Erfahrungen mit Pelletheizung Windhager Biowin 2

Diskutiere Erfahrungen mit Pelletheizung Windhager Biowin 2 im Holz, Pellets, Biomasse Forum im Bereich Regelungstechnik / Erneuerbare Energien; Die Aufrechnung ist ja geradezu köstlich und wird vielleicht einigen Leuten die mit einer Pelletheizung liebäugeln die Augen öffnen. Dabei sind ja...

Hinnerk

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Die Aufrechnung ist ja geradezu köstlich und wird vielleicht einigen Leuten die mit einer Pelletheizung liebäugeln die Augen öffnen. Dabei sind ja die relativ hohen Anschaffungs- und Wartungskosten noch gar nicht in der Gesamtkalkulation enthalten. Allein der Stromverbrauch macht 30 Prozent unseres Gesamtstromverbrauchs aus bei 260 m² Wohnfläche. Unglaublich. Wenn ich dann noch lese, dass du jeden Abend die Anlage überprüfst um Fehler rechtzeitig zu erkennen...
Da braucht ihr ja bei Urlaubsfahrten einen Hausmeister. :eek:
Ne ne, das aus für Pelletheizungen wie auch für Gas- und Ölheizungen bei Neuanlagen ist eingeläutet. Wer die noch hat soll sie nutzen so lange sie noch laufen oder wirtschadftlich noch gerade zu akzeptieren sind. Aber heute noch so eine Technik einbauen? nie und nimmer!
Ich kann nur hoffen, dass die Pelletpreise weiter ins Unermessliche steigen und diese Öfen mit geschönten Umweltnoten endlich aussterben. Ich habe an anderer Stelle ja ausgeführt, was der hohe Pelletbedarf zunehmend in der Natur anrichtet.

Obwohl unsere Heizung noch fast neu ist wird sie nächstes Jahr gegen eine Wärmepumpe und Photovoltaik getauscht obwohl wir keine Fußbodenheizung haben. Da wir jetzt zwei Winter mit einer maximalen Vorlauftemperatur von 50 Grad auskamen sollte das mit den heutigen Geräten kein Problem sein. Evtl. bleibt die Wolf-Therme für den Notfall ja auch hängen.

 
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Scarfacexxl

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Dass ich jeden Abend nachschaue, ist nur eine Vorsichtsmaßnahme. Sie läuft wirklich inzwischen so zuverlässig
wie früher die alte Gasheizung.
260qm und 30% Strom, passte bei mir früher auch, als ich noch berufstätig war.
Ich habe für den Heizungskeller einen eigenen Stromzähler, weil das Haus wie ein Doppelhaus genutzt wird. Ich wollte alle Kosten abrechnen.

Die Pellethersteller sägen den Ast ab, auf dem die Anlagenhersteller sitzen.
Ich kann Pellet heute niemanden mehr empfehlen. Für ein gut isoliertes Haus sowieso nicht.
 

Hank1

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@scarface:Danke für Deinen informativen Beitrag! Die von Dir aufgeführten weiteren Fixkosten muss man auf jeden Fall berücksichtigen! Nur vom Pelletpreis auszugehen ist irreführend. Die Betriebs-und Brennstoffkosten sind im Prinzip gleich hoch wie ein neu abgeschlossener Gasliefervertrag. Das ist mir aber klar. Es ist aber leider so, dass wir von Gas und Öl weg müssen. Und daher kommt für ein 25 jahre altes Bestandsgebäude ohne Fussbodenheizung leider nur eine Pelletheizung infrage. Ich habe heute eine Solarfocus Anlage bestellt mit dem Solarfocus ecotop zero.
 
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Hank1

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@Hinnerk: Eine Wärmepumpe bringt nur max. 45 Grad Vorlauftemperatur und reicht ohne Heizflächenvergrösserung und ohne Fussbodenheizung nicht aus. Der nächste harte Winter kommt bestimmt. Der Heizbedarf muss immer für die Normaussentemp. nach Wärmebedarfsrechnung ermittelt werden. Diese liegt bei uns z. B. Bei - 12 Grad.
 

Scarfacexxl

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Ich gehe auch davon aus, dass die Preise sich wieder auf ein vernünftiges Maß einpendeln. Nur bei den heutigen Level kann man es vergessen.
Öl ist sicher gestorben und bei Gas muss ja demnächt etwas grüne Energie aufs Dach. Dafür bin ich zu alt, das lohnt sich für mich nicht mehr.

Vielleicht brauchen neue Anlagen weniger Strom. Der hohe Stromanteil kommt m.E. dadurch, dass im Winter Tag und Nacht ein Lüfter mitläuft.
Etwas wird für das Einträufeln der Pellets (Bei Windhager Zufuhr von oben) verbraucht, etwas zum Ausführen der Asche.
 

Hank1

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Hatte ich ganz vergessen: 8,4 qm Kollektorfläche für WW und etwas Heizungsunterstützung lasse ich auch installieren.
 

Hinnerk

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@Hinnerk: Eine Wärmepumpe bringt nur max. 45 Grad Vorlauftemperatur und reicht ohne Heizflächenvergrösserung und ohne Fussbodenheizung nicht aus. Der nächste harte Winter kommt bestimmt. Der Heizbedarf muss immer für die Normaussentemp. nach Wärmebedarfsrechnung ermittelt werden. Diese liegt bei uns z. B. Bei - 12 Grad.
Moderne Wärmepumpen der heutigen Generation bringen heute alle 60 Grad ohne Probleme teils sogar bis zu 75 Grad. Letztere sind dann natürlich nicht so effizient. Aber wie gesagt, bei uns sind es lediglich 50 Grad und das nur äußerst selten und nur nachts.
Die Sache mit der Normtemperatur ist auch nur Theoprie.
"Die rechnerische Außentemperatur nach DIN EN 12831 ist jene tiefste Temperatur einer Kälteperiode, die sich 10 mal innerhalb von 20 Jahren über mindestens zwei aufeinanderfolgende Tage gehalten hat. Sie ist demnach ein vereinbarter Rechenwert und nicht der tiefste Wert, der jemals gemessen wurde".

Bei uns beträgt diese gem. Klimakarte -9,5 Grad. Aber wie gesagt, Theorie. Tatsächlich wurde diese Temperatur bei uns während der letzten 20 Jahre und über einen Zeitraum von zwei Tagen nicht einmal erreicht. Zudem stammt dieser Rechenwert für die Berechnung der Heizlast aus einer Zeit, wo Öl billig war und die Häuser schlecht bis gar nicht isoliert waren. Unser Haus ist sehr gut isoliert, so dass wir kurzzeitige untere Temperaturspitzen im Haus nicht spüren.

Wir beheizen 260 m² mit einer 14 kW-Therme, die immer noch hoffnungslos überdimensioniert ist und auch im Winter im unteren Modulationsbereich vor sich hindümpelt.
Unsere Heizungen werden immer noch idiotischerweise für die nächste Eiszeit dimensioniert. Von daher stammt auch die falsche Vorstellung, dass Wärmepumpe in Verbindung mit Heizkörpern nicht geht. Es kommt auf den Einzelfall an. Neueres gut isoliertes Haus, moderne Wärmepumpe neuester Bauart in Verbindung mit Photovoltaik - kein Problem. Natürlich müssen die baulichen Bedingungen bzw. der Platz vorhanden sein.
 
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Austro-Diesel

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Rauchfangkehrerkosten und Wartung gibt's aber bei anderen Heizungen auch. Vielleicht ein wenig günstiger, aber Abgasmessung und Kehrarbeit durch den Rauchfangkehrer hatte ich bei meiner alten Gasheizung auch.

Die Wartung der Pellet-Kessel ist auch recht unterschiedlich, von 1 über 2 bis zu 3 Jahren gibt es alles. Der von mir gewählte ETA ePE hat zB 3 Jahre -- das macht schon einen Unterschied.

Der Windhager BioWin 2 verbraucht mit seinem sehr massiven Zündelement sehr viel Strom im Vergleich zu moderneren Produkten, das kann man schon aus dem Prospekt herauslesen. Wenn ich mich recht erinnere 1,5 kW und es muss der ganze Primärluftbereich erhitzt werden. Andere kommen mit 200 W aus und blasen direkt auf die Pellets, was viel schneller zur Zündung führt. Hat man einen großen Pufferspeicher und daher wenig Zündvorgänge relativiert sich das wieder ein wenig.

Und immer dran denken: Energie geht nicht verloren, die Abwärme von Pumpen, Lüftern o.ä. bleibt irgendwo, mit etwas Glück im Objekt. Damit reduziert sie -- zwar teuer, aber doch -- die Heizlast.

Welche Temperatur eine Wärmepumpe erreicht ist technisch primär von der Temperatur der Wärmequelle (Luft, Wasser) und der Menge an eingesetztem elektrischem Strom abhängig, das geeignete Kältemittel vorausgesetzt. Irgendwann wird man halt die Lust daran verlieren, wenn es draußen –12° C hat und die Soll-Vorlauftemperatur dann bei 60° C liegt. Da kann man sein Papiergeld auch gleich verbrennen.

Richtig ist aber auch, dass es nur sehr wenige Tage im Jahr so kalt ist (wenn überhaupt) und uns der Klimawandel in die Hände spielt.
 
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