Bitte Hilfe: Rost im Heiß-Wasser

Diskutiere Bitte Hilfe: Rost im Heiß-Wasser im Vaillant Forum im Bereich Vaillant; Guten Tag! Ich hoffe sehr, dass mir hier geholfen werden kann, denn ich selbst habe keinerlei Ahnung, aber ein Riesen-Problem: Wir haben eine...
#1

blommberg

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Guten Tag! Ich hoffe sehr, dass mir hier geholfen werden kann, denn ich selbst habe keinerlei Ahnung, aber ein Riesen-Problem: Wir haben eine Vaillant VRC 410 bzw. VSC 126-C 140 oder auch VSC 196-C 150, jedenfalls lauten so die Spezifikainen der Bedienungsanleitungen. Ich poste es aber hier im allg. Teil, weil vielleicht jemand anders selbiges mit einem anderen Fabrikat auch erlebt hat. Unser "eco-Compakt Gas-Kompaktgeät mit Brennwerttechnik" steht in unserem Reihenhaus mit 150 qm unter dem Dach. Die Heizung ist 14 - 15 Jahre alt und wurde stehts für 100 - 200 € jährlich gewartet.
Problem: Seit ca. 12 / 2018 fiel uns sporadisch bräunliches Wasser auf. Es tritt selten an den verschiedensten Hähnen im Haus auf, stets nur bei Heißwasser. Analyse: Hohe Eisen-Belastung / Rost also. Gerade gestern, nach 1 Wo. Urlaub kam wieder deutlich braunes Wasser, aber nur kurz.
Unser Heizungsmann: Wahrscheinlich sei der Kessel defekt, die Emaille sei wohl irgendwo gesprungen, es roste da wohl, letztlich drohe wohl die Totalüberflutung des Hauses durch Auslaufen. Empfehlung: Neuer Kessel, 2000 € + X, wobei das eigentlich bei einer sooo alten Heizung nicht unbedingt Sinn mache. Nemse lieber gleich ne gan neue Heizung für dann 6000 € + X.
Wir haben keine "Wanne" zum Auslaufschutz (ja, kann man einbauen, sehr aufwändig, 2000 € + X).
Im Prinzip sagte eine alternative Firma das gleiche.
Unter uns: 6000 € haben wir nicht so rumliegen.
Es passt uns aber auch prinzipiell überhaupt nicht, dermaßen viel Geld auszugeben, ohne dass überhaupt eine klare Diagnose besteht.
Am wenigsten möchte ich in diese Vaillant weiteres Geld stecken, sie hat mir nie gefallen, ich finde sie laut, bedienungunfreundlich, und der Vaillant-"Service" war unterirdisch. Es war dort niemand zu sprechen, der Ahnung hatte, man werde aber auf meine E-Mail sofort antworten, was trotz Eingangsbestätigung nie passierte.
Kann es denn sein, dass es sooo schwierig ist, in den Kessel reinzugucken? Vielleicht ist er ja doch heile und irgendwo rostet nur ne Mutter oder so.
Wie würden Sie vorgehen, was raten Sie? Vielen lieben Dank schon jetzt.
 
#2
Hausdoc

Hausdoc

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Es passt uns aber auch prinzipiell überhaupt nicht, dermaßen viel Geld auszugeben, ohne dass überhaupt eine klare Diagnose besteht.
Wurde denn in all den Jahren nie die Schutzanode überprüft?
Wenn die Antwort nein lautet, kannst du deinen Fachmann per Handschlag in den Troll Adel erheben.


Es war dort niemand zu sprechen, der Ahnung hatte, man werde aber auf meine E-Mail sofort antworten, was trotz Eingangsbestätigung nie passierte.
Nachdenken!!! Am anderen Ende sitzen Marketingleute, Kaufleite oder ungelernte Bürokräfte - jedoch keine Fachleute die sich mit Technik auskennen - dazu ist dein Fachmann vor Ort da.


Weitere Vorgehensweise:

Die o g Anode ausbauen und deren Zustand prüfen. Wenn da nur noch Fragmente da sind , dürfte der Speicher defekt sein. Eine weitere endoskopische Kameraüberprüfung würde nur noch Kosten produzieren.

Ist die Anode OK könnte als Ursache eine verzinkte Leitung in Frage kommen.
Vor allem wenn sich im Haus noch eine Enthärtungsanlage befindet wird das Wasser gegenüber der verzinkten Stahlleitung aggresiv . Der sonst im Wasser vorkommende Kalk kann die Kohlensäure im Wasser nicht mehr binden.

Die Aussage....
Gerade gestern, nach 1 Wo. Urlaub kam wieder deutlich braunes Wasser, aber nur kurz.
Deutet ziemlich stark auf diese Möglichkeit hin.
In dem Fall wär der Speicher vollkommen in Ordnung
 
#3

blommberg

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Danke für die schnelle und ausführliche Antwort!
Also: 10-2018 (= Wartung) und dann 12-2018 (= nach dem Rost) findet sich im Bericht jeweils "Anode geprüft - in Ordnung".
- Das Haus und die Leitungen sind so neu / alt wie die Heizung selbst, 15 Jahre.
- Keine Enthärtungsanlage (soweit ich weiß, Wasser hier in Bremen ist aber auch weich).
- Verzinkte Leitung? Gibts das im Neubau? Und - - wie findet man das heraus?
 
#4
Hausdoc

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- Verzinkte Leitung? Gibts das im Neubau? Und - - wie findet man das heraus?

Mach mal ein Foto vom Heizgerät und dessen Umgebung ( erweiterte Antwort-> Dateianhänge....).
Manch ewig Gestriger Meister Röhrich hat auch vor 15 Jahren noch verzinktes Material verbaut.

Weitere Möglichkeit.
Die Installation besteht aus Edelstahlrohren. Ggf ist dem Installationsbetrieb ein Missgeschick passieert und es wurde im Trinkwassernetz ein Stück C-Stahl rohr eingesetzt.

Optisch ist das manchmal gar nicht so einfach zu unterscheiden.
Diese C-Stahlrohre sind nur für Heizung geeignet. Bei Trinkwasser rosten die recht schnell durch.

findet sich im Bericht jeweils "Anode geprüft - in Ordnung".
Sowas bezweifle ich immer etwas.
Es gibt Anoden mit sepatater Masseverbindung - hier kann man den Anodenstrom messen und das Messergebnis auf dem Arbeitsbericht vermerken.
Bei dir meine ich ist es eine herkömmloche Anode. Hier miss man den Speicher drucklos machen und die Anode rausschrauben.
Sowas hinterlässt immer Werkzeugspuren . Kuck einfach nach. Sieht der Kopf wie neu aus , wurde die Anode niemals wirklich geprüft . Damit der doofe Kiunde nicht meckert schreibt man was auf den Bericht.

Traurig - aber ganz offensichtlich gängige Praxis.
 
#5
tricotrac

tricotrac

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Damit der doofe Kiunde nicht meckert schreibt man was auf den Bericht.

Traurig - aber ganz offensichtlich gängige Praxis.
Ja genau ! Aber zum Teil auch durch die Leichtgläubigkeit des Monteurs. Er vertraut auf eine korrekte Messung des Anodenstroms.
Leider erreicht die Schutzanode aber nicht alle Teilbereiche im Speicher. Betroffen sind davon sind zum Beispiel die Anschlussstutzen Warmwasser und Zirkulation. Oder die Schutzanode ist mit einer Kalkschicht überzogen. Das Anodentestgerät zeigt "grünes Licht" , trotzdem ist die Schutzfunktion eingeschränkt. Daher immer besser Anode ausbauen und einer Sichtprüfung unterziehen.
 
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