Buderus HS4211: 2 Räume haben zu kleine Heizkörper, was kann man tun?

Diskutiere Buderus HS4211: 2 Räume haben zu kleine Heizkörper, was kann man tun? im Buderus Forum im Bereich Buderus; Bei unserer Doppelhaushälfte (Errichtungsjahr 1962) mit 146 qm Wohnfläche stört mich, dass 2 Räume im Obergeschoss fast immer 1,0 bis 1,5°C zu...
#1

Thomas_1982

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Bei unserer Doppelhaushälfte (Errichtungsjahr 1962) mit 146 qm Wohnfläche stört mich, dass 2 Räume im Obergeschoss fast immer 1,0 bis 1,5°C zu kalt sind (19,5...20,0°C statt 21°C trotz Thermostateinstellung 3 1/2 von 5). Das dürfte daran liegen dass der eine Raum 2 Außenwände und eine dünne Holzwand zum nicht direkt beheizten Treppenhaus hin hat und im anderen Raum der Heizkörper viel zu klein ist, weil dieses ursprünglich als Schlafzimmer und nicht als Wohnzimmer gedacht war:

Heizkörper 1: Kinderzimmer (ehem. Küche) 2,70 m x 2,40 m = 6,48 m²
Heizkörper 2: Schlafzimmer #1 4,60 m x 3,70 m - 1,40 m x 1,20 m + 0,7 m x 0,7 m x ½ = 15,59 m²

Was kann man tun bzw. welchen Parameter bei der Buderus HS4211 Regelung müsste ich verstellen, damit die Räume wärmer werden wenn es draußen kalt ist?
 

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elo22

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Heizkörper aus den Nischen raus. So wird nix.

Lutz
 
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gesbb

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....Was kann man tun bzw. welchen Parameter bei der Buderus HS4211 Regelung müsste ich verstellen, damit die Räume wärmer werden wenn es draußen kalt ist?
Einzeln nacheinander oder im Verbund versuchen:
1. ThV höher stellen (4,5)
2. Hydraulischer Abgleich
3. VLT erhöhen => Anstieg (Neigung) der Heizkurve vergrößern
4. Spreizung reduzieren durch Volumenstromerhöhung (Pumpeneinstellung)
5. Heizkörper mit größerer Heizfläche, angepasst an die Raumheizlasten, verwenden
 
#4

Thomas_1982

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ThV höher stellen (4,5) => schon versucht, bringt nix weil die Heizleistung des jeweiligen Heizkörpers einfach nicht ausreicht für 21°C
hydraulischer Abgleich => Wie denn, bei nur 1 Heizkreis für alle 14 Heizkörper?
VLT erhöhen => Anstieg (Neigung) der Heizkurve vergrößern => max. Vorlauftemperatur beträgt 75°C und ließe sich bis auf 90°C erhöhen
Spreizung reduzieren durch Volumenstromerhöhung (Pumpeneinstellung) => Wo/wie genau stellt man sowas ein?
Heizkörper mit größerer Heizfläche, angepasst an die Raumheizlasten, verwenden => erstmal keine Option (€€€ + Arbeitsaufwand), es muss eine Softwarelösung sein
 
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#5
tricotrac

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hydraulischer Abgleich => Wie denn, bei nur 1 Heizkreis für alle 14 Heizkörper?
Vorausgesetzt, an allen Heizflächen sind Fußventile an den Rückläufen montiert, so kann man zumindest einen groben Abgleich darüber erstellen.
Heizkörper mit größerer Heizfläche, angepasst an die Raumheizlasten, verwenden => erstmal keine Option, es muss eine Softwarelösung sein
Das wäre aber die bessere Lösung, die schlechtere wäre die Heizkurve zu erhöhen. Höherer Energieaufwand ! In den Nischen staut sich die Wärme und der Thermostatkopf schließt vorzeitig entsprechend seiner Einstellung.
Bei Nischen könnte man es noch mit Thermostatköpfen in der Ausführung als Fernfühler versuchen. Das Fühlerelement dann mittels Kapillarrohr unten an der Fußleiste befestigen. Dort wird kältere Raumluft erfasst und das Ventil bleibt länger geöffnet.
 
#6
Wolfhaus

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es muss eine Softwarelösung sein
Keine Absenkzeiten verwenden also ständig heizen, Heizkörper voll öffnen mit dem Heizkörperventil, Mangelhafte Heizkörper hydraulisch höher versorgen.
Heizkurve erhöhen und das war es.
Die bessere Lösung ist die Heizkörper dem realen Energiebedarf anzupassen, also vergrößern. Heikörpernischen zumauern. Heizkörper wenn möglich immer unter dem Fenster anbringen. Vom Prinzip ist hier alles gesagt worden.
 
#7

Thomas_1982

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Bevor ich die Heizkennlinie steiler einstelle, habe ich erstmal die Heizungsrohre (sowie ca. 7 Meter Warmwasserrohr mit 18 mm Durchmesser) mit Polyethylen-Schaum isoliert. Sind 2x 5,7 Meter nacktes Eisenrohr mit 42 mm Durchmesser im Heizungsraum gewesen. Angeblich spart man jährlich 10 Liter Heizöl pro Meter isoliertem Rohr. Und die eingestellten maximal 75°C Vorlauftemperatur kommen nun auch an den Heizkörpern an.
 
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#9

Thomas_1982

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Ich habe das mal durchgerechnet: Wir dürften durch die Isolierung unseren Ölverbrauch für die Heizung um 1,8% gesenkt haben. Im Jahr macht das dann ca. 40 Liter Heizöl EL oder 26 EUR aus. Nach 4 Jahren hätte sich die Maßnahme bezahlt gemacht, wobei wir die Rohre schon 1999 (als wir eine neue Heizungsanlage bekamen) hätten isolieren müssen. Der Schornsteinfeger brachte mich auf die Idee, als ich ihn während der Abgasmessung fragte, wie wir den Abgasverlust von durchschnittlich 7,2% (Herstellerangabe: 6%) reduzieren können.
 
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#10
Wolfhaus

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Thomas_1982

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Die 6% Abgasverlust sind ein Herstellerwert unter Laborbedingungen, die oft ideal sind. Laut Datenblatt erreicht die Abgastemperatur 162°C bei 80°C Kesseltemperatur und 60°C Warmwassertemperatur. Den CO2-Gehalt im Abgas darf man bei unserem Buderus Logatop BE1.1-21 Brenner auf bis zu 14 Vol.-% einstellen. Daraus resultiert dann bei 20°C Verbrennungslufttemperatur ein Abgasverlust von genau 6,065%.

Abgasverlust in % = (Abgastemperatur - Verbrennungslufttemperatur) * (0,5 / CO2 in % + 0,007)

In der Praxis sei es wie mit dem Spritverbrauch bei Autos, der liege dann oft 15...20% höher. Die durchschnittlich 7,2% Abgasverlust (5...9%) seien absolut in Ordnung für Kessel und Brenner. Wir sollen uns für Ölbrennwerttechnik interessieren, meinte der Schornsteinfeger. Die Abgase hätten dann nur noch ca. 50°C. Erdgas sei pro kWh zwar günstiger als Heizöl (1 Liter Heizöl enthält ohne Brennwerttechnik 9,975 kWh), man zahle aber jeden Monat für den Gasanschluss (offenbar 12 bis 17 EUR). Wenn man das Heizöl clever einkaufe, heize man genauso günstig wie mit Erdgas. Wir hätten dann aber einen Raum mehr (8,72 qm bisheriges Heizöllager) und bräuchten die Tankanlage nicht alle 30 Jahre modernisieren.
 
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#12
Wolfhaus

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Falsch ist die Isolierung nicht, aber wenn ich alle "Sparmaßnahmen" die so beworben werden zusammenrechne, komme ich locker auf über 100%! und habe dann natürlich meine Bedenken damit.
Du hast die Fassadendämmung vergessen, dann kommste sicher auf 150%:unsure:

Ach ja, apropos Rohrisolierung: alles was im Haus als Wärme angeblich verloren geht, kommt imho dem Gebäude zugute! Sowas sehe ich nicht als Verlust an.


Die Zukunft sollte dann Erdgas für dich sein, was auch bei der Erneuerung Kostengünstiger ist.
Kostengünstiger bei der Umrüstung? Das hat mein Nachbar auch mal gedacht, und der Heizi hat ihm das sogar vorgerechnet. Und das obwohl der Gasanschluß mit 2000 Euronen zu Buche schlug, und die Entsorgungs der Tanks nichtmal eingerechnet war.
Jetzt hat der den billigsten Mist im Keller stehen! Und die Tanks hat er in Eigenarbeit mit ner Stichsäge IM KELLER kleingesägt!!!!! Die ganze Region hat wochenlang gestunken (wie die in ihrem Haus wohl überlebt haben?). Das überzählige Öl hat er in offenen Eimern auf nem offenen PKW-Anhänger zur Verwandschaft gebracht.

Sowas kommt dabei heraus wenn man billig umrüstet! :kopfnuss:


Ich hab bei mir nur den 40 Jahre alten Ölkessel gegen Öl Brennwert gestauscht und ne Solarthermie angeschlossen. Das hat reale 50% Ersparnis gebracht. Und wenn ich geschickt tanke dann bringts gegenüber Gas auch noch ein paar Euronen.
Ach ja, und die Nylontanks (nicht PE) halten laut Hersteller 99 Jahre, die brauche ich nicht nach 30 Jahren neu!
 
#14

Thomas_1982

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alles was im Haus als Wärme angeblich verloren geht, kommt imho dem Gebäude zugute! Sowas sehe ich nicht als Verlust an.
Um es ganz genau zu nehmen: Zur jährlichen Heizarbeit (kWh) addieren sich natürlich noch die i.d.R. in Wärme umgesetzten kWh des Haushaltsstromverbrauchs sowie die abgegebene Körperwärme von 657 kWh pro Person (Annahme: 75 Watt abgegebene Körperwärme und 24-stündige Anwesenheit pro Tag).

Hinsichtlich der Umrüstung von Heizöl EL auf Erdgas fällt mir noch der Erdgas-Vorteil ein, dass die Verbrennung pro kWh weniger CO2 ausstößt!
 
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#15
Rainer4x4

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Hinsichtlich der Umrüstung von Heizöl EL auf Erdgas fällt mir noch der Erdgas-Vorteil ein, dass die Verbrennung pro kWh weniger CO2 ausstößt!
Na ja, 0,319 CO2-Äq.(kg/kWh) bei Öl und 0,250 CO2-Äq.(kg/kWh) bei Erdgas, da ist das Gas auch nicht der Brüller. Und Du erkaufst Dir das durch ein höheres Gefährdungspotential!
 
#16
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Erdgas-Vorteil ein, dass die Verbrennung pro kWh weniger CO2 ausstößt!
Das ist nur sehr geringfügig und wenn die Ölheizung ordentlich läuft zu vernachlässigen.
Öl ist aber ein vertvoller Rohstoff und zu schade um verheizt zu werden.
Du erkaufst Dir das durch ein höheres Gefährdungspotential!
Das kann ich bei Gas nicht erkennen, Voraussetzung keine Manipulationen und wilde Bauunternehmen. Genau so könnte man Gefahren der Heizöllagerung andichten.
Das Einzige was mich an Öl stört ist der Geruch. Wenn ich in ein Haus mit Ölheizung komme riche ich das sofort, das scheint aber persönlich bedingt zu sein.
 
#17
Rainer4x4

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Das ist nur sehr geringfügig und wenn die Ölheizung ordentlich läuft zu vernachlässigen.
Öl ist aber ein vertvoller Rohstoff und zu schade um verheizt zu werden.
Stell Dir vor wir würden aus Umweltschutzgründen auch alle noch elektrisch heizen :thumbsup:

Das kann ich bei Gas nicht erkennen, Voraussetzung keine Manipulationen und wilde Bauunternehmen.
Nun, ich bin vor vielen Jahren mal in einen Neubau eingezogen - Erstbezug. Als ich die Gasheizung in Betrieb nahm fing es im Keller an zu stinken. Gasleckage. "Rein zufällig" kam der Firmenchef der Heizungsfirma zu uns, angeblich im Rahmen einer Routinekontrolle. Sein Knecht hatte die meisten Verschraubungen kaputt gedrückt. :kopfnuss: Der Chef ging von Haustür zu Haustür! :eek:
Genau so könnte man Gefahren der Heizöllagerung andichten.
Selbst wenn alles ausgelaufen ist fliegt das Haus nicht so leicht weg, als wenns ne Gasleckage gibt. Und Gasleckagen sind an den windigen Gaskesseln nix aussergewöhnliches. Schaust Du: Schornsteinfeger_stellt_ Maengel_an_Feuerungsanlagen_fest
Das Einzige was mich an Öl stört ist der Geruch. Wenn ich in ein Haus mit Ölheizung komme riche ich das sofort, das scheint aber persönlich bedingt zu sein.
Bei uns riecht nix. Wir haben diffusionsdichte Nylontanks, ne absolut dichte Ölverrohrung, einen raumluftunabhängige Heizung, und zudem ne funktionierende Kellerbelüftung.
 
#18
Wolfhaus

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Stell Dir vor wir würden aus Umweltschutzgründen auch alle noch elektrisch heizen
Öl ist die Basis von vielen wertvollen Produkten, das meine ich und Flugzeuge werden immer Öl benötigen. Bei stationären Anlagen kann man immer auf Gas ausweichen.
Das mit dem elektrisch heizen wäre schon super, nur wo soll dafür die Energie herkommen, wir sind nicht Schweden die das mit Wasserkraft abdecken können.
Auf jeden Fall wird das nichts mit Solar oder Wind.
Verschraubungen kaputt gedrückt.
Mit dieser Arbeitsweise richtet man überall Unheil an.
 
#19
Rainer4x4

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Mit dieser Arbeitsweise richtet man überall Unheil an.
Och Du, war vor zwei Jahren in einer FeWo mit Gasherd in der Küche. Die Pulle stand draussen, stümperhaft verlegtes Rohr bis zur Küche, da ein Schlauchstutzen, dann Wasserschlauch durch die Küchenzeile bis zum Gasherd. Neben dem Gasherdanschuss war dann eine 230V Lüsterklemme, zwei fliegende Strippem zum Zündautomaten o_O:kopfnuss:
 
#20

Thomas_1982

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Stimmt es eigentlich, dass eine Gastherme nur alle 2 Jahre gewartet werden muss? Ölheizkessel hingegen alle 12 Monate (kurz vor Beginn der Heizperiode), weil die Verbrennung nicht so sauber ist wie bei Gas!? Kostet uns ja auch immer 71 bis 114 EUR.
 
Thema:

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