bröselige Schicht im Brennraum

Diskutiere bröselige Schicht im Brennraum im Brötje Forum im Bereich Brötje; Hallo an alle, beim jährlichen Reinigen unseres Heizkessels (Brötje Typ C 17 14-17 kW Herst.-Nr. 100 899 Bj. 1986 mit MAN-Brenner RE1)...
#1

Tomas

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Hallo an alle,
beim jährlichen Reinigen unseres Heizkessels
(Brötje Typ C 17 14-17 kW
Herst.-Nr. 100 899 Bj. 1986 mit MAN-Brenner RE1)
löst sich zunehmend eine Schicht unten im Brennraum
auf.
Ich nehme an, es ist eine Art Schamotte, das
immer bröseliger wird und mit Kehrblech oder Vakusauger
abgetragen wird
Ja gut, Kessel und Brenner gehören zur älteren Ausführung,
der Schornsteinfeger meint aber, die Werte sind völlig ok und
wir wollen uns noch Zeit lassen, ob es bei Neukauf
eine Gas- oder Ölheizung werden soll.
Die Frage: Kann ich diese bröselige Schicht
unten im Brennraum etwas begradigen und
Schamottsteine darüber legen?
Müssen das Schamottesteine einer bestimmten Klasse
sein und gibt es evtl. eine hitzebeständige Masse, mit der ich
die Fläche vorher ebnen kann?

Vielen Dank für Tipps und Antworten
 
#2
Hausdoc

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Diese Schicht hat nichts mit Schamott zu tun. Es sind Verbrennungsrückstände die gemeinsam mit Kondenswasser eine steinartige Substanz ergeben.
Diese Rüchstände sind der Beweis fpür eine nicht saubere Verbrennung - Ursache dafür ist eine falsche Brennereinstellung..

Fazit. Alles(!!) lockere Zeug im Kessel muss gründlichst raus. Bis man das blanke Stahl sieht.
Ich würde auch behaupten daß an dieser Anlage der Kaminzugregler fehlt. Selbst bei so alten Anlagen kann man den noch nachrüsten. Die billigsten Varianten kosten so ab 50 €.
 
#3

Tomas

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Danke Hausdoc,
dass es reine Ablagerungen sein können, daran hatte ich noch gar nicht gedacht.
Bei dem Gebrösel hätte ich auch selbst drauf kommen können...(oh Schande *g*)

Sehr nett jedenfalls, dass der fast jährlich hier auftretende Wartungs-Monteur
noch nie ein Wort dazu verloren hat.

Ich werde dann nochmal an die Arbeit gehen,
und weiß von nun an, welcher Service es
in Zukunft NICHT mehr sein wird.
 
#4
Hausdoc

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Leider sind sich etwa die Hälfte aller Kundendiensttechniker "zu gut" um vor der Brennereinstellung den Kessel blitzblank zu reinigen.
Ich halte es für die Vorraussetzung der Dienstleistung "Brenner/Heizungswartung" und auch unbedingt notwendig um den Brenner wirklich exakt einstellen zu können.

Die Kesselverschmutzung dient mir (als Techniker) auch Resonanz wenn ich im darauffolgendem Jahr die Anlage wieder erneut warte.

Spitzenreiter für einen verdreckten Kessel war eine ca 8 Jahre alte Anlage. Der Betreiber hatte immer vermutet, daß der Kaminkehrer den Kessel "irgendwie" mitreinige.
Der Kessel war bis zum Flammrohr des Brenners mit Verbrennungsrückständen gefüllt (also ca 1/2 voll) .
Die Abgastemperatur betrug 450° . Der Abgasverlust durch den Kaminkehrer dokumentiert 20%
Hier muss man in jeder Hinsicht den Kopf schütteln....
 
#5

Tomas

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graue Wolle unter der Bröselschicht

Hallo Hausdoc, schwerwiegende Ausnahmefrage:
Ich war heute leicht schockiert, als diese bröselige Fläche federte
und fragte mich, ob das Metall darunter "durch" ist.
Nein.
Es ist eine Art Wolle unter dieser Schicht ausgelegt.
Erst darunter zeigt sich blankes Metall.

Was mache ich denn mit dieser Wolle ?
Hat die eine Funktion?
Muss sie raus oder ersetzt werden?

An Brötje selbst ist ja leider kein Herankommen.

LG Thomas
 
#6
Hausdoc

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Mach mal bitte ein Bild und Poste es .
Ich fürchte der Brennkammereinsatz hat sich aufgelöst.
 
#7

Tomas

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Hallo Hausdoc,
hier der gereinigte Brennraum nach 30min Probelauf.

Unten trug ich eine ca. 1cm dicke, rostbraune Schicht ab,
bis diese Naht in der Mitte und gelb-weißes Material sichtbar wurde.
Die "Wolle" wurde sichtbar, als die etwas erhöhte Schicht
ganz vorn direkt hinter der Klappe abgehoben wurde
(das sind die 2 Brocken).

LG Thomas
 
#8
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könntest du nochmal ein Bild vom ganzen Kessel bei geöffneter Kesseltür machen??
 
#9

Tomas

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leider kaum Platz vor dem Kessel,
deshalb geht nur ein Schrägfoto
 
#10
Hausdoc

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das passt schon!
Das ist nur eine Glühfasewrmatte/platte.

Jene soll vor Siedegeräuschen schützen.

So wie sie jetzt ist, passt sie schon.
Die losen teile kannst du entweder wieder vorne "einfach hinlegen" - oder entsorgen. Ich würde ersteres Vorschlagen

Falls diese Platte mal restlos kaputt ist, kann man diese in jedem Heizungsgroßhandel nachkaufen. Diese Dinger werden dann einfach selbst auf den Kessel zugeschnitten.


Aber du solltest den Kessel noch besseer reinigen. Der Stahl oben sollte wirklich blitzblank sauber sein. Das spart einige 100 l ÖL.
 
#11

Tomas

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ja fein, Hausdoc, ich danke Dir !
Dann werde ich mal sehn, dass ich den Innenraum
möglichst optimal hinkriege, bevor jemand zum Einstellen des Brenners kommt.

(Wie gesagt, zeigt das Foto den Zustand nach 30min Probelauf...hat mich
auch überascht, was für Reste ich danach schon wieder abspachteln konnte)

LG Tomas
und auf dass das alte Schätzchen noch 2 Jahre läuft :.)
 
#12
Hausdoc

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Das Einstellen den Brenners kann jeder der die Anzeige eines Messgerätes lesen kann.

0,35er Düse (Steinen 0,35/60H) rein und CO² auf 13,5% einstellen- fertig!

Bevor du jemanden kommen lässt, sag vorab am Telefon welche Düse du brauchst (verweise evtl auf mich) - soooooo kleine Düsen hat nicht jeder ständig dabei.
 
#13

Tomas

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Hallo Hausdoc,
der Techniker von MAN wird in den nächsten Tagen kommen.
Ich sprach telefonisch mit ihm über die 0.4er Düse
und werde dann nochmal vorschlagen, eine 0.35er mitzubringen.

Ein kleines Missgeschick ist beim Schruppen passiert.
Da ist ein haarfeines Loch (siehe Pfeil Foto).
Bei momentan 1 bar kommt da nur ein leichtes Tröpfchen heraus,
aber das steigert sich sicher im Heizbetrieb.

Und wieder gibt es Fragen:
Sind diese Kessel geschweißt oder hartgelötet?
Kann man da vorsichtig einen Schweißpunkt mit dünner Elektrode
und E-Schweißgerät draufsetzen?
Heikle Frage, ich weiß...aber etwas Risiko ist immer...und ggf. danke
für einen Tipp :)

LG Thomas
 
#14
Hausdoc

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Oki!
Das wars dann!

Den MAN Kundendienst kannst du abbestellen!
Dein Schätzchen hält auch keine 2 Jahre mehr - es ist hiermit gestorben!

Du brauchst kurzfristig eine neue Anlage.

Eine Reparatur scheint hier wenig aussichtsreich. Wenn man hier versucht zu schweißen, werden die Löcher immer größer.
Wenn du Fragen hast was für dich in Frage käme meld dich einfach!
 
#15

Daniels89

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bei Jährlich gewartete heizungsanlagen sollten man im Brennraum das Metall sehen, wenn es sorgfältig gemacht worden ist!



Einen Stahlkessel zu schweißen hat sich nicht bewährt! spätestens nach einen Jahr tropft er wieder oder an einer anderen Stelle! Weil sich sehr starke Spannungen enrgeben!
 
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