Frage zu Spreizung und Pumpengeräusch

Diskutiere Frage zu Spreizung und Pumpengeräusch im Weishaupt Forum im Bereich Heizungshersteller; Hallo! Im Sommer habe ich eine neue Heizungsanlage bekommen. Mir stellen sich ein paar Fragen zu Spreizung und Betriebsgeräusch der Pumpe...

mowi

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Hallo!

Im Sommer habe ich eine neue Heizungsanlage bekommen. Mir stellen sich ein paar Fragen zu Spreizung und Betriebsgeräusch der Pumpe.

Hardware:
Weishaupt GW25B Ausf. K mit Schichtenladespeicher 115L
Pumpe Grundfos UPML 32-95 180 mit Mischer
Systemtrennung
Haus Bj 1976
1 Heizkreis
FBH 220qm auf zwei Etagen
Fliesen im ganzen Haus

Es wurde eine Heizlastberechnung und ein hydraulischer Abgleich nach Verfahren B gemacht. Dieser aber nur annäherungsweise, da es keine Informationen über die verlegte
FBH gibt. Entsprechend war das Ergebnis jetzt in der Heizphase auch nicht zufriedenstellend und ich habe die Einstellung der einzelnen Raumventile verändern müssen.
Ziel ist doch lediglich das gleiche Temperaturniveau in allen Räumen zu haben, oder?

Die Vorlauftemperatur liegt bei den aktuellen Minusgraden bei 43Grad, die Rücklauftemperatur bei ca. 23-25Grad. Ist grundsätzlich eine hohe Spreizung wünschenswert, oder sollte diese geringer sein?

Um die Spreizung zu verringern, müsste nach meinem Verständnis der Volumenstrom erhöht werden. Das führt zur zweiten Frage! Die Pumpe verfügt über zwei Betriebsmodi Konstantdruck und Proportionaldruck, mit jeweils drei Leistungsstufen. Ich betreibe die Pumpe im Betriebsmodi Konstantdruck Stufe 2. Die Pumpe ist im Haus bei Ruhe schon gut hörbar und wird bei Stufe 3 schon nervig. Bei Stufe 1 ist der Volumenstrom zu gering und der Durchsatz bricht total ein. Die Betriebsart Proportionaldruck ist noch nerviger, da die Geräusche ständig wechseln.

Bei dem Geräusch handelt es sich um das frequente Betriebsgeräusch der Pumpe selbst und nicht um Strömungsgeräusche etc. Die Betriebslautstärke der Pumpe ist auch mit 45db angegeben, was ich schon für ziemlich laut halte. Gibt es leisere Pumpen, oder ist das bei den Energiesparpumpen ein grundsätzliches Thema?

VG Mowi
 
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Ziel ist doch lediglich das gleiche Temperaturniveau in allen Räumen zu haben, oder?
Ziel ist, die gewünschten, raumweisen RT zu erreichen.
Ist grundsätzlich eine hohe Spreizung wünschenswert, oder sollte diese geringer sein?
Die Spreizung ist keine Konstante, sondern eine Variable innerhalb eines Arbeitstaktes.
Dieser Sachverhalt wird bei modernen Regelungen berücksichtigt/ausgewertet.


FB und Wandheizflächen werden für den stationären Betriebszustand mit Spreizungen 3...5 ...7K dimensioniert.
Um die Spreizung zu verringern, müsste nach meinem Verständnis der Volumenstrom erhöht werden.
Korrekt, denn diese beiden Größen sind faktoriell mit einander verknüpft.
Die Pumpe ist im Haus bei Ruhe schon gut hörbar und wird bei Stufe 3 schon nervig. Bei Stufe 1 ist der Volumenstrom zu gering und der Durchsatz bricht total ein. Die Betriebsart Proportionaldruck ist noch nerviger, da die Geräusche ständig wechseln.
Die Pumpe passt scheinbar nicht besonders gut zur Anlagenhydraulik. 45 dB sind schon recht heftig!
 

mowi

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Danke für Deine Antworten!

Ziel ist, die gewünschten, raumweisen RT zu erreichen.
Ja, damit hast Du es besser formuliert. Also ist das gewünschte Ergebnis erreicht, auch wenn es von der Berechnung abweicht.

Korrekt, denn diese beiden Größen sind faktoriell mit einander verknüpft.
Entsprechend dürfte der Volumenstrom nicht konstant sein, sondern abhängig von der Vorlauftemperatur angepasst werden. Dies geht natürlich nur bis zu einem gewissen Punkt und wäre, wenn die Steuerung und Pumpe das nicht automatisch erledigt auch nicht praktikabel. Also kann ich die Anlage Initial nur mit einem höherem oder niedrigerem Volumenstrom betrieben. Also besser höherer Volumenstrom oder höhere Spreizung? Du schreibst ja das neue FBH für eine geringere Spreizung dimensioniert werden. Dementsprechend wäre ja der höhere Volumenstrom zu bevorzugen. Was ist denn wirtschaftlicher?

Die Pumpe passt scheinbar nicht besonders gut zur Anlagenhydraulik. 45 dB sind schon recht heftig!
Die Pumpe wird als "Baustein" von Weishaupt verkauft. Deshalb wäre ja anzunehmen, dass sie grundsätzlich zur Heizung passt. Aber Du meinst wahrscheinlich eher die Installation der FBH. Welche Einflussfaktoren wären denn zur Findung der optimalen Pumpe entscheidend? Sind die Pumpen die Ihr verbaut denn im Betrieb grundsätzlich leise(r)?

VG
 
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Also ist das gewünschte Ergebnis erreicht, auch wenn es von der Berechnung abweicht.
Die Berechnung kenne ich nicht.
Entsprechend dürfte der Volumenstrom nicht konstant sein, sondern abhängig von der Vorlauftemperatur angepasst werden
. Der Volumenstrom ist normalerweise erstmal konstant, bis die beabsichtigten Systemparameter erreicht sind (Sekundärseite). Warum hier ein Mischerkreis und ein Schichtenspeicher verkauft wurden, obwohl diese überhaupt nicht notwendig gewesen wären, ist mir ein absolutes Rätsel.
Vermutlich hat hier der Anlagenbauer eher auf seinen Umsatz/Verdienst geachtet;) Eine fachgerechte Anlagendimensionierung, die @Hausdoc ja vehement ablehnt, ist hier sicherlich auch nicht vorhanden.
Also besser höherer Volumenstrom oder höhere Spreizung?
Höherer Volumenstrom bedeutet geringere Spreizung!!!
Was ist denn wirtschaftlicher?
Meist höherer Volumenstrom bis zu Spreizungen ~ 3K.
Die Pumpe wird als "Baustein" von Weishaupt verkauft. Deshalb wäre ja anzunehmen, dass sie grundsätzlich zur Heizung passt.
Woher weiß Weishaupt oder ein x,y anderer Hersteller, wie Deine Anlage wärmetechnisch und hydraulisch dimensioniert wurde???
Moderne Wärmeerzeuger besitzen zunehmend integrierte Heizkreispumpen, deren verfügbare Restförderhöhe in den jeweiligen Daten der Hersteller auch veröffentlicht werden.
Es ist Aufgabe des Anlagenplaners mit diesen bei der Planung Anlagenhydraulik entsprechend umzugehen bzw. diese zu berücksichtigen!
@Hausdoc hält das jedoch für nicht notwendig:kopfnuss:
Aber Du meinst wahrscheinlich eher die Installation der FBH.
Welche Volumenströme in Teilheizkreisen und insgesamt hier erforderlich sind, weiß ich natürlich nicht. Ebenso weiß ich nicht, wie die FB Heizflächen den tatsächlichen Raumheizlasten entsprechen.
Das wäre reine Spekulation, für die ich nachträglich keinerlei rechtliche Haftung übernehme. Solche Vermutungen überlasse ich gern solchen Seelsorgern, Heilsverkündern, die keine rechtliche Haftung für ihre Vermutungen, Auskünfte, Spekulationen übernehmen können/wollen;)
 
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