Anlage Spülen mit Spülmittel???

Diskutiere Anlage Spülen mit Spülmittel??? im Allgemeine Fragen Forum im Bereich Heizungshersteller; Hallo, zusammen, bei mir wird gerade die Gastherme ausgetauscht (Wolf CGS-2). Haus/Heizkörper/Rohre(Kupfer) sind 20 Jahre alt. Wegen dem...

Zoppotrump-NEU

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Hallo, zusammen,

bei mir wird gerade die Gastherme ausgetauscht (Wolf CGS-2). Haus/Heizkörper/Rohre(Kupfer) sind 20 Jahre alt. Wegen dem Durchspülen der Anlage meinte mein Installateur (ist ein Bekannter, nicht mehr der jüngste) man sollte Spülmittel in das Heizwasser tun, das würde Dreck/Verkrustungen lösen, und das nach ein paar Tagen dann gegen entsalztes Wasser austauschen. Mir ist das nicht so ganz geheuer...sollte man das wirklich so machen?

Wie ist denn die "offizielle" Vorgehensweise bzgl Heizwasser / Anlage spülen bei einem Gasthermentausch?

Gruß!
 
Hausdoc

Hausdoc

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Spülen erfolgt mit einem Spülgerät.
Dazu wird periodisch dem Spülwasser ( normales Leitungswasser) Druckluft beigemengt.
Dieses Druckluft Wasser Gemisch löst Verunreinigungen.

Spülmittel hat hier einen entscheidenden Nachteil.
Verbleiben Reste in System wird so der pH des Heizwassers angehoben.
Anlagen mit Alu Wärmetauscher nehmen hier langfristig Schaden.
 

Zoppotrump-NEU

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ah ok, danke, dann werde ich das auf keinen Fall zulassen. Der Installateur hat allerdings kein Spülgerät. Die Frage ist, was mache ich jetzt?

Muss das Spülen zwingend VOR der Inbetriebnahme des neuen Heizgerätes erfolgen? Oder kann man die Anlage befüllen und das Spülen nachholen?

Momentan ist noch das alte Heizwasser in den Rohren/Heizkörpern.
 

KarlZei

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Ist/wird ein Schlammabscheider eingebaut?
 

KarlZei

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Ich würde insbesondere bei der Erneuerung des Heizgerätes nicht darauf verzichten.
 
Hausdoc

Hausdoc

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Oh, gibt es noch Schlammabscheider ohne Magnet?

Aber klar doch.

Ich kenne jede Menge Ingeneurbüros, die schreiben Schmutzfänger/ Schlammabscheider ohne Magneten aus.

Wehe die Fachfirma erdreistet sich und baut einen SpiroTrap MB3 ein ........... das kommt als Mangel auf die Liste .
Dann muss dieses Ding wieder raus........
 

Zoppotrump-NEU

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Ich würde gerne nochmal auf meine Frage von oben zurückkommen.

hier nochmal die momentane Situation:

- Heizkörper / Kupferrohre 20 Jahre alt
- Heizwasser wurde nie getauscht oder Anlage gespült
- nachgefüllt wurde immer mit normalem Leitungswasser
- Neuanlage ist Installiert, aber noch nicht befüllt
- altes Heizwasser ist noch in den Rohren/Heizkörpern.

was sollte man da nun tun bzgl Spülung / Neubefüllung? Was wäre das "Standard-Prozedere" in dem Fall?

Danke & Gruß!
 

Zoppotrump-NEU

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Gibt es denn dazu gar keine Meinungen?

Die Ansichten zum Thema "Anlage spülen" gehen wohl sehr weit auseinander... Einige sagen: am besten gar nicht spülen, einfach altes Heizwasser raus und neu befüllen mit entsalztem Wasser. Andere sagen: Altes Heizwasser raus, dann mit Leitungswasser spülen. Wieder andere meinen, man muss jeden Heizkörper "einzeln" spülen (also immer nur einen Heizkörper aufdrehen). Wieder andere nehmen ein Spülgerät...

was ist das beste?

Danke & Gruß!
 

Lp3g

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Ich habe auch eine neue Gastherme bekommen. Gespült wurde da auch nichts. Nur das durch den Tausch der Heizkörper nach und nach das System gespült wurde.

Die Erfahrung zeigte mir, der meiste Dreck bleibt in den Heizkörpern. Die Kupferrohre sahen Top aus. Die Körper waren voll mit dem schwarzen Dreck.
 

KarlZei

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was ist das beste?
Die grundlegende Frage ist doch, ob sich die Anlage überhaupt mit noch vertretbarem Aufwand spülen lässt. Aufwand -> Zeit -> Kosten. Man kann nicht einfach oben und unten / links und rechts eine Leitung öffnen und Wasser draufgeben. Will man es gut machen, muss man doch letztlich jeden Heizkörper und jede Fußbodenschleife anfassen. Das kann bei einem EFH schnell die Montagekosten der neuen Heizung überschreiten, es macht Dreck, in jedem Raum muss gearbeitet werden und es bleibt trotzdem ein Restrisiko, dass irgendwo Dreck hängen bleibt. Bei Dir ist vielleicht noch zu berücksichtigen ist, dass bei Verbleib des alten Wassers weniger 'frischer' Sauerstoff eingebracht wird.

Hier (großes EFH, nur Kupferrohre, Stahl-HK, Kupfer-FBH, 25 Jahre alt) wurde bei der Erneuerung nicht ernsthaft gespült, sondern nur am tiefsten Punkt (Therme auf Dachboden) abgelassen, oben Wasser in die Anlage laufen gelassen und dann nach kurzer Zeit unten dichtgemacht und weiter mit Trinkwasser befüllt.
Es wurde aber ein Schlammabscheider (inkl. Magnet) im Rücklauf verbaut. Ergebnis nach ca. 5 Monaten: läuft noch ;-) und im Schlammabscheider haben sich ein paar Kunststoff- und Kupferpartikel, eine kurze Faser (vermutlich Hanf) und eine gute Messerspitze Magnetit angesammelt. Und jetzt schaue ich einfach mal, wie lange die neue Therme hält ;-)
 

Zoppotrump-NEU

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mal ganz im Ernst...was ist denn, wenn man das alte Heizungswasser einfach drinlässt? Wenn man einen Schlamm/Magnetit-Abscheider einbaut, sollte sich doch nach und nach der ganze Dreck dort sammeln, den man dann entfernen kann...
 
socko

socko

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Wenn man "nur" den Dreck aus dem Wasser holt sagt das noch GAR NICHTS über die Reaktionsfreudigkeit des Wassers. Der Hersteller des Wärmeerzeugers gibt dazu oft Hinweise in den Betriebs- und Garantieunterlagen.
 

KarlZei

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Fachgerecht ist das nicht und es bleibt sicherlich noch genug Dreck in der Anlage (z.B. Heizkörper), weil nicht immer alles in der Schwebe mitzirkuliert. Und sicherlich kann der Abscheider nicht beliebige Mengen Magnetit zu 100% einfangen. Etwas dürfte es auch bis zur Umwälzpumpe schaffen und bleibt auch dort hängen, wenn Permanentmagnet-Motor. Nach meiner laienhaften Bewertung dürfte das aber nicht mehr viel für den Rest der Therme übrig bleiben.

Bei allem ist aber auch zu berücksichtigen, dass das (verbleibende) Heizungswasser den Vorgaben des Heizungsherstellers entspricht. Wenn nicht, muss neu befüllt werden und u.U. muss das Wasser davor behandelt werden.
 
Wolfhaus

Wolfhaus

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dem Süden von Berlin
Spülmittel hat hier einen entscheidenden Nachteil.
Und ist in erster Linie als Fettlöser ausgelegt. Verkrustungen wirst du damit nicht lösen und Fett hast du keins im Heizungswasser.
Wenn da keine bedenklichen Verkrustungen bestehen, würde ich das lassen. Wenn das richtig gebaut wurde besteht da nur ein sehr geringer schwarzer Belag der nicht stört.
 

Zoppotrump-NEU

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Wenn man "nur" den Dreck aus dem Wasser holt sagt das noch GAR NICHTS über die Reaktionsfreudigkeit des Wassers.
Hier ein Zitat (Fachmann):

In einer Heizungsanlage das Wasser zu tauschen nur um es neu mit aufbereitetem Wasser zu befüllen kann ich von abraten. Wurde die Anlage mit Trinkwasser gefüllt und läuft jetzt bereits seit einiger Zeit, dann hat sich das Anlagenwasser bereits verändert. Kesselstein und Kalk sind bereits ausgefallen und auch der PH-Wert reguliert sich meist in einem passenden Niveau ein.
 
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