Unendliche Geschichte mit Brötje O-42 US - läuft nicht mit aufgesetzter Haube...

  • Unendliche Geschichte mit Brötje O-42 US - läuft nicht mit aufgesetzter Haube...

    Guten Tag zusammen,

    mein Name ist Henning, ich bin 37 Jahre alt und wohne mit Familie am Niederrhein, Höhe Krefeld. Ich habe ca. zwei Jahrzehnte handwerkliche Erfahrung, auch wenn ich beruflich etwas völlig anderes mache. Nebenbei habe ich aber schon bei einer Installationsfirma gearbeitet und weitgehend eigenverantwortlich Anlagen eingebaut. Jedes technische Problem im häuslichen Umfeld und am Pkw habe ich bisher zuverlässig selber lösen können.

    Mit dem Kauf unseres Eigenheimes vor mittlerweile fünf Jahren haben wir eine Brötje-Ölheizanlage von 2007 "geerbt", die eigentlich von Anfang immer irgendwelche Probleme gemacht hat. Die Vorbesitzer hatten sich für die Haustechnik nie interessiert. Mittlerweile würde ich den Brenner am liebsten zum Mond schießen, das ist finanziell aber nicht drin. Die ganze Geschichte ist zu lang, um sie hier aufzuschreiben. Natürlich gab es auch mal Probleme mit der Tankanlage, die ich aber zu 100% behoben habe.

    Diverse Fachhandwerker (frei beauftragt oder aus dem Bekanntenkreis) durften sich auch schon mit dem Kessel befassen, die Probleme konnten aber nie zuverlässig abgestellt werden. Ich behaupte mal frech, der einzige Experte für diesen Brennertyp hier im Umkreis bin "leider" ich.

    Nun zum aktuellen Problem:
    Der Brenner läuft seit Monaten nur stabil ohne aufgesetzte Schalldämmhaube. Heute morgen fiel er jedoch aus heiterem Himmel auch einfach so aus. Wegen der hohen Temperaturen läuft die Anlage derzeit natürlich nur zur Warmwasserbereitung, und das eher selten (vielleicht begünstigen die seltenen Starts eine vermehrte Rußablagerung?). Nach einem erneuten Betriebsversuch mit Haube spaßeshalber heute morgen hat es dann etliche Startversuche ohne Haube gebraucht, den Karren wieder ans Laufen zu bringen. Mit Haube gibt es mehr Ruß am Brennerkopf, das habe ich mir vorhin nochmal angesehen.

    Die Abgaswerte wurden mittels Testo-Gerät und Einstellung von Öldruck und Luftdruckschieber weitgehend perfektioniert. Rezirkulation ist auf Werkseinstellung gesetzt. Düsenbestückung ist wie original.

    Sobald die Haube aufgesetzt wird, wird die Verbrennung jedoch instabil und nach relativ kurzer Zeit gibt es einen Totalausfall. Wir haben auch versucht, den Einstellwert der Pumpe etwas zu verändern, um die Haube "auszugleichen". Das geht wegen des eingeschraubten Manometers aber logischerweise nur ohne Haube.

    An dem Brenner ist im Prinzip jedes Bauteil bereits 1x erneuert oder eingehend überprüft bzw. als Fehlerquelle ausgeschlossen. Detailfragen bitte gerne.

    Die Kesseltürdichtung habe ich ebenfalls erneuert.

    Es gab diverse Luftundichtigkeiten vorne am Brennergehäuse, die ich jedoch mittels Klebebandstreifen an diversen konstruktiv bedingten Durchdringungen des Gehäuses und Planen der Auflagefläche auf ein absolutes Minimum reduzieren konnte. Somit ist nahezu ausgeschlossen, dass der Brenner Luft verliert bzw. das Gebläse Luft an falscher Stelle herausdrückt und somit irgendwie einen Überdruck unter der Haube erzeugt (?).

    Würde mich freuen, wenn hier jemand noch zielführende Hinweise geben könnte.

    Problem wird sein, dass der Schornsteinfeger wohl den Betrieb ohne Haube nicht als ordnungsgemäß befinden wird, auch wenn es mehr um die Geräuschentwicklung im Haus geht.

    Aber irgendwas ist mit dem Brenner schließlich nicht in Ordnung. Dass es an minimalen Einstellungsänderungen liegen kann, glaube ich eher nicht. Wir haben viel hin- und herjustiert mit dem Testo.


    Danke vorab & Gruß!

    Henning

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  • CO² hatten wir zuletzt bei 13,2%. Abgastemperatur war auch in Ordnung. Ich habe hier mehrere Ausdrucke vom testo, kann diese nach dem ganzen Gefummel natürlich nicht mehr genau zuordnen.

    Die Ölversorgung ist nach allen Regeln der Kunst komplett erneuert. Schwimmende Entnahme (alles neu), komplett umgebaut auf Einstrang (ist aber ein sowieso ein relativ kurzer Weg vom Tank zum Kessel), Ölleitung wenn ich mich recht erinnere 6mm Innendurchmesser (habe ich gemäß Vorschrift Brennerhersteller ausgelegt), TocDuo Filter (bekanntlich (mit Entlüftung), feines Filterelement gemäß Vorschrift für Danfoss LE. Vakuum bei Betrieb im grünen Bereich bei ca. -0,1bar (fest eingebautes Manometer), das Antiheberventil habe ich beim derzeitigen Füllstand außer Funktion. Der Brenner hat den Meter bis zum Filter natürlich Zweistrangbetrieb. Die Schläuche werden von der Haube nicht abgeknickt o.ä. .

    Ich behaupte mal, an der Ölversorgung liegt es nicht (das hatte ich auch mal, da war ein Haarriss in einer Tankentnahmearmatur; große Mengen an Luftbläschen sichtbar in der Schwimmerglocke des Filters, natürlich ständig Brennerausfälle). In der derzeitigen Konfiguration der Ölversorgung lief die Anlage auch schon mal länger störungsfrei mit Haube.

    Ich mache mal weiter:
    Flammenfühler habe ich mittels Multimeter und entsprechendem Prüfaufbau gecheckt, der gelieferte Wert war absolut im vom Hersteller vorgegebenen Bereich (Landis&Gyr oder Siemens, weiß ich gerade nicht).

    Die ganzen Zündkomponenten (Elektroden, Kabel) sind natürlich erneuert worden, außer Zündtrafo. Aber bevor hier ein Verdacht entsteht: Der Brenner zündet einwandfrei, hier brauchen wir m.E. nicht weiter zu überlegen. Die Störabschaltung erfolgt wegen eines "schlechten" Flammenbildes im Betrieb.

    Die Ölpumpe habe ich letztens erneuert, davor einst nur die Magnetspule, und davor nur das Magnetventil. Alle Details beim Austausch der Ölpumpe wurden beachtet.

    Kupplungsstück ist auch neu, es war nach zehn Jahren Betrieb etwas Abrieb zu sehen. Motor / Lüfterrad ist leichtgängig.

    Der Feuerungsautomat ist auch NEU. Brennerrohr habe ich vor zwei oder drei Jahren auch mal erneuert, weil ein Loch drin war.

    Düse ist auch frisch.

    Kann sein, dass ich irgendwas vergessen habe, bitte einfach fragen.
  • H.Z. schrieb:

    Die Ölversorgung ist nach allen Regeln der Kunst komplett erneuert. Schwimmende Entnahme (alles neu),
    Oje.... ;)
    Du denkst dran, daß eine schwimmende Entnahme ausschließlich bei kellergeschweißten Tanks zulässig sind?
    Bei Kunststofftanks erlischt dadurch die Zulassung. Hier entsteht ggf ein existenzgefährdendes Versicherungsproblem.

    Der Brennerhersteller legt die Dimensionierung der Ölleitung sicher nicht fest. Hier nochmal die Frage: Welcher Durchmesser genau?
    Wie ist das Antiheberventil eingestellt?

    H.Z. schrieb:

    Ich behaupte mal, an der Ölversorgung liegt es nicht
    Ich behaupte mal - auch....... auch.....



    Wurden mal die Dichtungen im Brenner erneuert?

    13,2 % CO² ist zu wenig.
    LG Hausdoc


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  • Also, ich habe eine CU-Leitung mit 6mm Innendurchmesser verlegt. Im Installationshandbuch von Brötje ist diese Angabe sehr wohl eindeutig zu finden (ich würde ja eine Kopie von S. 22 hier hochladen, aber das gibt wahrscheinlich Copyright-Ärger).

    Meine Gfk-Batterietanks "Nikor" der Firma Heintz dürfen durchaus mit dem Entnahmesystem der Firma Oilpress Keller ausgerüstet werden, das habe ich schon gecheckt.

    Welche "Dichtungen" am Brenner gibt es denn? Besser gesagt: Am Brenner gibt es eigentlich keine Dichtungen...
    Außer vielleicht die Flanschdichtung zwischen Brennereinheit und Kesseltür. Die kostet zwar nur 15 Euro, macht aber eigentlich noch einen guten Eindruck (keinerlei Schmauchspuren).

    Das Antiheberventil von Oventrop steht auf "auf".


    Ich habe hier auch einen Meßzettel liegen mit CO² bei 13,49%, Abgastemperatur 162,2 Grad Celsius. Mit diesen Werten lief der Kessel auch nicht mit aufgesetzter Haube. Da hatte ich allerdings die Luftlecks noch nicht behoben.
  • H.Z. schrieb:

    Also, ich habe eine CU-Leitung mit 6mm Innendurchmesser verlegt
    Das ist ungeeignet.

    6 mm Außen wär korrekt.

    Es gibt keine Zulassung für schwimmende Entnahme für GFK Tanks! Ganz sicher.... Es geht nicht ums " passt rein" sondern um die Zulassung.

    Schwimmende Entnahmen dürfen nur für kellergeschweisste Stahltanks verwendet werden - genau hier passt oft der Schwimmer aber mechanisch gar nicht durchs Loch.
    13,49% ist eher in Ordnung.


    H.Z. schrieb:

    Am Brenner gibt es eigentlich keine Dichtungen...
    Da würd ich den Brenner noch mal genau ansehen .. Kuck mal Richtung Mischeinheit. ;)

    H.Z. schrieb:

    Rezirkulation ist auf Werkseinstellung gesetzt
    Mach das mal eine kleine Idee weiter zu.
    Auch größere MAN Brenner laufen in werkseitiger Rezirkulationsmaß Einstellung nur sehr unzuverlässig.

    Gibts am Kamin/ Abgasrohr einen Kaminzugregler?
    LG Hausdoc


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  • Da die Leitungslänge extrem kurz ist (vielleicht fünf Meter), hat es jahrelang sogar mit den ca. 12mm Außendurchmesser der Vorlaufleitung aus dem alten Zweistrangsystem funktioniert.

    Die Firma Oilpress Keller macht zum Thema Grenzwertgeber und Universalarmaturen klare Aussagen, mehr dazu auf deren Homepage. Ich unterstelle mal, dass die Firma da korrekt agiert. Meine Tanks sind da konkret benannt.

    Zurück zur Sache:
    Ich habe gerade die Explosionszeichnung im Ersatzteilkatalog von Brötje nochmal studiert, da ist keine Dichtung im Bereich der Mischeinheit. Nur der Zentrierring, der die Mischeinheit im Brennerrohr zentriert, und die Düse selber, die (konisch dichtend?) in den Düsenstock bzw. in den Vorwärmer eingeschraubt wird.

    Es wurde wohl lange vor meiner Zeit ein einfacher, mechanischer Zugbegrenzer von Upmann eingebaut. In den Kamin, ca. 50cm unterhalb des Abgasrohres. Die Klappe pendelt im Prinzip immer im Bereich "offen". Das Gewicht habe ich aber gemäß Einbauanweisung justiert. Es kam schon mal vor, dass die Klappe beim Zünden des Brenners zugeschlagen ist, dann aber wieder aufpendelt. Das ist aber nicht die Regel. Wir haben einen relativ kurzen Schornstein (Keller plus 1,5 Geschosse).

    Welcher Abgaswert ändert sich durch Manipulation der Rezirkulation? Die gelernten Fachleute, die schon hier waren, haben sich für die Einstellung der Rezirkulation nie interessiert. Nur für Öldruck und Luftschieber.

    Vielleicht erinnere ich nochmal an die klare Symptomatik:

    Ohne Haube monatelang nur ein oder zwei Ausfälle, die mit Drücken der Entstörtaste sofort zu beheben waren.
    Mit Haube ist nach ein paar Minuten Ende.

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  • H.Z. schrieb:

    Die Firma Oilpress Keller macht zum Thema Grenzwertgeber und Universalarmaturen klare Aussagen,
    Ein (Fremd) Händler kann hier niemals Zulassungen unmgehen . Auch der Hinweis auf eine CE Kennzeichnung ändert nichts daran.
    Auch Afriso z.b. als bekanntester Hersteller derartiger Armaturen kann von sich auch keine derartigen Aussagen machen,
    Ich kann nur den wiederholten Hinweis geben, daß du eine Lagerstätte für wassergefährdente Stoffe entgegen ihrer Zulassung betreibst. Welche Kosequenzen sowas haben kann muss ich einem erwachsenen Menschen denk ich nicht erklären ;)


    H.Z. schrieb:

    Welcher Abgaswert ändert sich durch Manipulation der Rezirkulation?
    Es geht weniger um spezielle Abgaswerte.
    Durch die Rezirkulationsöffung wird gerade in der Startphase mehr (kalte) Luft an die Flamme herangeführt, was dazu fürhen kann, daß die Flamme abreisst und der Brenner auf Störung geht.
    Wenn du num mal ( testweise) das Rezirkulationsmaß um 1/4 - 1/3 reduziertst, klappt ein sanfter Brennerstart deutlich besser. Selbstverständlich muss hier der CO² Gehalt kontrolliert und angepasst werden.
    LG Hausdoc


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  • H.Z. schrieb:

    Da die Leitungslänge extrem kurz ist (vielleicht fünf Meter), hat es jahrelang sogar mit den ca. 12mm Außendurchmesser der Vorlaufleitung aus dem alten Zweistrangsystem funktioniert.

    Das k a n n , muss aber nicht unbedingt funktionieren. Befinden sich die Öllagerstätte und das Ölgerät auf einer Ebene, so reicht eine Leitung mit 6mm Außendurchmesser für eine Brennerleistung bis 100 KW aus !

    Hausdoc schrieb:

    Ein (Fremd) Händler kann hier niemals Zulassungen unmgehen . Auch der Hinweis auf eine CE Kennzeichnung ändert nichts daran.
    Auch Afriso z.b. als bekanntester Hersteller derartiger Armaturen kann von sich auch keine derartigen Aussagen machen,

    Das sehe ich absolut genauso ! Der Einbau von schwimmenden Entnahmegarnituren ist nur legal, wenn der Tankhersteller diese in seinen Zulassungsbestimmungen ausdrücklich zulässt. In der Regel wird dann auch exakt genau die Armatur mit seiner Zulassungsnummer benannt !

    Hausdoc schrieb:

    Ich kann nur den wiederholten Hinweis geben, daß du eine Lagerstätte für wassergefährdente Stoffe entgegen ihrer Zulassung betreibst. Welche Kosequenzen sowas haben kann muss ich einem erwachsenen Menschen denk ich nicht erklären

    Das ist juristisch eine ganz heiße Kiste ! Diese Heizöllagerstätte ist zur Zeit in einem existenzgefährdenden Zustand im Schadensfall !!!
    Fragen ohne Hintergrundinformationen bringen nur selten die gewünschte Antwort und Fotos sagen mehr wie tausend Worte :!:
  • Hallo,
    erstmal danke für die ausführliche Fehlerbeschreibung!

    Statt Haube würde ich mit einem Fön thermische Belastung suggerieren,
    an Magnetventil und Brennstoffzufuhr.
    Wenn er dann aus geht, kann man das eingrenzen.

    Die Leitung würde ich ersetzen gegen 6mm außen (hat Hausdoc schon erwähnt).
    Anzugsdrehmoment für Magnetventil nur 1 Nm, also nicht festziehen.

    Bei Betrieb alle Kabel bewegen und Wärmestellen aufspüren.
    Sonst fällt mir nix ein, da ja schon alles probiert wurde.
    Viel Glück und bitte die Lösung posten, wenn das Problem gelöst ist.

    VG Michael
  • Hallo Michael,
    danke für Deine sachorientierte Antwort.

    Das mit dem Außen-Leitungsdurchmesser sehe ich ja ein. Brenner und Tank stehen übrigens nicht nur nahe beieinander, sondern auch mit nahezu null Höhenunterschied. Es sei denn, mir kann jemand konkret den Zusammenhang erklären. Das Vakuummeter steht wie gesagt schön konstant bei -0,1bar. Um ein Luftblasenproblem in der Saugleitung auszuschließen, könnte ich noch ein transparentes Schlauchstück zwischenschalten. Das erklärt jedoch alles nicht wirklich den Effekt mit der Haube. Ich habe wenig Lust, nur aus Prinzip die Ölleitung wieder neu zu machen.

    Den Gedanken mit dem Wärmeeinfluss hatte ich auch schon mal, so bin ich damals wohl der hängenden Magnetspule auf die Schliche gekommen. Diese hat einfach am Ende der Vorwärmphase nicht geschaltet bzw. kein ausreichendes Magnetfeld erzeugt. Der Effekt tritt verstärkt bei Bauteilwärme auf (typisches Problem aus dem Kfz-Bereich, Thema Zündspule -> Probleme bei warmem Motor...). Leider hatte ich keinen Nerv mehr, den elektrischen Widerstand von Alt- und Neuteil mal vergleichend zu messen. Das Störungsproblem war jedenfalls damals erstmal weg.

    Habe eben die Schraube der Magnetspule nochmal gecheckt. Die kann man quasi gar nicht zu fest machen. Die Spule wird nur von einem Federring niedergehalten, wenn die Schraube schon auf dem Stock aufsitzt.

    Das mit dem Fön ist vielleicht mal gar keine schlechte Idee.

    Die Pumpe war nach dem Betriebsversuch mit Haube übrigens sehr heiß. Ich führte das heute morgen aber auf die vielen Starts zurück, es wird dabei ja kaum neues Öl zur Kühlung herantransportiert.

    Danfoss nennt in seinem Leitfaden noch weitere Ursachen für eine heiße Pumpe: Verschleiß, Kupplung, Motor schwergängig...
    Kann ich "leider" ausschließen.

    Welches andere Bauteil könnte durch eine höhere Bauteiltemperatur negativen Einfluss nehmen auf das Flammenbild?!? Dieser Ansatz widerspricht natürlich der Idee, dass es irgendein Luftproblem bei der Verbrennung gibt.

    Gruß,
    Henning

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  • Halli Hallo!
    Dann will ich doch auch mal "sachdienlich" werden!
    Welchen O-42 US Brenner hast du denn GENAU?
    Also einen O-42-1 US, O-42-2 US, O-42-3 US oder einen O-42-4 oder -5 US?
    Also als Kessel eine Unit? Oder ein L-Kessel? Oder ein L-U Kessel oder ein L-UB Kessel?
    Welchen "Blinkcode" gibt dir das Steuergerät bei vorliegender Störung wieder?

    -GR-
    _________________________________________________________________________________


    Der Optimist sieht in jedem Problem eine Aufgabe.
    Der Pessimist sieht in jeder Aufgabe ein Problem.

    __________________________________________________________________________________

    „Probleme kann man niemals mit derselben Denkweise lösen, durch die sie entstanden sind.“
  • Es ist ein O-42-2 US in einem L-UB 20 C.


    Diese Blinkcodes halte ich leider mittlerweile für irreführend, da in den allermeisten Fällen ein Ausfall beim Startvorgang hinterlegt wird. Denn: Immer wenn es einen automatischen Neustartversuch gibt und dieser erfolglos bleibt, handelt es sich für das Gerät um einen Fehler beim Brennerstart.
    Beispiel: Während des Betriebes den Flammenfühler ziehen, Störabschaltung, automatischer Neustartversuch, Störabschaltung - das wird dann als Störung während des Brennerstarts hinterlegt...
  • Vielleicht sollte ich die Symptomatik doch etwas präzisieren:

    Nach kurzer Zeit im Betrieb mit Haube fängt die Kontrolleuchte ein unregelmäßiges Blinken an, bis zum Totalausfall. Das kann man natürlich nur sehen, wenn man nach ein zwei Minuten mal zur Kontrolle unter die Haube schaut.

    Es kommen m.E.n. zwei Ansätze in Frage: Ein Verbrennungsluftproblem (plötzlicher Rußalarm mangels Sauerstoff?) oder ein Hitzestauproblem.

    Das Magnetventil und die Spule werden schon ohne Haube sehr heiß, über 60 Grad habe ich gemessen.

    Übrigens, Thema Saugleitung:
    Wenn mir jemand plausibel erklärt, wie die zu große Leitung konkret in Zusammenhang steht mit der Problematik, besorge ich sofort eine mit 4mm innen und baue die ein.
  • H.Z. schrieb:

    Wenn mir jemand plausibel erklärt, wie die zu große Leitung konkret in Zusammenhang steht mit der Problematik, besorge ich sofort eine mit 4mm innen und baue die ein.
    Mindestfließgeschwindigkeit......... Ausgasen des Öls............ Übrigens ist selbst Hand anlegen absolut existenzgefährdend.

    Geschieht in Zukunft ein kleines Malheur musst du den Schaden ( immer ab oberen 5 stelligen Bereich ) aus eigenner Tasche bezahlen.

    Da hier ganz augenscheinlich die elemantarsten Kenntnisse zu Ölversorgung fehlen, solltest du das besser einem Fachmann überlassen.,
    LG Hausdoc


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  • Auf genau den Schlusssatz habe ich die ganze Zeit gewartet. Darf in keinem Haustechnikforum fehlen.

    Vielleicht möchte jemand an dieser Stelle erklären, wie genau Mindestfließgeschwindigkeit und ggf. Ausgasen mit der Haube zusammenhängen?

    Ich zahle jedem Fachhandwerker gerne 150 Euro pro Stunde netto, wenn er das Problem hier vor Ort nachvollziehbar und zuverlässig löst.
  • H.Z. schrieb:

    Auf genau den Schlusssatz habe ich die ganze Zeit gewartet. Darf in keinem Haustechnikforum fehlen.
    Ich kann dir nichts verbieten.. ich kann nur auf mögliche Konsequenzen hinweisen, die der Heimwerker oft übersieht.



    H.Z. schrieb:

    Vielleicht möchte jemand an dieser Stelle erklären, wie genau Mindestfließgeschwindigkeit und ggf. Ausgasen mit der Haube zusammenhängen?
    Wenn das Öl zu langsam fließt hat es zeit im Unterdruckbereich der Ölversorgung auszugasen. Es entstehen viele Blasen und Microblasen die gerade kurz nach dem Brennerstart zu Problemen führen. ( Wie der Blinkcode bei dir stets dokumentiert)
    Wenn also ein Brenner aus dir vollkommen unbekannten Gründen immer wieder ausfällt, weil du den 3/4 Brenner komplett erneuert hast, Sollte man die Fehler bei den üblichen Fehlerquellen zu suchen beginnen.


    H.Z. schrieb:

    wenn er das Problem hier vor Ort nachvollziehbar und zuverlässig löst



    Wo ist das.....?
    LG Hausdoc


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  • PLZ 40668

    Das mit den Bläschen, meinetwegen auch unsichtbaren Mikrobläschen ist mir doch alles längst klar...steht aber nicht in Zusammenhang mit der Haube. Und das Problem der schlechten Flamme tritt nicht kurz nach dem Brennerstart auf, sondern verschlimmert sich im Laufe von einigen Minuten bis zum Exitus.

    Ich weiß doch, dass das Thema Ölversorgung ganz ganz brisant ist, und bei obskuren Brennerstörungen als erstes Lieblingsthema zu berücksichtigen ist. Bringt mich hier aber nicht weiter.

    Vielleicht beruhigt es ja, dass das ganze Unterfangen einschließlich Tankanlage hier von einem erfahrenen Heizungsbauer-Meisterbetrieb betreut wird. Er ist aber auch mit seinem Latein am Ende, und einem normalen Kunden würde er jetzt wohl aus wirtschaftlichen Gründen einen neuen Brenner verkaufen. Da wir aber seit vielen Jahren sehr eng befreundet sind, haben wir zusammen beschlossen, nicht aufzugeben...

    Hat jemand noch Hinweise, die nicht die Leitung betreffen?
  • H.Z. schrieb:

    dass das ganze Unterfangen einschließlich Tankanlage hier von einem erfahrenen Heizungsbauer-Meisterbetrieb betreut wird. Er ist aber auch mit seinem Latein am Ende
    Die unpassende Leitungsdimensionierung hätte ihm sofort(!) ins Auge springen müssen.

    Ich denke du kommst nicht zum Ziel, wenn du aufgezählte mögliche Fehlerquellen sofort und ohne weitere Prüfung ausschließt.

    Soooooooooo viele Möglichkeiten bleiben nämlich nicht, wenn du schon alle Teile erneuert hast.... ;)
    LG Hausdoc


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