Erfahrungen mit Pelletheizung Windhager Biowin 2

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Hank1

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Hallo,
Wir wollen unsere Ölheizung gegen eine Pelletheizung mit Pufferspeicher und Solarthermie austauschen. Aufgrund unserer schmalen Kellereingangstür (71 cm) kommt nur ein entsprechender Pelletkessel in Frage, der durch diese Tür passt. Wer hat Erfahrung mit dem Windhager Biowin 2 ? Ist es ein Manko, dass der Kessel keine Lambdasonde hat?
 

Heizungsprofi

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Hi,
Der BioWin 2 läuft mit einem Thermokontrollfühler und braucht keine Lambdasonde da die Abgaswerte fast bei 0 staubanteil sind.
Gruss
 

Hank1

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Wie sind Eure Erfahrungen mit dem Biowin 2 ? Ist er störungsanfällig ?
 

Heizer21

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Dein Problem ist, dass der Pufferspeicher nicht durch die Kellertür passt?
Frag mal nach Ortsschweissung, da wird der Puffer erst in deinem Keller zusammen gesetzt und passt vorher durch jede Tür.
Hab grade hinter mir für die neue Pelletheizung mit Ökofen Condens ZeroFlame
 

Hank1

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Danach hatte ich aber nicht gefragt…….
Die Ökofen-Produkte mag ich nicht.
 

LTB

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Es ist Wurscht was du magst oder ob X laut Internet vermeintlich besser ist als Y.
Wichtig ist, dass dein HB Erfahrung mit dem Kessel hat und mehr oder weniger örtlich greifbar, wenn was sein sollte.
Und wenn zu deiner Heizungsauslegung ein Pufferspeicher entsprechender Größe eben nicht durch die Türen passt sollte/muss man nach alternativen suchen.
Ich meine, das fast alle Kessel durch 70cm Türen passen, da diese Modular vor Ort aufgebaut werden.

Was bietet denn dein HB an?
 

Hank1

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Ich warte immer noch auf das Angebot von meinem HB - gibt wohl Lieferschwierigkeiten, einige Bauteile sind vergriffen….
Der HB wohnt im Nachbarort und hat schon etliche Biowin 2 eingebaut und betreut sie auch.
 

Hinnerk

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Pelletheizung ist ein Auslaufmodell. Es wäre ja auch geradezu ein Hohn Gas-und Ölheizungen zu verbieten, Pelletheizungen aber weiterhin zu genehmigen. Folgendes postete ich bereits an anderer Stelle:

Holz ist weltweit zu einem knappen Gut geworden, nicht erst seit Corona und Krieg. Holz wächst nicht so schnell nach wie es vornehmlich beim Bau zunehmend benötigt wird. Mittlerweile wird längst nicht mehr nur Abfallholz für die Pelletindustrie genutzt. Mindestens 30 Prozent des Holzes welches heute zu Pellets verarbeitet wird ging früher in die Bauindustrie. In Ländern wie England wird sogar Braunkohle gegen Holzpellets in Kraftwerken ersetzt. Eine Katastrophe!
In Finnisch-Lappland, Nordschweden und Norwegen werden von dem zweitgrößten Forstunternehmen der Welt, Stora Enso, die letzten Urwälder Nordeuropas gnadenlos gerodet. Und dann wäre da noch der Etikettenschwindel mit der CO2-Neutralität.

Selbst den Finnen ist mittlerweile ihr Holz zu kostbar, um es wie seit Generationen üblich im Ofen zu verfeuern. Zunehmend lassen die sich in ihre Specksteinöfen Gaseinsätze einbauen. Das ist zwar auch nicht umweltfreundlich zeigt aber doch wie wertvoll Holz heute ist. Das verfeuert man nicht einfach.

Da wo es technisch möglich ist führt heute nichts an der Wärmepumpe, nach Möglichkeit in Verbindung mit Photovoltaik, vorbei. Da muss dann mal das neue neue Auto oder die Kreuzfahrt hinten anstehen.
Wer heute noch daran denkt in eine Pelletheizung zu investieren ist entweder nicht ausreichend informiert oder er/sie hat es nicht so mit der Umwelt.
So emittieren auch moderne Pelletkessel nach Messungen der Schweizer Bundesumweltbehörde unter Umständen die 400 bis 800-fache Menge an Staub gegenüber einer Erdgasheizung. Holzöfen können sogar eine tausend bis zweitausendfache Menge an Feinstaub emittieren.
Die Menge an Kohlenmonoxyd vergrößert sich mit Pelletheizungen nach den Messungen um das zehn bis fünfzigfache gegenüber einer Gasheizung, bei Holzöfen kann die Menge den vierhundertfachen Wert erreichen. Die NOx-Werte betragen im Schnitt das drei- bis sechsfache gegenüber dem Ausstoß von Gasheizungen.

Quelle: Kommt nach Dieselgate ein Holzofengate? - Teil 1

Hier ist auch noch was zum lesen:

Erdgas, elektr. Strom: Die Greta-Preise sind da!

 

Hank1

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@Hinnerk|: Mein Beitrag bezieht sich auf das Thema "Erfahrungen mit Biowin 2" . Deine Antwort hierauf ist off topic und trägt leider nichts zu meinem Beitrag bei.
Ich habe mich für eine Pelletheizung entschieden, da ich meine 27 Jahre alte Ölheizung ersetzen muss. Für ein 27 jahre altes Einfamilienhaus mit Radiatorenheizung 70/50 gibt es z.Z. keine andere Alternative - es sei denn man zieht Gas/Öl noch in Erwägung. Eine Wärmepumpe ist aufgrund der max. Vorlauftemp. von 45 ° C nicht möglich. Falls Du noch andere Möglichkeiten siehst - bitte sehr. Der Feinstaubanteil bei Pelletkesseln ist ein Thema. Aus diesem Grund werde ich mir auch den Biowin 2 pure zulegen, der einen Feinstaubanteil < 2,5 mg hat und für den es den 5 % Innovationsbonus von der BAFA gibt.
Einen geregelten Pelletkessel kann man nicht mit einem Kaminofen vergleichen . Diese sollte man zukünftig verbieten.
 

Hinnerk

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Es ist nicht unbedingt of topic wenn man eine kritische Anmerkung zu einem Thema macht. Ich spreche hier ja nicht vom Wetter.
Hier noch ein "kleiner" Exkurs. Wem es zu lang erscheint muss es ja nicht lesen: 😀

Meine Vorbehalte gegenüber einer Pelletheizung zielen in erster Linie auf den enormen Reccourcenverbrauch ab. Anfangs war es ja tatsächlich noch so, dass Pellets fast ausschließlich aus Holzresten hergestellt wurden die weder als Bauholz noch für die Möbelherstellung genutzt werden konnten. Diese Zeiten sind aber vorbei. Infolge der enorm gestiegenen Nachfrage nach Pellets wird dafür heute zunehmend gutes Holz zum Verbrennen verarbeitet, was in der Bauindustrie und im Handwerk fehlt.

In meiner Heimatgemeinde befindet sich ein großer Landesforst. Bis vor wenigen Jahren wurde das geschlagene Holz in exakt gleiche Längen gesägt, nach Qualität sortiert und an die Baustoff- und Möbelindustrie verkauft. Der liegengebliebene Ausschuss wurde regelmäßig zu dutzenden von Haufen zusammengetragen die dann in einer Auktion an private Interessenten als Feuerholz versteigert wurde.
Damit ist lange Schluss da unwirtschaftlich und Personalintensiv. Stattdessen holen jetzt Unternehmen die die Pelletwirtschaft bedienen die geschlagenen Bäume komplett aus dem Wald. Und die landen dann bei dir schön zerkleinert in Form von Würmern in deinem Brennstofflager.

Was für eine sinnlose Verschwendung! Wenn du die Möglichkeit hast solltest du dir die riesigen kahlen da von Stora Enso abgeholzten Flächen z.B. in Finnisch Lappland mal anschauen. Alles kahl, soweit das Auge reicht. Das Schlimme dabei ist, dass der Boden dort wie fast überall im nördlichen Finnland, Norwegen und Schweden nur aus einer dünnen Humusschicht besteht. Darunter ist Felsen. Kommen jetzt die Holzfäller mit ihren großen Erntemaschinen fahren sie damit die über tausende von Jahren entstandene Humusschicht kaputt. Der blanke Felsen kommt zum Vorschein. Bei den nächsten starken Regenfällen wird der Humus von den Hängen gespült. Und das war es dann. Das Aufforsten kann man dann vergessen. Aber daran besteht meist ohnehin kein Interesse. Interessant ist da nur das schnelle Geld.

Eine weitere Folge ist dass den dort lebenden Ureinwohnern den Sami mit ihren Rentierherden die Lebensgrundlage genommen wird. Die Menschen werden wie früher die Indianer in den USA in Ghettos verfrachtet wo nicht wenige Menschen depressiv werden und dem Alkohol verfallen da sie keinerlei Lebensperspektive mehr haben.

In Ostlappland ist die weltweit größte Zellstoffmühle gebaut worden, in der jährlich 6,7 Millionen Kubikmeter Holz verarbeitet werden. Weitere 4 oder fünf solcher Mühlen in dieser Größenordnung sind bei der Metzer Group, finnischer größter Holzverwerter, in Planung. Dies übrigens mit Hilfe chinesischer Investoren. Da lässt sich erahnen, wie in wenigen Jahrzehnten Finnlands Wälder zu ausgedehnten Steppen verkommen werden wenn nicht jetzt endlich Schluss gemacht wird mit diesem Raubbau an der Natur.

Ein trauriges Kapitel in der EU. Und das nur wegen unserem Holzhunger. Wir brauchen Holz, das ist mir vollkommen klar. Aber gutes Holz einfach zu verbrennen ist schon schlimm.

Aber zurück zu den Pellets und dem damit verbundenen Holzverbrauch: Holz ist zu einem weltweit knappen Gut geworden. Zimmereibetriebe müssen ihre Leute zunehmend in Kurzarbeit schicken da gerade nicht genug Holz vorhanden. Dies hängt auch damit zusammen dass der Hausbau boomt wie noch nie und immer mehr Häuser aus Holz bzw. Fertigbauweise erstellt werden was den Bedarf an Holz nochmals erhöht.

Meine Hoffnung ist ja, dass sich diese Mode mit den Pellets bald von selbst erledigt. Auch wenn Öl und Gas immer teurer werden ist damit zu rechnen, dass Holz, egal ob für den Bau oder den Ofen den Preisen von Öl und Gas davonlaufen wird.
 

Hinnerk

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Noch eine kleine Anmerkung: Ich bin ganz bestimmt kein grüner Spinner im selbst gestrickten Norwegerpullover dem der Spinat aus der Hosentasche wächst. Auch habe ich nicht grundsätzlich etwas gegen Holzöfen. Nur bin ich aus den genannten Gründen gegen eine Holzheizung für den Dauerbetrieb also als Wärme-Grundversorger.
Wir selbst haben einen finnischen NunnaUuni Specksteinofen. Der wird aber nur noch hin und wieder angemacht. Besuch freut sich immer auf die selbst gemachte Pizza aus dem Backofen.
Feuerholz musste ich mir noch nie kaufen weil das bei uns im Garten wächst.
 

Heizer21

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ja, Holz bzw Pellets ist nicht optimal zum verbrennen. Einerseits, wegen den Emissionen, andererseits wegen der Holzherkuft/Produktion und beschränken vorhandenen Menge.
Deshalb wird Pellet als Übergangstechnologie gehandelt, zum Heizen wo Wärmepumpe nicht möglich oder WP Strommix zu stark CO2 lastig ist.
Unter Übergang verstehe ich 20-50J.
Mit einem modernen und gut auf die Liegenschaft eingepassten und konfigurierten Pelletkessel, kann man aber die Emissionen sehr tief halten.

Wer beim Kauf der Pellets in DACH auf lokale Produktion aus nachhaltiger Waldwirtschaft achtet (und nicht nur auf den Preis im nächsten Baumarkt!!!) , der kann auch davon ausgehen, dass über die eingekauften Pellets kein Raubbau am Wald statt findet.
Grundsätzlich ist es zB in der CH, und ich meine auch in Süd D und A, so dass nach wie vor mehr Holz nachwächst, als geschlagen wird.

Die nachhaltigste Heizung ist übrigens die Solarheizung, wo im Sommer ein riesiger Speicher solar gewärmt wird und im Winter seine Wärme zum
heizen ab gibt.
Braucht hat etwas Platz…
 

Heizer21

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Wir selbst haben einen finnischen NunnaUuni Specksteinofen.
Stückholz betriebene Cheminees und Zimmeröffen, auch in moderner Ausführung und richtig angezündet, sind übrigens zimmlich Dreckschleudern und nicht sonderlich effizient, im Vergleich zu Pellet…
Mein vor 20j super saubere T‚Loft Topolino von Tonwerk richt man im Betrieb zB im ganzen Quartier, was ein sicheres Zeichen für Dreckschleudern ist.
Die kleine Rauchfahne meines Ökofen ZeroFlam richt mann nicht und sieht sie kaum
 

Hank1

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ja, Holz bzw Pellets ist nicht optimal zum verbrennen. Einerseits, wegen den Emissionen, andererseits wegen der Holzherkuft/Produktion und beschränken vorhandenen Menge.
Deshalb wird Pellet als Übergangstechnologie gehandelt, zum Heizen wo Wärmepumpe nicht möglich oder WP Strommix zu stark CO2 lastig ist.
Unter Übergang verstehe ich 20-50J.
Mit einem modernen und gut auf die Liegenschaft eingepassten und konfigurierten Pelletkessel, kann man aber die Emissionen sehr tief halten.

Wer beim Kauf der Pellets in DACH auf lokale Produktion aus nachhaltiger Waldwirtschaft achtet (und nicht nur auf den Preis im nächsten Baumarkt!!!) , der kann auch davon ausgehen, dass über die eingekauften Pellets kein Raubbau am Wald statt findet.
Grundsätzlich ist es zB in der CH, und ich meine auch in Süd D und A, so dass nach wie vor mehr Holz nachwächst, als geschlagen wird.

Die nachhaltigste Heizung ist übrigens die Solarheizung, wo im Sommer ein riesiger Speicher solar gewärmt wird und im Winter seine Wärme zum
heizen ab gibt.
Braucht hat etwas Platz…
was bedeutet "DACH"?
 

Heizer21

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tricotrac

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Austro-Diesel

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Habe anfangs auch mit dem BioWin 2 spekuliert, bin von diesem Produkt aber abgekommen.

Funktionieren wird er, allerdings gefielen mir ein paar Details nicht wie zB die Rückbrandsperre mittels Wassertank, deren Auslöser laut Windhager-Techniker alle paar Jahre vorsorglich ersetzt werden sollte um "unangenehme Überraschungen" zu vermeiden. Auch wenn die Abgaswerte durchschnittlich gut sind wird es einen Grund haben, warum modernere Produkte eine Lambdasonde und teilweise auch Irisblenden sowie elektrostatische Partikelabscheider mitbringen, denke ich mir. Schwankende Pelletqualitäten und Luftverhältnisse können damit ausgeregelt werden.

Fast alle Pelletkessel haben einen schamottierten Brennraum, Windhager nicht. Ebenso "eigenwillig" ist die recht massive elektrische Zündung mit sehr hohem Energiebedarf. Den Rest gab mir dann der Windhager-Gebietsleiter, der mir trotz einfacher Flachheizkörper im Einfamilienhaus ud angedachter Habrid-Wärmepumpe von einem Pufferspeicher abriet. Eine raumluftunabhängige Verbrennungsluftzufuhr erfordert bei Windhager lt. Planungsunterlagen zwingend eine Zufuhr durch den Rauchfang. Ersatzteile scheinen nur über Installateure zu bekommen zu sein und sind offenbar auch nicht ganz billig. Und bis heute habe ich kein Angebot eines Installateurs mit diesem Produkt tatsächlich erhalten.

Die angedachte Windhager Wärmepumpe für einen Hybridbetrieb stellte sich bei genauerem Vergleich -- so wie der Kessel selbst -- als solide, aber etwas angestaubte Technik heraus. Ich denke schon, dass man das Gerät unbesorgt kaufen kann, wenn man mit diesen technischen Details leben kann und will. Die häufiger zu lesenden Probleme der ersten Generation sind offenbar Geschichte.

Schlussendlich bin ich für mich nach einiger "Studienzeit" bei einem ganz "frischen" ETA ePE (ohne Brennwerttechnik) mit elektrostatischem Staubabscheider gelandet. Maße ca. 63 x 65 x 150 cm -- wie gut der funktioniert wird sich dann im kommenden Winter zeigen.
 

Hank1

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Danke für die Infos! Der Biowin 2 scheint mir auch etwas antiquiert zu sein - soll aber lt. einem örtlichen HB sehr zuverlässig laufen. Ein Angebot habe ich von ihm aber auch noch nicht erhalten. Ich priorisiere eigentlich den neuen Solarfocus ecotop zero, der die von dir erwähnten Komponenten wie Lambdasonde, elektrostatischen Feinfilter u.s.w. alle enthält. Habe auch schon ein gutes Angebot vorliegen. Nachteil ist nur, dass der HB nicht in meiner Nähe wohnt.
 

Austro-Diesel

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Bei Solarfocus hielten mich zwei Dinge von einer näheren Betrachtung ab: Die unglaublich häufigen Rechtschreibfehler in allen Informationsmaterialien (für mich ein Indiz für Nachlässigkeit), der Auftritt im Allgemeinen (Designsprache) und das ungewöhnliche, vom Holzvergaserkessel abgeleitete Sturzbrand-Prinzip, das kein Mitbewerber für Pelletskessel nutzt und dessen potenzieller Vorteil sich mir nicht erschließt. Allerdings erscheinen mir deren breit angelegtes Angebot (Solarthermie, Wärmepumpe, Biomasse) und Zugang zum Thema (Wetterprognosefunktion, hybride Wärmebeschaffung) auch nicht verkehrt.

Schau dir auch mal den ETA ePE an. Ich meine, dass das Ding spannend ist. Topaktuelle Technik, sehr gute Abgaswerte, kompakt, für mich überraschend offene Kommunikation mit dem Gebietsleiter (für Selbermacher und/oder Selbstwartung wichtig). Auch das lange (3-jährige!) Wartungsintervall für die Arbeiten durch einen Fachmann ist interessant und spart Kosten und Aufwand. Den Kessel gibt es seit ein paar Jahren mit Brennwerttechnik und seit Kurzem nun auch ohne, also mit Heizwerttechnik (dieser ist leider noch nicht auf deren Homepage angekommen, aber man kann ja mal beim ePE BW querlesen). Das spart etwas Geld und die mühselige Reinigung des Ablaufsystems, das durch die Ascheanteile mehr oder weniger stark verschlammt.

Mir selbst war wichtig, dass der Verbrennungsrost im Zuge der Entaschung zwangsweise von Verbrennungsrückständen gereinigt und die Verbrennung gut geregelt wird. Der integrierte und damit wartungsfreie elektrostatische Staubabscheider hat auch seinen Reiz fürs "Greenwashing". Generell sind der Wartungsbedarf und die zu erwartenden Kosten im Auge zu behalten, hier gibt es von jährlich bis alle 3 Jahre ja alles mögliche; das macht bei rund 250 bis 350 Euro pro Einsatz schon einen Unterschied.

Nicht unwichtig ist manchmal auch die Lage der Anschlüsse, denn wenn "alles von der falschen Seite kommt" wird's mühsam und der Raumbedarf steigt.
 
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Scarfacexxl

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Ich habe 2006 eine Windhager Anlage bekommen. Zwischen 2007 und 2009 ist der Brenner dreimal komplett umgebaut worden. Die Serienreife hat Windhager erst in meinem Keller erlangt. Das haben sie aber sehr gut gelöst. Seit dieser Zeit arbeitet sie ziemlich zuverlässig. Es gibt eine Schwachstelle, die ca. dreimal zu einer Störung geführt hat. Da ich aber die Anlage jeden Abend einmal überprüfe, habe ich den Fehler immer rechtzeitig erkannt und mit einem Handgriff behoben.

Man sollte aber - insbesondere bei Neubauten - den Kauf einer Pelletanlage GUT überdenken.
Bei einem Preis von über 400€, ist die Pelletanlage für mich nicht tot, aber sie liegt auf der Intensivstation.
Der Preis ist nämlich eine Mogelpackung. Für den eigentlichen Preis muss man Folgendes beachten.

Ich verbauche jährlich 6t
Der Schornsteinfeger kommt zweimal pro Jahr zum Fegen und in jedem zweiten Jahr zur Feinstaubmessung
Also 45€ + 45€ + 60€ Kosten pro Jahr
Für Wartung zahle ich jedes Jahr 240€, die kann nur der Werkskundendienst durchführen.
Ich habe einen Stromzähler im Heizungskeller. Verbauch bei 6t jedes Jahr 1000kWh

So, nun möge ich jeder den tatsächlichen Preis ausrechnen.
Wenn die Pellethersteller weiter glauben, sie werden in Krisenzeiten reich, dann sollte sie daran denken, dass sie die Arbeit der Anlagenhersteller
torpedieren. Und wenn dieser Typ Anlage plötzlich zu einem Auslaufmodell wird, werden die Pellets erst wirklich teuer.
 
Thema:

Erfahrungen mit Pelletheizung Windhager Biowin 2

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