Wartungsfrage für Wissende, Ölbrennertechnik

  • Wartungsfrage für Wissende, Ölbrennertechnik

    Hallo Gemeinde,

    ich besitze ein Haus mit Öl- und Festbrennstoffheizung mit Puffer und Mischer, die Regelung habe ich selbst in die Hand genommen (SPS S7300), da die Gamma 22B den Mischer nicht vernünftig regeln konnte und ständig über- und untersteuerte.

    Nun möchte ich die Ölheizung warten, habe dazu den Ölbrenner-Raum gereinigt, das Flammrohr von Ablagerungen befreit und möchte nun am besten noch den Brenner selbst reinigen, die Düse tauschen. Die Messwerte waren zwar noch in Ordnung, dennoch möchte ich gern hier Ordnung reinbringen, meine Familie zieht zu mir und da soll auch die Heizung weiter zuverlässig funktionieren.

    Es ist ein Klöckner KL4 im Wolf verbaut. Den Brennereinsatz tauschte ich schon einmal, weil dieser zerbrochen/zerbröselt war.

    Nun die Frage, was könnte ich noch bewerkstelligen, was Wartung/Reinigung betrifft? Wie komme ich am besten an die Düse heran? Zurzeit steht nur der Kessel offen, der Brenner hängt noch an dem Scharnier am Kessel. Beispielsweise Düsentausch und ob man hinten an den Abgang zum Ofenrohr gelangt um dort auch zu reinigen? Quasi zwischen Brenner-Raum und Ofenrohranschluss.

    Warmwasserboiler ist kein Thema, keine Opfer-Anode, ist Edelstahl.

    Danke für eure Tipps.

    Viele Grüße

    Olaf
  • OKL schrieb:

    Die Messwerte waren zwar noch in Ordnung, dennoch möchte ich gern hier Ordnung reinbringen, meine Familie zieht zu mir und da soll auch die Heizung weiter zuverlässig funktionieren.

    Wie hast du als Laie denn die Messwerte ermittelt ? Dazu benötigt man in Fachkreisen das nötige Wissen und die entsprechende Messtechnik zu. Also bestelle deiner Familie zu Liebe einen Fachmann für die Brennerwartung.
    Fragen ohne Hintergrundinformationen bringen nur selten die gewünschte Antwort und Fotos sagen mehr wie tausend Worte :!:
  • OKL schrieb:

    Sehe ich das falsch?

    JA !!! Weil Düse nicht gleich Düse ist, auch wenn die Bezeichnung identisch ist. Es gibt Toleranzen von plus-minus 20 Prozent beim Öldurchsatz. Daher ist es Pflicht eines Kundendienstmonteurs beim Düsenwechsel eine Abgasanalyse durchzuführen. Im geringsten Fall rußt der Kessel innen zu, wird das nicht bemerkt kann es zum Kaminbrand kommen. Im ungünstigsten Fall gibt es Kohlenmonoxid mit tödlicher Konzentration. Die Zeitungen sind voll mit solchen Fällen aus falsch verstandener Sparsamkeit.
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  • OKL schrieb:

    Nun die Frage, was könnte ich noch bewerkstelligen, was Wartung/Reinigung betrifft?
    Brennerwartung ist wie bereits genannt durch den Heimwerker vollkommen ausgeschlossen.

    Ein nicht perfekt eingestellter Brenner kann auch mal 30% Brennstoff Mehrverbrauch verursachen - also vollkommen kontraproduktiv.

    Selbst ausführen kannst du nach wie vor: Kessel innen reinigen. Dann gehört das prüfen des Ausdehnungsgefäßes zu den wichtigen Aufgaben, die auch ein Heimwerker gebacken bekommt.
    LG Hausdoc


    PS: Kein Support per Mail. Bitte Fragen ausschließlich im Forum stellen.

    Netz-Treff hilft......
  • ..ist halt nur Mist, wenn der Techniker dann zwei Mal antanzen muss, die Düse wird er ja sicher nicht für jeden Typ dabei haben.

    Schwierig ist auch, dass dieses Thema in diversen Foren unterschiedlich diskutiert wird.

    Abgasrohr-Reinigung und den Filterwechsel für das Heizöl schreibe ich mir auch zu. Zum Glück moniert niemand hier, dass ich die komplette Regelung der Heizung auch selbst programmiert habe, das Hintergrundwissen von wegen Mindesttemperaturen, Taupunkt und Wirtschaftlichkeit, Kesselanfahrtentlastung und Legionellen geht vielleicht auch schon bisschen über das Heimwerkerwissen hinaus, all das ist selbst mit dem Smartphone steuer- und visualisierbar. Da dachte ich mir, dass so eine Düse wohl nicht das Problem sein kann. ;)
  • OKL schrieb:

    wenn der Techniker dann zwei Mal antanzen muss, die Düse wird er ja sicher nicht für jeden Typ dabei haben.
    Doch. Du würdest dich wundern.......

    OKL schrieb:

    Schwierig ist auch, dass dieses Thema in diversen Foren unterschiedlich diskutiert wird.

    Da gibts aber nichts zu diskutieren.
    Traust du dir eine Augen OP beim Opi mit grauem Star zu? Ein Messer hättest du zuhause.......

    OKL schrieb:

    und den Filterwechsel für das Heizöl schreibe ich mir auch zu.
    Nö....... tust du lieber nicht..... ;) Es sei denn zu hast eine spezielle Haftpflichtversicherung die Ölschäden abdeckt. Dazu müsstest du aber Fachfirma nach §18 WHG sein.

    Laß auch diese Tätigkeit den Fachmann durchführen. BTW weißt du überhaut welcher Filter da rein gehört?

    OKL schrieb:

    Da dachte ich mir, dass so eine Düse wohl nicht das Problem sein kann.
    Handwerklich gesehen nicht. Ohne weitergehende Fachkenntniss und Abgasanalysegerät ist das aber vollkommen ausgeschlossen.


    Eine Brennerwartung + Ölfiltereinsatz kostet 150€ im Jahr. Eine Summe die du locker durch Heizöleinsparung reinholst.
    LG Hausdoc


    PS: Kein Support per Mail. Bitte Fragen ausschließlich im Forum stellen.

    Netz-Treff hilft......
  • OKL schrieb:

    Da dachte ich mir, dass so eine Düse wohl nicht das Problem sein kann

    Eigentlich habe ich mich doch deutlich genug zum Ausdruck gebracht, oder ? Ich frage mich allen Ernstes, warum habe ich das in dreieinhalb Jahren erlernt und lerne heute noch täglich hinzu ? Aber Generation "Smartphone " kann einfach alles besser. . . nur nichts richtig !!!

    Hausdoc schrieb:

    Nö....... tust du lieber nicht..... Es sei denn zu hast eine spezielle Haftpflichtversicherung die Ölschäden abdeckt. Dazu müsstest du aber Fachfirma nach §18 WHG sein.

    Bei Ölanlagen besteht eine Fachbetriebspflicht. Diese beginnt am Eintritt des Füllanschluss der Heizöllagerstätte über das Ölgerät bis zur Abgasmündung außerhalb des Gebäudes. Es ist der § 19 WHG gemeint.
    Fragen ohne Hintergrundinformationen bringen nur selten die gewünschte Antwort und Fotos sagen mehr wie tausend Worte :!:
  • Neu

    Ich gebe euch ja Recht, bei manchen Dingen sollte man nicht selbst Hand anlegen. Nur lernt man sicher als Heizungstechniker nicht unbedingt auch, wie man die Steuerungen von Heizungsanlagen programmiert, man baut nur welche ein. Also wo fängt das an und wo hört das auf? Heutzutage wird doch alles einfacher, alle Rohrverbindungen werden gepresst, da bedarf es doch nur noch eines Werkzeugs, kaum noch Wissens. Ich selbst löte meine Kupferrohre noch, Sandpapier, Flussmittel, Brenner, Lötzinn. Als Dachdecker hatte ich schon damit zu tun, dort ist die Verantwortung genau so groß, säuft ja sonst alles ab.

    Selbst was die Elektrik betrifft, dort lernt man auch 3,5 Jahre, dennoch habe ich die gesamte Elektrik vom Hausanschluss, Verteilungen mit RCD, Steckdosen, Licht, ja auch die Heizungsregelungen selbst verkabelt und angeschlossen. Jede Steckdose ist geprüft worden, wenn man einige Grundregeln beachtet und sich informiert, ist das, was man an Wissen dafür benötigt, sicher schnell zu verstehen. Die Schnelligkeit erreicht man natürlich nicht wie bei Profis, da denke ich z. B. an Fliesenleger. Hier würdet ihr mir garantiert auch raten, dass das alles eine Elektrofirma anschließt, wenn man mir nicht einmal zutraut, einen Filter zu wechseln und eine Verschraubung wieder anzubringen. ;)

    Durch meine Informatikertätigkeit fällt mir das Programmieren von Anwendungen und der Maschinensteuerung nicht schwer, dafür müsste ich im Normalfall gleich mehrere Gewerke beauftragen. Meine Schornsteinkopf-Abdeckung wurde vom Schornsteinfeger gestern auch abgenommen, er nahm an, dass diese eine Fachfirma hergestellt hat.

    Kurzum, ich denke, man kann hier in dem Forum nicht beurteilen, zu was jeder Einzelne im Stande ist, was man ihm zutrauen kann und was nicht. Nur, weil man kein Heizungsfachmann ist, ist noch lange nicht gesagt, dass man nicht auch einen Filter selbst wechseln kann.

    Im Übrigen, ja, ich habe eine Gewässerschadenhaftpflicht, sollte man ohnehin haben, wenn Öltanks im Keller verweilen.

    Danke trotzdem für die Anmerkungen, das mit der Düse lasse ich, solange die Werte so super sind. Ich hätte sie nur gern mit z. B. einer Drahtbürste gereinigt und dann wieder eingesetzt, vergreife mich da jetzt aber nicht daran. Ich suche einstweilen in der Nähe eine Firma, die sich damit auskennt. Ich akzeptiere auch eure Meinung, weiß aber durch meine Erfahrung, dass vieles möglich ist und ich mitunter bessere und saubere Arbeit in meinem Haus hinterlasse, als manch so genannte Fachfirma.

    Viele Grüße.
  • Neu

    OKL schrieb:

    Nur, weil man kein Heizungsfachmann ist, ist noch lange nicht gesagt, dass man nicht auch einen Filter selbst wechseln kann.

    Da hast du dann ein rechtliches Problem. Niemand hat einen Anspruch auf seine persönliche Ölpest !

    OKL schrieb:

    Im Übrigen, ja, ich habe eine Gewässerschadenhaftpflicht, sollte man ohnehin haben, wenn Öltanks im Keller verweilen.

    Dann schaue nochmal in deine Police. Schäden die du selbst verursachst sind da nicht mit versichert. Auch Unwissenheit schützt nicht vor Strafe ;)

    OKL schrieb:

    Ich hätte sie nur gern mit z. B. einer Drahtbürste gereinigt und dann wieder eingesetzt,

    Hätte ich das so als Lehrling gemacht, so hätte mir mein Lehrmeister in den verlängerten Rücken getreten. Streiche diesen Gedanken ersatzlos aus deinem Kopf !
    Fragen ohne Hintergrundinformationen bringen nur selten die gewünschte Antwort und Fotos sagen mehr wie tausend Worte :!:
  • Neu

    OKL schrieb:

    Als Dachdecker hatte ich schon damit zu tun, dort ist die Verantwortung genau so groß, säuft ja sonst alles ab.
    Nöö, das mache ich alles selber am Dach mit Kleister und Klebeband, kann doch jeder, kein Mensch braucht einen Dachdecker.
    Für Heizungshersteller und Typen gebe ich generell keine Empfehlungen ab.
    Der Glaube versetzt Berge, steuert aber keine Heizung und spart keine Heizungskosten.