Buderus Logamax plus GB172-24 T50 , Warmwasser-Speicher-Nachladung

Diskutiere Buderus Logamax plus GB172-24 T50 , Warmwasser-Speicher-Nachladung im Buderus Forum im Bereich Heizungshersteller; Hallo zusammen, Im November 2017 wurde meine Vorgängeranlage GBS21AE nach 20 Jahren zuverlässigen Betriebes vorsorglich durch die GB172-24 T50...

Heiku54

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Hallo zusammen,
Im November 2017 wurde meine Vorgängeranlage GBS21AE nach 20 Jahren zuverlässigen Betriebes vorsorglich durch die GB172-24 T50 mit RC310 ersetzt, da die Ersatzteilversorgung (Wärmetauscher) für das Altgerät nicht mehr gewährleistet war.
Von Anfang an hatte ich mit der GB172 Probleme bei der Warmwasser-(WW-) Erzeugung festgestellt und diese über meine Installationsfirma gegenüber Buderus als Mängel angezeigt. Die Mängel treten insbesondere bei der WW-Speicher-Nachladung ( ohne WW-Entnahme, Zirkulation außer Betrieb) zu Tage und können wie folgt beschrieben werden:

1) WW-Bereitung, WW-Temp.-Offset
Bei der WW-Nachladung kommt es zum Ende des Nachladevorgangs häufig zu einem Temperatursprung in der WW-Temp-Anzeige um bis zu max. 8K.
Einstelldaten WW-Bereitung: ECO-Betrieb, WW-Temp-Sollwert= 55°C.
Laut Dokumentation soll die WW-Nachladung bei einer WW-Temp. von 39°C ( 55°C-16K) starten. Laut WW-Temp-Anzeige ist das auch so. Nur führt der häufig zu beobachtende Temperatursprung am Ende des Nachladevorgangs zu einer um bis zu 8K zu hoch angezeigten WW-Temp.. Buderus nennt das "Offset". Beobachtet habe ich häufig folgende Situation:
Die WW-Nachladung arbeitet und ist kurz vor Erreichen des Sollwertes; der Brenner ist schon aus. Die WW-Temp hat augenblicklich einen Wert von bsw. 53,5°C, die Vorlauftemperatur einen Wert von 59°C. Plötzlich ändert sich die WW-Temp-Anzeige sprunghaft von 53,5°C auf den Wert von 59°C ( Augenblickswert der Vorlauftemperatur) und die WW-Nachladung endet. Die Temperaturwerte variieren von Fall zu Fall.
Bezogen auf dieses Beispiel ist in der folgenden Zeit die WW-Temp-Anzeige um den Offset von 5,5K zu hoch. Alle Steuerungen / Regelungen beziehen sich in der Folge auf die angezeigte WW-Temp (WW-Temp. vom Sensor + Offset). Das führt nun dazu , dass die Nachladung nicht bei 39°C startet, sondern erst bei 39°C minus Offset; im ungünstigsten Fall also erst bei einer WW-Sensortemperatur von 31°C, wodurch der gewünschte Komfort entsprechend den getroffenen Einstellungen nicht mehr gegeben ist.
Für den "Offset" habe ich einen Wertebereich zwischen "kein Offset" und 3,5-8K Offset beobachtet ( Sensor zur Vergleichsmessung neben dem WW- Temp-Sensor angebracht). Der durchschnittliche Offset über die gesamte Betriebszeit liegt bei ca. 4K. Der Offset bleibt recht genau für 24h erhalten und wird dann wieder durch die Betriebssoftware zurückgesetzt . Auch kann ich den Offset selbst zurücksetzen durch Aus- und Wiedereinschalten des Gerätehauptschalters. Diese Betriebsweise wurde mir auch telefonisch von Buderus so übermittelt und bestätigt. Meine Frage nach dem Sinn und Zweck wurde dabei nicht beantwortet.
Nebenbei wirkt sich die Sache mit dem Offset ja möglichweise auch positiv auf den Energieverbrauch des Gerätes aus, da die durchschnittliche WW-Temp. um einiges niedriger ist, als eingestellt. Anderseits empfinde ich den Wärmeverlust des Speichers auf Grund der dünnen Wärmedämmung ( ca. nur 15% der Dicke gegenüber meinem Vorgängergerät) recht hoch. Eine Wärmeabstrahlung ist deutlich fühlbarer.
Zusammenfassend halte ich die Geschichte mit dem "Offset" für falsch und unsinnig. Die Software sollte an dieser Stelle korrigiert werden.

2) WW-Bereitung, bis zu 3 Brennerstarts bei einem Nachladevorgang ( ohne WW-Entnahme, ohne Zirkulation)
Bei der WW-Nachladung habe ich einen weiterer Effekt bemängelt:
Wenn die WW-Nachladung startet ( max. WW-Heizleistung = 30KW) zieht die Heizleistung rasch hoch, die Vorlauftemperatur steigt unter 1 Min. etwas über 81°C und der Brenner schaltet wieder ab , ohne dass die WW-Temp. angestiegen ist. ( Der Leistungregler greift hier aus meiner Sicht zu spät reduzierend ein, so dass es zu einer Abschaltung durch Überschreiten eines Grenzwerts kommt). Es folgt dann nach einer Weile ein zweiter Brennerstart mit reduzierter Leistung.
Das WW erwärmt sich, aber der Brenner geht wieder oft etwas zu zeitig aus und die Restwärme reicht nicht, um den eingestellten WW-Temp.-Sollwert zu erreichen. Dann erfolgt noch ein dritter Brennerstart oder auch der unter 1) beschriebene Offset-Sprung.
Ich habe die WW-Heizleistung jetzt auf 20KW eingestellt, so dass jetzt der erste Brennerabschaltvorgang meist ausbleibt. Der Regler regelt die Heizleistung meist rechtzeitig ab, so dass es nicht zum Ansprechen eines Grenzwertes kommt.
Die WW-Erzeugung beim "Badewanne füllen" funktioniert dagegen mit einem Brennerstart und ist mit 20KW-Heizleistung für die von mir beim Füllen gewählte Durchflußmenge an der Thermostat-Armatur ausreichend.
Ich bin der Meinung, dass die Regelung bei etwas Optimierung in der Lage sein sollte, die reine WW-Nachladung mit einem Brennerstart in den Griff zu bekommen ( Zweck: Erhöhung der Lebensdauer der Anlage, etwas geringerer Energiebedarf)
Historie: Buderus hat bei mir zwischenzeitlich 9 Serviceeinsätze durchgeführt ( 5x Techniker, 4x Systemtechniker).
Es wurden zahlreiche Überprüfungen , Messungen und Maßnahmen ( WW-Temp-Sensortausch, Pp-Tausch, Heizungswasseraustausch wurde veranlaßt, Wärmetauscher sollte auch getauscht werden wurde dann aber doch nicht gemacht) durchgeführt. Auch wurde im Nov. 2019 ein Kodierstecker- (HCM-) Tausch mit angeblich neuer Software durchgeführt, aber ohne Auswirkungen auf die genannten Mängel.
Die technischen Sachverhalte zu den von mir genannten Mängeln wurden bei den verschiedenen Serviceeinsätzen durch Beobachtungen, Messungen und Datenaufzeichnungen (Datenlogger) bestätigt, entsprechend dokumentiert und an die zuständigen Stellen im Hause Buderus weitergeleitet. Die Techniker /Systemtechniker waren sehr engagiert und schließlich auch der Meinung, dass die Funktionalität bezüglich der Mängelpunkte "nicht in Ordnung" ist.
Nach Ausschluß aller vermeintlichen anderen Fehlerursachen kam es zu der Schlußfolgerung, dass eine weitere Bearbeitung durch Mitarbeiter im Werk erfolgen muss und höchstwahrscheinlich eine Änderung der Betriebssoftware zur Fehlerbeseitigung erforderlich sein wird.
Im Mai diesen Jahres bekam ich dann ein Schreiben von "Buderus Deutschland , Vertriebsbereich Ost" in dem ich über die techn. Auswertung und das Ergebnis der Datenaufzeichnungen derart informiert wurde, das man mir im Auftrag der Entwicklung mitteilte: "...dass die festgestellten Abweichungen der Gerätespezifikation entsprechen und keinen Mangel am Gerät darstellen."
Auf meine Rückfrage, wo denn in der Gerätespezifikation Temperaturabweichungen von bis zu 8K genannt sind, bekam ich wieder nur die Antwort: " Es wurde nach gründlicher Prüfung durch unser Herstellerwerk abschließend festgestellt, dass Ihr Gerät der Spezifikation entspricht und es keiner weiteren Maßnahmen seitens des Kundendienstes bedarf".
Da die von mir beschriebenen "Mängel" keine Fehlermeldung / Fehlercode auslösen, ist deren Erkennbarkeit nur über eine genaue Beobachtung der Funktionsweise des Gerätes mit entsprechendem Zeitaufwand möglich.
Gibt es unter den Experten ähnliche Erfahrungen, Beobachten bei diesem Gerätetyp ?
Was könnte ich noch unternehmen ?

Vielen Dank schon mal im voraus und viele Grüße
 
Hausdoc

Hausdoc

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Der Fehler dürfte banal sein.

Steht die Temperaturüberhöhung für Warmwasserbetrieb immer noch werkseitig auf 40K?

Dann solltest du das mal z.b. auf 15K runter nehmen.
 

Heiku54

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Der Hinweis bezieht sich wohl auf Punkt 2) meiner geschilderten Mängel!
Die "Vorlauftemp. Erhöhung" unter den "Einstellungen für Warmwasser" ( Einstellbereich: 0...40K) stand zwar jetzt noch oder wieder auf 40K, aber wir haben schon in der Vergangenheit im Beisein der Servicetechniker verschiedene Einstellungen probiert ( 0K, 20K, 40K) .
Es zeigten sich keine Auswirkungen bezüglich des geschilderten Verhaltens unter 2).
Auch konnten mir die Service- und System-Techniker die mit dieser Einstellung beabsichtigten Auswirkungen nicht vollumfänglich erklären, da eben keine Ergebnisse/Auswirkungen der Einstellungsänderungen sichtbar wurden.
Ich stelle den Einstellwert nun auf 15K und werde die Funktion weiter beobachten.
 

Heiku54

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Wie schon in meinem Hinweis vom 28.10. vermutet, hatte die nochmalige Änderung der Einstellung für die Vorlauftemp.Erhöhung von 40K auf 15K hatte keine Auswirkungen auf das unter Punkt 2) geschilderte Verhalten.
 
Thema:

Buderus Logamax plus GB172-24 T50 , Warmwasser-Speicher-Nachladung

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