Corona und so....

Diskutiere Corona und so.... im Off Topic Forum im Bereich Off Topic; Du bezweifelst, daß 1989 die SU noch die Fähigkeiten / Ressourcen gehabt hätte, einen Angriffskrieg zu führen? Wohin könnten die denn entschwunden...
Andreas1956

Andreas1956

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Die Frage ist in diesem Kontext viel mehr, ob es kurz vor und während der Friedlichen Revolution noch den politischen Willen und die wirtschaftlichen/militärischen Ressourcen seitens der SU gab, einen Angriffskrieg zu beginnen. Das hätte so sein müssen, wenn die friedliche Revolution tatsächlich einem Krieg mitten in Europa zuvor gekommen wäre.
Du bezweifelst, daß 1989 die SU noch die Fähigkeiten / Ressourcen gehabt hätte, einen Angriffskrieg zu führen? Wohin könnten die denn entschwunden sein? Selbst heute verfügt Rußland mit Abstand über das größte Atomwaffenarsenal weltweit und konventionell war und ist es, wie Du zutreffend festgestellt hast, der NATO deutlich überlegen und war das auch 1989. Alles was man zum Kriegführen braucht, haben sie gehabt, Waffen, Armeen, Erdöl und militärische Technologien.

Aber wir können hier noch stundenlang debattieren, Dir ist es offenbar wichtig, den Ostdeutschen etwas abzusprechen das ihnen zu verdanken ist, auch wenn Du nicht im Ansatz nachgewiesen hast, daß Deine gegenteilige These richtig ist.
 

KarlZei

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Du bezweifelst, daß 1989 die SU noch die Fähigkeiten / Ressourcen gehabt hätte, einen Angriffskrieg zu führen?
Ich bezweifele, dass die SU zu der Zeit noch den politischen Willen und die wirtschaftlichen/militärischen Ressourcen dafür hatte. Konventioneller Angriffskrieg; für einen Tag Atomkrieg hätte es sicherlich ausgereicht. Flucht nach vorn in den Selbstmord aus wirtschaftlichen Gründen. Genial.
Aber wir können hier noch stundenlang debattieren, Dir ist es offenbar wichtig, den Ostdeutschen etwas abzusprechen das ihnen zu verdanken ist, auch wenn Du nicht im Ansatz nachgewiesen hast, daß Deine gegenteilige These richtig ist.
Ach, komm, das ist doch zu durchsichtig und billig zudem. Ich habe Deiner Aussage widersprochen, dass die friedliche Revolution einen Krieg verhindert hat, den Moskau ansonsten als 'Flucht nach vorn' angefangen hätte. Diese Aussage ist durch nichts belegt, kein Geschichtsbuch spricht davon.

Aber gut, wenn Du unbedingt ein 'jeder, der mir widerspricht, will den Ostdeutschen ans Bein pinkeln' brauchst, dann kannst Du das gerne haben.
 
Andreas1956

Andreas1956

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Ich bezweifele ...
Zweifel sind weder stichhaltiges Indiz noch der Beweis des Gegenteils.

Diese Aussage ist durch nichts belegt, kein Geschichtsbuch spricht davon.
Für Dich sind offenbar Geschichtsbücher maßgebliche Informationsquelle. Das kann nur schiefgehen, denn die Russen haben bis heute nicht offengelegt, wie ihre militärischen Planungen aussahen oder welchen Umfanges ihre Atomwaffenbestände in der DDR, in Polen und der CSSR waren. Oder findest Du in Deinem Geschichtsbuch dazu Zahlen, die über Schätzungen und Vermutungen hinausgehen? Falls ja, welche?

Und was schreiben Deine Geschichtsbücher zu den Komplexlagern der NVA und ihrer bemerkenswerten örtlichen Anordnung?

Was schreiben Deine Geschichtsbücher zur Waffenausstattung der Volkspolizei und des Ministeriums für Staatssicherheit Mitte bis Ende der 1980er Jahre? Was zum Zeitpunkt und Umfang des Baus von Bunkern des Projekts 5000? Was zur Einrichtung von abgesetzten Waffenkammern in den 1980er Jahren in der DDR? Was zur Involvierung der Sowjets bei diesen Angelegenheiten?

Und wenn Du Dich mit Geschichtsbüchern so gut auskennst und sämtliche Tatsachen in Geschichtsbüchern behandelt werden, so teile mir bitte mit, wo das Bernsteinzimmer verblieben ist, das interessiert mich nämlich schon lange.
 

KarlZei

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Das kann nur schiefgehen, denn die Russen haben bis heute nicht offengelegt, wie ihre militärischen Planungen aussahen [...].
Und auf welcher Grundlage schreibst Du dann, dass die Friedliche Revolution einen Krieg verhindert hat? Woher weißt ausgerechnet Du, dass der Angriffskrieg als Flucht nach vorn bevor stand? So ganz ohne zu wissen, was die SU tatsächlich vor und militärisch geplant hatte?

Ok, rhetorische Fragen und wir wären wieder am Anfang. Aber 1x im Kreis drehen genügt mir; mir wird bei so etwas immer so schnell schwindelig.
 

KarlZei

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Das ist nach wie vor so, da solche Ausrüstung heutzutage natürlich auch aus dem Reich des Coronavirus kommt, bzw. aktuell eben nicht mehr kommt, da die ihr Zeug selbst brauchen und nicht so bescheuert wie unsere Politiker sind, es in so einer Lage herzugeben.
Die sind offensichtlich doch irgendwie bescheuert und bedanken sich für die humanitäre Hilfe im Februar nun mit auch kostenlosen Lieferungen an die EU.
 

KarlZei

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Liegt vielleicht daran, dass die Lieferungen andernorts dringender benötigt werden.
 
Andreas1956

Andreas1956

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Liegt vielleicht daran, dass die Lieferungen andernorts dringender benötigt werden.
Außerhalb medizinischer Einrichtungen? Ja nee is klar.

Das Wort "bedanken" stößt mir auch auf, da es faktisch ja erst einmal eine Rückgabe ist und kein Geschenk. Siehst Du es auch als Bedankung an, wenn Deine Nachbarin Dir ein Stück Butter vorbeibringt, nachdem Du ihr vorher mit einem ausgeholfen hast?
 

KarlZei

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Nein, in der EU.
Ja, ich helfe, um zu helfen, und nicht, um Geschäfte zu machen.
 
Andreas1956

Andreas1956

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Stand heute: "Woidke (Ministerpräsident des Bundeslandes Brandenburg) räumte ein, dass die Schutzkleidung, die das Bundesgesundheitsministerium beschaffen wollte, in Brandenburg immer noch nicht eingetroffen ist.". Es ist offensichtlich ein anhaltendes zentrales Problem, überall in Deutschland.
 
Andreas1956

Andreas1956

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Überall auf der Welt.
Genau wie Vollpfosten, das ist auch ein globales Problem. Unsere Nachbarin arbeitet als Angestellte eines AWO-Pflegedienstes in der häuslichen Pflege. Obwohl die Problematik des Coronavirus inzwischen wohl selbst dem größten Deppen zu Ohren gekommen sein sollte, sah ich sie heute dabei, wie sie dem Sohn eines Nachbarn und vier seiner mit ihm rumhängenden Kumpels und Saufkumpane wie gewöhnt um den Hals fiel. Da könnte ich ausrasten, wenn ich sowas Verantwortungsloses sehe. Herr lasse es Hirn regnen! :kopfnuss:
 
Andreas1956

Andreas1956

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Das Bundesverteidigungsministerium ist beauftragt worden, Atemschutzmasken für medizinische Einrichtungen in Deutschland zentral zu beschaffen. Die hervorragende Beschaffung für die Truppe ist ja legendär, da gibt es ja fast nichts, an dem es nicht massiv fehlt, so drängte sich diese Beauftragung förmlich auf. Das Bundesverteidigungsministerium hat die Erwartungen nicht enttäuscht, gleich die erste große Lieferung mit 6 Millionen Stück solcher Masken ist "verloren gegangen", wie das Ministerium inzwischen bestätigt hat. Wir dienen Deutschland.
 

KarlZei

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Das Bundesverteidigungsministerium hat die Erwartungen nicht enttäuscht, gleich die erste große Lieferung mit 6 Millionen Stück solcher Masken ist "verloren gegangen", wie das Ministerium inzwischen bestätigt hat. Wir dienen Deutschland.
Das Bundesministerium der Verteidigung hätte also zur Bewachung der Herstellung und Lieferung in die Länder der Lieferkette, insbesondere natürlich Kenia, wo die Masken am Flugplatz verschwanden, mit Bundeswehr-Kräften einmarschieren sollen, um den Verlust zu verhindern? Kann man sicherlich machen, muss aber nicht. Geht auch nicht wirklich.

Aber das Thema scheint eh durch zu sein, weil die Beschaffung nicht im Verantwortungsbereich des BMVg (hier Beschaffungsamt) lief, sondern über die Oberfinanzdirektion (= Finanzministerium).

Tja, zu früh gefreut.
 
Andreas1956

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Gefreut habe ich mich überhaupt nicht, denn vor allem wir in den medizinischen Einrichtungen müssen es ausbaden und unsere eigene Gesundheit hochgradig gefährden, weil ein paar Kriminelle mit der Not und dem Leben Anderer Geschäfte machen wollen und unser Staat, der vorgibt "gut vorbereitet zu sein", ist binnen zwei Monaten nicht imstande, uns Schutzbekleidung zu beschaffen.

Die Bestätigung des Abhandenkommens kam lt. Medien vom BMVg, was die Frage aufwirft, warum die etwas bestätigen, mit dem sie angeblich nicht zu tun hatten. Vermutlich waren sie zumindest mit dem Transport befaßt und genau bei dem fand das Abhandenkommen statt. Sollte sich das so abgespielt haben, wäre es ein Versagen der BW, denn genau beim Transport kam es weg. Die rhetorische Frage, ob die BW wohl hätte einmarschieren sollen, ist dummes Zeug. Aber eine Armee sollte wenigstens in der Lage sein eine simple Materiallieferung zu beschützen, kann sie das nicht, wirft das grundsätzliche Fragen nach dem Sinn dieses Vereins auf.
 

KarlZei

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Für meinen Geschmack vermutest Du Dir etwas zu viel zurecht. Der Grund dafür bzw. das Ziel würden mich bei Gelegenheit schon mal interessieren.

Bezogen auf diese Sache war in allen Meldungen zu lesen, dass die Hintergründe noch unklar sind und geklärt werden sollen. Das Ergebnis der Klärung wurde noch nicht kommuniziert. Auch war bislang nirgends die Rede davon, dass die Bundeswehr für den Transport der Sachen verantwortlich war. Aber was soll's, man hat halt Erwartungen und die müssen erfüllt werden.
Die rhetorische Frage, ob die BW wohl hätte einmarschieren sollen, ist dummes Zeug. Aber eine Armee sollte wenigstens in der Lage sein eine simple Materiallieferung zu beschützen,
Die Masken sind in Kenia, Afrika verloren gegangen. "beschützen" setzt Bw-Kräfte vor Ort voraus. Damit sie vor Ort sind und schützen können, müssen sie bewaffnet in die entsprechenden Länder einreisen. Truppen dürfen aber in Friedenszeiten nicht einfach so bewaffnet in andere Länder einreisen und sich in diesen Ländern für zivile / hoheitliche Aufgaben zuständig erklären. Du scheinst Dir das etwas zu einfach vorzustellen.

Zudem wird in Quellen geschrieben, dass die Masken gar nicht geliefert wurden und somit implizit vor der Übergabe an wen auch immer verschwanden. Man kann keine Materiallieferung beschützen, die es nicht gibt. Also wären wir wieder bei der gesamten Lieferkette und damit ggf. weiteren Ländern inkl. Herstellerland, in denen Bundeswehrkräfte ...
 
Andreas1956

Andreas1956

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Update: In jedenfalls der hiesigen Region gibt es nach wie vor keinerlei Schutzausrüstung für Arztpraxen, Kliniken oder Pflegedienste. Apple hingegen konnte am internationalen Markt aus dem Stand 10 Mio Atemschutzmasken beschaffen, woraus man gewisse Schlüsse ziehen kann.
 
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