Energieversorung Neubau Einfamilienhaus + 6 Ferienhäuser

Diskutiere Energieversorung Neubau Einfamilienhaus + 6 Ferienhäuser im Off Topic Forum im Bereich Off Topic; Hallo in die Runde, ich schreibe als Neuling und kenne mich bzgl. Heizungsanlagen im Grunde überhaupt nicht aus. Wir planen den Bau eines...

philipok

Threadstarter
Mitglied seit
02.11.2018
Beiträge
9
Hallo in die Runde,
ich schreibe als Neuling und kenne mich bzgl. Heizungsanlagen im Grunde überhaupt nicht aus.
Wir planen den Bau eines Einfamilienhauses inkl. eines Büros für mich und eines Praxisraums für meine Frau. Das Haus soll über drei Etagen mit einer Nutzfläche von ca. 220-240 qm gebaut werden.
Außerdem möchten wir perspektivisch sechs Ferienhäuser zur Vermietung bauen.
Welche Form der Wärmeversorgung ist dafür zu empfehlen? Eine zentrale Quelle? Oder für jede Einheit eine eigene Heizanlage?
Ich freue mich auf Input!
 
Wolfhaus

Wolfhaus

Experte
Mitglied seit
21.12.2014
Beiträge
4.831
Standort
dem Süden von Berlin
Das Haus soll über drei Etagen mit einer Nutzfläche von ca. 220-240 qm gebaut werden.
Dafür reicht jede übliche Einfamilienhaus Heizung. Aber welcher Brennstoff soll verwendet werden oder System Wärmepumpe?
Außerdem möchten wir perspektivisch sechs Ferienhäuser zur Vermietung bauen.
Hier sind Angaben zur Größe und Lage der Ferienhäuser notwendig. Auch hierzu Angaben zum möglichen Energieträger.
Wie und wann soll denn das alles fertig zur Nutzung sein?
Ich kann dir jetzt schon sagen das keine zentrale Heizung möglich ist, wenn du dann in Jahren später die Ferienhäuser sukzessive anschließen willst.
 
Hausdoc

Hausdoc

Moderator
Mitglied seit
25.12.2008
Beiträge
24.769
Außerdem möchten wir perspektivisch sechs Ferienhäuser zur Vermietung bauen.
Dann blende das erst mal vollkommen aus. Das wird eine eigene Baustelle.
Hier sollte Augenmerk auf Trinkwasserhygiene gelegt werden. Bei sowas kommt da heute eigentlich nur eine dezentrale Warmwasserbereitung in Frage.
Entweder Elektro Durchlauferhitzer - eigentlich energetische Dinosaurier . Oder die Ferienhäuser an ein kleines Nahwärmenetz anschließen und über entsprechende Wohnungsstationen mit Heizwassser versorgen, das über entsprechende Wärmetauscher auch das Brauchwasser ausreichend erwärmt.

Jetzt eine Heizung zu planen, bei der du nicht weißt wie die die Erweiterung mal aussehen könnte bliebe für immer ein Bastelwerk.

Welche Form der Wärmeversorgung ist dafür zu empfehlen?
Das steht dir noch frei.
Üblicherweise macht man hier eine Vollkostenrechnung ( Anschaffungskosten, Wartungskosten, Energiekosten, vermutliche Reparaturen über einen Zeitraum von 15 Jahren) und stellt diese Kosten der einzelnen Heizsysteme gegenüber.

Hier schneidet seit vielen Jahren Gasbrennwert mit deutlichem Abstand am besten ab.
An 2. Stelle kommt Ölbrennwert, dann Grundwasserwärmepumpe, dann Pellet, dann Sole Wärmepumpe . Schusslicht mit deutlichem Abstand sind Luftwärmepumpen.
 

philipok

Threadstarter
Mitglied seit
02.11.2018
Beiträge
9
Hallo Wolfhaus, hallo Hausdoc,

danke schon mal für das ausführlich Feedback.

Wolfhaus schrieb:

Aber welcher Brennstoff soll verwendet werden oder System Wärmepumpe?

Um hier etwas Aufklärung und Empfehlungen zu erhalten, hatte ich gepostet. Wie gesagt, habe ich selbst keinerlei Erfahrung. Und ich möchte ganz einfach nicht nur Verkäufermeinungen hören, sondern am bekannten Foren-Knowhow teilhaben.

Hier sind Angaben zur Größe und Lage der Ferienhäuser notwendig.

Ich denke, dass wir zwei Größen realisieren werden: eine kleinere Variante für 4 Personen (inkl. Aufbettung 6) und eine größere für 6-8 Personen. Wir sprechen dabei von 55-65 qm bzw. 80-90 qm.

Die Häuser liegen auf ca. 1.000 m Höhe in Südosthanglage mit guter Sonneneinstrahlung. Allerdings ist die Anzahl der Sonnentage im Gebirge überschaubar. Der zurückliegende Sommer ist sicher nicht der Standard. Es gibt ca. 4 Monate Winter und im Frühjahr und Herbst schönstes Schietwetter.

Auch hierzu Angaben zum möglichen Energieträger.

Gas liegt an.

Wie und wann soll denn das alles fertig zur Nutzung sein?

Wir planen den bau unseres Einfamilienhauses 2019/20 und würden 2020 oder 2021 mit dem Bau von allen sechs Ferienhäusern beginnen wollen.

Hausdoc schrieb:

Hier sollte Augenmerk auf Trinkwasserhygiene gelegt werden. Bei sowas kommt da heute eigentlich nur eine dezentrale Warmwasserbereitung in Frage.

Auch zum Thema "Wasser" bin ich unerfahren. Ich habe noch nie ein Haus gebaut und mir fehlt jeglicher Hintergrund. Wasser liegt aus dem öffentlichen Netz an.

Entweder Elektro Durchlauferhitzer - eigentlich energetische Dinosaurier . Oder die Ferienhäuser an ein kleines Nahwärmenetz anschließen und über entsprechende Wohnungsstationen mit Heizwassser versorgen, das über entsprechende Wärmetauscher auch das Brauchwasser ausreichend erwärmt.

Was ist mit Solarthermie auf dem Dach plus Kamin, der den Wärmekreislauf mit beheizt? Wir haben reichlich Land und Bäume, die zu Feuerholz verarbeitet werden können. Ich persönlich liebe es, Feuerholz zu machen. Diese Kombination hat mein Vater auf seinem privaten Ferienhaus. Bei der hervorragenden Dämmung von Neubauten ist der Energieverbrauch fürs Heizen offenbar sehr niedrig - soweit habe ich mich informiert.

Solarthermie + Kamin hatte ich mir bisher etwas genauer angeschaut.

Wobei ich hier im Forum natürlich schon einiges gelesen hatte, was gegen Solarthermie zu sprechen scheint. Ein Wirkungsgrad von ca. 75 % scheint mir als Laien doch recht gut. Aber wie gesagt - das ist meine laienhafte Meinung ohne jegliches echtes Knowhow, weswegen mich eure Meinung interessiert.

Jetzt eine Heizung zu planen, bei der du nicht weißt wie die die Erweiterung mal aussehen könnte bliebe für immer ein Bastelwerk.


Nun ja, eine Vorstellung von Anzahl und Lage der Ferienhäuser haben wir. Wir möchten Massivholzhäuser bauen. Das ist auch klar. Hier geht es natürlich auch ein Stück weit um das Flair - den sogenannten "Hüttenzauber". Deswegen definitiv auch den Kamin. Den wird es unabhängig vom Heizsystem sowieso geben müssen.

Ist es also wirklich abwegig, gleich im "Großen" zu planen? Ich hatte mir erhofft, dass wir dadurch ggf. das deutlich effizientere Heizsystem realisieren könnten, als kurzfristig nur für unser Haus zu planen. Dem scheint nicht so zu sein...

Zudem hatte mir ein Mann vom Fach gesagt, dass sich eine Wärmepumpe bei einem Einfamilienhaus nur schwer rentiert. Bei zwei Häusern sei es fraglich, inwiefern eine WP lohnt. Allerdings rechnete sie sich ab drei Häusern wohl sehr gut.

Als ich gestern Abend nach Meinungen zur WP schaute, bin ich natürlich arg erschrocken. Da scheint es wenig positive Meinungen zu geben...Wie ist eure Meinung dazu im Kontext "1 Einfamilienhaus + 6 Ferienhäuser"?
 
Hausdoc

Hausdoc

Moderator
Mitglied seit
25.12.2008
Beiträge
24.769
Was ist mit Solarthermie auf dem Dach plus Kamin, der den Wärmekreislauf mit beheizt?
Wie bereits genannt: Vollkostenrechnung

Ist es also wirklich abwegig, gleich im "Großen" zu planen?
Es dürfte ausser Frage stehen, daß du selbst bei den Planungen überfordert bist. Von daher rate ich hier zu einem Fachplaner.
Es macht keinen Sinn jetzt momentane Wünsche in die Tat umzusetzen und später fressen dir die Instalthaltungskosten die Haare vom Kopf.
Ist es also wirklich abwegig, gleich im "Großen" zu planen?
Nein, natürlich nicht.
Gerade in Hiblick auf den Gedanken einer Nahwärmeversorgung der Ferienhäuser macht sowas schon Sinn.

Was ist mit Solarthermie auf dem Dach plus Kamin, der den Wärmekreislauf mit beheizt?
Auch das macht bei einer Zentralen Anlage Sinn.
Aber NUR für Heizwassererwärmung. ( Welches z.b. im Nachgang das Trinkwasser erwärmt) .
Dann ist ein genügend großer Heizwasserpuffer notwendig .
Die Idee mit Kaminöfen den Heizkreis zu unterstützen halte ich für unwirtschaftlich. Zu oft fressen Reparaturen ( z.b. thermische Ablaufsicherung defekt....) einen Heizkostenvorteil wieder deutlich auf.

Wärmepumpe generell ausschließen würde ich nicht. -> Vollkostenrechnung....
 

philipok

Threadstarter
Mitglied seit
02.11.2018
Beiträge
9
Wie bereits genannt: Vollkostenrechnung



Es dürfte ausser Frage stehen, daß du selbst bei den Planungen überfordert bist. Von daher rate ich hier zu einem Fachplaner.
Es macht keinen Sinn jetzt momentane Wünsche in die Tat umzusetzen und später fressen dir die Instalthaltungskosten die Haare vom Kopf.

Nein, natürlich nicht.
Gerade in Hiblick auf den Gedanken einer Nahwärmeversorgung der Ferienhäuser macht sowas schon Sinn.


Auch das macht bei einer Zentralen Anlage Sinn.
Aber NUR für Heizwassererwärmung. ( Welches z.b. im Nachgang das Trinkwasser erwärmt) .
Dann ist ein genügend großer Heizwasserpuffer notwendig .
Die Idee mit Kaminöfen den Heizkreis zu unterstützen halte ich für unwirtschaftlich. Zu oft fressen Reparaturen ( z.b. thermische Ablaufsicherung defekt....) einen Heizkostenvorteil wieder deutlich auf.

Wärmepumpe generell ausschließen würde ich nicht. -> Vollkostenrechnung....
Hallo Hausdoc,

danke für das zügige Feedback! Darf ich noch fragen, ob es für Vollkostenrechnungen für die unterschiedlichen Heizungssyteme Vorlagen/Orientierungshilfen gibt?

Den Fachplaner hole ich hinzu. Nur sondiere ich zuvor gern und höre mir die Erfahrungen anderer Nutzer an, um nicht nur mit dessen Zweitmeinung dazustehen. Daher finde ich das Instrument der Foren einfach toll, wo Menschen ihre Meinung preisgeben, die offenbar einfach Erfahrung mitbringen.

Ich höre gern noch andere Meinungen!

Schönes Wochenende in die Runde
 
Hausdoc

Hausdoc

Moderator
Mitglied seit
25.12.2008
Beiträge
24.769
Darf ich noch fragen, ob es für Vollkostenrechnungen für die unterschiedlichen Heizungssyteme Vorlagen/Orientierungshilfen gibt?
Jein.
Die einzelnen Energiepreise sind bekannt. Die Preisprognosen darüber auch .Gas / Öl wird linear wie die letzen 30 Jahre steigen. Strom ( für Wärmepumpen) wird sich in dieser Zeit minimum verdreifachen.
Die Anschaffungskosten sind bekannt, auch die ungefähre Lebensdauer . Gas ca 15 - 20 Jahre, Öl etwas mehr, Wärmepumpe um die 10 - 15 Jahre, Pellet auch in der Gegend.
Reparaturkosten kann man nur ganz grob schätzen. Da hilft die Info vom lokalen Heizungsbauer. Wenn da beim Gasgerät das Gebläse nach 7 Jahren stirbt liegen wir bei 400€. Wenn bei der Wärmepumpe nach 7 Jahren der Verdichter stirbt liegen wir bei 4000 €.

In welcher Gegend soll denn das Objekt realisiert werden?
Um welche Praxis handelt es sich?
Ist Gebäudekühlung im Sommer etwas was du dir ggf wünschen würdest?
 
Wolfhaus

Wolfhaus

Experte
Mitglied seit
21.12.2014
Beiträge
4.831
Standort
dem Süden von Berlin
Hast ja einiges jetzt geliefert, ich mache mir mal Gedanken, wenigstens das du einige Richtungen hast.
 

philipok

Threadstarter
Mitglied seit
02.11.2018
Beiträge
9
Jein.
Die einzelnen Energiepreise sind bekannt. Die Preisprognosen darüber auch .Gas / Öl wird linear wie die letzen 30 Jahre steigen. Strom ( für Wärmepumpen) wird sich in dieser Zeit minimum verdreifachen.
Die Anschaffungskosten sind bekannt, auch die ungefähre Lebensdauer . Gas ca 15 - 20 Jahre, Öl etwas mehr, Wärmepumpe um die 10 - 15 Jahre, Pellet auch in der Gegend.
Reparaturkosten kann man nur ganz grob schätzen. Da hilft die Info vom lokalen Heizungsbauer. Wenn da beim Gasgerät das Gebläse nach 7 Jahren stirbt liegen wir bei 400€. Wenn bei der Wärmepumpe nach 7 Jahren der Verdichter stirbt liegen wir bei 4000 €.

In welcher Gegend soll denn das Objekt realisiert werden?
Um welche Praxis handelt es sich?
Ist Gebäudekühlung im Sommer etwas was du dir ggf wünschen würdest?
Hi,

wir haben vor zurück in meine Heimat Oberwiesenthal/Erzgebirge zu ziehen. Meine Frau ist Naturheilpraktikerin. Dafür planen wir einen überschaubar großen Praxisraum inkl. WC für die Kundschaft. Das ganze soll wie gesagt im Unter-/Kellergeschoss platziert werden und separat von außen zugänglich sein.

Durch die Hanglage ist das Untergeschoss von unten betrachtet ebenerdig zugänglich.
 

philipok

Threadstarter
Mitglied seit
02.11.2018
Beiträge
9
Hast ja einiges jetzt geliefert, ich mache mir mal Gedanken, wenigstens das du einige Richtungen hast.
Das ist großartig! Schon mal danke an dieser Stelle.

Vielleicht noch folgender Gedanke: Wenn ich einen Termin mit dem Heizungsfachmann mache, dann möchte ich möglichst gut vorbereitet sein und gern die Fragen zu den kritischen Punkten der unterschiedlichen Heizungssytemen kennen.

Der Fachmann ist Fachmann. Aber er ist auch Verkäufer. Und so wie ich es in den letzten Wochen erlebe, ist jeder von seiner Idee überzeugt (Ziegel- oder Holzhaus, Solarthermie oder Pelletofen etc.). Da ist es m. E. gut, wenn man die kritischen Punkte der jeweiligen Systeme halbwegs auf dem Schirm hat und den Fachmann damit ruhig ein wenig ins Schwitzen bringt ;-)
 

philipok

Threadstarter
Mitglied seit
02.11.2018
Beiträge
9
Hast ja einiges jetzt geliefert, ich mache mir mal Gedanken, wenigstens das du einige Richtungen hast.
Hallo Wolfgang,
ich wollte mal nachhaken, inwiefern du dir ggf. schon Gedanken machen konntest...
Beste Grüße
Philipp
 
Wolfhaus

Wolfhaus

Experte
Mitglied seit
21.12.2014
Beiträge
4.831
Standort
dem Süden von Berlin
Habe dich nicht vergessen, Soll es im Wohnhaus + Praxis Fußbodenheizung geben und Heizkörper? Und wenn wo mit welchen Flächen wenn Fußbodenheizung? Auf alles weitere werde ich eingehen.
Deswegen definitiv auch den Kamin. Den wird es unabhängig vom Heizsystem sowieso geben müssen.
Auch für das Wohnhaus? Das macht die Angelegenheit allein für die Ferienhäuser sehr kostenaufwendig! Kann dich im Bezug auf die Ferienhäuser verstehen. Was hast du dir da vorgestellt. und mit welchen Kosten rechnest du pro Kamin? Abgassystem nicht vergessen.
Aber ich kann dir jetzt schon sagen das ich dir 2 Gasheizungen 1x Wohnhaus und 1x Ferienwohnungen vorschlagen werde. Mit nur einer Heizung wirst du das nicht energiesparend betreiben können.
 
Wolfhaus

Wolfhaus

Experte
Mitglied seit
21.12.2014
Beiträge
4.831
Standort
dem Süden von Berlin
Ich würde dir folgende Variante Vorschlagen.

Eine Heizung Kaskade, bestehend aus 2 Heizungen Gasbrennwerttechnik.

Beide Heizungen im Wohnhaus, das kannst du dann auch als 2 Ausbaustufen machen.
Heizung 1 Versorgt das Wohnhaus mit Heizungswärme und Warmwasser. Das muß von der Leistung knapp aber ausreichend berechnet werden.
Heizung 2 muß so ausgelegt werden das die Leistung ausreichend für die Versorgung vom Wohnhaus und den Ferienhäusern ist.
Die Hauptwasserversorgung erfolgt durch die Heizung 2 ausreichend für den gesamten Bedarf. Wenn die Warmwasseraufbereitung erfolgt übernimmt Heizung 1 die Wärmeversorgung aller Verbraucher (Wärmehaltung) Eine Solaranlage für die Warmwasseraufbereitung arbeitet im Verbund mit Heizung 2 und ist nur so ausgelegt das der Warmwasserbedarf im Sommer abgedeckt wird.
Beide Heizungen können sich beim Bedarf unterstützen bzw. Heizung 1 kann das Wohnhaus und einen zusätzlichen geringeren Bedarf mit decken.
Bei Ausfall einer Heizung kann die jeweils andere Heizung den Bedarf voll absichern, aber mindestens teilweise abdecken. (Notversorgung).
Besteht nur ein geringer Bedarf kann der durch die Heizung 1 voll gesichert werden.
Da die Heizungen sich jeweils automatisch kaskadiren muß hier nicht eingegriffen werden bzw. überwacht werden. Damit ist immer eine optimale Energienutzung möglich, was mit einer Heizung auf Grund des stark schwankenden Energiebedarfs der Abnehmer sonst nicht so perfekt möglich ist.
Das Vorhaben kann in Baustufen erfolgen, beginnend mit Heizung 1 für das Wohnhaus und wird dann erweitert wenn die Ferienhäuser fertiggestellt sind und zur Nutzung anstehen. Die Solaranlage kann auch noch später folgen, ABER alles muß im Zusammenhang geplant und so gebaut werden das die folgenden Baustufen nur noch eingebunden werden müssen.
Auf Grund des stark schwankenden Leistungsbedarf sehe ich keine Möglichkeit für andere System bzw. für nur einen Erzeuger.
Dabei halten sich die Zusätzlichen Kosten dafür in Grenzen und nur auf die Heizung 1.
Der Speicher für das Warmwasser richtet sich nach dem gleichzeitigen maximalen Bedarf aller möglichen Verbraucher angeschlossen an der Heizung 2.
Für das Wohnhaus ist das gesondert zu bestimmen und ich kann mir hierfür ein Brennwert Kompaktgerät vorstellen, was dann keinen zusätzlichen Warmwasserspeicher benötigt.

weit um das Flair - den sogenannten "Hüttenzauber". Deswegen definitiv auch den Kamin
Hier würde ich auf den reinen Showeffekt abzielen und das so preiswert wie möglich zu halten. Einen zusätzlichen Heizeffekt würde ich sogar versuchen zu vermeiden.
 

philipok

Threadstarter
Mitglied seit
02.11.2018
Beiträge
9
Ich würde dir folgende Variante Vorschlagen.

Eine Heizung Kaskade, bestehend aus 2 Heizungen Gasbrennwerttechnik.

Beide Heizungen im Wohnhaus, das kannst du dann auch als 2 Ausbaustufen machen.
Heizung 1 Versorgt das Wohnhaus mit Heizungswärme und Warmwasser. Das muß von der Leistung knapp aber ausreichend berechnet werden.
Heizung 2 muß so ausgelegt werden das die Leistung ausreichend für die Versorgung vom Wohnhaus und den Ferienhäusern ist.
Die Hauptwasserversorgung erfolgt durch die Heizung 2 ausreichend für den gesamten Bedarf. Wenn die Warmwasseraufbereitung erfolgt übernimmt Heizung 1 die Wärmeversorgung aller Verbraucher (Wärmehaltung) Eine Solaranlage für die Warmwasseraufbereitung arbeitet im Verbund mit Heizung 2 und ist nur so ausgelegt das der Warmwasserbedarf im Sommer abgedeckt wird.
Beide Heizungen können sich beim Bedarf unterstützen bzw. Heizung 1 kann das Wohnhaus und einen zusätzlichen geringeren Bedarf mit decken.
Bei Ausfall einer Heizung kann die jeweils andere Heizung den Bedarf voll absichern, aber mindestens teilweise abdecken. (Notversorgung).
Besteht nur ein geringer Bedarf kann der durch die Heizung 1 voll gesichert werden.
Da die Heizungen sich jeweils automatisch kaskadiren muß hier nicht eingegriffen werden bzw. überwacht werden. Damit ist immer eine optimale Energienutzung möglich, was mit einer Heizung auf Grund des stark schwankenden Energiebedarfs der Abnehmer sonst nicht so perfekt möglich ist.
Das Vorhaben kann in Baustufen erfolgen, beginnend mit Heizung 1 für das Wohnhaus und wird dann erweitert wenn die Ferienhäuser fertiggestellt sind und zur Nutzung anstehen. Die Solaranlage kann auch noch später folgen, ABER alles muß im Zusammenhang geplant und so gebaut werden das die folgenden Baustufen nur noch eingebunden werden müssen.
Auf Grund des stark schwankenden Leistungsbedarf sehe ich keine Möglichkeit für andere System bzw. für nur einen Erzeuger.
Dabei halten sich die Zusätzlichen Kosten dafür in Grenzen und nur auf die Heizung 1.
Der Speicher für das Warmwasser richtet sich nach dem gleichzeitigen maximalen Bedarf aller möglichen Verbraucher angeschlossen an der Heizung 2.
Für das Wohnhaus ist das gesondert zu bestimmen und ich kann mir hierfür ein Brennwert Kompaktgerät vorstellen, was dann keinen zusätzlichen Warmwasserspeicher benötigt.


Hier würde ich auf den reinen Showeffekt abzielen und das so preiswert wie möglich zu halten. Einen zusätzlichen Heizeffekt würde ich sogar versuchen zu vermeiden.
Wow ... Wahnsinn! DANKE für den ausführlichen Input!! Das ist mal eine super Grundlage für ein Gespräch mit dem Fachmann.
 

philipok

Threadstarter
Mitglied seit
02.11.2018
Beiträge
9
Wow ... Wahnsinn! DANKE für den ausführlichen Input!! Das ist mal eine super Grundlage für ein Gespräch mit dem Fachmann.
Hallo Wolfgang,

warum würdest du einen zusätzlichen Heizeffekt über einen wasserführenden Kamin vermeiden?

Freu mich von dir zu hören.

Schönes Wochenende!
 
Wolfhaus

Wolfhaus

Experte
Mitglied seit
21.12.2014
Beiträge
4.831
Standort
dem Süden von Berlin
warum würdest du einen zusätzlichen Heizeffekt über einen wasserführenden Kamin vermeiden?
Weil die Einbindung in das System zu Aufwendig und damit zu teuer werden würde. Im Wohnhaus würde das noch gehen einen Kamin eizubinden, aber alle Ferienhäuser, das bringt nichts, betrachtet man das Verhältnis Kosten Nutzen.

Womit sollen denn die Kamine befeuert werden? Pellets würden zum Vergleich zum Gas zu teuer und Scheitholz mußt du erst mal haben, aufbereiten und trocknen. Auch wenn du einen eigenen Wald hast, wer soll das machen, unterschätze nicht den Zeitaufwand dafür.

Jeder Kamin benötigt ein eigenes Abgassystem, was von den Kosten aufwendiger und teurer als der eigentliche Kamin werden kann. Die jährlichen Gebühren vom Schonsteinfeger fallen dann auch pro Abgassystem an.
Deshalb:
Hier würde ich auf den reinen Showeffekt abzielen und das so preiswert wie möglich halten. Einen zusätzlichen Heizeffekt würde ich sogar versuchen zu vermeiden (weil der mehr bei der Heizungsregelung durcheinander bringt als er Nutzen bringt)
Dabei ist auch zu beachten das diese Art der Heizung nur einen Wirkungsgrad zwischen 30 und 50% haben!
Gas- Brennwert erreicht einen realen Wirkungsgrad von 95%. Es wird damit nur ca. die Hälfte vom Brennstoff benötigt. Und das dann jeden Tag, jedes Jahr........
Der sogenannten "Hüttenzauber" ist ja schön und gut aber dafür zahlt kein Gast extra. Der muß mit geringem Aufwand machbar sein.
Geld kannst du mit vollen Händen ausgeben, erarbeiten mußt du das Cent für Cent und wenn du dann von deiner Arbeit einen Ertrag 50% behalten darfst um alleine dann alle Kosten zu tragen, kannst du froh sein. Manch einer hat sich hierbei schon gewaltig vertan.
 

philipok

Threadstarter
Mitglied seit
02.11.2018
Beiträge
9
Weil die Einbindung in das System zu Aufwendig und damit zu teuer werden würde. Im Wohnhaus würde das noch gehen einen Kamin eizubinden, aber alle Ferienhäuser, das bringt nichts, betrachtet man das Verhältnis Kosten Nutzen.

Womit sollen denn die Kamine befeuert werden? Pellets würden zum Vergleich zum Gas zu teuer und Scheitholz mußt du erst mal haben, aufbereiten und trocknen. Auch wenn du einen eigenen Wald hast, wer soll das machen, unterschätze nicht den Zeitaufwand dafür.

Jeder Kamin benötigt ein eigenes Abgassystem, was von den Kosten aufwendiger und teurer als der eigentliche Kamin werden kann. Die jährlichen Gebühren vom Schonsteinfeger fallen dann auch pro Abgassystem an.
Deshalb:

Dabei ist auch zu beachten das diese Art der Heizung nur einen Wirkungsgrad zwischen 30 und 50% haben!
Gas- Brennwert erreicht einen realen Wirkungsgrad von 95%. Es wird damit nur ca. die Hälfte vom Brennstoff benötigt. Und das dann jeden Tag, jedes Jahr........
Der sogenannten "Hüttenzauber" ist ja schön und gut aber dafür zahlt kein Gast extra. Der muß mit geringem Aufwand machbar sein.
Geld kannst du mit vollen Händen ausgeben, erarbeiten mußt du das Cent für Cent und wenn du dann von deiner Arbeit einen Ertrag 50% behalten darfst um alleine dann alle Kosten zu tragen, kannst du froh sein. Manch einer hat sich hierbei schon gewaltig vertan.
Ist nachvollziehbar. Danke dir!!
 
Thema:

Energieversorung Neubau Einfamilienhaus + 6 Ferienhäuser

Energieversorung Neubau Einfamilienhaus + 6 Ferienhäuser - Ähnliche Themen

  • Frage zum Neubau und Entscheidung welche Anlage zum x mal

    Frage zum Neubau und Entscheidung welche Anlage zum x mal: Hallo liebe Foren-Freunde, ich bin neu im Forum, habe aber schon viele Artikel gelesen als Gast. Wir wollen einen Bungalow Bauen so zwischen 100...
  • Neubau mit Gastherme - Vorlauftemperatur 48 Grad? Anpassen?

    Neubau mit Gastherme - Vorlauftemperatur 48 Grad? Anpassen?: Hallo zusammen, wir haben einen Neubau nach EnEV-Standard bzw. praktisch ein bisschen besser und lt. BlowerDoor-Test sehr gute Dichtigkeit...
  • Neubau und Altbau mit einer Heizung betreiben.

    Neubau und Altbau mit einer Heizung betreiben.: Hallo, ich habe ein 3-Familienhaus (Bj. 74) mit einer Wohnfläche von 260 m². Das Haus wird mit einer Ölheizung (Niedertemperatur) betrieben und...
  • Welche Gastherme für Neubau

    Welche Gastherme für Neubau: Hallo, wir planen den Neubau von einem Einfamilienhaus nach ENEV, 140qm, ohne Keller. Wir haben uns für Gas mit Solar und Fussbodenheizung...
  • Gbh172 14kw im Neubau

    Gbh172 14kw im Neubau: Hallo liebes Forum. Wir haben in unserem Neubau (EFH Bj 2017, 125 qm, ohne Keller, überall FBH und ERR) folgende Heizung installiert Hybrid-Gerät...
  • Ähnliche Themen

    • Frage zum Neubau und Entscheidung welche Anlage zum x mal

      Frage zum Neubau und Entscheidung welche Anlage zum x mal: Hallo liebe Foren-Freunde, ich bin neu im Forum, habe aber schon viele Artikel gelesen als Gast. Wir wollen einen Bungalow Bauen so zwischen 100...
    • Neubau mit Gastherme - Vorlauftemperatur 48 Grad? Anpassen?

      Neubau mit Gastherme - Vorlauftemperatur 48 Grad? Anpassen?: Hallo zusammen, wir haben einen Neubau nach EnEV-Standard bzw. praktisch ein bisschen besser und lt. BlowerDoor-Test sehr gute Dichtigkeit...
    • Neubau und Altbau mit einer Heizung betreiben.

      Neubau und Altbau mit einer Heizung betreiben.: Hallo, ich habe ein 3-Familienhaus (Bj. 74) mit einer Wohnfläche von 260 m². Das Haus wird mit einer Ölheizung (Niedertemperatur) betrieben und...
    • Welche Gastherme für Neubau

      Welche Gastherme für Neubau: Hallo, wir planen den Neubau von einem Einfamilienhaus nach ENEV, 140qm, ohne Keller. Wir haben uns für Gas mit Solar und Fussbodenheizung...
    • Gbh172 14kw im Neubau

      Gbh172 14kw im Neubau: Hallo liebes Forum. Wir haben in unserem Neubau (EFH Bj 2017, 125 qm, ohne Keller, überall FBH und ERR) folgende Heizung installiert Hybrid-Gerät...

    Werbepartner

    Oben