FBH Heizzeiten / ökonomisch regeln

Diskutiere FBH Heizzeiten / ökonomisch regeln im Regelungstechnik Forum im Bereich Regelungstechnik / Erneuerbare Energien; Servus, was ist die besser Regelung: ( Pellets, Puffer 800 Liter ) - niedriegst mögliche VL Temp und dann ohne Heizpausen ? - oder mit...

akronis

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Servus,

was ist die besser Regelung:
( Pellets, Puffer 800 Liter )

- niedriegst mögliche VL Temp und dann ohne Heizpausen ?

- oder mit Heizpausen und dann evtl. höhere VL ?

Meine Grundsatz-Frage: wohin gehend soll ich meine FBH optimieren?
wenn ich Nachts die Heizung abschalte, dann verlier ich aktuell ( Aussen Temp -1 C° )
ca. 1.0 °C Raum Temp. von 23:00h - 04:00h.

Aber diese 1.5 °C müssen ja wieder erbracht werden.

Ist es dann nicht besser bei kleinst möglichem VL die FBH Heizung durchlaufen zu lassen?
Bzw. ab welcher Abschaltzeit lohn sich das Abschalten einer FBH ? sprich soll ich rausfinden, wie lang ich sie auslassen kann
damit es max z.b. 1.5 °C Raum Temp. Verlust gibt.
Welcher Raum Temp. Verlust ist noch ok?

Danke für eure Tips!
 
Hausdoc

Hausdoc

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- niedriegst mögliche VL Temp und dann ohne Heizpausen ?
Das macht deutlich mehr Sinn
 

Jörg55

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etwas mehr vorlauf, dadurch weniger abbrände der pelletheizung.
derzeit -1°c, da könnte die heizung aber bei -5 oder -10°c aus dem takt kommen, so das die heizung nichtmehr den vollen abbrand fährt. Also zu früh abschaltet.
Dann hast du keine glut mehr, aber noch unverbrannte pellets in der heizung. Reines getüfftel^^. Ich habe es bislang noch nicht hinbekommen meine pelletheizung voll aus zu lasten. Immer entweder zu wenig glut, oder zu viel Pellets im Brennraum.
 

Elektroniker56

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Erkennbar ist doch das übliche Prinzip der Heizungsbauer. Irgendeinen Kompromis anbieten der nur eines machen können soll. Warm machen, heizen.
Wie gut oder schlecht steht auf einem anderen Blatt oder interessiert nicht, weil unwirtschftliche Anlagen bezahlt ja der Kunde, außerdem machen andere Konkurenten es auch nicht besser, und eventuell kann man dem Kunden irgendeine Erweiterung anbieten, über deren Nützlichkeit man wieder trefflich streiten kann.

Ich verstehe zwar deine bemühungen, ähnliches hat mich für meine Anlage auch interessiert.
Nur, wie willst du mit einem Meter etwas messen, was mit einer Schieblehre viel besser und vor allem genauer zu messen wäre. Von Meter versus Mikrometerschraube will ich garnicht sprechen.
Aus wievielen Teilen besteht denn deine Anlage? Oder anders gefragt ist für das warm werden im Haus nur die Heizquelle massgeblich?

Verstehe doch mal die Fussbodenheizung wie einen Wärmespeicher. So in der Art Pufferbehälter, der auf Solltemperatur zu halten ist.
Man sagt zwar, eine Fussbodenheizung sei sehr träge. Klar, es dauert entsprechend lange bis diese ganze Estrichmasse, also Strahlungsfläche so weit aufgeheizt ist, bis sie Wärme an den Raum und die Wände abstrahlen kann.
Dann aber ist sie genau so träge, das heißt, man muss dann nur noch einen relativ geringen Wärmeverlust nachspeisen. Denn wenn de Raum incl. Wände aufgewärmt sind, muss nichts mehr nachgeführt werden.
Wenn, dann nur noch die Wärmeverluste die durch lüften und einige Teile mit wenig Wärmespeichervermögen verloren gehen. Die Wände sind da das kleinere Problem und wenn, dann meistens nachts. Tagsüber wärmt die Sonne die Wand auch von Aussen, sodass das Temperaturgefälle
innen/außen nicht mehr so groß ist. Übersieht Hausdoc gerne und die üblichen Berechnungen der Heizlast lässt solcherlei fakten einfach aus. Warum dürfte klar sein! Man will weiterhin überdimensionierte Anlagen verkaufen.

Meiner Fussbodenheizungsreglung spendierte ich einige Thermosensoren mit 0,5 Grad Genauigkeit und habe eine sogenannte Loggerfunktion integriert. Somit habe ich eine Aussage, welche Raumtemperatur, welche Wandinnentemperatur, welche Fussbodentemperatur und nebenbei auch Außentemperatur zu welchem Zeitpunkt vorliegt. Somit ist leichter nachvollziehbar, ob und vielviel geheizt oder nachgeheizt werden muss, ab wann die Fussbodentemperatur um 0,5 Grad oder ein Grad abgenommen hat und ob und wie sich das auf die Raumtemperatur auswirkt.

Die Aussentemperatur wird bei diesem Regelprinzip nur als Störgröße behandelt. Sollwert ist die Raumtemperatur incl. der Wandinnentemperatur und der jeweilige Istwert.

Rausgefunden habe ich, was vielseitig bereits angesprochen wird, eine Nachtabsenkung lohnt bei Fussbodenheizung nicht. Wenn der Wärmespeicher gut gesättigt ist, sind Pausenzeiten bis zu 4 und mehr Stunden möglich, bzw macht meine Regelung die automatisch.
Anhand meines Mess- und Regelprinzips das auf meine bauliche Substanz abgestimmt ist, ließ sich per Logging und stückweiser Optimierung somit auch der Verbrauch von Primärenergie wesentlich reduzieren.

Ich habe keine Pelletheizung zur Verfügung, folglich fehlen mir Informationen, was sich dort wie regulieren ließe, wenn man eine Regelung für solcherlei Anlagentechnik optimieren würde.
Kann also keinerlei Versuche starten, was bei einer Pelletheizung zu verbessern wäre und welchen technischen Aufwand man dafür bereit stellen müsste.
Kein Nachbar hat so eine Heiztechnik, alle verwenden entweder Gas oder Öl.

Du könntest dir zwar irgendwo einen guten Temperaturlogger zulegen und diverse Messtellen auswerten, aber wie du die Erkenntnisse daraus technisch auf deine Pelletheizung umsetzen kannst, ist noch ein offenes Buch für mich.
Ein Ansatz wäre aber, was wäre wenn .....

Das war für mich im Dezember vor einigen Jahren die Frage, als meine übernommene Viessmann-Steuerung ausfiel und ich in der Zeit der Reparatur einer Elektronikplatte merken konnte, wie schlecht diese Viessmann-Technik arbeitet.
Folglich ging ich sytematisch daran, diese unwirtschaftliche Technik zu ersetzen. War relativ schnell gemacht, aber ob und wie es für eine Fussbodenheizung mit trägem Wärmespeichervermögen optimaler zu machen ist, wurde erst durch aufwändigere Messtechnik und Auswertungen der Gegebenheiten möglich.

Datenlogger sind günstig im Netz zu kaufen, falls man sich sowas nicht selbst herstellen kann. Einen Laptop zur Auswertung oder einen PC wird es auch geben. Somit wären zumindest mal sinnvolle Messungen und Bewertungen möglich. Per Vor- und Rücklauftemperatur am Heizkessel ist auch nachvollziehbar wann der Kessel welche Wärmeenergie ins Heiznetz eingespeist hat. Wäre schon mal ein Ansatz für ne bewertung wie sie dir vorschwebt.
 

akronis

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Vielen Dank!
@elektroniker56: wow, dass nenn ich mal eine Aussage mit Hand und Fuss!
@jörg55: das hab ich noch garnicht bedacht.

da ist ja schon mal wirklich viel dabei, was mehr Licht in mein Dunkel bringt.

Ich denk auch, das eine FBH als Erweiterung des Puffer Speichers gesehen werden kann.
Und ich nicht schlecht fahre, wenn ich diesen in der Heizphase permanent auf Temp. halte, so dass ich
eine entsprechende Raum Temp. beibehalte.
Ich werde die Heizpausen raus nehmen und mein Heizkennlinie so wählen, dass sich die
kleinst möglichste VL einstellt - diese dann nur durch Aussentemperatur entsprechend geändert wird.

Wie messt ihr ( wer eine Pellets hat ) den Pellets Verbrauch ?
Nach Brennerstunden ?
Ich hab noch keine Größe gefunden, wieviel Pellets/Energie z.b. in 7 Tagen aus dem Pellets lager gesaugt wird / Energie verbraucht wird

Vielen Dank!
 

Elektroniker56

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Will ja nicht meckern, nur darauf hinweisen welche "Glaubenssätze" hie und da üblich sind weil man das anfangs aus einigen Gründen so "vorgeschrieben" hat. Dabei war üblicherweise das Hauptkonzept das geschäft mit der Angst.
Vorlaufgeführte temeraturregelung abhängig von der Aussentemperatur ist so eine Sache mit der Angst. Man interessiert sich nicht um andere Dinge, man will nur dafür sorgen, dass bei entsprechender Kälte aussen die vermutliche Energie zur Verfügung gestellt wird, die es entsprechend warm innen lassen soll. Wie gut oder schlecht das funktioniert ist dann Sache des Anlagenbenutzers.

Eine Rücklauftemperaturregelung wäre zweckmäßiger, denn die gibt mithin an, welche Energie an den, die Räume abgegeben wurde. Funktioniert aber nur bei hydraulisch einwandfreien Systemen und sowas wurde vorher nie gemacht.

Beschreibe mal deine Pelletheizung anhand deinem Kenntnisstand. Vermutlich fördert eine Schnecke die Pellets vom Lagerraum zum Brennraum. Auf welche Art regelt diese Anlage den Pelletstransport? Gibt es eine Messstelle, die eine Aussage macht welche Menge nachgeführt wurde?
Wie wird im Brennraum die Verbrennung kontrolliert, welche Informationen wären diesbezüglich zu bekommen? Sicherlich gibt es irgendeine Verbrennungsluft beeinflussung, oder doch nicht?

Lese mal hier, auf was es heizungstechnisch ankommt. http://www.bosy-online.de/hydraulischer_Abgleich.htm
Verstehe mal die Zusammenhänge und Abhängigkeiten und schau nach, oder untersuche ob deine Anlage gut oder schlecht von Heizi's eingestellt wurde.
Anleitungen was zu machen ist und was oft falsch gemacht ist, gibt es im Link weiter unten beschrieben.

Sorge möglichst mal dafür, dass einiger Einstellungs-Pfusch bezüglich hydraulischem Abgleich beseitigt wird. Bzw kontrolliere mal, ob dies ein geklärter oder noch offener Punkt ist.
Interessant wäre -für mich- mal heraus zu finden wie träge so ein Pelletsofen hinsichtlicher Regulierungen ist. Jörg55 hat glaube ich auch eine Pelletheizung. Vielleicht interessiert es ihn auch und er stellt entsprechende Versuche an, diese Angelegenheit zu ermitteln.

Andererseits muss auch gesagt werden, dass alle Eingriffe in die Heizkessel-Technik problematisch sein können. Vor allem, wenn man technisch in einigem ein Anfänger ist. Unternimm also nur, was du dir zutraust und ungefährlich ist. Da gibt es genügend Spielraum.
 

akronis

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also ob die Heizung Hydraulisch richtig eingestellt ist, weiss ich noch nicht. Eher nicht!
Leider gibt es keine Pläne mehr dazu, sie wurde aber auf jeden Fall gespühlt und würde also diese Vorraussetzung erfüllen.
Meine "Heizis" haben bisher nicht soviel gewusst und daher bin ich bei deren Aussagen vorsichtig geworden.
z.b. wurde eine offene Schwerkraftbremse nicht erkannt, obwohl die Anzeichen eindeutig waren.
Erst als ich durch hier lesen die richtigen Fragen stellte, hat man diese entdeckt und das die OFFEN war...
Davon hätt ich noch ein paar Beispiele - erspar ich euch aber.

Anlage: ÖkoFEN , hat einen Maulwurf, saugt also ihre Pellets an.
Über das Dispaly bekomme ich sehr viele Infos auch bzgl. der Verbrennung anzeigen - aber diese in Relation zu setzten....
Mein technisches Verständniss ist eigentlich ganz gut, hab mal Elektromaschinenbauer gelernt und auch die Heizung elektrisch angeschlossen.

Aktuell "krankt" es noch daran, dass die "Heizis" einen neuen Ventilkopf für die Stellmotoren nicht her bekommen.
Die verbauten für die Handdreher gehen zu schwer. Ich hab schon Funkthermostate, 230V AC im Verteiler - alles da.

Ich werde mich die nächsten Tage mal durch deinen Link arbeiten - danke dafür.
 

Jörg55

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Mach mal eins, springt die heizung an, käffchen machen, ab zur heizung.
Geht die dann aus, schaust in den brennraum was überbleibt.

1.: entweder nichts, blöd weil auch keine glut
2.: Du siehst unverbrannte Pellets, Heizung falsch eingestellt
3.: Du siehst eine glut, und oben wenige unverbrannte Pellets, perfekt.

bei 1 und 2 holst den heizi und versohlst mit einem guten meinungsumformer deren popo ;)
 

Elektroniker56

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jörg55, du bist gut, gibst gute Tipps.
Wo kann jemand mit pelletheizung eine gute Funktionsbeschreibung finden? In meinem Bekantenkreis gibt es zwei Pelletverwender, aber nirgends gibt es eine gute Beschreibung wie so eine Anlage gut und richtig arbeitet.
Würde mich auch interessieren, wie so eine Anlage verbrauchsgerecht arbeitet.
 
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