Ausdehnungsgefäss dekt / Allgemeine Frage zu "alter Anlage"

Diskutiere Ausdehnungsgefäss dekt / Allgemeine Frage zu "alter Anlage" im Viessmann Forum im Bereich Heizungshersteller; Moin, ich bin neu hier und habe gleich zu Beginn 2 Fragen. Vorab die relevanten Daten: Heizungsanlage (Öl): Kessel: VIESSMANN Vitola-uniferral...

echt_weg

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Moin,

ich bin neu hier und habe gleich zu Beginn 2 Fragen.


Vorab die relevanten Daten:
Heizungsanlage (Öl):
Kessel: VIESSMANN Vitola-uniferral (18kW)
Steuerung: VIESSMANN Trimatik-MC
Brenner: Körting Jet 4.5 (1,3.....4,5) 0.55er Düse
Warmwasserspeicher: VIESSMANN HoriCell (genaues Modell unklar)
Ausdehnungsgefäss: Kaldewei 1.5 Bar Vordruck, 25 Liter

Die Heizungsanlage ist BJ 1978 (wurde bei Hausbau installiert), lediglich das Ausdehnungsgefäss sowie der Brenner wurden 1993 ersetzt.

Von mir verändert:
-Heizpumpe schaltet sich nur an, wenn irgendwo im Haus ein Ventil offen ist (über Hausautomatisierung)
-alle warmen Rohre im Keller und an der Heizungsanlage provisorisch isoliert (seitdem ca. 3° niedrigere Temperatur im Heizungs-Raum)

Haus:
Fertighaus/Holzverständerbauweise verklinkert BJ 1978
Original Holzfenster (doppelverglast)
Wohnraum ca. 110qm + Wintergarten (nur Frostschutz) + ausgebauter aber selten genutzer Keller


Da ich noch kein komplettes Jahr im Haus wohne ist der Ölbedarf nicht 100% sicher, er liegt alledings zwischen 1400-1600 Litern/Jahr.
Messwerte sind alle OK, der Schornsteinfeger ist zufrieden (Abgasverlust 5%).


Nun die tatsächlichen Fragen:
1. Ich muss sehr häufig Wasser im Heizkreislauf nachfüllen und der Druck schwankt sehr stark. Reicht diese Information um sagen zu können, dass das

Ausdehnungsgefäss defekt ist? Wenn ja: Kann ich einfach die Heizung abschalten, den Druck im Heizkreislauf ablassen und das Gefäss selbst tauschen? Reicht es ein günstiges Gefäss z.B. für 25 EUR von ebay zu nehmen?`

2. Ich höre relativ häufig die Aussage, dass es fast schon fahrlässig ist so eine alte Heizung immernoch zu betreiben und nicht auszutauschen ("Die kann dir jeden Tag kaputt gehen"). Grundsätzlich sicherlich nicht ganz falsch allerdings kann ich nicht einschätzen welcher Schaden tatsächlich entstehen kann bzw. ob so ein Schaden tatsächlich nicht vorher absehbar ist. Die Steuerung habe ich komplett als Ersatzteil mit allen Sensoren liegen (Trimatik MC). Kann abgesehen vom Brenner tatsächlich irgendein Teil (Kessel, Warmwasserspeicher) ohne Vorwarnung kaputt gehen bzw. gibt es irgendwelche Dinge die man prüfen kann?

Ich hoffe ihr könnt mir ein paar Hinweise geben.

Vielen Dnak
 
Hausdoc

Hausdoc

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Defekt muss das MAG noch gar nicht sein. Funktionsuntüchtig eben.

Laß den Vordruck nochmal korrigieren ( normalerweise ist sowas bei der Wartung dabei)

Erst wenn dann der Vordruck wieder weg ist, wird das Gefäß erneuert.

Die Aussagen des Kaminkehrers sowie die Angabe des Abgasverlustes sagt absolut nichts über die Wirtschaftlichkeit der Anlage aus.

Original 1978 doppelverglaste Fenster sind in der Regel Weltraumheizung.

Demnach steht eigentlich bald eine energetische Sanierung an ( Fenster , Dach, ggf Fassade..)
Nach dieser Sanierung folgt eine neue Heizung .
 

echt_weg

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Hi, danke für die schnelle Info



Hausdoc schrieb:
Defekt muss das MAG noch gar nicht sein. Funktionsuntüchtig eben.


Laß den Vordruck nochmal korrigieren ( normalerweise ist sowas bei der Wartung dabei)

Erst wenn dann der Vordruck wieder weg ist, wird das Gefäß erneuert.


Der Vordruck wurde vor gut einem Jahr eingestellt und das Problem ist seit dem nicht verschwunden (war auch relativ bald danach wieder da). Ich würde ungern noch einmal eine Wartung zu zahlen wenn dabei nur rauskommt, dass das Gefäss defekt ist, daher die Frage nach dem einfachem Austausch.



Die Aussagen des Kaminkehrers sowie die Angabe des Abgasverlustes sagt absolut nichts über die Wirtschaftlichkeit der Anlage aus.
OK, das war mir nicht wirklich bewusst. Ohne Kentnisse von der Technik zu haben bin ich davon ausgegangen, dass wenn der Abgasverlust im Rahmen ist die übrige Energie des Heizöls tatsächlich in Wärme umgewandelt wird. Wenn man nun nicht gerade Brennwert-Technik als Referenz nimmt hätte ich gedacht, dass meine Heizungsanlage nicht mehr ÖL verbraucht als eine neue Anlage (wieder ohne Brennwerttechnik nicht mit einzubeziehen). Wo liegt mein Denkfehler? In der Wärmedämmung vom Kessel selbst?


Original 1978 doppelverglaste Fenster sind in der Regel Weltraumheizung.

Demnach steht eigentlich bald eine energetische Sanierung an ( Fenster , Dach, ggf Fassade..)

Nach dieser Sanierung folgt eine neue Heizung .
Eine Sanierung ist geplant und beginnt nächstes Jahr mit der Dämmung der Wohnräume zum Dach (dort entweicht aktuell sehr viel Wärme, da die Dämmung natürlich entsprechend gering und vorallem durch einen Marder zerfressen ist). Die Wände nach Aussen sind bereits relativ (für das Baujahr sehr gut, nach heutigem Stand natürlich mies) gut gedämmt. Die Fenster sollen nach und nach folgen, allerdings habe ich vergessen zu erwähnen, dass Aussenjalousien vorhanden sind und auch genutzt werden.
Genau wie du schreibst würde ich die Heizung auch gerne noch etwas verschieben, das könnte allerdings dann auch noch 3 Jahre dauern bis ich alle Fenster ersetzt habe. (daher meine Frage 2 wie hoch das Risiko ist)
 
Hausdoc

Hausdoc

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Eine Sanierung ist geplant und beginnt nächstes Jahr mit der Dämmung der
Wohnräume zum Dach
Laß dir vom Fachmann notwendige Dämmstärken ausrechnen. Mit unüberlegter Dämmung erreicht man ggf das Gegenteil.
Fenster nach und nach machen ist umständlich.
Binnen 2 Tagen kann man alle Fester gänzlichst ohne Baudreck oder Schäden erneuern.


Deine Anlage ist jetzt 19 Jahre.
Diese 3 Jahre übersteht sie sicher. Mach dir da keinen Streß. Schlimmstenfalls im Kaminkehrerbetrieb.

Ein neues MAG kostet ja nicht die Welt. Ich würde aber ein 35 l Gefäß verwenden. (sehr oft preiswerter)
 

echt_weg

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Deckendämmung ist schon errechnet und wird nächstes Jahr fachmännisch angegangen. Die Fenster kann man natürlich recht schnell komplett tauschen....kostet allerdings auch recht schnell recht viel Geld und muss/soll daher Stückweise erfolgen.

Ich habe nun auch ein neues MAG bestellt und werde berichten was dabei rausgekommen ist.

Aber um zu meiner anderen Ursprungsfrage zurück zu kommen: Gibt es irgendwelche Anhaltspunkte an denen man erkennt wie lange Kessel, Wasserspeicher etc. noch mitmachen?
 
Hausdoc

Hausdoc

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Ein erfahrener Fachmann kann dir im Ramen einer Wartung eine Prognose geben.

Den Viessmann Teilen geb ich tendentiell noch gut 5 Jahre.
Schwachpunkt dürfte der Brenner sein. Dessen Zustand kenn ich nicht.
 

echt_weg

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mit 5 Jahren wäre ich top zufrieden. Dann würde die Anlage auch schon 39 Jahre alt sein - so lange soll sie gar nicht mehr halten müssen.

Was die Einschätzung vom Fachmann anging gab es bei der letzen Wartung vor 1,5 Jahren auch nur die Aussage, dass die Anlage halt alt aber grundsätzlich sehr langlebig ist.
 
Hausdoc

Hausdoc

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Nö- der Kessel dürfte von 93 sein.

1978 gabs noch keine Trimatik
 

echt_weg

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Hmmmm das ist sehr komisch. Gab es den Kessel denn 78 schon? Evtl. wurde mit dem Brenner zusammen die Steuerung getauscht?

Leider finde ich auf dem Typenschild vom Kessel kein Baujahr oder steht das irgendwo anders?
 

echt_weg

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rocco-rocco schrieb:
Hallo,wenn Du ein Typenschild hasst,
dann schau dir die 8.te Stelle an das gibt das Baujahr an
Hmmm daraus werde ich nicht schlau. Das hier ist das Schild bzw der Aufkleber
 

echt_weg

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Hmmm 74 würde nicht hinkommen, weil das Haus erst 78 gebaut wude (so lange wird das ja nicht gelegen haben)
84 würde bedeuten, dass der Kessel nach 6 Jahren getauscht wurde (auch nicht vorstellbar)
94 würde theoretisch nicht hinkommen, weil 1993 der Brener getauscht wurde
2004 wäre zu neu

Alles sehr seltsam, leider habe ich keinerlei Unterlagen ausser einer handschriftlichen Anleitung wie die Heizung zu bedienen ist (die ist von 1993!) und die Aussage, dass 1993 der Brenner getauscht wurde.

Gibt es sonst noch eine Möglichkeit ein Baujahr zu bestimmen?
 
Hausdoc

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Dieser Kessel ( mit Regelung ) ist Bj 1994

Es kann ja sein, daß de Brenner Bj 93 der alten Anlage übernommen wurde.
 

echt_weg

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OK, dann schon einmal vielen Dank an Euch beide!
Das hilft mir schon einmal weiter, da ich tatsächlich davon ausgegenagen bin, dass die Komponenten (bis auf den Brenner) alle von 1978 sind.

Vermutlich ist der Warmwasserspeicher dann auch von 1994 oder?

So sieht die ganze Anlage aus:
 
Hausdoc

Hausdoc

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Jo- die gesamte Anlage sieht sehr nach 94 aus.
 

echt_weg

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ich habe heute das ausdehnungsgefäss getauscht. das alte war tatsächlich defekt (hielt den druck nur eine geringe zeit...vermutlich membran leicht beschädigt).

Bin gespannt ob das Problem nun beseitigt ist. Bisher sieht alles gut aus
 

echt_weg

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zur Vollständigkeit:
Keinerlei Druckschwankungen mehr :)

Zusätzlich habe ich anhand der Bauunterlagen einmal das komplette Gebäude mit mh-tools durchgerechnet.

Ergebnis (nach DIN 128319) ohne Berücksichtigung vom Wintergarten
Norm bzw. Ausleg-Gebäudeheitlast von knapp 10kW
mit der für 2013 geplanten Veränderung der Deckendämmung liege ich bei knapp 8,5kW

Nun die Frage an die Spezialisen:
-Können die Werte plausibel sein?
-Reichen diese Daten um eine neue Anlagene bemessen zu können?
 

Piotre

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Zur Vollständigkeit, bei Viessmann gibt es die 16stellige Herstellernummer erst ab 1994, davor waren dies 12stellig und das Herstelldatum stand direkt auf dem Typenschild. Gruß Piotre
 

De-Us74

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echt_weg schrieb:
OK, dann schon einmal vielen Dank an Euch beide!
Das hilft mir schon einmal weiter, da ich tatsächlich davon ausgegenagen bin, dass die Komponenten (bis auf den Brenner) alle von 1978 sind.

Vermutlich ist der Warmwasserspeicher dann auch von 1994 oder?

So sieht die ganze Anlage aus:
Wenn ich die gedämmte Umwälzpumpe auf den Bild sehe dann weiss ich das dies ein Mensch gemacht hat der sich keine Gedanken um die Dämmung und ihre Sinnigkeit gemacht hat. Der Pumpenmotor darf nicht gedämmt werden - er muss seine Abwärme an die Raumluft angeben können. Die Oberflächen des Pumpenmotors sind sozusagen Kühlflächen für den Motor wo die Motorwärme, nicht die Wärme aus den Heizungsrohr/wasser, an die Raumluft abgegeben werden soll damit er nicht überhitzt.

Zum Füllschlauch sage ich besser nichts... da mach ich mal beide Augen zu und die Hühneraugen sowieso...
 

echt_weg

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Die Dämmung vom Motor ist mittlerweile schon entfernt (das Foto sind schon älter, trotzdem Danke für den Hinweis-9.

Ich versteh allerdings nicht was dir am Füllschlauch nicht gefällt? Zu alt? Nicht Durckbeständig? Permanent angeschlossen?
 

De-Us74

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Der Füllschlauch ist so nicht zulässig.
 
Thema:

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