Energieeinsparung bei Gastherme durch optimale Einstellungen bzw. neue Umwälzpumpe

Diskutiere Energieeinsparung bei Gastherme durch optimale Einstellungen bzw. neue Umwälzpumpe im Regelungstechnik Forum im Bereich Regelungstechnik / Erneuerbare Energien; Hallo an Alle ich bin neu hier und habe ein paar Fragen, die vielleicht der ein oder andere beantworten kann. Es geht in erster Linie darum, die...

tomi

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Hallo an Alle

ich bin neu hier und habe ein paar Fragen, die vielleicht der ein oder andere beantworten kann.
Es geht in erster Linie darum, die vorhandene Gastherme (Junkers ZWR24-2 AE) optimal zu betreiben, damit der STROMVERBRAUCH reduziert wird.
Erst einmal etwas zum Hintergrund der Fragen:
Ich besitze ein Haus, welches im Winter im Normalfall nur gering beheizt wird bzw. alle Regler auf "Frostschutz" stehen. Die Anlage wird über ein Raumthermostat betrieben (steht auf Frostschutz) und die Heizkörperthermostate stehen ebenfalls auf Frostschutz (bis auf das Thermostat, welches in dem Raum ist, in welchem auch das Raumthermostat angebracht ist).
Da das Haus komplett über Photovoltaik betrieben wird (autark) und auch die Heizung damit läuft, ist es mir sehr wichtig, einen möglichst geringen Stromverbrauch zu haben (Gasverbrauch ist nicht so wichtig), um die Akkukapazität bestens auszunutzen.
An der Therme hängen 6 Heizkörper und die zu beheizende Fläche beträgt etwa 80m2. In der Therme ist eine Grundfos-Pumpe eingebaut, die bereits 3 Einstellmöglichkeiten bietet: 65 / 40 / 25 Watt. Aktuell ist diese auf 40 Watt eingestellt.
Hier kommt meine erste Frage: Der Installateur hatte vor einigen Jahren die 40 Watt eingestellt, weil er meinte so hätte man einen besseren Wirkungsgrad. Ist das richtig? Was passiert, wenn ich die Pumpe auf 25 Watt stelle? Läuft die Heizung dann vielleicht doppelt so lange, bis die Wärme richtig verteilt ist und braucht somit mehr Strom? Oder geht die Heizung auf Störung, weil die Wärme nicht schnell genug abtransportiert wird?

Nun zur nächsten Frage: Macht es Sinn, eine Energiesparpumpe (wie z.B. die Grundfos Alpha2) zu installieren? Ich habe mich da mal ein bisschen im Internet schlau gemacht und herausgefunden, dass oftmals ältere Anlagen nicht so gut mit den elektronischen Pumpen harmonieren. Gibts hier vielleicht Erfahrungswerte?

Die dritte Frage: Was würde eine Reduzierung der Vorlauftemperatur bewirken? Aktuell steht die Anlage auf 4, was in etwa 70 Grad Vorlauftemperatur entspricht. Wenn ich nun (sagen wir mal) auf 60 Grad herunter regele, was passiert dann. Läuft die Anlage dann so viel länger, dass im Endeffekt ein Mehrverbrauch (bitte immer nur den Stromverbrauch beachten) entsteht?

Die vierte Frage: Wäre es möglich, die Gastherme über einen Zeitschaltuhr oder besser über einen Aussentemperaturfühler anzusteuern? Ich denke da folgendermaßen: Die Therme hängt per Stromstecker direkt an einer Schaltuhr, welche die Aussentemperatur misst. Bei einer Temperatur von (sagen wir mal) +3 Grad würde die Schaltuhr den Strom abschalten. Frostgefahr bestünde hier ja nun nicht. Sinkt die Aussentemperatur unter 0 Grad, so würde der Strom wieder zugeschaltet werden. So könnte man in der Übergangszeit, wenn die Nächte noch kalt sind, die Heizung eventuell nur Nachts laufen lassen und so Strom sparen.
Ist so etwas möglich bzw. was passiert, wenn die Heizung läuft und der Strom plötzlich abgeschaltet wird? Könnte es da zu Problemen mit der Wärmeabführung kommen? Normal läuft ja die Pumpe noch eine Minute weiter.

Ich hoffe, ich belästige hier niemanden mit meinen vielen Fragen zu Anfang, aber ich mache mir da schon länger Gedanken, wie man mit der Heizung Strom sparen kann.
Bitte alles unter dem Aspekt sehen, dass es mir um eine Verringerung des Stromverbrauchs und um eine Raumtemperatur zwischen 6 und 8 Grad geht. Der Gasverbrauch spielt eine untergeordnete Rolle.

Vielleicht noch eine weitere Frage an die Experten: Ich habe im Keller IMMER eine Raumtemperatur zwischen 8 und 9 Grad. Könnte man diese "warme" Luft nicht in die Wohnräume darüber leiten und somit dort ebenfalls eine solche Temperatur in diesem Bereich erzielen?

Vielen Dank vorab für Eure Hilfe.

Freundliche Grüße
Thomas

Nachtrag: Noch eine Frage:
wie siehts eigentlich mit Frostschutz im Heizkreislauf aus? Man hört hier immer wieder, dass dadurch Dichtungen und Ventile angegriffen werden. Ist das richtig? Und wenn man Frostschutz einfüllt, muss dann komplett das Wasser gegen Frostschutz ausgetauscht werden oder kommt nur ein gewisser Prozentsatz an Frotschutz rein?
 
Hausdoc

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Hallo,
Da wurde anscheinend schon mal eine Pumpe getauscht die eigentlich nicht in die Therme gehört . Die werkseitige Pumpe hat nur 2 Schaltstufen.

Eine elektronische Pumpe kann man hier nicht verwenden. Estens fehlt dann der Entlüfteranschluß und zweitens würde ständig der Sicherheitstemperaturbegrenzer ständig auslösen.

Du kannst nur Strom sparen wenn du einen Junkers Raumtemperaturregler verwendest und die Pumpenschaltart auf II steht. Ersteres hast du nicht. Die Schaltart dürfte aber schon so eingestellt sein.
Sollte die Therme kurz heizen bleibt die Pumpe nach erreichen der Solltemperatur und Pumpennachlaufzeit sowieso stehen.
 

tomi

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Hallo Hausdoc

danke für die Antwort.

Die Pumpe wurde getauscht, das ist richtig. Die vorherige hatte aber keine verschiedene Stufen. Lediglich eine Stufe mit (soweit ich das noch richtig weiss) 160Watt.

Wenn man eine elektronische Pumpe nicht verwenden kann, gibts dann eine Alternative? Der Witz ist ja, dass bei Grundfos Pumpen genannt sind, die durch die Alpha2 ersetzt werden können. Und da ist die UPS 25-20 180 , die in meiner Gastherme ist, auch eingetragen. Ich vermute aber mal, dass das nur für normale Heizungen gilt, bei der die Pumpe ausserhalb der Heizung sitzt und nicht wie bei mir, in der Therme selbst eingebaut ist.

Ein Raumthermostat ist vorhanden. Habe jetzt nicht die genaue Bezeichnung hier. Es sieht so ähnlich aus wie das TR21, jedoch mit zwei Drehreglern (Sonne, Mond) und einer Zeitschaltuhr.
Wo muss die Pumpenschaltart eingestellt werden? Ich vermute im Elektronikschaltkasten der Therme, oder?
Aktuell ist es so, dass bei Wärmeanforderung der Brenner angeht und die Pumpe läuft. Ist die Vorlauftemperatur erreicht, erlischt der Brenner und die Pumpe läuft. Die Vorlauftemperatur geht langsam zurück bis der Brenner wieder zündet. Die Pumpe läuft ständig weiter bis die am Raumthermostat eingestellte Temperatur erreicht ist und der Brenner abschaltet. Die Pumpe läuft dann noch eine gewisse Zeit nach, bis sie auch abschaltet.

Freundliche Grüße
Thomas
 
Hausdoc

Hausdoc

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Die Originalpumpe hat 80W.

Du kannst definitiv keine elektronische Pumpe verwenden!!!!!! Die starten verzögert - bis die läuft hat der Wärmetauscher 110°

Dein Raumthermostat ist ein TRQ 21.

Die Pumpenschaltart wird im rechten Schaltkasten unten links eingestellt.
Hier befindet sich eine rote Drahtbrücke die man umstecken kann. Auf II sollte sie sitzen.
 

tomi

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Hallo nochmal

Danke für die Antwort.
In der Anleitung steht: "Leistungsaufnahme 180Watt". Das bedeutet, wenn die Originalpumpe 80 Watt verbraucht hat, dass dann 100 Watt in irgendeiner Elektronik oder dergleichen "verrauchen"?
Hm, na gut, ich hatte in Erinnerung, dass mein Heizungsinstallateur damals meinte, die Pumpe hätte 160 Watt und der Rest geht in die Elektronik. Habe die Alte noch im Keller. Kann da ja mal nachschauen.
Gut, habe ich wieder was dazu gelernt.

Kann mir jemand vielleicht noch ein paar Tipps zu meinen anderen Fragen geben? Ist es möglich, die aktuelle Pumpe vielleicht doch auf 25 Watt zu stellen? Oder habe ich dann auch das Problem, dass nicht genügend Wärme abgeführt wird?

Danke im Voraus.

Freundliche Grüße
Thomas
 
Hausdoc

Hausdoc

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Unsinn- die Pumpe hat keine Elektronik.
Bei 100W Verlustleistung bräuchte die auch einen gewaltigen Kühlkörper.

Sicheres Auftreten bei vollkommener Ahnungslosigkeit ... :D :D Man möge sich erst mal mit der Basis der Elektrotechnik und dem Energieerhaltungsgesetzes vertraut machen, bevor man dem Kunden einen haufen Unsinn einredet..... ;)

Du kannst die Pumpe nicht noch weiter in der Leistung kastrieren. Um eine bestimmte -und auch notwendige - Menge an Heizwasser durch den Wärmetauscher zu befördern, ist eine bestimmte mechanische Pumpenleistung (P2) notwendig.
In deinem Fall sind das ca 1100l/h - und das geht mit 25 W herkömmlicher Pumpenleistung nicht.
Du kannst dich ja urch die Pumpenkennlinen der verschiedenen Hersteller arbeiten.
Wie gesagt brauchst du ca 1100l/h bei 3,5 m.
 

tomi

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Unsinn- die Pumpe hat keine Elektronik.
Bei 100W Verlustleistung bräuchte die auch einen gewaltigen Kühlkörper.
ich meinte jetzt nicht die Elektronik der Pumpe (die ja keine Elektronik hat) sondern eine Elektronik in der Heizung.
Ich weiss auch nicht, ob der Installateur sich mit Elektronik auskennt (das ist schon 15 Jahre her, als die Heizung installiert wurde und so genau habe ich das nicht mehr in Erinnerung), aber kannst Du mir dann erklären, warum die Gastherme eine Leistungsaufnahme von 180 Watt hat, wenn die Pumpe nur 80 Watt haben soll? Ich werde morgen mal nachschaun, wieviel Watt die Originale gehabt hat.

Wo kommen die 1100 l/h her? Ist das eine Vorgabe der Gastherme? Und was hat es mit den 3,5 m auf sich? Meinst Du damit den Höhenunterschied, den die Pumpe zu bewältigen hat? Ich habe einen Höhenunterschied des gesamten Systems von ca. 1,80 m.

Danke im Voraus und Gruß
Thomas
 
Hausdoc

Hausdoc

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Die Elektronik "verbrät" ca 20 W. Dazu kommen noch der Strom für Gasmagnetventil, Hydraulikschalter und eben Pumpe.

Um 24 KW Leistung bei einer Temperaturdifferenz von 20 K ( typischer Wert bei deiner Heizung) transportieren zu können , braucht man ca 1100l Heizwasser /h

die 3.5 m sind der Widerstand des Systems durch Ventile, Wärmetauscher, und Rohrleitungen.

Einfacher ausgedrückt: Bei diesen 1100L /h hat die Anlage einen Druckverlust von 350 mbar - diesen Druckverlust muss die Pumpe ausgleichen.
 

tomi

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Dankeschön für die Antworten.

Die Elektronik "verbrät" ca 20 W.
genau das meinte ich ja, dass irgendwo was "verbraten" wird. Leider bin ich kein Heizungstechniker, dass ich das genau nachvollziehen kann, aber jetzt ist mir einiges ein bisschen klarer.

Vielleicht hat dann noch jemand ein paar Antworten auf meine Fragen bezüglich Frostschutz, Zeitschaltuhr bzw. Temperaturfühler und Vorlauftemperatur? Vielen Dank schonmal dafür.

Freundliche Grüße
Thomas
 
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