Fragen zur Heizkosten Einzelabrechnung 50:50 vs. 30:70

Diskutiere Fragen zur Heizkosten Einzelabrechnung 50:50 vs. 30:70 im Off Topic Forum im Bereich Off Topic; Hallo zusammen, hier kommt vermutlich wieder eine DAU-Frage, aber ich verstehe es leider nicht. :/ Was bedeutet 50% :50% oder 30% :70% (Die...

Heiztechnik-DAU

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Hallo zusammen,

hier kommt vermutlich wieder eine DAU-Frage, aber ich verstehe es leider nicht. :/

Was bedeutet 50% :50% oder 30% :70% (Die Bedeutung kenne ich, aber den Rechenweg nicht, bzw. der den ich meine, kann glaube ich nicht sein.)

Ich hänge euch die Einzelabrechnung an. Im unteren Bereich ist meine Rechnung, wenn die Aufteilung eine 50% : 50% gewesen wäre. Stimmt meine Rechnung? Die kann eigentlich nicht stimmen. 8|
Aber wie ist sie richtig? Oder ist etwa die 30% : 70% falsch?



Ich bedanke mich für eure Mühe.
 

alleseasy

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Kannst du erklären, was deiner Meinung nach nicht stimmt? Für mich sehen beide Rechnungen richtig aus.
 
Hausdoc

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Naja.... Das Gebäude hat einen Gesamtenergieverbrauch von ca 130 KWH/m² p.a. was einem typischen ungedämmten 60er/70er Jahre Wohnblock entspricht.


Dies ist der Grund für die vergleichsweise hohen Heizkosten.

In Hochhäusern ist 30/70 durchaus üblich.

Wenn du dich hier ungerecht und abgezockt fühlst, musst du dir eine andere Wohnung suchen.
Andernfalls musst du diese Abrechnung so hinnehmen.

Da die Kostenaufstellung plausibel scheint ( und sich die Hausverwaltung/Eigentümer ganz sicher nicht bereichert) , gibts keine andere Möglichkeit.
 

Heiztechnik-DAU

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alleseasy schrieb:
Kannst du erklären, was deiner Meinung nach nicht stimmt? Für mich sehen beide Rechnungen richtig aus.
Bei der einen Variante muss der Mieter 1403,29 Euro zahlen und in der anderen 1217,19 Euro.

D.h. in Summe zahlen alle Hausbewohner in der einen Variante weniger und in der anderen mehr an den Energiedienstleister/ Hausverwalter. Bedeutet das, dass in der einen Variante der Energiedienstleister/ Hausverwalter mal mehr und mal weniger Gewinn bzw. Verlust macht? DAS verstehe ich dabei nicht.
 

Heiztechnik-DAU

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Hausdoc schrieb:
Wenn du dich hier ungerecht und abgezockt fühlst, musst du dir eine andere Wohnung suchen.
Ich bin der Vermieter und stehe in Erklärungsnot gegenüber meinem Mieter.

Hausdoc schrieb:
Andernfalls musst du diese Abrechnung so hinnehmen.
Ich möchte das nur verstehen, damit ich die höher ausgefallenen Heizkosten argumentieren kann. Denn ich dachte, dass die höheren Kosten evtl. auch darin begründet sind, weil die Berechnungsgrundlage von 2013 auf 2014 sich geändert hat. (siehe hier: Wer kennt sich mit elektronischen Heizkostenverteilern aus?)

Hausdoc schrieb:
und sich die Hausverwaltung/Eigentümer ganz sicher nicht bereichert) , gibts keine andere Möglichkeit.
ICH bereicher mich ganz sicher nicht daran, das weiß ich ganz sicher. :)
 
ThW

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Heiztechnik-DAU schrieb:
Ich bin der Vermieter und stehe in Erklärungsnot gegenüber meinem Mieter.
Der Verbrauchswert hat eine höhere Geichtung.
Wer somit "mehr verbraucht", sollte auch damit konfrontiert werden. Eine Sensibilisierung eines jeden Einzelnen wird ggf. zum Umdenken führen und in Summe zu einer Reduzierung der Gesamtkosten führen.

Ich persönlich finde 30/70 als die bessere Verteilung.

LG ThW
 
Hausdoc

Hausdoc

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Heiztechnik-DAU schrieb:
Ich bin der Vermieter und stehe in Erklärungsnot gegenüber meinem Mieter.
OK.

Manche Mieter fühlen sich generell über den Tisch gezogen - gestärkt durch div TV Beiträge (welche komplett unsinnig sind)

Man muss sie nur sachlich aufklären, daß nachweislich der Vermieter keinen einzigen Cent abzweigt.

Das Haus hat insgesamt ca ca 411 000 KWH Energie verbraucht , welche Kosten von 42 781€ verursacht haben.
Diese Summe ist von der Mietergemeinschaft allein (Manche Mieter glauben immer noch, der Vermieter müsse einen Anteil davon tragen) zu tragen.

Da es im Haus keine geeichten Wärmemengenzähler gibt erfolgt die Abrechnung über Heizkostenverteiler.
Da diese Systeme im engeren Sinn nicht messen (sondern Zählen) erfolgt naturgemäß ein gewisser Beschiß.
Aber : Nachdem dieser Beschiß bei allen Nutzern absolut identisch ist, erfolgt eine gerechte Heizkostenabrechnung,
Dies war nun auch eine Antwort zu deiner Frage zu den Heizkostenverteilern.

Eine Verteilung 30/70 ist bei Objekten vor Baujahr ca 1980 absolut üblich.

Kannst du das Objekt etwas beschreiben? Hochhaus? Wohnblock? Baujahr? Wie erfolgt die Warmwasserbereitung?
 

Stone

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30/70 ist meiner Meinung nach das gerechtere System.
Das was dein Mieter mehr bezahlt bezahlen andere weniger.
Somit wird mehr berücksichtigt was man tatsächlich selber verbraucht hat.
 

alleseasy

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Heiztechnik-DAU schrieb:
D.h. in Summe zahlen alle Hausbewohner in der einen Variante weniger und in der anderen mehr an den Energiedienstleister/ Hausverwalter.
Das stimmt nicht. In Summe zahlt die Gemeinschaft immer den gleichen Betrag. Denn wer weniger als der Durchschnitt verbraucht, profitiert von der 30/70 Verteilung. Dein Mieter braucht deutlich mehr als der Durchschnitt (13 ltr/m2), nämlich rund 29 ltr/m2.

Liegt die Wohnung im obersten Stock unter einem ungedämmten Flachdach?
 

Heiztechnik-DAU

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Hausdoc schrieb:
Kannst du das Objekt etwas beschreiben? Hochhaus? Wohnblock? Baujahr? Wie erfolgt die Warmwasserbereitung?
6. Stockwerke - 60 Parteien - Baujahr 1982, glaub ich. Warmwasser weiß ich ehrlich gesagt nicht.
 

Heiztechnik-DAU

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alleseasy schrieb:
Liegt die Wohnung im obersten Stock unter einem ungedämmten Flachdach?
Flachdach. Mieter wohnt in der Mitte des Hauses in der ersten Etage, d.h. nicht ebenerdig, sondern eine drüber.

Mein Mieter ist ja der Ansicht, dass die Einheiten grundlos so hoch sind. Er würde nicht heizen und dennoch würden die Einheiten rasseln bzw. sehr viel weniger heizen als im Wohnzimmer und die Einheiten wären deutlich mehr. Deshalb ist er auch der Ansicht, dass der Verteiler fehlerhaft arbeitet...

Mit welchem Selbstversuch kann er den Verteiler testen?
1. Beide Zählerstände notieren.
2. Beide Heizkörper halbe Stunde auf Stufe x stellen.
3. Beide Heizkörper ausstellen
4. Anschließend beide Zählerstände notieren.

Müssten genau die gleichen Einheiten aufgelaufen sein?
 

Stone

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Er kann ja eine Zählerprüfung beauftragen mit dem Risiko das er die von dir genannten 200€ selbst trägt.
Wenn er sich sicher ist das er zu viele Einheiten bezahlt hat.

Das erinnert mich an die Zeit wo ich noch in einer Mietwohnung lebte. Der Vormieter hatte eine Nachzahlung von 1000€ und er meinte auch das die Zähler falsch gingen. Interessant ist für mich das ich diese 1000€ weniger an Heizkosten hatte.

Darum kann ich dir als Vermieter raten das er auf eigenen Risiko die Zähler überprüfen lassen kann.
 

alleseasy

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Heiztechnik-DAU schrieb:
Mieter wohnt in der Mitte des Hauses in der ersten Etage,
Befindet sich unter dieser Wohnung auch eine Wohnung? Oder möglicherweise eine Hofdurchfahrt? Anders kann ich mir diesen enormen Verbrauch nicht erklären.

Heiztechnik-DAU schrieb:
Mit welchem Selbstversuch kann er den Verteiler testen?
...
Müssten genau die gleichen Einheiten aufgelaufen sein?
Nein.
 

Pfälzer

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Hi.

Du schriebst in dem anderen Thread das sich noch mehr Mieter beklagt hätten und eine Überprüfung durch die Heizungsfirma kein Ergebniss gebracht hätte - was wurde denn dabei überhaupt geprüft?
Hast Du ( oder Dein Mieter ) mal mit den anderen Betroffenen gesprochen? Interessant wäre ein Vergleich der in den Badezimmern anfallenden "Zählmengen", vorr. die Bäder sind identisch.
Allerdings kann dieser hohe Wert auch einfach durch das Heizverhalten des Mieters kommen, gerade die kombi "Fenster auf Kipp wg. Feucht" und dauernd Thermostat auf/zudrehen "weil das ja spart!" bewirkt genau das Gegenteil.
 

Heiztechnik-DAU

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alleseasy schrieb:
Befindet sich unter dieser Wohnung auch eine Wohnung? Oder möglicherweise eine Hofdurchfahrt?
Unter der Wohnung befindet sich auch eine Wohnung. Rechts und links davon auch.

alleseasy schrieb:
Anders kann ich mir diesen enormen Verbrauch nicht erklären.
*seufz*... Ich weiß es ja auch nicht, ob richtig oder falsch. ?(
 

Heiztechnik-DAU

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Pfälzer schrieb:
Du schriebst in dem anderen Thread das sich noch mehr Mieter beklagt hätten und eine Überprüfung durch die Heizungsfirma kein Ergebniss gebracht hätte - was wurde denn dabei überhaupt geprüft?
Es wurde wohl ein Gerät mit einem hohen Zählerstand auf Funktionsfähigkeit überprüft. Es wurden keine Mängel festgestellt.

Pfälzer schrieb:
Hast Du ( oder Dein Mieter ) mal mit den anderen Betroffenen gesprochen?
Soweit ich weiß, hat ein Vermieter die Verbraucherzentrale eingeschaltet. Status und Ausgang sind mir nicht bekannt...
 

Heiztechnik-DAU

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Hallo zusammen, vielen Dank erst mal für eure Antworten.

Ich bzw. der Mieter haben allerdings noch eine weitere DAU-Frage zu den Brennstoffkosten.

Ist es rein rechnerisch richtig, dass der Anfangsbestand auch mit in der Rechnung auftaucht? Leider habe ich die Rechnung für das Jahr 2013 nicht vorliegen. Meiner Meinung ist das richtig.

Anfang 2014 waren wohl noch 24000 Liter Brennstoff im Tank, dann wurde 2x nachgekauft und ende 2014 waren noch 7300 Liter im Tank. So liest man das, oder?

Und 2015 müsste der Anfangsbestand 7300 Liter sein?

 
ThW

ThW

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Heiztechnik-DAU schrieb:
Ist es rein rechnerisch richtig, dass der Anfangsbestand auch mit in der Rechnung auftaucht?
Ja

Heiztechnik-DAU schrieb:
Und 2015 müsste der Anfangsbestand 7300 Liter sein?
Ja

Nur so ist der Verbrauch zu ermitteln. Verhält sich exakt wie Beispielsweise einer Bilanz.... Anfangs- und Schlussbilianz ;)

LG ThW
 

Fragezeuichen

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Heiztechnik-DAU schrieb:
Und 2015 müsste der Anfangsbestand 7300 Liter sein?

Ja genau und der Betrag 5768.17€

Noch als kleiner Hinweis:

Der Durchschnittspreis pro Liter 2014 mit 81 Cent geht in Ordnung wir hatten 85 Cent.
Anfang 2015 war der Preis schon bei 70 Cent, da der Tank fast leer war 2014 wird 2015 die Rechnung schon bedeutend besser ausfallen.
2016 wissen wir ja das der Liter um die 30-35 Cent liegt, da wird es wieder sehr ruhig von den Mietern!

LG Fragezeuichen
 
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