Ablagerungen in Heizsystem

Diskutiere Ablagerungen in Heizsystem im Sonstiges / News Forum im Bereich Allgemein; Hallo Leute, zu Beginn der neuen Heizsaison bin ich einem leidigen Thema auf die Spur gegangen, das mich schon im letzten Winter extrem genervt...

Weisswurst

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Hallo Leute,

zu Beginn der neuen Heizsaison bin ich einem leidigen Thema auf die Spur gegangen, das mich schon im letzten Winter extrem genervt hat.

Kurze Zusammenfassung:
- Die beiden HK im Wohnzimmer (=die der Therme am nächstgelegenen HK) wurden im Gegensatz zu den restlichen HK im Haus nur sehr sehr langsam warm
- Alle möglichen Versuche das Problem einzugrenzen/beheben schlugen fehl (Pumpenleistung rauf, Voreinstellung am HK-Ventil voll auf, etc.)

Ich hab nun mal bissl im Inet gesucht, und bin auf diesen Beitrag gestoßen. Alle darin enthaltenen Randbedingungen treffen bei meiner Anlage zu: (Vaillant VC196-2C)Therme, (Kermi)Ventilheizkörper, sehr kalkhaltiges Wasser.

Daraufhin mal die HK-Ventile komplett rausgeschraubt, und siehe da: Das "Steigrohr" im HK war kurz vor dem Ventil nahezu komplett zu mit genau solchen Ablagerungen.

Frage: Hatten die Fachleute hier sowas schon mal, und wie sieht die Lösung aus?
Meine Lösung sah so aus, daß ich die Ablagerungen mit einem Schraubendreher gelöst habe, und bei entferntem HK-Ventil den Vorlauf am HK bei vorgehaltenem Eimer für einige Sekunden aufgedreht habe, so daß das Steigrohr gespült wurde. Seitdem werden die HK vernünftig warm, ein ungutes Gefühl bleibt aber irgendwie, wenn so ein Dreck im System rumschwebt, und es vermutlich nur ne Frage der Zeit ist, bis wieder ein Ventil dicht ist........

Danke im Voraus für konstruktive Beiträge!
Grüße
 
Hausdoc

Hausdoc

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Ist an der Anlage denn kein Schmutzfänger verbaut?

Wenn nein-> nachrüsten.
 

Weisswurst

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Gute Frage, wo müsste so ein Teil denn etwa sitzen (VL/RL, etc.)?

Nach erster Recherche im Inet wird sowas nur noch bei "industriellen und gewerblichen Anlagen" verbaut, von der Funktionsweise her wäre mir sowas aber in der Tat am liebsten.
1x/Monat aufmachen, reinigen, fertig. Nach und nach sollte das dann ja auch weniger werden, wenn es wirklich hauptsächlich an gelöstem Kalk liegt.

Danke schon mal für den Tipp!
 
Hausdoc

Hausdoc

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Im Rücklauf vor dem Heizgerät.



Nach erster Recherche im Inet wird sowas nur noch bei "industriellen und gewerblichen Anlagen" verbaut
Absolut nicht.

Wir bauen Anlagen immer mit Schmutzfänger.
Neuerdings auch immer mit Magnetitabscheider.

Ich hab bei mir zuhause vor und hinter dem Schmutzfänger einen Absperrhahn eigebaut.
So kann man jederzeit einfach den Siebeinsatz reinigen.
 

Weisswurst

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Ist das so ein Teil? Sitzt direkt am Rücklauf, vor der Therme.

Falls ja, hätte ich dann nur noch das Problem, daß es nur einseitig absperrbar ist (an der Therme)........ :(
 

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Weisswurst

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Schade, wär ja auch zu schön gewesen :)

Dann wird das beim nächsten Besuch des Heizis mal mit in Auftrag gegeben.

Danke nochmal!
 

Elektroniker56

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Hausdoc schrieb:
Im Rücklauf vor dem Heizgerät.



Nach erster Recherche im Inet wird sowas nur noch bei "industriellen und gewerblichen Anlagen" verbaut
Absolut nicht.

Wir bauen Anlagen immer mit Schmutzfänger.
Neuerdings auch immer mit Magnetitabscheider.

Ich hab bei mir zuhause vor und hinter dem Schmutzfänger einen Absperrhahn eigebaut.
So kann man jederzeit einfach den Siebeinsatz reinigen.
Was genau ist denn ein Magnetitabscheider? Wie funktioniert sowas, wie sieht das technisch aus und woher kann man sowas beziehen?

Sind Schmutzfänger nicht sowieso im Zugangsweg der Wassereinspeisung ins Hausnetz integriert? Zuerst ein Grob- dann ein Feinfilter.
Zum Filterwechseln braucht man normalerweise nur den Absperrhahn des Wasserzulaufes abzuschiebern. Hat dann aber Wasserverluste beim rausnehmen des Filtereinsatzes durch rücklaufedes Wasser in den Rohren.
Deshalb gibt es vor meinen Filtern auch Ventile und ein Umgehungsventil.

Also bleibt für mich die Frage, was ist ein Magnetitabscheider und wie funktioniert der?
 

Jörg55

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Schmutzfänger in Privaten Haushalten sind keineswegs standard.
Grad wenn man von zb. Stahl auf kupfer geht gibt es ablagerungen, was auch kein filter rausbekommt.
 

alsdorfer

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Findet man ganz schnell über google, guckst du hier
 

Elektroniker56

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Jörg55 schrieb:
Grad wenn man von zb. Stahl auf kupfer geht gibt es ablagerungen, was auch kein filter rausbekommt.
Aha, weil sowas kein Filter raus bekommt, nutzt man dann solcherlei magnetischen Tricksereien?

Irgendwie erinnert mich das an gewisse Ausbildungsthemen hinsichtlich Ferromagnetischer Materialien.

Wieviele "Metalle" sind den eigentlich magnetisch? Also ferromagnetisch?

Ferromagnetismus

Die meisten Metalle sind nicht ferromagnetisch und sind daher weder (in ferromagnetischer Weise) magnetisierbar, noch werden sie von einem Magneten angezogen!
 

Weisswurst

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Ich hätte sowieso noch eine kleine Rückfrage...........

Wenn ich so einen Schmutzfänger in den Rücklauf vor die Therme verbauen lasse, dann besteht mein konkretes Problem doch weiterhin.
Lt. dem verlinkten Artikel kommen diese Ablagerungen ja hauptsächlich von "abgesprengten" Kalkablagerungen am Wärmetauscher der Therme, welche dann über den Vorlauf zu den HK gelangen, und dort an der engsten Stelle (=Ventile) hängenbleiben und diese nach und nach zusetzen.

Spricht technisch gesehen also etwas dagegen, das Teil in den Vorlauf nach der Therme verbauen zu lassen?

Grüße
 

Elektroniker56

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Du machst dir Gedanken und hinterfragst, das gefällt mir. Für mich ändert sich durch eine Verlegung vom Rücklauf in den Vorlauf nichts wirklich wesentliches!
Du verlagerst genau genommen nur das Problem bzw die Problemstelle, sonst ist nichts weiter zu erwarten.

gehe mal anders -gedanklich- an die Sache heran.

Schau mal hier

Du bzw wir kennen solcherlei Technik, die Standart in Spülmaschinen angewendet wird. Nur halt auf die geringe Größe angepasst.
Solcherlei Technik gibt es auch in größerer Ausführung und wird in die Hauswasser-Einspeisung integriert.

Ich sehe von hier aus nicht mehr den kompletten Thread, sehe also nicht, ob es nur für die Nachspeisung evtl Heizkreiswassers gilt, oder für alle Wasserkreise.
Erkundige dich mal mit welcher Anlage bzw Anlagengröße du auf eine Wasserhärte kommen könntest, die in einem verträglicheren Rahmen liegen würde.
Du müsstest dann nur ähnlich wie bei der Spülmaschine mit Salztabletten etc den Enthärter funktionsfähig halten.

Ist nur eine Idee, ein Vorschlag meinerseits. Ob es bei dir funktionieren kann, weiß ich nicht.
Frage mal gezielt im Internet nach Anwendern solcherlei Technik und deren Erfahrung. Evenentuell mal bei den Wasserwerken diesbezüglich nach Erfahrungen bzw Empfehlungen fragen.
 
Hausdoc

Hausdoc

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Du müsstest dann nur ähnlich wie bei der Spülmaschine mit Salztabletten etc den Enthärter funktionsfähig halten.
Richtig.

Zumindest in der Theorie. ;)

Praktisch spricht da aber Einiges dagegen.

1. Ein kleiner Ionentauscher kostet ohne Installation 1500€ + Wartungskosten + Wasser + Sals für die Zwangsregeneration - und das alles für 2-3 l Nachfüllwasser im Jahr.
2. Ist eine Enthärtung in Heizanlagen Kontraproduktiv. Befasse dich mit Wasserchemie....... und was hier letztlich mit dem pH Wert passiert.




In der Praxis füllt der Fachmann aufbereitetes Heizwasser gem. VDI 2035 ein ( bzw sollte dies unbedingt tun)
Das unterscheidet sich deutlich von Weichwasser.
 

Weisswurst

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Zunächst noch mal danke für die weiteren Antworten!

Solch eine Enthärtungsanlage ist sicher ne feine Sache, löst aber nicht direkt das genannte Problem. Die Enthärtungsanlage bedient das Trinkwasser-Netz, mein Problem besteht aber im (geschlossenen) Heizungssystem. Sicher könnte man solch eine Enthärtungsanlage einbauen, das komplette Heizungssystem entleeren, und dann neu mit enhärtetem Wasser befüllen. Nebenbei bemerkt würde auch ein 4500l Regenwassertank zur (Neu-)Befüllung der Anlage zur Verfügung stehen, da Regenwasser ja bekanntlich ebenfalls keinen Kalk enthält. Bei beiden Varianten würde man sich aber wohl die von Hausdoc genannten neuen Probleme sprichwörtlich ins Haus holen (pH-Wert, etc.).

Ich finde die Variante mit dem Schmutzfänger ganz angenehm. Alle paar Wochen/Monate an einer zentralen Stelle diesen Filter reinigen, und gut. Für mein Verständnis sollte der einmal gelöste Kalk für immer weg sein, das Wasser im Heizsystem quasi nach und nach immer besser werden, was den Kalkgehalt betrifft.

Deshalb nochmal die Frage: Spricht grundsätzlich etwas dagegen, diesen Schmutzfänger in den Vorlauf einzubauen, so daß diese Ablagerungen aufgefangen werden, bevor sie in die HK gelangen?

Grüße
 
Hausdoc

Hausdoc

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Grundsätzlich möchte man den Dreck generell von Wärmetauschern fern halten.

Von daher ist es erst mal egal wo der Schmutzfänger sitzt.


Ich muss aber gestehen, daß ich keine Anlage kenne, wo der Schmutzfänger im VL sitzt.
 

Elektroniker56

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Es wird mal wieder um den heißen Brei herum gesprochen. Vorhin bei meiner Antwort konnte ich nicht erkennen, ob es um eine relativ kleine Menge "Nachfüllwasser" für den Heizkreis geht, oder um eine viel größere Menge. Das habe ich deutlich ausgedrückt und gesagt, es ist nur ein Vorschlag.

Jetzt kommt per Argument die VDI 2035 ins Spiel! Angesprochen wurde es zwar, aber was dort zu lesen ist, nicht erörtert.

Na dann schauen wir mal genauer hin, was damit mal wieder ausgesagt wird.
Übrigens ist dort u.a. was von Wasserenthärtung zu lesen. So grundsätzlich falsch muss das enthärten also nicht sein und große teuere Anlagen sind für Nachfüllwassermengen nicht notwendig.

Die VDI2035 ist vom Prinzip her nichts anderes als eine Lobbyarbeit. Mit anderen Worten, eine Definition wer was zu tun und zu lassen hat und zuständig ist, für dies und das.

Schau genau hin, vor allem ab Punkt 3, der die Verantwortlichkeiten regelt bzw regeln soll.

VDI2035

Übrigens ist das Forum von www.haustechnikdialog.de eine gute Alternative zu diesem Forum! (Ich schaue dort öfters rein, schaue was die Fachleute von dort im Verhältnis von denen hier argumentieren. Heizungstechnisch mag ich ein Laie sein, aber clever genug, sich an anderen relevanten Stellen kundig zu machen) :)
 

Jörg55

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Elektroniker56 schrieb:
Es wird mal wieder um den heißen Brei herum gesprochen.
Wie du es auch machst mit genannten Salztabletten für den spüler. Was bringen die? genau neben dem spülersalz die wasserhärte zu verringern. Alles schön und gut, bei Gläsern oder einigen Geschirrarten entziehst du dort dem Glas/Geschirr aber die mineralien, was die immer dünner werden läßt. Miele hatte vor Jahren dazu einen sehr guten Lehrgang.

Zum Thema, Wasser im geschlossenen kreislauf sollte gereinigt und enthärtet werden, evt. noch einen zusatz dazu geben um biologische ablagerungen zu verhindern, algen z.b. .
Will man ein geschlossenes System rein halten, gibt es guten lesestoff für Wasserkühlungen im Rechner. Dest. Wasser, zusatz was den wärmetransport erhöht und biol. ablagerungen verhindert.
Sobald aber der kreislauf mind. 70-80°C erreicht ist das alles blödsinn, siehe automobil kühlung.

Was bei normalen Heizunsanlagen mit 30-60°C Vorlauftemp. sinnvoll ist, beim befüllen vorreinigen z.b. kohle und feinfilter, enthärten auf härtegrad 3-5.
Ist das so geschehen kann eigentlich nichts mehr in die heizkörper kommen, außer du hast einen materialmix, der chemische reaktionen verursacht. Edle/unedle kombi, dann kommt die ofperanode zum zuge. Kupfer auf stahl oder eisen geben gegeneinander über jahre eine geringe spannung ab, das unedlere löst sich auf, ect. . Das dauert aber 15-30jahre.
 
Thema:

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