besten mal unsere Daten:


Haus BJ: 1982
Wohnfläche: ca. 200 m²
Dämmung: Stand 1982... aber von meinem Gefühl her halten zB die Fenster recht gut dicht, kenne da viel Schlimmeres
Alles FBH bis auf einen extra HK (mit FBH verbunden) im Bad
Buderus Logamax Plus GB142 mit RC30, BJ ca. 2004
Gas als Energieträger
Wir haben einen Heizkreis und eine Pumpe.
Vom Fachhandwerker wurden Werte eingegeben, sodass am Ende mAn. eine Kennlinie mit Steigung 1.0 rauskommt. Er hat uns leider gar nicht nach unserem Heizverhalten gefragt und auch kaum etwas erklärt, außer dass man die RT einstellen kann. Mittlerweile weiß ich, dass das die Kennlinie parallel verschiebt.
Gerne kann ich noch weitere Sachen zu unserer Anlage etc. schreiben, bitte einfach Bescheid geben.

Heizverhalten: Wie schonmal in einem anderen Thread geschrieben heizen wir auch viel mit Kachelofen. Am Ende möchten wir "nur" gute 50m² mit der FBH warm halten, alles davon im OG. Also habe ich sehr unterschiedlichen Bedarf an Wärme von der FBH in den verschiedenen Räumen des Hauses. Mit unseren 50m² kommen wir mit der minimalen Leistung der GB142 gerade noch so hin. Hier eine Frage: Soll ich die Ventile der Heizkreise, welche ich nicht heizen möchte, einfach komplett zudrehen? Oder nur drosseln?

Was mir nun aufgefallen ist: wir haben im Moment ziemlich viele Brennerstarts, also irgendwo zwischen 3 und 4 Brennerstarts pro Stunde. Das erscheint mir relativ viel und ist vl auch für die Lebensdauer der Anlage schlecht, oder? Wie kann ich denn die Anzahl der Brennerstarts reduzieren?

Weitere evtl. relevante Frage: kann man denn einstellen, bei welcher Leistung die Heizung arbeitet? Es wäre in unserem Fall vermutlich doof, wenn die immer mit 22 kW fährt, wo wir doch bloß 5 kW brauchen...

Vielen Dank für Eure Hilfe!

VG
razer
 

KarlZei

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Buderus Logamax Plus GB142 mit RC30, BJ ca. 2004
Welche Leistung? Wo steht das Haus? Und gibt es Daten zum bisherigen Gas-Jahresverbrauch?
Was mir nun aufgefallen ist: wir haben im Moment ziemlich viele Brennerstarts, also irgendwo zwischen 3 und 4 Brennerstarts pro Stunde. Das erscheint mir relativ viel und ist vl auch für die Lebensdauer der Anlage schlecht, oder?
Takten ist grundsätzlich schlecht. Aber angesichts der derzeitigen Temperaturen sieht das wohl nicht so schlecht aus. Die Therme muss immer dann takten, wenn ihre Mindestleistung den aktuellen Wärmebedarf übersteigt.
Lassen sich die Daten zum Takten auslesen? Also akkumulierte Betriebsstunden und Brennerstarts?
Weitere evtl. relevante Frage: kann man denn einstellen, bei welcher Leistung die Heizung arbeitet? Es wäre in unserem Fall vermutlich doof, wenn die immer mit 22 kW fährt, wo wir doch bloß 5 kW brauchen...
Das ist eine modulierende Brennwert-Therme. Die passt ihre aktuelle Leistung automatisch Richtung Mindestleistung an, wenn der Wärmebedarf gering ist. Wenn Du z.B. die 15kW-Version hast, dann kann sie minimal mit ca. 3kW laufen. Bei der 24kW-Version wären es schon ca. 4,5kW.
 

razer

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Danke! Also kommt das Takten vor allem dadurch, dass mehr Leistung da ist als benötigt, was vor allem in der Übergangszeit auftritt?

Das Haus steht in Regensburg/Bayern.
Leistung beträgt 22 kW.
Vorbesitzer hatten wohl so knapp 40 000 kWh/a, mir ist aber nicht bekannt, wie die geheizt hatten, welche Räume etc.
Wenn man mal von 6 Monaten Heizperiode ausgeht, hieße das wohl, dass die im Schnitt mit so ca. 9 kW geheizt hätten?

Summe aller Taktungen: ca. 118600
Summe Betriebsstunden: ca. 149400
Der Großteil dieser Taktungen und Betriebsstunden geht natürlich auf die Vorbesitzer zurück, da war die Anlage vermutlich anders eingestellt.
 

KarlZei

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Also kommt das Takten vor allem dadurch, dass mehr Leistung da ist als benötigt, was vor allem in der Übergangszeit auftritt?
Genau.
Das Haus steht in Regensburg/Bayern.
Leistung beträgt 22 kW.
Vorbesitzer hatten wohl so knapp 40 000 kWh/a, mir ist aber nicht bekannt, wie die geheizt hatten, welche Räume etc.
OK, das ist eine recht kalte Gegend. Der Verbrauch scheint etwas hoch. Aber die Thermenleistung passt in etwa. Eine 15kW-Version wäre hier wohl zu knapp gewesen. Also musst Du mit einer Therme leben, die immer mit mindestens ca. 4,5kW heizt. Aber dafür ist das ...
Summe aller Taktungen: ca. 118600
Summe Betriebsstunden: ca. 149400
... eigentlich sehr gut. Da hier wohl auch die Warmwasser-Speicherladungen reinzählen, kommst Du auf durchschnittliche Laufzeiten von über 1,3 Stunden. Viele wären froh, wenn sie solche Werte hätten. Bezüglich des Taktens solltest Du Dir zunächst also keine Sorgen machen.


Auffällig ist die vermeintlich hohe Steigung der Heizkennlinie. Bei FBH sollte die eigentlich geringer sein. Mit welchen Vorlauftemperaturen läuft die Heizung?
Und das verstehe ich nicht ganz:
Am Ende möchten wir "nur" gute 50m² mit der FBH warm halten, alles davon im OG. Also habe ich sehr unterschiedlichen Bedarf an Wärme von der FBH in den verschiedenen Räumen des Hauses. Mit unseren 50m² kommen wir mit der minimalen Leistung der GB142 gerade noch so hin.
Was passiert im EG? Wird da nicht geheizt? Unterschiedlicher Bedarf?
 
Zuletzt bearbeitet:

razer

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OK super, danke!

Wie gesagt, das sind alle Taktungen über die gesamte Zeit, inkl. jener der Zeit (=16 Jahre) der Vorbesitzer. Habe seit einigen Tagen mitgeschrieben und da gibt es im Schnitt so 3-4 Starts pro Stunde, also deutlich mehr als der Wert, der sich aus dieser Langzeitbetrachtung ergibt. ZB hatte es in der Nacht Temperaturen um Null oder leichte Minusgrade und es hab zwischen 2 Uhr und 8 Uhr morgens 22 Brennerstarts.

Völlig richtig, WW Aufbereitung zählt hier mit rein. Habe gestern die Zirkulation von 3x/h auf 2x/h reduziert, hatte irgendwo gelesen, dass dies auch reichen kann und ich denke, dass ich schon sehe, dass dies einen Effekt auf die Taktung hat.

Er hatte eingestellt:
10 0 -10
24 35 44

Ich sehe aber, dass bei 10 Grad AT die VL auf zB. 30 Grad liegt, also deutlich höher, als eingestellt. Woran kann das denn liegen? Wieder daran, dass die Leistung eben minimal ist und diese VL Temp. so mehr oder weniger das Minimum darstellt?

Aus Recherchen lese ich oft, dass eine FBH gut und gerne auf einer Steigung von 0.6 sein könnte (hängt aber vl auch von der Dämmung ab), das bedeutet, ich könnte die Auslegungstemp von derzeit 52°C zB auf 44 oder noch weniger reduzieren?

Zur letzten Frage:
Also im EG haben wir einen Kachelofen mit ~12 kW stehen (auch Buderus, passt daher gut hier zum Bereich ;) ). Wir betreiben den jetzt sicher nicht mit der ganzen Leistung, aber stellen uns vor, dass wir einen Großteil der EG Fläche (~100 m²) damit heizen werden. Dort brauchen wir also kaum oder wenig FBH.
Im OG sollen 50 m² geheizt werden, wie beschrieben. Die verbleibenden 50 m² im OG sind entweder Schlafzimmer, wo wir auch im Prinzip keine oder ganz wenig Heizung brauchen, oder Flur, der von unten durch den Kachelofen noch gut mitgeheizt wird.
Nachdem das jetzt unser erster Winter wird muss ich erstmal abwarten, ob das alles so klappt. Aber soweit der Plan.
Ich habe daher die Ventile von Heizkreisen (vor allem im EG; aber eben zT auch im OG) von ca 150 m² komplett dicht gemacht.
Ist das denn sinnvoll?
 

KarlZei

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Sorry, ich habe oben wohl Blödsinn geschrieben. Reflexartig nachgerechnet, aber nicht nachgedacht:
... eigentlich sehr gut. Da hier wohl auch die Warmwasser-Speicherladungen reinzählen, kommst Du auf durchschnittliche Laufzeiten von über 1,3 Stunden. Viele wären froh, wenn sie solche Werte hätten. Bezüglich des Taktens solltest Du Dir zunächst also keine Sorgen machen.
Das waren sicherlich nicht die Brennerbetriebstunden. Und die braucht man für die Ermittlung der Laufzeiten je Start. Ich habe es oben gestrichen.
 

razer

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Ja genau, leider glaube ich, dass man die Brennerstunden hier nicht auslesen kann. Die von mir berichtete Zahl ist einfach die Laufzeit der Heizung unabhängig davon, wie oft der Brenner an ist, was wahrscheinlich weniger brauchbar ist ...
 

KarlZei

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Zum Thema Takten-Statistik: Vielleicht ist es sogar besser, die Zeit nicht zu kennen ;-)

Ich sehe aber, dass bei 10 Grad AT die VL auf zB. 30 Grad liegt, also deutlich höher, als eingestellt. Woran kann das denn liegen? Wieder daran, dass die Leistung eben minimal ist und diese VL Temp. so mehr oder weniger das Minimum darstellt?
Das kann am Takten liegen. Der Brenner schaltet erst ab, wenn die berechnete Vorlauftemperatur um x°K überschritten ist. Sind das nicht 6°K beim Buderus?
Aus Recherchen lese ich oft, dass eine FBH gut und gerne auf einer Steigung von 0.6 sein könnte (hängt aber vl auch von der Dämmung ab), das bedeutet, ich könnte die Auslegungstemp von derzeit 52°C zB auf 44 oder noch weniger reduzieren?
Das sind letztlich Sachen, die man ausprobieren muss. Einstellen, mal einen Tag heizen, schauen, ob die Temperaturen passen, und die Heizkennlinie ggf. nachjustieren. Das darf ruhig einige Zeit dauern, bis die Heizkennlinie passt. Dafür braucht es ja auch unterschiedlichen Außentemperaturen.
Aber soweit der Plan.
Danke, verstanden.
Ich habe daher die Ventile von Heizkreisen (vor allem im EG; aber eben zT auch im OG) von ca 150 m² komplett dicht gemacht.
Ist das denn sinnvoll?
Ich würde die Thermostate nicht komplett dicht machen, sondern auf einen niedrigen Wert einstellen (z.B. 18-19°C). Wird es in den Räumen wärmer, machen sie doch eh automatisch zu. So wäre eine 'Grundtemperatur' auch ohne Ofen sichergestellt. Aber auch das ist eine Sache, die man ausprobieren muss.
 

razer

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OK danke vielmals!

Und die 3-4 Takten pro Stunde hältst Du im Moment für in Ordnung? Weil noch Übergangszeit ist oder passt dies allgemein?

Zu Deinem letzten Punkt: Leider haben wir keine Raumthermostate, sondern ich habe im Verteilerkasten die Ventile der nicht gebrauchten Heizkreise zugedreht. Diese würdest du auch nicht ganz schließen, sondern nur stark drosseln? Oder doch ganz dicht machen? Wieviel würde man sich denn "sparen", wenn diese ganz zu sind bzw. bringt das überhaupt etwas?

Danke nochmal sehr!

VG
 

KarlZei

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Und die 3-4 Takten pro Stunde hältst Du im Moment für in Ordnung? Weil noch Übergangszeit ist oder passt dies allgemein?
Es ist schwer, das aus der Ferne zu bewerten, weil es von vielen Faktoren abhängt. Aber angesichts der Leistung der Therme wäre es bei den derzeitigen Temperaturen (hier 5-10°C) zumindest nicht ungewöhnlich. Letztlich müsste man das Ganze mal über einen längeren Zeitraum detailliert überwachen und analysieren. Ältere Geräte und teilweise auch neuere bieten aber die Möglichkeiten dafür nicht, weil Daten wie z.B. Temperaturen nicht geloggt werden können.

Zu Deinem letzten Punkt: Leider haben wir keine Raumthermostate, sondern ich habe im Verteilerkasten die Ventile der nicht gebrauchten Heizkreise zugedreht. Diese würdest du auch nicht ganz schließen, sondern nur stark drosseln? Oder doch ganz dicht machen? Wieviel würde man sich denn "sparen", wenn diese ganz zu sind bzw. bringt das überhaupt etwas?
Ohne Raumthermostate (Einzelraumregelung) kann man die in diesem Fall eigentlich nur ganz schließen. Erstaunlich, dass es die nicht gibt.
 
Dr Schorni

Dr Schorni

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immer ganz tief drin
Summe aller Taktungen: ca. 118600
Summe Betriebsstunden: ca. 149400
JA, die -Stunden sind die GESAMT-Stunden seit Installation. Die reinen BRENNER-Betriebsstunden kann man auch auslesen. Dazu muss man in das Untermenü mit gleichzeitigem Drücken der ganz linken und der beiden rechten Tasten.
Teile ich die Starts durch 17 Jahre, so sind das garnicht-mal-SO-schlechte ca 7000 Starts/a.
Aus Recherchen lese ich oft, dass eine FBH gut und gerne auf einer Steigung von 0.6 sein könnte (hängt aber vl auch von der Dämmung ab), das bedeutet, ich könnte die Auslegungstemp von derzeit 52°C zB auf 44 oder noch weniger reduzieren?
Absolut! Zuerstmal prüfen ob der bisherige Auslegungspunkt mit DEINER NAT (niedrigste/Norm-Außen-Temperatur) übereinstimmt, die findest Du mit Deiner PLZ hier Klimakarte | Bundesverband Wärmepumpe (BWP) e.V. . DIE gibst dann in die Regelung ein und DARAUF setzt Du mal 40 Grad VL.
Vorbesitzer hatten wohl so knapp 40 000 kWh/a,
Für BJ 1982 und 200m² ein wahrer Horrorwert! Die reale Heizlast dürfte so bei 13-15kW liegen, ergäbe so 30-35 000 kWh/a.

Die Effizienz eines Brenwertgerätes lässt sich sehr einfach am Kondensatanfall messen. Wenn Du den Kondensatschlauch oder das Kondensat selbst ander-weitig in einen Behälter, kleinen Eimer etc laufen lässt und den in der Zeit (am besten einen ganzen Tag) angefallenen Gasverbrauch (Zählerablesung) in Bezug setzt. Aus einem m³ Erdgas entstehen im Idealfall ca 1,65 l Kondensat. Wenn man so einen Liter etwa erreicht ist das schon "gut".
 

razer

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Hallo zusammen,

sorry für die späte Antwort!

Erstmal zu den Heizventilen, ich habe sicher den falschen Namen dafür verwendet, aber ich meine die grauen Griffe, die man im Verteilerkasten verdrehen kann:

PXL_20211029_073452000.jpg

Ihr seht schon, manche sind jetzt weiter drin, also fester zu. Mit denen kann ich ja (sorry, bin Laie) meiner Vorstellung nach den Wasserflus pro Heizkreis regulieren. Fließt weniger Wasser, verliert es weniger von der VL-Temperatur und es muss weniger geheizt werden. Macht das Sinn?

Die große Frage ist halt nun, ob ich jene Kreise, wo ich wenig heizen möchte (zB Schlafen) komplett dicht machen soll oder nur drosseln. Ich habe mittlerweile auch verstanden, dass "kühle Räume" im Zweifel sogar Heizkosten erhöhen können, weil diese Räume ja nicht perfekt isoliert von den "warmen Räumen" sind und die warmen die kalten dann quasi mitheizen, mit oftmaligem Takten etc.

@Dr Schorni: Danke!! Im einzelnen:

Zu der Brennerzeit: Ich bin bereits im Servicemenü mit der Tastenkombi, die du meintest, oder? Oder gibt es dazu noch ein Untermenü?

Zu NAT und Auslegung: Bei mir ist -13 °C NAT, mit 40 drauf meinst Du dann, dass die Auslegungstemp=-13+40 = 33 Grad sein soll? Die NAT war auf -10 eingestellt.

Danke für den Tipp mit dem Kondensat! Bei uns wird das in so eine Art Trichter aufgefangen, darunter ist ein Syphon. Ich habe natürlich keine Ahnung, aber vermutlich kann ich den Syphon einfach mal abnehmen und das Wasser auffangen und die Menge messen?

Danke, echt nett!

VG
razer
 

razer

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Hallo,

hier nochmal ein Update: Habe den VL nun so eingestellt, wie ich vermute (siehe obige Fragen) dass Dr. Schorni es gemeint hat.

Insgesamt merke ich durch meine "Aktionen" noch keine wirkliche systematische Verbesserung, weil die Anlage im Schnitt über die letzten Tage einfach 3.5 mal pro Stunde taktet. Kann es auch an der WW Aufbereitung bzw. Zirkulation liegen, dass der Brenner relativ oft angeht?

Bin für jede Hilfe dankbar!
 
Wolfhaus

Wolfhaus

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die Anlage im Schnitt über die letzten Tage einfach 3.5 mal pro Stunde taktet.
Das würde ich zur jetzigen Zeit nicht überbewerten. Warte mal Außentemperaturen so von 0 bis -5 Grad ab und gedulde dich bis dahin. Dann berichte mal erneut was das Gerät dann macht.
Du kannst noch schauen ob dein Gerät die Funktion Taktsperre hat (nur in der Version 11 oder 12 der Buderus Logamax Plus GB142) vorhanden. Dann bitte auslesen was da eingestellt wurde.
Hier hättest du gute Möglichkeiten noch was zu verbessern.

Du schreibst, du hast einen RC 30, wo hängt denn das Teil? An der Heizung oder in Räumen wo nur der Ofen benutzt wird? Da nutzt er dir wenig, den das Teil kann sehr effektiv ein takten nach der Solltemperatur verhindern.
 

razer

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Alles klar, danke! Dann warte ich einfach noch ein paar Woche und melde mich wieder!

Bzgl. Taktsperre habe ich zumindest nichts gefunden. Welche Version ich habe, kann ich vielleicht noch rausfinden. Ich habe den Unterpunkt "Version" zwar gefunden, nur war das jene Version des RC30 glaube ich. Kingt so als wäre es sicher gut, wenn ich das einstellen könnte.

Der RC30 ist im Heizungsraum, ist aber vollkommen Außentemp. gesteuert und somit nicht auf die Raumtemperatur sensibel.

Bis bald und vG
razer
 
Wolfhaus

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dem Süden von Berlin
Der RC30 ist im Heizungsraum
Könntest den in einen geeigneten Führungsraum verlegen? Flur oder Bad gingen da auch, auf jeden Fall besser als im Heizungsraum.
Außentemp. gesteuert
Was ok ist und auch so bleiben muss. Damit berechnet die Heizung die Brennersteuerung für die Leistung, hat aber nichts mit den Raumtemperaturen direkt was zu tuen, das kann der RC30 wenn er in einem geeigneten Raum ist.
Ich ärger mich immer darüber so einen Blödsinn zu bauen. Einfach, schnell gemacht aber Blödsinn. Schau mal ob da was geht den RC da raus zu bekommen.
Dann warte ich einfach noch ein paar Woche und melde mich wieder!
Genau.
 

razer

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Hallo zusammen,

vielen Dank nochmal für Eure Antworten!

Mittlerweile hat es bei uns recht konstant um die 0 Grad AT, getaktet wird bei uns im Schnitt 3-4 Mal pro Stunde. Bei meinen Versuchen und Überlegungen ist mir zuletzt etwas Verdächtiges aufgefallen: Das WW wird aufgeheizt (ist auf 60° eingestellt, heizt entsprechend ein paar Grad darüber, vl auf 62°) und fällt ohne jeglichen Gebrauch innerhalb von vl 15 Minuten wieder auf 55 Grad, sodass der Brenner dafür wieder anspringt und das Spiel geht von vorne los. Im Moment ist die Situation also so, dass diese Takterei vor allem (fast nur?) mit dem Warmwasser zusammenhängt. Ja, wir haben eine Zirkulation, die ist vl auch noch nicht sinnvoll genug eingestellt (2x pro Stunde, ich glaube für je drei Minuten), aber dennoch ist das extrem, oder wie seht ihr das? Kann das irgendwie damit zusammenhängen, dass die Heizungspumpe läuft und das WW "kühlt"? Ich könnte ja mal zum probieren auf "Sommer" stellen um zu sehen, wie lange das WW braucht, um abzukühlen.

Bin für jede Hilfe dankbar!

VG
razer
 

razer

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Nachtrag: Habe soeben protokolliert, dass das WW in ca. 10 Minuten um 5 Grad in der Temperatur sinkt, wenn die Heizung "normal" läuft. Stelle ich testweise die Heizung auf Sommerbetrieb, so dauert ein ähnlicher Temperaturabfall 50 Minuten, was mit der WW Zirkulation (2x pro h, je 3 Minuten zusammenhängt). Schlussfolgerung: Die laufende Heizung kühlt das WW! Umso niedriger der VL, desto schlimmer ist dieser Effekt, was doppelt blöd ist. Kann es sein, dass da irgendetwas undicht ist?
 

razer

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Hat keiner ne Idee, woran es liegen kann, dass die Heizung das Warmwasser scheinbar abkühlt? Bin offensichtlich Laie und vielleicht auch auf dem Holzweg?
 

KarlZei

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Möglicherweise schaltet das 3-Wege-Ventil nicht komplett um. Möglicherweise gibt es ein Rückschlagventil zwischen WW-Speicher und Kessel und das ist defekt, und schließt nicht mehr.
 
Thema:

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