Fröling SP Dual

Diskutiere Fröling SP Dual im Andere Forum im Bereich Heizungshersteller; Unser Holzscheitkessel erfüllt nicht mehr die geforderten Abgaswerte. Deshalb sind wir auf der Suche nach einer neuen Anlage. Und da wir beide...

Tulpe

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Unser Holzscheitkessel erfüllt nicht mehr die geforderten Abgaswerte. Deshalb sind wir auf der Suche nach einer
neuen Anlage. Und da wir beide bereits über 70 Jahre alt sind, und mein Mann wahrscheinlich nur noch wenige Jahre selbst Brennholz machen kann, dachten wir an eine Kombination aus Holzscheit- und Pellets.
Uns wurde vom Heizungsbauer der SP Dual von fröling angeboten.
Jedoch haben wir kürzlich erfahren, dass dieser angeflanschte Pelletsteil nicht für den Dauerbetrieb ausgelegt wäre.
Wir ihn jedoch im Alter so betreiben wollten.
Hat jemand bereits Erfahrung mit diesem System oder kann uns Vor- und Nachteile nennen.
 
Hausdoc

Hausdoc

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Auch ein Pelletkessel ist keine vollautomatische Heizung.

Bei Senioren rate ich dringend vom Brennstoff Holz ab.
Ich kenne einige(!) Fälle wo man aus Altersstarrsinn drauf bestanden hat.......... und wenige Jahre später war das Fiasko perfekt, wenn keiner mehr den Holzofen bedienen konnte. Ab da standen dann Elektro Radiatoren im Wohnraum rum.
Gibts kein Gas in der Nähe?
 

Tulpe

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Wie wohnen auf dem Lande da gibt es keinen Gasanschluß. Außerdem haben wir selbst ein Waldstück, wo immer Brennholz anfällt. das wenn möglich noch einige Jahre genutzt werden sollte.
Wir dachten auch, dass durch die Ansaugung der Pellets aus einem Sacksilo keine Arbeit mehr anfällt, außer ab und zu den Aschekasten zu entleeren.
Oder was gibt es sonst noch zu tun?
 
Dr Schorni

Dr Schorni

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Wir dachten auch, dass durch die Ansaugung der Pellets aus einem Sacksilo keine Arbeit mehr anfällt, außer ab und zu den Aschekasten zu entleeren.
Ja, für PELLET stimmt das schon. Und mit SCHEITholz könnt Ihr ja heizen so lange und so gut wie Euch das liegt, so wie man Holz und Zeit hat. Dennoch ist solch eine Anlage immer betreuungs-intensiver als eine Öl/Gas-Heizung. Aber auch DAS ist Euch ja bekannt und seid Ihr gewohnt.
Zur Anfälligkeit des Pellet-Moduls kann ICH nichts sagen, MIR ist da nichts bekannt, ICH habe aber auch keinen solchen Kessel im Betreuungbereich. Persönlich halte ich Fröling für einen Premium-Hersteller in diesem Segment (Eta aber auch!), war da mal zur Werksschulung Grieskirchen. Ich könnte mir jetzt nicht vorstellen, dass in die normalen Pelletkessel ein besserer Brenner eingesetzt wird als in des Dual-Modul, das ergäbe keinen Sinn. Der ist sicherlich genauso dauerhaft wie der andere reine Pelletkessel auch.

Wichtig wäre aber noch für die Auswahl: den vorhandenen Pufferspeicher weiterhin benutzen. Wieviel Liter Inhalt hat denn der? Ist die Warmwasserbereitung in diesem integriert oder danebengestellt oder erfolgt diese heizungs-unabhängig mit Strom? Den neuen Kessel NICHT überdimensionieren, sondern an den tatsächlichen Wärme-Bedarf vom Haus anpassen. Welches Baujahr ist denn das zu beheizende Gebäude? Quadratmeter Wohnfläche? Gabs schon mal neue Fenster? Ist das eine Fußboden-Heizung oder sind das Heizkörper? Der Schornstein hat bereits ein Schamott-Innenrohr drin oder ist der noch original alt wie das Gebäude?
Gibt es bereits eine Solaranlage? Und eine reine neue Öl-Heizung wäre keine Option?
 

Tulpe

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Hallo Dr. Schorni,
danke für Ihre Antwort. Unser Haus wurde 1973 gebaut und hat eine Wohnfläche von
230 qm. Neue Fenster haben wir 1990 einbauen lassen und eine Außendämmung von 6 cm wurde aufgebracht. 1998 haben wir den bestehenden Balkon, welcher über die Hälfte der Quer- und auch Längsseite des Hauses verlief und mit der Geschoßdecke in einem gegosssen wurde, zu einem Wintergarten umgebaut. Allerdings haben wir damals die vorhandenen Fenster und die Balkontüre rausgenommen, so dass ein großer Raum ent-
standen ist. Bei dieser Umbaumaßnahme wurde in diesen Raum eine Fußbodenheizung verlegt, weil wir zuvor wegen des durchgehenden Fußbodens immer kalte Füße bekamen.In allen Räumen sind Heizkörper ohne die voreinstellbaren Ventile angebracht.
Jetzt haben wir im Winter wegen der 1998 üblichen 2 fach Verglasung über die 9m Fensterfront und Dachverglasung Strahlungskälte, die in den Raum zieht.
2016 haben wir zur Warmwasserversorgung und zur Heizungsunterstützung 6 Module
Flachkollektoren in Südausrichtung anbringen lassen. Dazu wurde ein neuer 800l Pufferspeicher mit Frischwassermodul eingebaut. Zuvor hatten wir bereits 2 x 1000 l
Speicherleistung. Ein neuer Pufferspeicher mit Spirale zur besseren Aufnahme der Solarwärme ist angebracht, da bisher die Wärme der Kollektoren nur den 800 l Speicher bediente.
Inzwischen liegen uns Angebote von 3 Heizungsbauern vor, wobei uns der erste eine Kesselleistung von 22, der zweite eine von 28 KW vorschlug.
Was wäre Ihrer Meinung nach die bessere Variante? Was uns noch etwas Kopfzerbrechen macht ist die Tatsache, dass wenn an dem SP Dual von Froeling mal etwas mit der Steuerung nicht funktioniert, dann gar nicht mehr geheizt werden kann. Sollte sowas im Winter passieren, und der Kundendienst nicht gleich zur Stelle ist, oder ein Ersatzteil erst bestellt werden muss, mag man sich gar nicht vorstellen. Deswegen haben wir uns überlegt, falls wir uns für den SP Dual entscheiden sollten, den vorhandenen, jedoch auch schon ca. 30 Jahre alten Ölkessel als Reserve zu behalten. Wie lange dürfen denn bestehende Ölheizungen noch genutzt werden, bzw. werden die Abgaswerte auch demnächst dermaßen verschärft, dass unser 30 Jahre alter Kessel auch bald stillgelegt werden wird? Ist da schon was abzusehen?
Der dritte Anbieter hat uns die Scheitholz/Pelletkombi F30/K26T D von HDG angeboten
Bei dieser Variante kann jeder Kessel separat betrieben werden. Jedoch übersteigt dieses Angebot die beiden anderen zum einen um ca. 20 000,--€ beim anderen sogar um ca. 24 600,--€.
Allerdings enthält dieses Angebot Positionen, die in den anderen beiden nicht vorkommen, z. B. 2 Abgasanlagen für den Scheitholz und den Pelletskessel. Den Austausch von 22 Thermostatventilen und den hydraulischen Abgleich, 2 neue Pufferspeicher a`1000 l , da die vorhandenen wegen der Anschlussstärke nicht für den hydraulischen Abgleich geeignet wären, Starterpaket Pufferladung und Umladepaket Pufferladung und einiges mehr. Somit kommt er auf einen Betrag von knapp 44 000,--€. Bei dieser Lösung könnte man auf den Ölkessel als Sicherheit verzichten. Allerdings zu einem saftigen Preis.​
Diese schwerwiegende Entscheidung beschert mir schon schlaflose Nächte, da man sich als Laie so gar nicht auskennt.​
Deswegen danke ich Ihnen schon jetzt, da Sie mir mit Ihrem Sachverstand zur Seite stehen und verbleibe​
mit freundlichen Grüßen​
Hildegard​
 
Dr Schorni

Dr Schorni

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Angebote von 3 Heizungsbauern vor, wobei uns der erste eine Kesselleistung von 22, der zweite eine von 28 KW vorschlug.
Gleich vorneweg, mein Lieblings-Thema: die Heizlast (was das Haus braucht an Wärme) sind so 15-17kW. Ich hab mir das Haus mal so bißchen im Energieberater-Programm konstruiert, (2 Vollgeschosse + Dachstock, freistehend, Satteldach) also auf JEDEN Fall UNTER 20kW, incl Wintergarten. Somit sind die angebotenen 28kW viel zu viel. Wobei mit Pufferspeichern eine kleine Überdimensionierung nicht so relevant ist. Somit wäre bei Fröling das 22kW Teil in Ordnung.
Wenn es ohnehin eine funktionierende Öl-Heizung noch GIBT, dann kann im Grunde ja kommen was will. Für den Öl-Kessel gibts weder Austausch-Pflicht NOCH strengere Abgaswerte als bisher, da ist mit heutiger Sicht auch NICHTS geplant. Selbst wenn: Reserve-Kessel sind meist ausgenommen , selbst andere Abgaswerte bekommt man locker in den Griff. Hast grad Typ des Öl-Kessels zur Hand? Steht auf der Schornsteinfeger-Messbescheinigung, dort steht auch die Leistung.
Jetzt haben wir im Winter wegen der 1998 üblichen 2 fach Verglasung über die 9m Fensterfront und Dachverglasung Strahlungskälte, die in den Raum zieht.
Glasflächen sind bzgl. der Wärme-Physiologie immer etwas riskant, Stichwort "Kältestrahlung", richtig: mangelnder Strahlungsausgleich. Dem sollte doch eigentlich die FB-Heizung entgegenwirken. Denn an sich hat sich ja das Raumvolumen vergrößert und die Wärme-Abfuhr durch die Glasflächen ebenfalls. Also musste man da wärme-abgabe-seitig an sich aufrüsten. Nichts ist unangenehmer als Un-Behaglichkeit im Wohnzimmer (oder Bad). Vielleicht wurde da was übersehen oder vergessen.
Aber eigentlich hätte das auch durch die Dämmung sich verbessern sollen....
Dazu wurde ein neuer 800l Pufferspeicher mit Frischwassermodul eingebaut. Zuvor hatten wir bereits 2 x 1000 l Speicherleistung. Ein neuer Pufferspeicher mit Spirale zur besseren Aufnahme der Solarwärme ist angebracht, da bisher die Wärme der Kollektoren nur den 800 l Speicher bediente.
Also sind NUR die 2 x 1000 Liter Pufferspeicher UND der 800 Liter mit FriWa.....UND dann nochmal ein Pufferspeicher mit WW-Spirale drin oder ist das eine Spirale die die Solarwärme dort einspeist??? Wieviel Liter hat denn DER? Hört sich etwas komplex an, vor allem nach viel Platz....

1973, dann sind das noch so klassische Rippen-Heizkörper? Das ist kein Nachteil an sich. Auch an DIE kann man neue Ventile montieren. Solch voreinstellbaren Ventile haben halt mehrere Vorteile. Damit kann man jedem Heizkörper eine klare Leistung "zuteilen", die ganze Wärmeverteilung klappt besser, konkreter UND (darauf will ich hinaus): die Pufferspeichernutzung wird effizienter, die "halten praktisch länger", die Solarwärme zum HEIZEN wird überhaupt erst richtig nutzbar.
Und es könnte auch sein, das man damit das Wohnzimmer wieder behaglich bekommt. ....

Was uns noch etwas Kopfzerbrechen macht ist die Tatsache, dass wenn an dem SP Dual von Froeling mal etwas mit der Steuerung nicht funktioniert,
Nun jaa, dieses Risiko lässt sich bei nichts und nirgends ausschließen. Aber DAMIT kennt sich ja dann der Heizer entsprechend aus, das ist ja dessen Hausmarke. Außerdem gibts meist auch so ne Art Notbetrieb von Hand. Daher ist der Plan B mit dem Öl-Kessel, der ja eh besteht, ideal, DANN kann doch kommen was will.

Mich würde nochmal die jetzige Schornstein-Situation interessieren, denn der Pellet-Kessel stellt da doch gewisse Anforderungen, die ein baujahrs-üblicher Standard-Schornstein an sich eher NICHT erfüllen kann. Ists gar ein Doppel-Schornstein? Vielleicht steht was in den Bauplänen drin, da ist meist der innere Querschnitt angegeben. ODER den Bezirks-Schornsteinfeger fragen, DER muss es an sich wissen. Wichtig sind die Bauart und Querschnitte. Wäre nicht nur für mich wichtig, auch für die Herrn Heizer mit ihren Angeboten.
 

Tulpe

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Hallo, Dr. Schorni,
danke für Ihre Ausführungen. Zu den Fragen: Der Ölkessel ist ein WK 02.1.2-3,7 H =1/1993 von Wolf mit einer Nennleistung von 25,0 KW.
Wie lange hält so ein Ölkessel? Unser ist nun schon 27 Jahre alt, jedoch immer nur im Nebenbetrieb zu dem Holzkessel gelaufen. Gibt es nicht eine Bestimmung, dass ab einem gewissen Zeitpunkt keine neuen Ölkessel mehr eingebaut werden dürfen?

Im Wohnzimmer und Wintergarten befinden sich noch 2 Heizkörper und unter der Fensterfront 3 Radiatoren. Wenn die alle im Winter auf 4 aufgedreht sind, ist es mitunter zu warm und bei Stufe 3 ist dann wieder die Strahlungskälte von den Fenstern her unangenehm spürbar. Es ist sehr schwierig, da eine angenehme Wohlfültemperatur zu erreichen.
Im gesamten Haus sind bereits Thermalheizkörper mit Thermostatventilen verbaut.
Es besteht ein Doppelschornstein mit zusätzlichem Lüftungsschacht. Den Durchmesser konnte ich anhand der Baupläne nicht ermitteln. Aber auf der Rechnung des Kaminkehrers ist ein Durchmesser von 18 cm angegeben.
Momentan ist eine Pufferspeicherleeistung von 2800 l vorhanden. Da aber die beiden
Speicher mit je 1000 l keine inneliegende Spirale besitzen, können diese nicht mit der Solarwäre versorgt werden. Deshalb sollte mindestens 1 neuer Speicher dazukommen, um die Solaranlage auch voll ausnutzen zu können.
Ist so was wie ein Notbetrieb in allen Heizkesseln vorhanden?
Schon mal vielen Dank für Ihre Antwort
Liebe Grüße
Hildegard
 

Tulpe

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Hallo Dr. Schorni,
haben Sie meine Ausführungen vom 9.04. schon lesen können?
Liebe Grüße
Hildegard
 
Dr Schorni

Dr Schorni

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Der Ölkessel ist ein WK 02.1.2-3,7 H =1/1993 von Wolf mit einer Nennleistung von 25,0 KW.
Das ist ein gußeisener Heizkessel. Wenn der nicht gar innerlich (wasserseitig) verschlammt ist, dann hält der eigentlich nahezu ewig.
Gibt es nicht eine Bestimmung, dass ab einem gewissen Zeitpunkt keine neuen Ölkessel mehr eingebaut werden dürfen?
Ölheizkessel dürfen ab 2024?2025? nicht mehr ALLEIN neu eingebaut werden. Als "Zusatz/Zweit/Reserve-Heizung" ist das dann aber weiterhin möglich. Alles was IST das bleibt.
Im Wohnzimmer und Wintergarten befinden sich noch 2 Heizkörper und unter der Fensterfront 3 Radiatoren. Wenn die alle im Winter auf 4 aufgedreht sind, ist es mitunter zu warm und bei Stufe 3 ist dann wieder die Strahlungskälte von den Fenstern her unangenehm spürbar. Es ist sehr schwierig, da eine angenehme Wohlfültemperatur zu erreichen.
Genau DARAUF hab ich abgezielt: WÄREN die Heizkörper genau leistungsmäßig bemessen und WÄRE die Anlage hydraulisch abgeglichen und WÄR die Heizkurve richtig eingestellt DANN würden die Heizkörper im normalen Dauerbetrieb auf 3 (="Ich will 20/21 Grad") schöööön mitlaufen und wuuunderbaaar herr-liche (aber auch für Damen) Strahlungswärme erzeugen.
Aber auf der Rechnung des Kaminkehrers ist ein Durchmesser von 18 cm angegeben.
Neh odder? WOZU denn DASS ?? Aber gut, dann wissen wir DAS schonmal. VERMUTLICH ist der mit diesem Baujahr schon mit einem "Schamott-Innenrohr". DAS sollten wir noch wissen. Von BEIDEN Zügen.
Deshalb sollte mindestens 1 neuer Speicher dazukommen, um die Solaranlage auch voll ausnutzen zu können
Dann muss man aber ja mords umräumen und sehr viel gutes Material wegwerfen. Man kann einen Wärmetauscher nehmen, der kommt außen an den Puffer oder die Wand hin. Dort fließen dann Solarwasser und Pufferwasser aneinander vorbei und die Wärme-wird-ausgetauscht. SO kommt dann (genial praktisch) das heißeste Wasser oben in den Puffer hinein, genau DORT wo man es braucht und kann für ALLES benutzt werden. Schau mal HIER draufklicken bitte , das mittlere Kästchen mit dem Diagonalstrich ist der Wärmetauscher, links das Schräge soll ein Sonnenkollektor sein und den Pufferspeicher rechts kennste ja .
Ist so was wie ein Notbetrieb in allen Heizkesseln vorhanden?
Ja, dazu ist aber IMMER Strom und funktionierender Brenner und Brennstoff-Versorgung erforderlich (Öl- oder Pelletzufuhr). Damit kann der Ausfall einer Regelung überbrückt werden. Das ist meist eine einfach Handbetriebs-Taste oder so ähnlich.
 

Tulpe

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Hallo Dr. Schorni,
Vielen Dank für Ihre Antworten.
Der Ölkessel wäre ein Stahlkessel und im Schornstein wären sogenannte Plewarohre eingezogen.
Kann man mit einem neu einzubauenden Schlammabscheider auch einen möglicherweise "innerlich" bereits verschlammten Kessel wieder sauber bekommen?
Der Link zu dem von Ihnen vorgeschlagenen Wärmetauscher funktioniert leider nicht.
Wären dann für die beiden bereits vorhandenen Speicher mit je 1000 l auch 2 Wärmetauscher nötig?
Müssen für den hydraulischen Abgleich alle Thermostatventile ausgetauscht werden?
Bisher sind welche von Heimeier eingebaut, ob diese jedoch voreinstellbar sind, kann ich nicht erkennen.
Dann ist mir gestern aufgefallen, dass der Ölkessel angegangen ist, obwohl auf den Kollektorflächen eine Temperatur von 78 und auf dem Pufferspeicher mit dem Frischwassermodul noch 65 Grad waren. Wenn wir mit Holz heizen, geht die Ölheizung erst bei 45 Grad Puffertemperatur an. Ist da was falsch eingestellt?

Danke schon mal für Ihre Antworten und ein schönes Wochenende

Liebe Grüße Hildegard
 
Dr Schorni

Dr Schorni

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Der Ölkessel wäre ein Stahlkessel
Wer sagt denn DAS?? Gehe zum Kessel und schau ob er eine runde schwarze Tür hat, an die der Brenner angebaut ist, das ist der "Kasten" vorne dran in den Kabel und Ölschläuche gehen.
im Schornstein wären sogenannte Plewarohre eingezogen
Und wer wusste DAS? Der Schornstein wird noch alles Baujahrs-Original sein, dann ist da nichts "eingezogen" sondern einfach so drin. Plewa (von "Plein-Wagner", dem Firmengründer) bedeutet, dass im Schornstein ein separates Rohr aus Schamott-Teilen ist. DAS ist günstig für einen guten Abzug usw. Aber wichtig wäre die genaue Bemaßung zur zielgerichteten Beurteilung ob man ein neues Schornsteinrohr braucht oder nicht. Das ist essntiell wichtig! Denn DAS müsste man ja planerisch und finanziell einkalkulieren.
Da gibts doch sicher am Schornstein im Dachstock oder im Keller so Putztürchen. Die kannst mit einem Vierkantschlüssel oder ner Zange öffnen. Oder falls das ein Flachdach ist kannst ja sicher an die Mündung. Dann nimmst nen Meterstab o.ä. und misst das innere aus. Wichtig wäre auch ob die Innenrohre rund sind, Plewa hatt eigentlich viereckige Rohre gefertigt.
Kann man mit einem neu einzubauenden Schlammabscheider auch einen möglicherweise "innerlich" bereits verschlammten Kessel wieder sauber bekommen?
Leider nein, da die Schlammablagerungen durch die Hitze meist verbacken und quasi innen festbrennen. Ein Schlamm- und Magnetit-Abscheider verhindert nur neue Ablagerungen. Dieser ist Einbau-Pflicht wenn man eine neue Hocheffizienzpumpe drinhat (Pumpe jünger als 10 Jahre), guckst Du HIER .
Sehr wichtig ist auch, dass man - sollte wirklich ein so großer Puffer getauscht werden - das GESAMTE Anlagenwasser gemäß VDI 2035 aufbereitet, denn SONST erzeugt das neue frische Wasser mit seinen gelösten Inhaltsstoffen eben diese Schlammablagerungen etc. DAS wird durch einen Abscheider NICHT beseitigt.
Der Link zu dem von Ihnen vorgeschlagenen Wärmetauscher funktioniert leider nicht.
Wären dann für die beiden bereits vorhandenen Speicher mit je 1000 l auch 2 Wärmetauscher nötig?
Den Link werde ich erneuern. An sich kann EIN Wärmetauscher auch BEIDE Pufferspeicher bedienen. Das macht aber NUR Sinn, wenn echt so viel, also SEHR viel Energie vom Dach kommt, dass das für beide Puffer reicht UND ist auch abhängig wie die Puffer abnahmeseitig verbunden sind, ob die "in Reihe" oder "parallel" geschaltet sind. DAS müsste man den Heizungsbauer fragen. Oder Du weißt selbst ob bei der Holzbeheizung die Puffer gleichzeitig ODER nacheinander warm werden. Die Puffer müssten eigentlich ein Typenschild haben, meist silbern und so 5-10 x 10-15cm groß, vielleicht DA mal die genaue Bezeichnung abschreiben.
Müssen für den hydraulischen Abgleich alle Thermostatventile ausgetauscht werden?
VERMUTLICH werden die , welche jünger als 10 Jahre sind, bereits voreinstellbar sein. Wichtig ist halt dass an ALLEN Heizkörpern diese Voreinstellung möglich ist.
Dann ist mir gestern aufgefallen, dass der Ölkessel angegangen ist, obwohl auf den Kollektorflächen eine Temperatur von 78 und auf dem Pufferspeicher mit dem Frischwassermodul noch 65 Grad waren. Wenn wir mit Holz heizen, geht die Ölheizung erst bei 45 Grad Puffertemperatur an. Ist da was falsch eingestellt?
oouuh, der Puffer HAT eine Frischwasserstation (FriWa) ?? DAS ist ja SUPER!! Der von mir angedachte Wärmetauscher zur Pufferbeladung ist genau DAS GLEICHE, funtioniert nur eben andersrum. Aber WIE erfolgt dann die WW-Bereitung aus dem bisherigen 800 Liter Solarspeicher?? AUCH über diese Friwa?? Müsst Ihr da im Sommer was umstellen oder umschalten?
An sich darf der Ölkessel bei solch einer Situation NICHT anspringen. Da ist vielleicht die Regelung falsch eingestellt oder Fühler nicht richtig platziert.
Toll wären halt immer BILDER. Die machste mitm Handy oder Kamera und dann hier hochladen. WENNS GEHT!
 
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Tulpe

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Hallo Dr. Schorni,
wir haben inzwischen hin und her überlegt und uns nun dafür entschieden, nur den Holzkessel mit einem Fröling S 4 mit Flansch zu erneuern.
Für den hydraulischen Abgleich will der Heizungsbauer den Rücklauf an den Heizkörpern so einstellen, dass alle gleichermaßen mit Heißwasser bedient werden. Ist diese Methode genau so effizient wie die Voreinstellung am Zulauf?
Er hat uns auch einen kostenlosen Wärmetauscher angeboten, den er vor Kurzem aus einem Pflegeheim ausgebaut hat. Würden Sie uns lieber ein neues Gerät empfehlen, oder kann an so einem älteren Gerät wenig kaputt gehen? Dieses Altgerät wäre auch in seiner Wirksamkeit stärker .
Liebe Grüße Hildegard
 
Dr Schorni

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nur den Holzkessel mit einem Fröling S 4 mit Flansch zu erneuern.
Ja, dann kann man ja im Bedarfsfall die Pelletsache nachrüsten. UND der Ölkessel könnte ggf diese Umrüstzeit im Notfall überbrücken, guuut. 👍
Für den hydraulischen Abgleich will der Heizungsbauer den Rücklauf an den Heizkörpern so einstellen, dass alle gleichermaßen mit Heißwasser bedient werden. Ist diese Methode genau so effizient wie die Voreinstellung am Zulauf?
Ja, geht auch. ABER: mit den Voreinstellungen an der Ventilen kann ich zuvor rechnerisch die Durchflußeinstellung ermitteln und per Einstellzahlen dann zielgerichtet einen genau definierten Durchfluß einstellen. Macht mans über die Rücklaufverschraubungen, weiß man nie was eingestellt ist und wieviel nun wirklich durchfließt. DAS macht man an sich NUR wenn man SELBST nachregulieren kann, am besten mit Temperaturmessungen am Heizkörper. Das ist also MEHR Eigenleistung um am Ende den gleichen Effekt zu haben. Je nach EIGENEN Möglichkeiten halt. ICH habs mal an meinen eigenen 8 Heizkörpern gemacht, na ja, DER Sonntag war futsch....
Es geht ja dabei NICHT nur um eine lapidare Vorgabenerfüllung "joh ich hab halt nen hydraulischen Abgleich (aufm Papier)", sondern es geht ja essentiell für EUCH um die richtige behagliche Beheizung grad im Wohnzimmer - UND um die effektive Puffernutzung!
Apropos: was wird dann aus den Puffern , mit der Solaranlage usw usw??
Er hat uns auch einen kostenlosen Wärmetauscher angeboten, den er vor Kurzem aus einem Pflegeheim ausgebaut hat.
Ja, kann man natürlich machen, wenn der gut gespült ist, warum nicht. Wenn er eh "größer" ist wäre auch eine leichte , nicht ausspülbare Belegung an sich unproblematisch.
 
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